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Lagebericht 2025

"Almdudler-Limonade" A. & S. Klein GmbH & Co KG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 20. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens

1.1. Das Unternehmen

Wir sind ein österreichisches Familienunternehmen. Unsere Marke ist Almdudler – das unverwechselbare österreichische Nationalgetränk: das Original seit 1957. Almdudler ist mehr als ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk – Almdudler verkörpert österreichisches Lebensgefühl: augenzwinkernd und unbeschwert. Almdudler überzeugt durch den einzigartigen Geschmack aus natürlichen Alpenkräutern.

Seit 2018 führen und vertreiben wir zudem die Marke Spezi® am österreichischen Markt. Spezi® ist eine österreichische Cola-Mix-Marke.

Wir konzentrieren uns auf Vermarktung (Marketing) und Vertrieb der Marken Almdudler® und Spezi® in Österreich sowie der Marke Almdudler® in ausgewählten Exportmärkten, insbesondere in Deutschland. Mit 1. Jänner 2024 übernahm die Almdudler Deutschland GmbH – ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG – den Vertrieb der Almdudler 0,35-l-Mehrweg-Glasflasche (Sorten Original und Zuckerfrei) in Deutschland selbstständig und eigenverantwortlich. Der Vertrieb von Almdudler in Einweggebinden im deutschen Handel bleibt davon unberührt und wird weiterhin von der Hermann Pfanner Getränke GmbH abgewickelt.

1.2. Geschäftsverlauf / Branchenentwicklung

Im Jahr 2025 verzeichnete der österreichische Markt für alkoholfreie Getränke einen kräftigen Absatzrückgang. Ein wesentlicher Einflussfaktor war die Einführung des Einwegpfandsystems (EWP) zu Jahresbeginn, mit dem ein Pfand von 25 Cent auf Einweg-PET-Flaschen und Getränkedosen eingeführt wurde. Der dadurch zunächst höhere wahrgenommene Kaufpreis sowie der zusätzliche Aufwand für Rückgabe und Lagerung der Gebinde führten nachweislich zu einer Zurückhaltung bei Getränkekäufen. Gleichzeitig erforderte die Systemumstellung umfangreiche logistische und organisatorische Anpassungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wodurch es zeitweise zu Sortimentsumstellungen und einer geringeren Produktverfügbarkeit im Handel kam. Marktanalysen zufolge sank das Absatzvolumen im Segment der zuckerhaltigen Softdrinks im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr, womit erstmals seit mehreren Jahren wieder ein Rückgang zu verzeichnen war (IndexBox, „Austria – Sugary Soft Drinks Market Analysis, Forecast, Size, Trends and Insights“, 2025). Zusätzlich wirkten sich strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten – insbesondere eine steigende Nachfrage nach zuckerreduzierten und zuckerfreien Getränken – dämpfend auf die Marktentwicklung aus (Euromonitor International, „Soft Drinks in Austria“, 2025). Der beobachtete Rückgang wird insgesamt überwiegend als temporärer Anpassungseffekt im Zuge des Einwegpfands bewertet. Wann sich der Limonadenmarkt davon erholen wird, ist derzeit noch ungewiss; die Prognosen schwanken zwischen ein und zwei Jahren.

Der Markt in Österreich, Deutschland und bei den internationalen Vertriebspartnern war auch im Jahr 2025 durch schwer vorherseh- und kalkulierbare Kostenschwankungen geprägt. Wenngleich sich die Situation etwas entspannt hat, bleibt der Unsicherheitsfaktor bei den Materialaufwänden infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine

bestehen und zeigt sich in volatilen Preisschwankungen – vor allem in den Bereichen Energie und Logistik. Hinzu kamen die unsichere Zollpolitik der USA und die dadurch (unter anderem) entstehende Verunsicherung der Konsument*innen sowie die angespannte politische Lage in großen Teilen Europas.

Aufgrund von Personalmangel, zusätzlicher Schließtage sowie des ländlichen Gasthaussterbens konnte die Gastronomie auch im Jahr 2025 insgesamt nicht an die Vor-Corona-Zeit anschließen.

