Inhaltsverzeichnis
Stahlgruber Gesellschaft m.b.H., Wals bei Salzburg
Rahmenbedingungen
Die Firma Stahlgruber Gesellschaft m.b.H. hat die Zentrale in Wals bei Salzburg und 20 Verkaufshäuser an den Standorten Wals bei Salzburg, Linz, Wien-Inzersdorf, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Wien-Strebersdorf, Dornbirn, St. Pölten, Wiener Neustadt, Leoben, Regau- Rutzenmoos, Fürstenfeld, Villach, Amstetten, Wörgl, St. Johann im Pongau, Ried- Aurolzmünster, Krems und Freistadt.
Die Geschäftstätigkeit umfasst den flächendeckenden Vertrieb von Autoersatzteilen, Autozubehör, Werkzeug, Werkstatteinrichtung und alles für Reifen & Rad. Für die Produktgruppen Werkstatteinrichtung samt Reifendienst und -reparatur werden Montage-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ausgeführt.
In allen Vertriebsbereichen wird seit Jahren eine führende Marktposition behauptet und durch permanente Optimierung von Logistik und Vertrieb abgesichert.
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Der Umsatz lag im vergangenen Jahr unter Vorjahr. Nach 116,46 Millionen Euro im Jahr 2024 wurden im Jahr 2025 113,20 Millionen Euro Umsatz erzielt.
Die Handelsspanne konnte im Berichtsjahr nicht verbessert werden.
Die Kostenentwicklung war im Berichtsjahr von der Fortführung der Optimierungsmaßnahmen geprägt. Der Umsatz- und Margenrückgang sowie die geringeren Zinserträge führten dazu, dass das Ergebnis vor Steuern deutlich unter jenem im Jahr 2024 liegt.
Finanzlage
Seit dem Geschäftsjahr 2006 existieren keinerlei langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutionen.
Der Cash-Flow, der sich ausgehend vom Jahresüberschuss nach Berücksichtigung von Abschreibungen und der Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der Sonderposten für Investitionszuschüssen ergibt, beträgt im Jahr 2025 1,0% vom Umsatz (Vj: 5,9%).
Die durchschnittliche Umschlagsdauer der Debitoren liegt bei 19,2 Tagen (Vj: 19,2).
Es wird ausschließlich mit Euro und nicht mit Fremdwährungen gearbeitet, sodass keinerlei Währungsrisiko besteht.
Vermögenslage
Das Eigenkapital ohne Sonderposten für Investitionszuschüsse beträgt 87,59 Millionen Euro (Vj: 86,93 Mio. Euro), das entspricht einer Eigenmittelquote (berechnet nach URG) von 80,0% (Vj: 81,4%).
Die Lagerumschlagsdauer der Vorräte hat sich von durchschnittlich 95,6 Tagen in 2024 auf 102,9 Tage in 2025 verschlechtert.
Forschung und Entwicklung
Die Stahlgruber Gesellschaft m.b.H. ist ein Handelsunternehmen. Eine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im eigentlichen Sinn findet nicht statt.
Die Entwicklungstätigkeit beschränkt sich auf die Optimierung der betriebsinternen Organisations- und Ablaufprozesse.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den Umweltbelangen werden alle Rechtsvorschriften eingehalten und teilweise überboten. Für die Bereiche Umwelt und Gesundheit sowie Arbeitsschutz wurde bei uns ein Mitarbeiter beauftragt, Verbesserungen zu diesen Themen, in Abstimmung mit der Konzern-Abteilung EHS, sukzessive umzusetzen. Die Entpflichtung von Verpackungsmaterial und Elektroaltgeräten erfolgt über eine Lizenzierung bei ARA und ERA.
Es wurden Maßnahmen eingeleitet um Wasser- und Energiekosten einzusparen, wie die Umrüstung auf LED-Leuchten in Büro- u. Lagerbereich.
Durch die Anschaffung von Fahrzeugen die einen geringeren Schadstoffausstoß haben, konnte auch die Gesamtbilanz des Schadstoffausstoßes verbessert werden.
2025 waren im Monatsdurchschnitt 615 MitarbeiterInnen beschäftigt, gegenüber 624 im Vorjahr, jeweils ohne Geschäftsführer und Auszubildende.
Für alle Mitarbeiter sind regelmäßig Online-Schulungen für IT-Sicherheit, Compliance Themen und Ethik-Codex, mit abschließender Zertifizierung, verpflichtend durchzuführen. Ausgaben für Weiterbildungsmaßnahmen sind eingeplant.
Der Vertrieb ist mit zentraler Leitung, jedoch mit großem dezentralen Handlungsspielraum der Niederlassungsleiter äußerst flexibel aufgestellt. Die Kundenstruktur umfasst ca. 15.000 kleine bis mittlere Betriebe und kaum Großkunden, sodass eine sehr gesunde Geschäftsbasis existiert.
Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen und diverser von LKQ Europe gesteuerten strategischen Anpassungen in der Vertriebsstruktur (im Jahr 2026 werden 3 Verkaufshäuser geschlossen), gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass wir im Jahr 2026 das Umsatzniveau von 2025 geringfügig unterschreiten werden und das Jahr 2026 mit einem negativen Jahresergebnis schließt.
Es sind künftig wiederum Umsatzsteigerungen über dem Branchenschnitt geplant. Falls die erwarteten Umsatzsteigerungen aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage nicht erreicht werden sollten, kann kurzfristig über Organisationsangleichungen gegengesteuert werden, sodass trotzdem gute Betriebsergebnisse erwirtschaftet werden können.
Die breit gefächerte Kundenstruktur erlaubt auch für das nächste Geschäftsjahr eine kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens im Markt. Durch intensive Kundenkontakte und ein strenges Debitorenmanagement besteht nur ein sehr geringes Ausfallsrisiko. Ein wesentliches Liquiditäts-, Preisänderungs- und Cash-Flow-Risiko besteht nicht.
Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
Die aktuelle Kriegssituation in der Ukraine sowie der Iran-Konflikt beeinträchtigen nicht die Produktion und Lieferung von Ersatzteilen für das österreichische Werkstattgeschäft.
Mit der bestehenden Vertriebsstruktur, einem guten Mitarbeiterpotential und einer guten Kapitalausstattung ist eine optimale Basis für eine positive Entwicklung in den nächsten Geschäftsjahren auch unter schwierigen Marktbedingungen vorhanden.
onen the
Torsten Kluh
Geschäftsführer
Wals bei Salzburg, am 25. Juni 2026