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R. Braun Internat
L A G E B E R I C H T 2024
Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft ist im Einzelnen auszuführen:
Im Geschäftsjahr 2024 verringerte sich der erwirtschaftete Rohertrag von TEUR 6.930 auf TEUR 6.817. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist von T€ 1.349 im Vorjahr um T€ 275 auf T€ 1.074 zurückgegangen. Aufgrund der um T€ 127 gestiegenen Abschreibungen ergibt sich beim Ergebnis vor Steuern (T€ 411 in 2024) eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr von T€ 403.
Für die Zukunft wird trotz der besonderen Anstrengungen in der Akquirierung von Neugeschäften mit einer Stagnierung des Geschäftsganges gerechnet. Durch die generelle Situation im europäischen Straßennetz werden die verrechenbaren Kilometerleistungen pro Transporteinheit auch in Zukunft noch geringer werden. Dieser Trend hat sich – wie bereits in den Vorjahren erwähnt – auch im heuer abgerechneten Wirtschaftsjahr bestätigt. Von der Marktseite her werden die erzielbaren Erlöse nach wie vor unter Druck bleiben. Der Jahresüberschuss betrug TEUR 303 (iVj TEUR 656).
Lage der Gesellschaft
Die Lage der Gesellschaft kann als zufriedenstellend eingestuft werden.
Das Eigenkapital zum 31. 12. 2024 wird mit TEUR 6.180 (iVj TEUR 5.877) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,0% (iVj 57,8%).
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss betrieblich | TEUR | 1.004,3 | -249,4 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionen | TEUR | -897,0 | -1.202,6 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierung | TEUR | 416,5 | 924,3 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | TEUR | 523,9 | -527,7 |
| Zahlungsmittelbestand am 01.01. | TEUR | 1.465,2 | 1.992,8 |
| Zahlungsmittelbestand am 31.12. | TEUR | 1.989,0 | 1.465,1 |
Die Liquidität unserer Gesellschaft war im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres sichergestellt. Unsere Ertragslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr - wie bereits im Vorjahr – infolge der schlechteren Wirtschaftslage in der produzierenden Wirtschaft durch harten Preiswettbewerb geprägt. Diese Entwicklung prägt die gesamte Transportbranche seit Jahren. Der globalisierte Warenaustausch wird derzeit und auch in Zukunft durch nichtvorhersehbare zollpolitische Maßnahmen der Wirtschaftsmächte behindert.
Umwelt
Der aktive Umweltschutz hat gerade in der Transportwirtschaft große Bedeutung. Diese liegt sowohl in der Entscheidung bei der Anschaffung eigener Transportmittel als auch in der Auswahl der Transportpartner. Neu angeschaffte Transportmittel sind immer auf dem neuesten Stand der Technik. Alternative Antriebssysteme (E-Mobilität, Wasserstoff-Mobilität uä) erbringen nicht das von der Wirtschaft geforderte Preis-Leistungsverhältnis. Der Einsatz im Langstreckenverkehr ist derzeit leider noch nicht effizient. Der globale Wettbewerb in der Transportwirtschaft ist durch die unterschiedlichsten Umweltbestimmungen in den einzelnen europäischen Ländern geprägt. Diese betreffen sowohl die Zulassung der Transportmittel im nationalen und internationalen Straßenverkehr, als auch die regionalen Verkehrsabschnitte die nur noch mit LKW der EURO-Klasse 6c befahren werden dürfen.
Diese Umweltbestimmungen führen für unsere Transportwirtschaft zu Konkurrenznachteilen.
Die Bemühungen um den Einsatz der umweltverträglichsten Transportmittel werden in den Auftragsausschreibungen derzeit von den Einkäufern der Frachtleistungen aber oft nicht goutiert.
Mitarbeiter
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr waren 69 (iVj 75) Mitarbeiter beschäftigt. Die Rekrutierung von Personal am heimischen Arbeitsmarkt – insbesondere im Segment des ausgebildeten Fahrerpersonals – hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr weiter verschlechtert. Dies ist eine direkte Folge der nach wie vor angespannten Kosten – und Wettbewerbssituation in der Branche.
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.
Risikoberichterstattung
Im Rahmen des operativen Geschäftes ist die Gesellschaft den Schwankungen des Dieselpreises und den Beförderungssteuern im In- und Ausland ausgesetzt.
Im Personalbereich sind die Wettbewerbsnachteile insbesondere gegenüber den osteuropäischen Mitbewerbern immer stärker ein Hemmschuh in der wirtschaftlichen Entwicklung. Konjunkturschwankungen können gerade in der Transportwirtschaft nicht durch „Lagerproduktion" ausgeglichen werden. Hier widerspiegeln sich typischerweise die seit Jahren zu hohen Kapazitäten im gesamten Transportsektor. Dieses Kapazitätsrisiko wird durch die permanent überwachte Disposition der eingesetzten Transportmittel minimiert.
Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen ist durch den Einsatz des Debitoren Managements als gering einzustufen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Aufgrund der prognostizierten schwächeren Wirtschaftslage in den Folgejahren wird sich die Betriebsleistung 2025 gegenüber dem Vorjahr weiter verringern. Durch permanente Kostenkontrolle und Kosteneinsparungen dürfte sich die Ertragslage trotzdem positiv entwickeln. Dazu tragen nach wie vor die Investitionen in energieeffizientere Transportmittel bei.
Die Rekrutierung von geeignetem Fachpersonal bleibt auch in den nächsten Jahren eine der großen Herausforderungen in der Transportwirtschaft
Die schwer einschätzbare Entwicklung der Treibstoffpreise erschwert die längerfristige Kalkulation der Transporttarife. Ein weiteres Problem ergibt sich aus den überbordenden Mauttarifen im deutschen Straßennetz. Das Preisklima bleibt weiterhin angespannt.
Die gute Eigenkapitalausstattung unserer Gesellschaft ist in Zeiten des derzeitigen Wirtschaftsabschwungs in Europa ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern und wird unsere Geschäftstätigkeit positiv beeinflussen.
Lauterach, 07. Juli 2025
| Die Geschäftsführér / |
|---|
| Safel |
| Gerhard Braun |
| | e-14 |
| Heinz Reisinger |