Zudem war eine gewisse Zurückhaltung im Konsumverhalten spürbar, ausgelöst durch die deutliche Teuerung in der Gastronomie und im Handel. Dies erschwerte eine verlässliche Absatzplanung.

Aus den genannten Gründen konnte der Absatz der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht gehalten werden.

Der Absatzrückgang gegenüber 2024 resultiert im Berichtsjahr aus einem Minus von -11,31% am österreichischen Markt, wobei der Handel mit einem Absatzminus von -11,29 % und der Außer-Haus-Markt mit -11,34 % in etwa gleich betroffen waren. Der geringere Absatz ist auf die oben erwähnte Einführung des Pfandsystems, einen wetterbedingt schwachen Sommertourismus sowie die allgemein negative Stimmung im Land zurückzuführen, die das Kaufverhalten beeinflusste. Im Außer-Haus-Markt sind zusätzlich die anhaltende Teuerung in der Gastronomie sowie das fortgesetzte Wirtshaussterben – vor allem im ländlichen Raum – für die Absatzsenkung gegenüber dem Vorjahr maßgeblich.

Auch unser deutscher Vertriebspartner, die Hermann Pfanner Getränke GmbH, musste im Bereich der PET-Ware in Deutschland ein Absatzminus von -16,75 % verzeichnen. Der Absatz der von der Almdudler Deutschland GmbH vertriebenen Almdudler Glas-Mehrwegflasche in Deutschland stieg im Vorjahresvergleich hingegen um 19,79 %. Für das zweite Jahr nach der Übernahme und die damit verbundene Aufbauarbeit im deutschen Markt ist dieses Ergebnis außerordentlich positiv und eröffnet weitere Möglichkeiten für die kommenden Jahre. Zudem hatte die Übernahme des Vertriebs positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung der österreichischen Almdudler- Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG.

International konzentrierte sich das Engagement der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG im Jahr 2025 auf die Märkte BeNeLux, Ungarn und Tschechien; andere Märkte wurden vorerst nicht bearbeitet. Der Absatz in diesen Ländern konnte gegenüber 2024 nicht gesteigert werden, sondern lag um -4,83 % darunter. Unser wichtigster internationaler Partner in BeNeLux konnte den Absatz um 4,13 % steigern. Der Absatzrückgang wurde vor allem durch Ungarn verursacht, wobei der hohe Preispunkt und die politische Lage in diesem Land sind die Hauptgründe für den Absatzrückgang sind.

2025 war für Almdudler – ausgelöst durch die Einführung des Einwegpfands in Österreich – ein durchwegs herausforderndes Jahr. Die ungünstige Wetterlage über den Sommer sowie die durch die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation in Österreich ausgelöste Konsumzurückhaltung trugen zusätzlich dazu bei, dass der Absatz im Vergleich zum Vorjahr zurückging.

Das Management der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG blickt auf ein Jahr voller schwer kalkulierbarer Ereignisse zurück und geht davon aus, dass zumindest auch die kommenden Jahre ähnliche Herausforderungen in Bezug auf eine verlässliche Planung mit sich bringen werden. Neben den anhaltenden Unwägbarkeiten auf der Kostenseite werden auch die Auswirkungen der allgemeinen Preissteigerungen – vor allem in der Gastronomie – auf das Konsum- und Einkaufsverhalten in unseren Kernmärkten genau zu beobachten sein. Das Management agiert dabei im vollen Einvernehmen mit den Eigentümern wirtschaftlich vorsichtig.

1.3. Zweigniederlassungen

Im Jahr 2022 wurde die Almdudler Deutschland GmbH als Repräsentationsbüro und hundertprozentige Tochter der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG gegründet. Im Jahr 2023 wurde beschlossen, das deutsche Büro von München nach Köln zu verlegen; die Eröffnung erfolgte im Oktober 2024. Darüber hinaus wurde die Almdudler Deutschland GmbH zu einer Vertriebsorganisation umgewidmet. Im Jahr 2025 wurde der Standort entsprechend der Expansionsstrategie weiter ausgebaut.

