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Lagebericht 2024/25

SonnenBau GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Sep. 2025 · Eingereicht am 11. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die SonnenBau GmbH ist eine EPC-Errichterfirma im Bereich der erneuerbaren Energien mit dem Fokus auf Photovoltaik. Sie ist spezialisiert auf die Entwicklung, Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen. Wesentlicher Absatzmarkt ist Österreich, und hier vor allem das Burgenland. Als 100 % Tochtergesellschaft der BE Energy GmbH ist die SonnenBau GmbH Teil der Burgenland Energie Gruppe.

Die PV-Projekte entsprechen dem vom Aufsichtsrat der Burgenland Energie AG genehmigten Strategie Change, die einen massiven Ausbau der installierten PV-Leistung vorsieht. Österreich verfolgt das Ziel, bis 2030 100 % Erneuerbaren-Anteil in der Stromerzeugung zu erreichen. Dazu ist mit + 11 TWh bis 2030 der größte Zubau im PV-Bereich vorgesehen. Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) sieht dafür explizit auch die Förderung von Flächen PV vor. Das Burgenland sieht in seinen energiepolitischen Zielen vor, bis 2030 klimaneutral zu werden, womit ein Zubau von + 7 TWh an PV-Anlagen notwendig wäre.

Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Als Datenquelle für die nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren dienen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Cashflow-Rechnung der SonnenBau GmbH. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024/25 ein EBIT von TEUR 4.003 (VJ: TEUR 3.636) erwirtschaftet und liegt damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Effekt ergibt sich aus der Dotierung einer Drohverlustrückstellung iZm dem Projekt Steyr (vgl. Anhang). Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 2.972 (VJ: TEUR 3.133). Der Bilanzgewinn beläuft sich auf TEUR 2.968 (VJ: TEUR 3.215).

Die Umsatzrentabilität (= um Einmaleffekte bereinigtes EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) beläuft sich auf 12,42 % (VJ: 3,51 %).

Finanz- und Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/25 einen Cashflow von TEUR 40.820 (VJ: TEUR - 26.635) erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR - 18 (VJ: TEUR - 19), der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR - 40.802 (VJ: TEUR 26.655). Der Free Cashflow (Summe aus Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und Cashflow aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 40.802 (VJ: TEUR - 26.655).

Es ist lediglich geringfügiges Sachanlagevermögen iHv TEUR 2,6 (VJ: TEUR 3,3) vorhanden, welches aus Werkzeugen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht.

Der Gearing Ratio (Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital i.w.S.) beträgt 1.453,68 % (VJ: 868,83 %).

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 20,82 % (VJ: 10,32 %), die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG beträgt 5,29 Jahre (VJ: 8,92 Jahre). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs infolge des Überschreitens bzw. Unterschreitens der genannten Grenzen nicht gegeben ist.

Bestehende Zweigniederlassungen

Derzeit bestehen in der SonnenBau GmbH keine Zweigniederlassungen.

2. Forschung und Entwicklung

Derzeit verfolgt die SonnenBau GmbH keinerlei Forschungs- bzw. Entwicklungstätigkeiten.

3. IKS und Risikomanagement bzw. Risikoberichterstattung

Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Die Strategie der SonnenBau GmbH ist, alle baureifen Projekte der BE Energy umzusetzen.

Risiko:

 Abhängigkeit aktuell zu 100 % von konzerninternen Umsätzen mit der eigenen Muttergesellschaft BE Energy GmbH.  Änderung regulatorischer Rahmenbedingungen und somit keine langfristig homogene Planungssicherheit.

Maßnahmen/Kontrolltätigkeiten:

 Laufendes Monitoring und Controlling der Projekte.

Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Forderungen (etwa aus Lieferungen und Leistungen sowie Cash Pooling-Guthaben) und Verbindlichkeiten (wie etwa aus Lieferungen und Leistungen inkl. erhaltenen Anzahlungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen). Dem Risiko bei der Veranlagung der liquiden Mittel wird durch die Veranlagung bei Bankinstituten hoher Bonität bzw. durch konzerninterne Veranlagung begegnet.

4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Energiesparmaßnahmen

Die Burgenland Energie Gruppe unterstützt die Energiesparmaßnahmen der Bundesregierung weiterhin nach besten Kräften.

Definierte Maßnahmen, wie z. B. die energieeffiziente Regulierung der Raumtemperatur, werden umgesetzt und einem regelmäßigen Monitoring unterzogen.

Zur kontinuierlichen Steigerung der Energieeffizienz werden laufend entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde insbesondere die Umstellung auf Fernwärme intensiv vorangetrieben und wird auch künftig weiterverfolgt.

Darüber hinaus wird der Ausbau der E-Mobilität im Unternehmen gezielt gefördert.

