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Lagebericht 2025

Granit Ennstaler Handwerksmeister GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 12. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Osterreichs Wirtschaft hat sich im Jahr 2025 nur zaghaft von der zwei Jahre andauernden Rezession der Jahre 2023 und 2024 erholt. Im Jahr 2025 konnte ein schwaches BIP- Wachstum von rund 0,6 Prozent erzielt werden.

Die Wohnbauinvestitionen in Osterreich sind zwischen Anfang 2022 und Ende 2025 real um etwa 20 Prozent gefallen, der Abwärtstrend hat sich daher auch noch im Jahr 2025 fortgesetzt. Aufgrund der steigenden Zahl von Haushalten und der insgesamt anwachsenden Einkommen hat sich in manchen Regionen und Gemeinden eine moderate Zunahme des Baus von Einfamilienhäusern durch private Haushalte entwickelt. Ein Indikator dafür ist die zwar von einem niedrigen Niveau ausgehende, leichte Zunahme an Baubewilligungen österreichweit im Jahr 2025.

Die Granit Ennstaler Handwerksmeister GmbH startete mit einer sehr guten Auslastung in das Geschäftsjahr 2025 und konnte entgegen dem Trend die Betriebsleistung im Jahr 2025 deutlich steigern. Dabei kommt unserem Unternehmen unsere vieljährige, regionale Präsenz mit unseren vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Lebensmittelpunkten in der Obersteiermark zugute. Mit unserem Teamgeist und unserer Leistungsbereitschaft konnten wir die deutlich höhere Bauleistung sehr gut und erfolgreich bewältigen.

Der Schwerpunkt von uns lag auch heuer wieder im Bereich unterschiedlicher Bauvorhaben im Hochbau, in welchem wir beginnend bei öffentlichen Bauwerken, Lift- und Hotelanlagen über sonstige gewerbliche Geschäftsbauten bis hin zum Einfamilienhaus wieder ein breites Portfolio abgedeckt haben. Neben dem Baumeistergewerbe sind wir ergänzend auch in den Gewerben des Holzbaus, der Dachdecker und Spengler sowie der Metalltechnik tätig.

Die Betriebsleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr signifikant von 22,4 Millionen Euro auf 32,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf T€ 824 (VJ T€ 776). Der ergebniswirksame Cash-Flow (ohne Anlagenabgänge) steigerte sich auf T€ 913 (VJ T€ 848). Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG verringerte sich aufgrund der deutlich höheren Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 24,2 Prozent auf 21,1 Prozent.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Österreich zählt im europäischen Vergleich zu den am stärksten von der Wohnbaukrise betroffenen Ländern. Die unsichere und volatile Weltwirtschaftslage hemmt zusätzlich die Investitionsfreudigkeit von Gewerbe und Industrie. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass in der Bauwirtschaft in Osterreich die Talsohle im abgelaufenen Jahr nun doch durchschritten sein sollte und im neuen Jahr in einigen Bausparten mit einer leichten Erholung gerechnet werden darf. Der Bau durch gewerbliche Bauträger dürfte hingegen weiterhin schwach bleiben. Die Inflation dürfte im Jahr 2026 auch in Österreich endlich markant auf rund 2,5 Prozent im Jahresdurchschnitt zurückgehen.

Die Granit Ennstaler Handwerksmeister gehen mit einem ausgezeichneten Auftragsstand und einem optimistischen Ausblick in das neue Geschäftsjahr 2026. Bei annähernd gleicher Betriebsleistung wird wieder ein positives Jahresergebnis erwartet.

3. Risiken des Unternehmens

Als wesentliche Risiken, denen unsere Gesellschaft ausgesetzt ist, sind das Konjunktur- und Branchenrisiko zu nennen. Aufgrund - auch in unserer Region - bestehender Überkapazitäten in der Baubranche und der beständigen Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung können nachteilige Auswirkungen auf Auftragslage und Preissituation nicht ausgeschlossen werden.

Als Folge der nach wie vor gegebenen geopolitischen Spannungen in einigen Krisenherden der Welt sind negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld möglich. Deren Ausmaß ist derzeit nicht abschätzbar.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements der Gesellschaft. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen sind durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen im Jahresabschluss angemessen berücksichtigt.

4. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.

Haus, 13. Februar 2026

(Ing. Günther Lederhaas)

«Dipl. Ing. Mag. (FH) Raoul Otter)

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