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Lagebericht 2024/25

BE Energy GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Sep. 2025 · Eingereicht am 12. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die BE Energy GmbH basiert auf den drei großen Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Fernwärme, auf welche folgend im Detail eingegangen wird.

Wind

Die BE Energy GmbH erzeugt gemeinsam mit den Tochtergesellschaften umweltfreundlichen Ökostrom und betreibt derzeit insgesamt 187 Windkraftanlagen mit 599 MW. Neben den hervorragenden Standorten auf der Parndorfer Platte mit einem guten Windaufkommen bilden die gesetzlich vorgegebenen Einspeisetarife und die Abnahmeverpflichtungen des erzeugten Ökostroms die wirtschaftliche Basis für den Unternehmenserfolg. Sämtliche in den Jahren 2003 und 2005 errichteten Anlagen sind zum Stichtag nach 13 Jahren aus den geförderten Einspeisetarifen gefallen. Die erzeugten Strommengen werden nach 13 Jahren über die interne Vermarktung der BE Vertrieb GmbH & Co KG verkauft. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden aufgrund der guten Strompreisentwicklung zusätzlich vermehrt Anlagen aus der OeMAG Förderung genommen und werden auch weiterhin über den Vertrieb der Burgenland Energie vermarktet.

BE Energy GmbH Windkraftanlagenbestand Stand: 30.09.2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
WEAWEA
MWMW
WINDPARKAnzahlAnzahlAbsolutBeteiligung
AbsolutBeteiligung
BE Energy GmbH133,00133,00444,10444,10
PAMA-GOLS Windkraftanlagenbetriebs GmbH & Co KG4,002,0016,808,40
EPZ Energieprojekt Zurndorf GmbH & Co KG4,002,308,304,78
MMW Potzneusiedl GmbH1,000,407,503,00
Energie Burgenland Bürgerbeteiligung GmbH1,001,003,053,05
Windpark Nick Alpha GmbH12,0012,0036,8536,85
Windpark Baumgarten GmbH5,005,0015,2515,25
Windpark Deutsch Haslau GmbH6,001,2018,303,66
Windpark Nikitsch GmbH12,004,4426,859,93
Energie Burgenland-Haider Windpark GmbH4,002,0012,206,10
BEE Gruppe Inland182,00163,34589,20535,13
Renerwind Energetikai Kft5,002,5510,005,10
BEE GESAMT187,00165,89599,20540,23

Derzeit gibt es keine Windkraftprojekte in der BE Energy GmbH, welche gerade in Umsetzung sind oder für das nächste Geschäftsjahr geplant sind.

Photovoltaik

Die aktuelle Strategie setzt den Fokus vor allem auf den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen in Form von Freiflächen im Burgenland. Derzeit sind in der BE Energy GmbH drei PV Freiflächen in Betrieb, eine Freifläche, Güssing Ost (21,19 MWp), läuft derzeit im Probebetrieb und wird am Anfang des Geschäftsjahres 2025/26 in Betrieb gehen. Der Großteil der Freiflächen der Wind PV Operation GmbH wird von der BE Energy GmbH errichtet. An der Wind PV Operation GmbH ist die BE Energy GmbH mit 49 % beteiligt.

Im Geschäftsjahr 2021/22 erfolgte die Verschmelzung mit dem PV-Bereich der Energie Burgenland Wärme & Service GmbH, wodurch bereits bestehende PV-Dachanlagen sowie die 3 PV-Freiflächen Anlagen seitens der Energie Burgenland Green Energy GmbH übernommen wurden und nunmehr von der BE Energy GmbH betrieben werden.

BE Energy Anlagenbestand - PV Stand: 30.09.2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Gesamt
GesamtPV-AnlagenMWp
PV-ParkMWp absolutBeteiligungBeteiligung
Lobäcker Eisenstadt0,35100%0,35
Gnies0,72100%0,72
Punitz3,27100%3,27
GESAMT BE Energy GmbH4,34100%4,34
Schattendorf14,6649%7,18
Nickelsdorf Nord41,7949%20,48
Deutschkreutz10,4049%5,10
Pama17,4349%8,54
Nickelsdorf Süd76,2849%37,38
GESAMT WindPV Operation GmbH160,5649%78,67
EB GESAMT164,9083,02

Fernwärme

An der Verdichtung der Fernwärmenetze wurde im Wirtschaftsjahr weiter erfolgreich gearbeitet. Die Erweiterungen der Heizwerke Eisenstadt und Bad Tatzmannsdorf wurden in Betrieb genommen. Geplante Förderungen, welche im vergangenen Wirtschaftsjahr in einem Impairment abgeschrieben wurden, wurden aufgrund fehlender Kofinanzierung des Landes nicht erhalten. Zur künftigen Absicherung der Biomassepreise wurden im laufenden Wirtschaftsjahr langfristige Biomasse-Lieferverträge abgeschlossen.

