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Die Firma Luger GmbH ist ein österreichisches Familienunternehmen und beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit dem Verkauf, der Projektierung und dem Service von Maschinen und Peripheriegerätenfür die kunststoffverarbeitende Industrie.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftlicheLage
Geschäftsverlauf der Branche
Die Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2025 waren für den Handel mit kunststoffverarbeitenden Maschinen von einer nur verhaltenen konjunkturellen Erholung und einem weiterhin anspruchsvollen Investitionsumfeld geprägt. Die österreichische Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 zwar wieder leicht, zugleich blieb die außenwirtschaftliche Dynamik schwach und die Investitionsentscheidungenvieler Industrieunternehmen wurden weiterhin zurückhaltend getroffen. Laut Statistik Austria wuchs dasreale Bruttoinlandsprodukt um 0,6 % (VJ: -0,7 %) und kehrte damit nach dem Rückgang imVorjahr wieder in einen moderaten Wachstumspfad zurück.
Auf der Kostenseite entspannte sich die Rohstoffbasis gegenüber dem Vorjahr teilweise. Der Brent-Rohölpreis lag 2025 im Jahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau, und auchdie österreichischen Erzeugerpreise für Energie sowie für chemische Grundstoffe und Kunststoffein Primärformen gingen im Jahresdurchschnitt zurück. Gleichzeitig blieb das allgemeine Preisniveauerhöht. Die Inflationsrate lag im Jahr 2025 bei 3,6 %, nach 2,9 % im Jahr 2024 und 7,8 %imJahr 2023. Treibender Faktor waren insbesondere gestiegene Strompreise infolge des Auslaufensder Strompreisbremse (Statistik Austria). Gleichzeitig entspannte sich die geldpolitische Situation: Der Leitzins im Euroraum sank auf 2,15 % (VJ: 3,15 %) (Statistik Austria). In diesem Umfeld zeigte sich erstmalsseit dem dritten Quartal 2022 wieder eine steigende Kreditnachfrage von Unternehmen (vgl. OeNBReport 2025/16), was auf eine vorsichtige Belebung der Investitionstätigkeit hindeutet.
Trotz dieser stabilisierenden Faktoren blieb die wirtschaftliche Lage für viele Unternehmen angespannt. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg im Jahr 2025 um 3,4 % auf 6.810 Fälle. Die seit Dezember 2024 deutlich gestiegene Inflation belastete die Kaufkraft auch im Jahr 2025 erheblich, was sichnegativ auf Umsatzentwicklung und Geschäftslage vieler Betriebe auswirkte. Besonders betroffenwar die Bauwirtschaft, die weiterhin zu den insolvenzanfälligsten Branchen zählt und im BranchenrankingPlatz2 einnimmt (vgl. KSV Statistik Unternehmensinsolvenzen 2025).
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich auch der Arbeitsmarkt verhalten. Die Beschäftigung stagnierteim Jahr 2025, wenngleich für die Folgejahre wieder ein Wachstum erwartet wird. Gleichzeitigstiegdie Arbeitslosenquote auf 7,4 % (VJ: 7 %). Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich auf 533.419(-2,0% zum Vorjahr) (vgl. AMS Bericht zur Arbeitsmarktlage 2025). Die Investitionsquote blieb mit 23,7%(VJ: 23,6 %) stabil, jedoch auf einem niedrigen Niveau.
Die Nachfrage aus den relevanten Abnehmerbranchen entwickelte sich unterschiedlich. Währendsichdie österreichische Kunststoffverarbeitung auf Umsatzbasis leicht stabilisierte und die pharmazeutische Industrie eine robuste Entwicklung zeigte, blieb das automobilnahe Umfeld verhalten. Entsprechendwar auch die Investitionsneigung in kunststoffverarbeitende Maschinen differenziert: Projektezur Kapazitätserweiterung wurden vielfach weiterhin vorsichtig beurteilt, während Investitionen inEffizienz, Automatisierung, Digitalisierung und anwendungsbezogene Lösungen für regulierte und qualitätskritische Bereiche vergleichsweise stabil blieben.
