Inhaltsverzeichnis
Hostra Gummi und Kunststoffe GmbH
zum
Jahresabschluss zum 31.03.2025
A) Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft (Wirtschaftsbericht)
1. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt im Handel mit technischen Gummi- und Kunststoffprodukten bzw. deren Weiterverarbeitung sowie dem Handel mit Arbeitsbekleidung und Arbeitsschutz. Zirka zehn Prozent des Umsatzes entfallen auf Dienstleistungen. Hierbei handelt es sich um Endlosfertigungen und Reparaturen von Förderbändern, Auskleidungen, Stanzen und Schneiden von diversen Gummi- und Kunststoffprodukten.
Wir beliefern überwiegend Kunden im Inland, aber auch Kunden im EU-Raum sowie in Drittländern.
2. Geschäftsergebnis und Ertragslage im Geschäftsjahr 2024/2025
Im Jahr 2024/25 mussten wir einen leichten Rückgang des Umsatzes verzeichnen. Der Rückgang fiel dennoch sehr moderat aus, was in Zeiten einer schlechten Konjunktur erfreulich ist. Die Preissteigerungen seitens der Lieferindustrie und der Energie- und Rohstoffkonzerne sind moderater als im Vorjahr ausgefallen.
Der Auslandumsatz innerhalb der EU ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.
Der Webshop ist eine zusätzliche Einnahmequelle, wobei wir uns in Zukunft höhere Umsätze davon erwarten.
Die Werkstätten sind gut ausgelastet, wie jedoch auch die Jahre zuvor sind Großaufträge immer knapper zu kalkulieren. Kleinere Aufträge im Detailverkauf sowie im Handwerksbereich nehmen immer mehr zu und kompensieren die bei Großaufträgen geringer werdende Spanne und verstärken die Auslastung. Durch den Konkurrenzdruck wird es immer schwieriger die Ware kostendeckend zu verkaufen. Bei größeren Aufträgen werden die Verkaufspreise nahezu diktiert.
Der Ausbau von Photovoltaikanlagen wird derzeit weiter nach hinten geschoben. Die Gründe sind nicht nur stabilisierende Energiepreise, sondern auch die angespannte wirtschaftliche Lage. Finanzielle Mittel werden derzeit nur für ertragsbringende Projekte (Kauf neuer Maschinen, Investitionen in Mitarbeiterlnnen) aufgewendet. Der Ausbau der E-Flotte wird hingegen weiterhin, wo es geht, fokussiert.
Grundsätzlich waren wir mit der Geschäftsentwicklung an allen Standorten zufrieden. Die Akquisition von Neukunden im Wiener Raum entwickelt sich aufgrund der steigenden Bekanntheit positiv.
Eckdaten Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR):
| 2023/2024 | 2024/2025 | |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis (EBIT) | 1.424 | 1.259 |
| Finanzergebnis | 7 | 10 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 1.429 | 1.269 |
| Jahresüberschuss | 1.090 | 974 |
| Bilanzgewinn | 13.518 | 14.292 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | ||
| (EBITDA) | 2.035 | 1.916 |
| (Betriebsergebnis It. GuV zuzügl. Abschreibungen) |
3. Vermögens-, Finanz- und Liquiditätsanalyse
Ins Sachanlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 407 getätigt.
Unsere Lieferantenverbindlichkeiten werden weiterhin mit Skontoabzug pünktlich bezahlt.
| 2023/24 | 2024/25 | |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 22.248 | 23.130 |
| davon | ||
| Langfristiges Vermögen | 13.591 | 13.353 |
| Kurzfristiges Vermögen | 8.657 | 9.777 |
| davon | ||
| Eigenkapital | ||
| inkl. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 16.105 | 16.876 |
| Langfristige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen | 3.135 | 3.105 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.008 | 3.148 |
| Eigenkapital in % | ||
| (Eigenkapital inkl. Sonderposten für Investitionszu- schüsse / Bilanzsumme) | 72,39 | 72,96 |
| Anlagendeckung in % | ||
| (Eigenkapital inkl. Sonderposten für Investitionszu- schüsse / Anlagevermögen) | 119,23 | 127,17 |
| Deckung des langfristigen Vermögens in % | ||
| (Ifr. Kapital / Ifr. Vermögen) | 141,56 | 149,65 |
| Working Capital | ||
| (kfr. Vermögen abzügl. kfr. Fremdkapital) | 5.649 | 6.629 |
Kapitalflussrechnung
(in TEUR)
| 2023/2024 | 2024/2025 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 1 429 | 1 269 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor | ||
| Steuern | ||
| Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen mit Ausnahme der | ||
| Finanzanlagen | -29 | -40 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagever- | ||
| mögens sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und | ||
| Sachanlagen | 611 | 657 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Um- | ||
| laufvermögens | 0 | 0 |
| Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren | ||
| des Umlaufvermögens | -6 | -3 |
| 605 | 654 | |
| Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus Investiti- | ||
| onszuschüssen | -7 | -2 |
| GELDFLUSS AUS DEM ERGEBNIS | 1 998 | 1 881 |
| Ab-/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leis- | ||
| tungen sowie anderer Aktiva | ||
| Vorräte | 271 | 109 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 270 | -25 |
| sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 42 | -9 |
| aktive Rechnungsabgrenzungsposten | -34 | -1 |
| 549 | 74 | |
| Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Ein- | ||
| kommen | ||
| Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen | 5 | -42 |
| sonstige Rückstellungen | 92 | 32 |
| 96 | -10 |
Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| sowie anderer Passiva | ||
|---|---|---|
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -28 | 8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -141 | 203 |
| sonstige Verbindlichkeiten | -76 | -22 |
| -245 | 189 | |
| 969 | 865 | |
| NETTO-GELDFLUSS AUS DEM ERGEBNIS VOR STEUERN | 2 398 | 2 134 |
| Zahlungen für Steuern | ||
| Steuern vom Einkommen | -339 | -295 |
| sonstige Forderungen aus Steuern | 0 | -48 |
| aktive latente Steuern | 12 | 2 |
| Veränderungen Steuerrückstellungen | -47 | -42 |
| sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen | -20 | 12 |
| -394 | -371 | |
| NETTO-GELDFLUSS AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄ- | ||
| TIGKEIT | 2 004 | 1 763 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 36 | 40 |
| Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -420 | -418 |
| Investitionszuschüsse | 0 | 0 |
| -384 | -378 |
NETTO-GELDFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
| Gewinnausschüttung | -200 | -200 |
|---|---|---|
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | -120 | -39 |
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonsti- | ||
| gen Finanzkrediten | -566 | 0 |
| -886 | -239 |
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTEL-
| BESTANDES | 735 | 1 146 |
|---|---|---|
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 903 | 1 638 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1 638 | 2 784 |
4. Forschung und Entwicklung
In diesem Bereich werden in unserem Unternehmen keine Aufwendungen getätigt.
5. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält folgende Zweigniederlassungen:
2700 Wiener Neustadt, Molkereistrasse 7 1220 Wien, Rautenweg 11
B) Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens dem 31.3.2025
Durch die unsichere weltpolitische Lage und der vor allem in Europa stagnierenden Wirtschaft sehen wir die Zukunft pessimistisch. Der Kunde holt dieser Tage mehr Vergleichsangebote ein. Das bedeutet für uns einerseits einen erheblichen Mehraufwand, da viele Angebote ins Leere führen, und andererseits muss jedes Angebot knapp kalkuliert werden.
Die Baubranche ist weiterhin sehr zurückhaltend und große Aufträge sind von diesem Sektor nicht zu erwarten. Aufgrund unserer breiten Produktpalette und breiten Kundenstreuung können wir jedoch einen Teil des Nachfragerückgangs abfedern. Für das Jahr 2026 erwarten wir einen leichten Aufschwung.
Nicht dringende Investitionen werden in das Jahr 2027 verschoben. Der Abbau von Mitarbeiterlnnen soll vermieden werden.
Im Lieferantenbereich wird weiterhin besonders auf die Ausnutzung von Skonti- und Bonusvereinbarungen geachtet.
Im Kundenbereich versuchen wir durch konsequentes Mahnen die Forderungsausfälle auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
C) Risikoberichterstattung
1. Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Die wesentliche Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Steuerung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verhindern oder zumindest reduzieren.
Konjunkturrisiko / Auftragslage:
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist mit einem Rückgang der Ertragslage zu rechnen.
Bei der Handelsware müssen wir uns zunehmend nicht nur an der europäischen, sondern auch an der internationalen Preissituation orientieren und sind dadurch größerem Konkurrenzdruck ausgesetzt.
Unsere Werkstätten in Graz, Wien und Wiener Neustadt sind nach wie vor gut ausgelastet. Mit neuen Maschinen werden wir preislich und auch qualitativ den Anforderungen der Zukunft entsprechen können und betreffend pünktliche Lieferzeiten auch zusätzlich punkten können.
Durch zusätzliche Werbemaßnahmen versuchen wir unsere Markt- und Internetpräsenz zu erhöhen und auch neue Kundengruppen anzusprechen. Der kontinuierliche Ausbau unserer Homepage soll deutlich dazu beitragen, unseren Marktanteil sukzessive zu erweitern und auszubauen. Unser Webshop entspricht den Anforderungen im B2B Bereich (Schnittstellen, Kundenrabatte, Preistabellen). Hauptaugenmerk ist für uns Funktionalität und Informationsfülle in Einklang zu bringen.
Personal- und Fluktuationsrisiko:
Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit über dem Branchendurchschnitt liegender Bezahlung, freiwilligen Sozialleistungen und Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen entgegen. Weiterhin schwierig gestaltet es sich am Arbeitsmarkt gut ausgebildetes Fachpersonal zu finden. Auslastungsspitzen decken wir mit Leiharbeitern ab, die bei entsprechender Qualifikation und Einsatzbereitschaft als Dienstnehmer übernommen werden.
2. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
Bei der Bewertung von Kundenforderungen werden erkennbare Risiken durch individuelle Abwertungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Um Forderungsausfälle so weit wie möglich auszuschließen, werden Neukunden einer Bonitätsprüfung unterzogen, indem wir die Auskünfte von Kreditschutzverbänden als Risikobewertungsinstrument heranziehen.
Dem nie ganz auszuschließenden Forderungsausfallsrisiko wird mit täglicher Geldeingangskontrolle bzw. mit einem effizienten Mahnsystem entgegengewirkt. An Kunden, die aufgrund des schlechten Zahlungsverhaltens in der Vergangenheit mit geringerer Bonität eingestuft sind, wird nur gegen Vorauszahlung oder Barzahlung bzw. nach interner Rücksprache geliefert.
Exportgeschäfte werden durch entsprechende Bankgarantien abgesichert.
Ein Liquiditätsrisiko bzw. ein allgemeines Finanzrisiko in Bezug auf eingegangene Kreditverpflichtungen ist unter Berücksichtigung der zugesagten Kreditlinien der Banken in Verbindung mit unserer guten Bonität, wie in den Jahren zuvor, aus heutiger Sicht nicht gegeben.
Seiersberg, am 17.12 2025
Der Geschäftsführer
(Werner Lorencic)