Arbeitnehmerschutz

Die Rechtsvorschriften des Arbeitsschutzes und der Schutz des Lebens und der Gesundheit der ArbeitnehmerInnen werden unter anderem durch folgende Maßnahmen gesichert:

 Unterweisung der ArbeitnehmerInnen und Förderung des Interesses an Fragen des Arbeitnehmerschutzes  Koordination der Präventivfachkräfte  Koordinierung der Ausbildung von Sicherheitsvertrauenspersonen

Die Arbeitsmedizinische Betreuung wird durch die Koordination zweier Betriebsärzte sowie das Angebot einer arbeitspsychologischen Betreuung gewährleistet.

Der Bereich Arbeitnehmerschutz kümmert sich ebenso um die Einhaltung der Rechtsvorschriften betreffend Brandschutz in den Verwaltungsgebäuden und des Konzeptes der Abfallwirtschaft.

Aus- und Weiterbildung

Die Burgenland Energie Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr ihre Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden weiter verstärkt. Das GreenTech-Empowerment Programm wurde erfolgreich fortgeführt und ermöglichte zahlreichen Mitarbeitenden (38) sowie externen Teilnehmer:innen (3) eine gezielte Qualifizierung im Bereich nachhaltiger Technologien.

Ergänzend dazu wurde das BE Learning Center für alle ausgerollt, und bietet nun ein breites Spektrum an digitalen und Präsenzschulungen für alle Unternehmensbereiche.

Zur Förderung der Führungskompetenzen wurde der Leadership Lunch als regelmäßiges Austauschformat für Führungskräfte etabliert.

Darüber hinaus wurden verpflichtende Compliance- und Arbeitssicherheitsschulungen sowie Cyber Security-Trainings durchgeführt, um das Bewusstsein für rechtliche und sicherheitsrelevante Themen weiter zu stärken.

Karrieremodelle

Mit der Einführung der BE Expertenkarriere (Expert@BE) wurde ein neues Karrieremodell geschaffen, das Fachlaufbahnen gezielt fördert, Entwicklungsmöglichkeiten abseits der klassischen Führungslaufbahn bietet und zur Flexibilisierung und Mobilisierung der Organisation beiträgt.

Der interne Arbeitsmarkt (Entwicklung@Work) eröffnet Mitarbeitenden transparente Entwicklungsperspektiven und erleichtert interne Wechselmöglichkeiten, um individuelle Karrierewege aktiv zu unterstützen.

Workplace & Gesundheit

Das betriebliche Gesundheitsmanagement bleibt ein zentrales Anliegen der Burgenland Energie Gruppe. Neben dem Gesundheitstag mit dem Health Mobil wurden regelmäßige Gesundheitstalks mit dem Arbeitsmediziner angeboten, um aktuelle Gesundheitsthemen praxisnah zu vermitteln.

Impfkampagnen und Online-Vorträge zu mentaler Gesundheit, Bewegung, Schlaf und Ernährung ergänzten das Angebot.

Wissensmanagement

Um den unternehmensweiten Wissensaustausch zu fördern, wurde ein Projekttag abgehalten, bei dem Mitarbeitende ihre Erfahrungen und Best Practices aus verschiedenen Projekten präsentierten und diskutierten. Diese Initiative trägt dazu bei, Wissen nachhaltig in der Unternehmensgruppe zu verankern und die Innovationskraft zu stärken.

Chancengleichheit und Diversität

Die Burgenland Energie Gruppe setzt sich aktiv für Chancengleichheit und Diversität ein. Durch gezielte Maßnahmen, wie die Unterstützung der Special Olympics, wird die Integration und Gleichberechtigung im Unternehmen gefördert.

Zum Weltfrauentag wurde ein gemeinsames Frühstück organisiert, das wieder mit einer inspirierenden Keynote eröffnet wurde.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Prognosebericht

Der nachfolgende Prognosebericht bietet einen Ausblick auf die Planung für das kommende Geschäftsjahr 25/26. Neben den bereits in der Errichtung bzw. kurz vor Abnahme befindlichen PV-Freiflächen Projekten Wallern-Tadten und Güssing Ost I, starten ab Herbst 2025 weitere PV-Freiflächen Projekte im gesamten Burgenland mit einer Leistung von insgesamt rund 256 MWp. In der Projektplanung zum Budget 25/26 sind mehrere PV-Projekte enthalten, wobei die Projekte Parndorf, Gattendorf sowie Güssing Ost Il zu den größeren PV-Projekten zählen. Zusätzlich sind im GJ 25/26 die Projekte Donnerskirchen, Andau Albrechtsfeld sowie Tadten/Wallern Phase II Teil der Projektpipeline.

Von der Projektplanung abgeleitet werden im Budget 25/26 der SonnenBau GmbH Umsatzerlöse iHv. rd. MEUR 128,1 erwartet. Das budgetierte Betriebsergebnis beläuft sich in weiterer Folge auf rd. MEUR 7,2. Das im Budget 25/26 ausgewiesene Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf rd. MEUR 5,6.

Unter Berücksichtigung der für das folgende Geschäftsjahr 25/26 erwarteten Ergebnisse ist die Ertragslage der SonnenBau GmbH als positiv zu bezeichnen.

Eisenstadt, am 24. November 2025

Die Geschäftsführung

Meilk Rekowski

Ang. Josef Kuzmits, MSc

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