Neben den kurzfristigen Marktbedingungen gewann der strukturelle Trend zur Kreislaufwirtschaft weiter an Bedeutung. Mit der im Jahr 2025 in Kraft getretenen EU-Verpackungsverordnung sowie dem anhaltenden Fokus der Maschinenindustrie auf Energieeffizienz, standardisierte Datenschnittstellen und transparente Nachhaltigkeitsdaten nahmen die Anforderungen an recyclinggerechte, ressourceneffiziente und digital integrierbare Lösungen weiter zu. Unternehmen, die diese Anforderungen im Produkt- und Serviceangebot adressieren, konnten ihre Marktposition im Berichtszeitraum besser absichern.
Geschäftsverlauf des Unternehmens
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Gesellschaft eine stabile Umsatzentwicklung, die sich auf dem Niveau des Vorjahres konsolidierte. Angesichts der volatilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstreicht dieses Ergebnis die robuste Marktpositionierung des Unternehmens. Während die Absatzmengen in Kernsegmenten stabil gehalten werden konnten, spiegelt der Umsatz auch die notwendigen Preisanpassungen wider, die aufgrund der Kostensituation am Markt platziert wurden. Die Ergebnisentwicklung war im Berichtszeitraum maßgeblich durch Veränderungen auf der Aufwandseite geprägt. Die Aufwendungen für Handelswaren verzeichneten einen moderaten Anstieg. Dies resultiert primär aus den weiterhin hohen Beschaffungskosten. Eine signifikante Steigerung ergab sich im Bereich der Personalkosten. Diese Entwicklung ist einerseits auf die kollektivvertraglichen Lohnerhöhungen zurückzuführen. Andererseits belasteten einmalige Abfindungszahlungen im Zuge struktureller Anpassungen das Personalbudget.
Um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit abzusichern, lag der Investitionsschwerpunkt im Geschäftsjahr auf der digitalen Transformation. Durch die Modernisierung der ERP-Systeme wurden die administrativen und produktionstechnischen Prozesse weiter optimiert. Ziel dieser Maßnahme war eine gesteigerte Prozesstransparenz und eine Reduktion der Durchlaufzeiten, um den Standort Osterreich trotz hoher Lohnnebenkosten attraktiv zu halten.
Das Marktumfeld der Kunststoffbranche präsentiert sich weiterhin als äußerst anspruchsvoll. Eine konjunkturell bedingte Nachfrageschwäche in wichtigen Abnehmerindustrien (wie z.B. Automotive) trifft auf einen intensiven Preiswettbewerb, insbesondere durch außereuropäische Marktteilnehmer. Erfreulicherweise hat sich die Situation bei den logistischen Ketten im Vergleich zu den Vorjahren deutlich entspannt. Die Versorgungssicherheit war durchgehend gegeben, was eine verlässliche Planung ermöglichte.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Risikobericht und Ausblick
1. Gesamtwirtschaftliche und geopolitische Risiken
Die globale Konjunktur unterliegt im Planungszeitraum 2026 verschiedenen Unwägbarkeiten. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2026 soll die Weltwirtschaft zwar um 3,3 % wachsen, diese Prognose ist jedoch mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet.
Protektionismus und Handelspolitik: Zunehmende protektionistische Maßnahmen und Anderungen in der Zollpolitik, insbesondere im Austausch zwischen den USA, China und Europa, stellen ein zentrales Risiko dar. Solche Handelshemmnisse können nicht nur die Absatzmöglichkeiten in Kernmärkten verteuern, sondern auch zu Störungen in den globalen Lieferketten führen, was die Ertragslage des Unternehmens belasten könnte.
Geopolitische Spannungen: Militärische Konflikte, insbesondere im Nahen Osten sowie der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt, bergen die Gefahr steigender Rohstoff- und Energiepreise. Eine potenzielle Eskalation im Verhältnis zwischen China und Taiwan hätte zudem unabsehbare Folgen für die weltweiten Handelsströme. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch eine diversifizierte Geschäftsstruktur und eine kontinuierliche Überwachung der direkten Abhängigkeiten von den betroffenen Regionen.