1.4. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Trotz der Herausforderungen rund um das Einwegpfand konnte Almdudler im vergangenen Geschäftsjahr Investitionen absichern, die den Absatz langfristig ankurbeln sollen. Es wurde in zusätzliches Vertriebspersonal sowie in diverse KI-Projekte investiert, um POS-Marktbesuche auszubauen. Weiters wurde im Jahr 2025 – vor allem im Marketing – intensiv in die Marke Spezi® investiert. Der Kauf der österreichischen Marke Spezi® im Jahr 2023, um neben Almdudler® ein zweites starkes wirtschaftliches Standbein aufzubauen, entwickelte sich über den Erwartungen der damaligen Berechnungen bei der Übernehme der Markenrechte. Der Absatz liegt, trotz allgemeiner Marktschwäche, auf dem Niveau des starken Vorjahres (-0,75% vs. 2024).

Eine weitere Unsicherheit sind die schwankenden Preise in den Bereichen Energie, Materialien und Zucker. Diese zentralen Komponenten für die Erzeugung der Produkte der Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & Co KG konnten im Jahr 2025 marktkonform verhandelt werden. Diese Kostenblöcke werden die österreichische Wirtschaft und damit auch Almdudler in den nächsten Jahren weiter begleiten. Durch gute Vorwarnsysteme und einen strikten Kurs in Richtung Einsparungen bei den Gemeinkosten – bei gleichzeitiger Unterstützung umsatzstärkender Investitionen – konnte das herausragende EBIT aus 2024 zwar nicht erreicht werden, dennoch wurde erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt, das sich nahtlos in die positive Entwicklung der letzten Jahre einfügt.

Finanzielle Leistungsindikatoren (ausgewählte Kennzahlen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Einheit20242025
EBITTEUR6.3224.408
EBIT-Marge%10%7,86%
Mitarbeiter*innen (Jahresschnitt)Anzahl6869
Eigenkapitalquote (nach RÄG 2014)%44%44%
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)TEUR5.0334.411

(Nettoumlaufvermögen = Handelsware +

Forderungen LL – Verbindlichkeiten LL)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt 2025 unter dem Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen Ende 2025 bei 6.928 TEUR; im Vorjahr lagen sie bei 7.584 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von 5.365 TEUR 2024 auf 5.305 TEUR 2025 im Einklang mit der höheren Eigenproduktion. Der Lagerbestand sank von 2.814 TEUR 2024 auf 2.788 TEUR 2025.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Unser Betriebsstandort in Wien wird ausschließlich mit Strom als externer Energieträger betrieben. Diesen Strom beziehen wir ausschließlich als Ökostrom. Bei unseren Abfüllpartnern legen wir Wert auf die Einhaltung höchster Qualitäts- und Umweltstandards. In unseren regelmäßigen Audits bei den Abfüllpartnern werden diese Standards laufend durch uns überprüft.

Durch kontinuierliche Erneuerung unseres Fuhrparks stellen wir sicher, immer umweltschonende Fahrzeuge nach dem neuesten Stand der Technik zu nutzen. Wir sammeln auch erste Erfahrungen mit Hybridantrieb bzw. Elektrofahrzeugen.

Das Thema Nachhaltigkeit wird im Unternehmen großgeschrieben. Ein eigenes Nachhaltigkeits-Projektteam kümmert sich bereichsübergreifend laufend um die Identifikation und Nutzung von Verbesserungspotentialen.

Der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen liegt mit 31.12.2025 bei 55,07%. Die Frauenquote in Führungspositionen (Bereichsleiter*innen und Teamleiter*innen) liegt bei 50%.

Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Trotz der weiterhin schwer einzuschätzenden Situation – insbesondere im Bereich der Energiekosten infolge des anhaltenden russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der aktuellen Krise am Golf und durch international schwer prognostizierbare politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen – sieht das Management das Unternehmen Almdudler wirtschaftlich stabil aufgestellt. Das langfristige wirtschaftliche Denken und die

Investitionsbereitschaft der Eigentümerfamilie unterstützen den eingeschlagenen Kurs. Zudem wird weiterhin kontinuierlich an der Mitarbeiterentwicklung und an der Optimierung unserer Geschäftsprozesse gearbeitet.

Nach Stabilisierung in den internationalen Märkten werden wir im kommenden Geschäftsjahr neben dem österreichischen Markt weiterhin unsere Stammmärkte im Export (Schwerpunkt Deutschland) ausbauen. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Marke Almdudler Original und Zuckerfrei. Um Lieferengpässen bei unserem Leitgebinde, der 0,35-l-Markenflasche, insbesondere in Deutschland, vorzubeugen, wird auch 2026 weiter in Glas-Mehrweggebinde investiert. Das Jahr 2025 hat gezeigt, dass der sogenannte Umlauf des Mehrweggebindes auch in Deutschland stabil läuft; daher waren im Jahr 2025 keine nennenswerten zusätzlichen Investitionen in Leergut oder Getränkekisten erforderlich.

Für 2026 erwarten wir am österreichischen Markt einen leichten Anstieg der Absatzentwicklung, basierend auf einer stabileren Preis- und Kostenstruktur sowie einer weiter intensivierten Marktbearbeitung.

Auch in unseren Auslandsmärkten gehen wir von einer Absatzsteigerung aus, besonders in Deutschland.

Aufgrund weiterer Investitionen in den Bereichen Marketing und Verkauf erwarten wir das Geschäftsergebnis 2026 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres.

Die realen Auswirkungen der oben genannten Ereignisse auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2026 können jedoch nicht genau eingeschätzt werden, wenngleich das Management in den herausfordernden letzten Jahren rasche Reaktionsfähigkeit und Flexibilität in den einzelnen Geschäftsfeldern unter Beweis stellen konnte.

2. Strategien und Finanzinstrumente

In allen Märkten, in denen wir aktiv sind, bestehen Unsicherheiten hinsichtlich Mengen- und Wertentwicklung. Diese sind abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, der Preisgestaltung am Markt sowie von der Saisonalität und Witterung.

Risiken der künftigen Entwicklung resultieren außerdem aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Preisentwicklung von Rohmaterialien. Auch die Diskussion über PET-Gebinde und die, damit verbundene, neue EU-Richtlinie, sowie die Diskussionen rund um Zucker werden die künftige Entwicklung unseres Unternehmens beeinflussen.

Diesen Risiken am Getränkemarkt wirkt Almdudler durch langfristige Lieferantenverträge, vereinbarte Zielabsatzmengen und eine solide Planung auf höchstem technischen Niveau entgegen.

Durch ein im Jahr 2023 neu installiertes Data Warehouse, das laufend weiterentwickelt wird, ein Programmupdate unserer Finanzsoftware Business Central sowie den verstärkten Einsatz des Reporting-Tools Power BI und CoPlanner konnten wir die Qualität der Finanzberichte weiter steigern. Der Einsatz von KI wird stetig fortgeführt und ausgebaut.

Risiken können zudem durch die starke Markt- und Markenstellung sowie durch gut gepflegte Kunden- und Lieferantenbeziehungen eingedämmt werden.

Alle Ausgangsrechnungen werden in Euro fakturiert. Geschäfte auf der Beschaffungsseite werden derzeit ausschließlich in Euro getätigt.

Mit der Mehrzahl unserer wirtschaftlichen Partner verbindet uns eine vertraglich gesicherte, langjährige Zusammenarbeit.

Das Unternehmen bedient sich eines konservativen Ansatzes in der Unternehmensfinanzierung, welche im 100%igen Einklang mit der Eigentümerfamilie steht.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen betrieben.

Wien, am 8. April 2026

Mag. Gerhard Schilling (Geschäftsführer der Almdudler BeteiligungsgmbH, Wien)

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