Heizwerk-Standorte bestehen in Eisenstadt, Neusiedl/See, Rechnitz, Oberpullendorf, Oberwart, Bad Tatzmannsdorf, Piringsdorf, Bruckneudorf und Lindgraben. Die Heizwerke waren planmäßig in Betrieb und wurden vor Beginn der Heizperiode serviciert. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden 122.734 MWh an thermischer Energie in die lokalen Fernwärmenetze geliefert.

Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Jahresgewinn von TEUR 53.235 (VJ: TEUR 52.236) erzielt. Die Erhöhung des Gewinnes resultiert aus dem teilweise temporären Ausstieg der Windkraftanlagen aus der OeMAG Förderung und Verkauf der Energie am freien Markt. Das EBIT beträgt TEUR 65.063 (VJ: TEUR 54.312). Die Betriebsleistung iwS von TEUR 343.340 (VJ: TEUR 330.240) wird von den Umsatzerlösen der Stromproduktion (TEUR 146.830) und den Weiterverrechnungen (TEUR 47.562) dominiert. Wesentliche Abzugspositionen sind Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (TEUR 201.941), die Abschreibungen (TEUR 24.218) und sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 43.880).

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (TEUR 2.103 (VJ: TEUR 8.255)) ergibt sich das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 67.166 (VJ: TEUR 62.567).

Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/25 einen Cashflow von TEUR 62.628 (VJ: TEUR 64.375) erwirtschaftet. Der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit ergibt sich mit TEUR -26.632 (VJ: TEUR -76.269) aus Rückflüssen und Auszahlungen von Ausleihungen sowie Auszahlungen für Anlagenzugänge. Der Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeiten ergibt sich mit TEUR -36.026 (VJ: TEUR 11.892) aus der Tilgung von Finanzkrediten bzw. der Bedienung des Eigenkapitals einerseits und der Erhöhung der Konzernfinanzierungen andererseits.

Der ROACE (Return on Average Capital Employed, durchschnittlich eingesetztes Kapital dividiert durch EBIT) beträgt 11,92 % (VJ: 14,69 %).

Der Gearing Ratio (Adaptiertes Fremdkapital dividiert durch Eigenkapitalquote) beträgt 315,51 % (VJ: 249,03 %).

Die Umsatzrentabilität ergibt sich mit 29,7 % (VJ: 25,74 %).

Unter Berücksichtigung der in den Folgejahren zu erwartenden Cashflows ist die Finanzlage der Gesellschaft als ausgewogen zu bezeichnen.

Vermögenslage

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 24,07 % (VJ: 28,65 %), die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG beträgt 7,44 Jahre (VJ: 5,07 Jahre). Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs infolge des Überschreitens bzw. Unterschreitens der genannten Grenzen nicht gegeben ist.

Im Windbereich ermöglichten die Rahmenbedingungen mit einem Einspeisetarif zwischen rund 7,80 und 9,70 Cent/kWh (Abnahmeverpflichtung 13 Jahre) einen massiven Ausbau der Windenergieanlagen.

Für die bereits abgeschlossenen Repowering-Projekte sind die geförderten Tarife vollständig gesichert. Die Tarife belaufen sich zwischen 8,05 und 9,36 Cent/kWh.

Aufgrund der derzeit sehr hohen Marktpreise ist ein direkter Verkauf der produzierten Energie am Markt sehr lukrativ. Daher werden derzeit bestehende Förderverträge temporär nicht genutzt.

Im PV-Bereich konnten bei den letzten Auktionen EAG Marktpreise von 6,08 Cent/kWh ersteigert werden.

Durch weitgehende Serviceverträge ist die nachhaltige Nutzung der Vermögensgegenstände abgesichert.