Wachstumsdynamik in China: Die
prognostizierte Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums sowie die anhaltende Krise auf dem dortigen Immobilienmarkt stellen Risiken für die globale Kredit- und Finanzwirtschaft dar. Ein deutlicher Rückgang der chinesischen Import- und Exporttätigkeit könnte die weltweite Konjunktur spürbar bremsen.
2. Finanzmarktrisiken und Kapitalanlagen
Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die Investition in Finanzprodukte zur Optimierung der Liquidität und Erzielung von Kapitalerträgen. Daraus ergeben sich spezifische finanzwirtschaftliche Risiken:
Marktpreisrisiken: Das Unternehmen ist in erheblichem Maße in Finanzmarktinstrumenten investiert. Damit einher geht ein allgemeines Marktrisiko, das aus der Volatilität der Aktien-, Renten- und Devisenmärkte resultiert. Ungünstige Entwicklungen an den Finanzmärkten können zu Buchverlusten oder geminderten Erträgen führen.
Risikomanagement durch Drittanbieter: Um diesen Gefahren professionell zu begegnen, werden die Portfolios von erfahrenen Drittanbietern (Banken und Vermögensverwaltern) aktiv gemanagt. Die Steuerung erfolgt nach strengen Anlagerichtlinien.
Überwachung und Validierung: Die Portfolios werden laufend nach marktüblichen Standards auf Volatilitäten und Korrelationen überprüft. Durch diese quantitative Analyse stellen wir sicher, dass das Risikoprofil der Anlagen innerhalb der definierten Toleranzgrenzen bleibt und Klumpenrisiken vermieden werden.
3. IT-Risiken und Cybersicherheit
Die Stabilität der Geschäftsprozesse ist maßgeblich von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig. Bedrohungsszenarien: Risiken bestehen im Ausfall kritischer Systeme sowie im unberechtigten Zugriff durch Dritte (Cyberkriminalität). Die zunehmende Professionalisierung internationaler Hackerstrukturen stellt hierbei eine dauerhafte Herausforderung dar.
Präventionsmaßnahmen: Das Unternehmen wappnet sich durch international anerkannte Sicherheitsstandards und den Einsatz redundanter IT-Systeme für kritische Prozesse. Zudem wird das verbleibende Restrisiko durch branchenübliche Versicherungen flankiert.
Bewertung: Bei einer potenziell hohen maximalen Schadenhöhe, aber einer durch Sicherheitsmaßnahmen auf „mittel" begrenzten Eintrittswahrscheinlichkeit, stufen wir die finanziellen
Auswirkungen der IT-Risiken insgesamt als moderat ein.
4. Gesamteinschätzung der Risikolage
Trotz der beschriebenen Unwägbarkeiten an den Real- und Finanzmärkten sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens einzeln oder in ihrer Gesamtheit gefährden könnten. Die Risikostreuung in der Kapitalanlage sowie die operative Flexibilität bilden die Basis für eine stabile Unternehmensentwicklung im Jahr 2026.
Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft hat keine Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung.
Bericht über Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen Tochterunternehmen Es bestehen keine Tochterunternehmen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Geldflussrechnung
Ermittlung des Nettogeldflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit, erstellt nach der AFRAC-Stellungnahme 36.
| Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | TEUR 1.803 | (VJ: TEUR | 3.434) |
|---|---|---|---|
| Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | TEUR 1.314 | (VJ: TEUR - 328) | |
| Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | TEUR -3.291 | (VJ: TEUR -1.950) | |
Eigenkapital-Ausstattung
| Eigenkapital | 7 916 743,66 57,40% (VJ: 59,92%) |
|---|---|
| Gesamtkapital | 13 792 881,99 = |
Eigenkapitalrentabiltät nach Steuern
| Jahresüberschuss | 2.228.994,30 |
|---|---|
| 26,39% (VJ: 28,44%) | |
| Eigenkapital | 7.916.743,66+8.978.983,53 |
| 2 |
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Geschäftsabschluss eingetreten sind
Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung sind keine wichtigen Ereignisse oder Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, welche die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens massiv beeinträchtigen.
Derivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.