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Geschäftsverlauf und Lage
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2025 war von einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und einer verhaltenen Investitionsbereitschaft der Kunden geprägt. Insbesondere die Zollpolitik der USA führte zu Verunsicherung und in der Folge zur Verschiebung größerer Investitionsprojekte und Anlagekäufe – insbesondere, aber nicht nur in Amerika. Demgegenüber konnten im Bereich Customer Service die Ziele hinsichtlich Auftragseingang und Umsatz erreicht werden. Die Nachfrage nach Modernisierungen, Ersatzteilen und Serviceleistungen entwickelte sich stabil und leistete einen wichtigen Beitrag zur Ergebnisqualität.
Die Versorgung mit Vormaterial, Komponenten und Dienstleistungen verlief im Berichtsjahr insgesamt geordnet; wesentliche Beeinträchtigungen der Lieferketten traten nicht auf.
Auf Basis des guten Auftragsbestands zu Jahresbeginn und der erfreulichen Entwicklung im Bereich Customer Service konnte eine zufriedenstellende Auslastung aller Unternehmensbereiche erreicht und eine Betriebsleistung von 112,7 Millionen Euro erzielt werden.
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf 114,6 Millionen Euro und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres. Der Jahresüberschuss belief sich auf 5 Millionen Euro. Die Eigenmittelquote konnte weiter gestärkt werden und beträgt zum Bilanzstichtag 41,3 %.
Der ergebniswirksame Cash-flow belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 5,6 Millionen Euro, was 5,0 % der Betriebsleistung entspricht. Insgesamt zeigt sich damit – trotz des verhaltenen Auftragseingangs im Neumaschinengeschäft – eine solide wirtschaftliche Entwicklung mit verbesserter Ertrags- und Eigenmittelsituation gegenüber dem Vorjahr.
| Finanzielle Leistungsindikatoren | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (in T€) | 114.552 | 108.397 | 117.187 |
| Betriebsleistung (in T€) | 112.746 | 104.591 | 121.616 |
| Jahresüberschuss (in T€) | 5.000 | 3.933 | 7.067 |
| Anteil an der Betriebsleistung | 4,4 % | 3,8 % | 5,8 % |
| Ergebniswirksamer Cash-Flow | |||
| gemäß § 24 (2) URG (in T€) | 5.617 | 4.264 | 8.701 |
| Anteil an der Betriebsleistung | 5,0 % | 4,1 % | 7,2 % |
| Eigenmittelquote | 41,3 % | 38,7% | 34,9 % |
Personal, Umwelt und Sicherheit
Der Personalstand entsprach im Berichtsjahr den Erfordernissen zur Erreichung der mittelfristigen Unternehmensziele. Die Anzahl der beschäftigten Leihkräfte wird laufend in Abhängigkeit von der Auslastungssituation angepasst. Im Bereich Arbeitssicherheit werden kontinuierlich Verbesserungsmaßnahmen – auch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und dem Betriebsarzt – umgesetzt. Fortlaufende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie weitere freiwillige Sozialleistungen stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung.
Im Bereich Umweltschutz werden durch eigens Beauftragte Programme implementiert und umgesetzt, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.
Voraussichtliche Entwicklung
Die Nachfrageschwäche im Jahr 2025 wirkte sich negativ auf den Auftragsbestand für Maschinen und Anlagen aus, der mit Jahresende deutlich unter dem Durchschnitt der Vorperioden lag. Im ersten Quartal 2026 zeigte sich eine deutliche Belebung von Nachfrage und Auftragseingang im Neumaschinengeschäft. Die zunehmende Projektaktivität in asiatischen und ausgewählten europäischen Märkten sowie eine vorsichtige Stabilisierungstendenz in Mitteleuropa geben Anlass zu einem moderat optimistischen Ausblick.
Im Bereich Customer Service wird für das Jahr 2026 von einer anhaltend stabilen Nachfrage nach Modernisierungen, Serviceleistungen und Ersatzteilen ausgegangen; es wird ein weiteres moderates Wachstum angestrebt. Insgesamt wird für 2026 von einer guten Auslastung der vorhandenen Kapazitäten ausgegangen.
Im Rahmen eines aktiven Risikomanagements werden Verfügbarkeit und Preise von Vormaterial und Zukaufteilen laufend beobachtet. Auch wenn aus heutiger Sicht gravierende Störungen der Versorgungslage nicht auszuschließen sind, werden eher stabile Rahmenbedingungen erwartet, sofern es nicht zu einer dauerhaften, überregionalen Verschlechterung des geopolitischen Umfelds kommt.
Unter diesen Voraussetzungen wird auch für das Jahr 2026 ein positives Jahresergebnis bei weiterhin solider Finanzlage erwartet.
Wesentliche Risiken
Das Unternehmen verfügt über ein systematisches Risikomanagement, um bekannte Risiken regelmäßig zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung abzuleiten. Im Rahmen dieses Systems werden die möglichen Auswirkungen des Green Deals der EU sowie der damit einhergehenden Nachhaltigkeitsbestrebungen von Bauherren und Baufirmen auf die zukünftige Entwicklung des Betonbaus laufend beobachtet und evaluiert. Die derzeit verfügbaren Daten lassen aktuell keinen wesentlichen Rückgang des Betonbaus und der klassischen Betonbewehrung mittels Bewehrungsstahl erkennen.
Die Beeinflussung der Weltwirtschaft durch aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen und die damit verbundenen Steigerungen von Energiekosten stellen ein potenzielles Risiko dar. Sofern die Konflikte weiterhin lokal begrenzt bleiben, wird das Risiko eines weltweiten Nachfrageeinbruchs samt Unterauslastung des Betriebes kurzfristig als ebenso gering eingeschätzt wie jenes eines Ausfalls der globalen Lieferketten.
Energiekosten machen nur einen geringen Teil der Gesamtkosten des Unternehmens aus, weshalb auch bei stark steigenden Energiepreisen keine signifikanten, unmittelbaren Folgen für die Ertragslage erwartet werden.
Vor Bestätigung von Großaufträgen erfolgt jeweils eine Risikoanalyse auf Projektebene. Generell liegen aufgrund der Absicherung der Kundenforderungen keine ungesicherten Aufträge vor. Die wesentlichen Risiken beschränken sich vornehmlich auf politische Risiken in jenen Ländern, in welche Anlagen mit Lieferantenfinanzierung verkauft werden; für derartige Projekte werden in der Regel Garantien der Österreichischen Kontrollbank eingeholt.
Die Liquidität ist mit den bestehenden Kreditlinien gesichert.
Forschung und Entwicklung
EVG investiert laufend in Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Grundlage bildet eine Entwicklungs-Roadmap, die in einem strukturierten Prozess auf Basis der Marktanforderungen laufend aktualisiert wird.
Eine neu entwickelte Anlagentype zur Herstellung geschweißter Bewehrungselemente in kleinster Losgröße „Just in Time“ konnte im Jahr 2025 planmäßig bei Erstkunden in Betrieb genommen werden und bestätigt die technologische Ausrichtung des Unternehmens auf flexible und automatisierte Fertigungslösungen.
Für das Jahr 2026 ist die Teilnahme an der Branchenleitmesse WIRE in Düsseldorf vorgesehen, auf der wesentliche Weiterentwicklungen des Produktportfolios präsentiert werden sollen.
Raaba-Grambach, 30. März 2026
(Dip). Ing. Gerg Droschl)
(Dipl. Ing. Andreas Baci)