Bestehende Beteiligungen

Die BE Energy GmbH besitzt zum Bilanzstichtag 18 Beteiligungen im Inland und eine Beteiligung im Ausland. Diese Firmen betreiben Windparks, PV-Parks, PV-Dachanlagen und Bahnnetz-Anlagen in Zurndorf, Pama, Gols, Potzneusiedl, Baumgarten, Schattendorf, Nickelsdorf, Deutsch Haslau, Nikitsch, Deutschkreutz und Janossomorja (Ungarn). Die SonnenBau GmbH, als interne Engineering, Procurement and Construction (EPC) - Firma, baut Photovoltaikparks.

Bestehende Zweigniederlassungen

Im Bereich Fernwärme gibt es Zweigniederlassungen an den Standorten Oberpullendorf, Rechnitz, Eisenstadt, Oberwart, Bad Tatzmannsdorf, Piringsdorf, Lindgraben und Neusiedl.

2. Forschung und Entwicklung

Es finden in der BE Energy GmbH keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten statt.

3. IKS und Risikomanagement bzw. Risikoberichterstattung

Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Wind

Die Entwicklung des Unternehmens hängt wesentlich vom zukünftigen Windaufkommen ab. Die Planwerte wurden von Experten aufgrund von Windmessungen und langfristigen Wetterdaten sowie IST-Daten erstellt und mit entsprechenden Sicherheitsabschlägen in die Prognose miteinbezogen. Des Weiteren wird eine Anlagenverfügbarkeit von 95 % - 98 % berücksichtigt. Beim Windertrag können natürliche Schwankungen vorkommen. Der Windertrag des Berichtsjahres lag über Plan (0,9 %).

Die sonstigen Betreiberrisiken wurden im Wesentlichen durch Serviceverträge und Versicherungen abgedeckt. Ein Restrisiko für den Betreiber liegt im langfristigen Bestand der Liefer- und Servicefirmen bzw. auch im Hervortreten von verdeckten Mängeln in Anlagen, die die Stromproduktion beeinträchtigen. Zu erwähnen sind noch mögliche, aber sehr unwahrscheinliche legistische Änderungen zum Nachteil von Windparkbetreibern, die schlagend werden können (Abnahmeverpflichtungen, Einspeisetarife, Gebühren usw.).

Ende 2024 wurde die Brush Widerklage erstinstanzlich zur Gänze abgewiesen. Im Zuge eines Vergleiches wurden sämtliche wechselseitige Ansprüche bereinigt. Die Rückstellung in Höhe von TEUR 3.946 wurde zur Gänze aufgelöst.

Bei den Windenergieanlagen, welche bereits aus der Ökostromförderperiode herausgefallen sind, besteht das mögliche Risiko darin, dass der Verkaufspreis der Windenergie unter dem Ökostromtarif liegt und sich dadurch die Erlöse aus dem Verkauf der Windenergie verringern. Die Vermarktung des Strompreises sowie die daraus resultierenden Erlöse aus dem Verkauf der Windenergie sind abhängig vom Marktpreis. Das Risiko ist derzeit aufgrund der hohen Marktpreise jedoch sehr gering.

Photovoltaik

Im Bereich Photovoltaik besteht das Risiko einer verspäteten Umsetzung geplanter PV- Projekte sowie aus der Nichtrealisierung von geplanten Projekten und das Vermarktungsrisiko. Ein weiteres Risiko liegt in den wetterbedingten Schwankungen.

Fernwärme

Ein wesentliches Risiko in der Fernwärme ist der Rohstoffpreis für Biomasse. Die Absicherung erfolgt mittels langfristiger Versorgungsverträge. Im laufenden Wirtschaftsjahr wurden langfristige Biomasse-Lieferverträge über 5 Jahre zu fixen Preisen abgeschlossen. Ein weiteres Risiko besteht in unvorhersehbaren Anlagenausfällen. Dieses technische Risiko wird durch Optimierungsmaßnahmen der Kraftwerksanlagen sowie einer systematischen laufenden Wartung und Instandhaltung verringert. Zusätzliche Risiken, wie z. B. rechtliche Risiken, werden durch die Inanspruchnahme rechtlicher Beratung abgesichert. Ein weiteres Risiko besteht im Wegfall von Förderungen, welche zum Bau und wirtschaftlichen Betreiben der Kraftwerke notwendig sind.

Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Die originären Finanzinstrumente beziehen sich im Wesentlichen auf Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen bzw. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, Lieferforderungen und Bankguthaben. Auf der Passivseite sind als wesentliche originäre Finanzinstrumente Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen anzuführen.

Dem Ausfallrisiko bei Investitionen in beteiligte Unternehmen bzw. bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch laufendes Monitoring Rechnung getragen. Dem Ausfallrisiko bei Bankguthaben wird durch die Veranlagung bei inländischen Instituten hoher Bonität begegnet.

Das Zinsänderungsrisiko hinsichtlich der Finanzierungsverbindlichkeiten kann aufgrund der aktuellen Zinssituation als untergeordnet eingestuft werden.

Es sind keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz.

4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Klimaforscher haben mittlerweile belegt, dass der Mensch mit seiner Lebensweise und seinem Ausstoß von Emissionen das Klima in seinem Gleichgewicht beeinflusst. Auf internationaler Ebene wird daher um Lösungen gerungen, den Klimawandel zu bekämpfen – dabei spielt die Windenergie eine essentielle Rolle. Folgend werden die CO2- Emissionen - unter Berücksichtigung der Vorketten –, welche durch die Produktion von Windenergie in diesem Geschäftsjahr vermieden wurden, dargestellt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
WindparkProduktion in kWh CO2 Einsparung in Tonnen
Andau191.584.909127.787
Andau Erweiterung10.435.2056.960
Bruckneudorf8.075.2055.386
Deutschkreutz00
Deutschkreutz_II4.365.2532.912
Gols Repowering20.949.54113.973
Halbturn-Mönchhof92.558.53761.737
Kittsee27.102.48718.077
Kittsee_II25.386.31216.933
Neudorf Repowering204.113.958136.144
Neusiedl-Weiden20.751.87913.842
Parndorf Repowering132.595.32188.441
Parndorf V44.658.36229.787
Parndorf-Heidhof8.548.9085.702
Potzneusiedl Repowering54.410.96836.292
Zurndorf II Erweiterung17.762.07911.847
Zurndorf Mitteläcker AWP4.015.1592.678
Zurndorf_II12.479.6718.324
Potzneusiedl_PN110.845.7267.234
GESAMT GJ 2024/25594.057

Arbeitnehmerbelange

Aus-und Weiterbildung 2024/2025

Die Burgenland Energie AG hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Investitionen in die Ausund Weiterbildung der Mitarbeitenden weiter verstärkt. Das GreenTech-Empowerment Programm wurde erfolgreich fortgeführt und ermöglichte zahlreichen Mitarbeitenden (38) sowie externen Teilnehmer:innen (3) eine gezielte Qualifizierung im Bereich nachhaltiger Technologien.

Ergänzend dazu wurde das BE Learning Center für alle ausgerollt und bietet nun ein breites Spektrum an digitalen und Präsenzschulungen für alle Unternehmensbereiche.

Zur Förderung der Führungskompetenzen wurde der Leadership Lunch als regelmäßiges Austauschformat für Führungskräfte etabliert.

Darüber hinaus wurden verpflichtende Compliance- und Arbeitssicherheitsschulungen sowie Cyber Security-Trainings durchgeführt, um das Bewusstsein für rechtliche und sicherheitsrelevante Themen weiter zu stärken.

Frauenanteil nach Gesellschaften

Der weibliche Anteil der Mitarbeitenden (inkl. Lehrlinge) in der BE Energy GmbH beträgt 23,16 % (VJ: 24,6 %) zum 30.09.2025.

Die Energiewirtschaft ist aufgrund ihrer technischen Ausrichtung historisch und gesellschaftlich bedingt ein männlich dominierter Wirtschaftszweig. Über die gesamte Branche gesehen ist der Frauenanteil niedrig. Der Frauenanteil der Burgenland Energie Unternehmensgruppe liegt bei 26,9 %. Es wird laufend versucht, durch gezielte Maßnahmen den Anteil von Frauen in der Unternehmensgruppe zu heben und die Heterogenität zu fördern.

Energiesparmaßnahmen

Die Burgenland Energie Gruppe unterstützt die Energiesparmaßnahmen der Bundesregierung weiterhin nach besten Kräften. Definierte Maßnahmen, wie z. B. die energieeffiziente Regulierung der Raumtemperatur, werden umgesetzt und einem regelmäßigen Monitoring unterzogen. Zur kontinuierlichen Steigerung der Energieeffizienz werden laufend entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde insbesondere die Umstellung auf Fernwärme intensiv vorangetrieben und wird auch künftig weiterverfolgt. Darüber hinaus wird der Ausbau der E-Mobilität im Unternehmen gezielt gefördert.

Arbeitnehmerschutz

Die Rechtsvorschriften des Arbeitsschutzes und der Schutz des Lebens und der Gesundheit der ArbeitnehmerInnen werden unter anderem durch folgende Maßnahmen gesichert:

o Unterweisung der ArbeitnehmerInnen und Förderung des Interesses an Fragen des Arbeitnehmerschutzes o Koordination der Präventivfachkräfte o Koordinierung der Ausbildung von Sicherheitsvertrauenspersonen

Die Arbeitsmedizinische Betreuung wird durch die Koordination zweier Betriebsärzte sowie das Angebot einer arbeitspsychologischen Betreuung gewährleistet.

Der Bereich Arbeitnehmerschutz kümmert sich ebenso um die Einhaltung der Rechtsvorschriften betreffend Brandschutz in den Verwaltungsgebäuden und des Konzeptes der Abfallwirtschaft.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Prognosebericht

Wind

Kurzfristig sind keine neuen Windparks in der BE Energy geplant.

Die BE Energy GmbH hat einen eigenen Servicebereich. Dieser betreut Eigenanlagen und tritt auch als Dienstleister für Dritte auf. Neben den eigenen Windparks werden auch Windparks im In- und Ausland mitbetreut. Das im Unternehmen bestehende Know-How wird auch Dritten angeboten. Gutachten werden erstellt, die Dienstleistungen im Überwachungs- und Optimierungsbereich weiter ausgebaut.

Photovoltaik

Neben den bereits in der Errichtung befindlichen PV-Freiflächen Projekten befinden sich darüber hinaus weitere PV-Freiflächen Projekte in der Planung, deren Bau ebenfalls bereits einen Bescheid haben und deren Errichtung im Herbst 2025 beginnt.

Die Entwicklung und der Bau von PV-Parks findet hauptsächlich in der Beteiligung WindPV Operation GmbH statt. Die ersten PV-Parks sind schon in Betrieb bzw. in Probebetrieb mit insgesamt ca. 161 MWp (Schattendorf, Nickelsdorf Nord und Süd, Deutschkreutz und Pama). Damit ist die BE Energy GmbH nicht nur der größte Windpark-Betreiber, sondern auch der größte PV-Park-Betreiber in Österreich. In der BE Energy sind die PV-Parks Güssing Ost II und Andau Albrechtsfeld geplant und unmittelbar vor der Umsetzung.

Fernwärme

Der Fokus liegt auf der Optimierung der Heizwerke sowie auf der Verdichtung der bestehenden Wärmenetze. An den Standorten Eisenstadt, Rechnitz, Oberwart und Oberpullendorf wird der Ausbau fortgesetzt. Es erfolgt eine laufende Erweiterung und Verdichtung der Fernwärmeanschlüsse. In Bruckneudorf wird das gemeinsame Projekt mit der EVN weiter ausgebaut. Die Wärme wird über ein bestehendes EVN-Heizwerk in Bruck an der Leitha bezogen und das Netz in Bruckneudorf in den kommenden Jahren ausgebaut. Mit 1.10. 2025 ist die Abspaltung der Fernwärmenetze an die Netz Burgenland geplant. Die Umsetzung ist im Laufen.

Speicher

Die Burgenland Energie Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 Batteriespeicherprojekte von bis zu 720 MWh umzusetzen. Die BE Energy GmbH plant im nächsten Geschäftsjahr die Realisierung der folgenden Projekte:

Diverse KWK Projekte (Siegendorf, Eisenstadt, Rechnitz, Oberpullendorf),

- geplante Inbetriebnahmen Q1 2026 (Kalenderjahr), - Gesamtleistung 330 KW / 1100 KWh (Pilotprojekt) und 8 MW / 20 MWh

BESS Güssing Ost

- geplante Inbetriebnahme Q2/Q3 2026 (Kalenderjahr), - Leistung 17 MW / 51

BESS Nickelsdorf Nord (Nick Alpha GmbH)

- geplante Inbetriebnahme Q2/Q3 2026 (Kalenderjahr),

- Leistung 19 MW / 57 MWh

In der Phase 2 sollen weitere Projekte realisiert werden, gestartet wird voraussichtlich mit folgendem Projekt:

BESS Andau

- geplante Inbetriebnahmen Q4/ 2026 bis Q1 / 2027 (Kalenderjahr), - Leistung 120 MW / 360 MWh

Eisenstadt, am 24. November 2025

Die Geschäftsführung

4. 12 2025 18.03.2 2 TRust

DI Dr. Michael Weixelbraun

MMag. Tomasz Nowosielski

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