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ÜBER DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 01.01.2025 BIS 31.12.2025
BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DIE DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Medlog Austria GmbH (im folgenden kurz „MEDLOG Austria“) wurde im Jahr 2021 gegründet und ist Teil der Medlog-Familie. Das Unternehmen bietet eine breite Palette an nationalen und internationalen Transportlösungen und Zusatzdienstleistungen, um die logistische Effizienz zu optimieren und die spezifischen Anforderungen der Lieferketten unserer Kunden zu erfüllen.
Medlog wurde 1988 gegründet und ist ein unabhängiger Logistikdienstleister, der sich auf intermodale Transportlösungen, Containerdepots und Mehrwertdienste spezialisiert hat. Als Tochterunternehmen der MSC-Gruppe mit Hauptsitz in Genf befindet sich Medlog in Privatbesitz. Die MSC-Gruppe umfasst sowohl den Frachtbereich, der von der MSC Mediterranean Shipping Company (MSC) geführt wird, als auch den Passagierbereich MSC Cruises.
MEDLOG Austria, als Teil der Mediterranean Shipping Company (MSC), agiert als unabhängiger Logistikdienstleister und ist Spezialist für kombinierte Verkehrslösungen.
Im Bereich Containertrucking erbringt MEDLOG Austria bedarfsorientierte Logistikdienstleistungen sowie integrierte Gesamtkonzepte für den kombinierten Containerverkehr. Neben lokalen Transporten werden auch internationale Lkw-Verkehre innerhalb Europas abgewickelt. Die Transportleistungen umfassen sowohl Standardcontainer als auch Spezialausrüstungen, inklusive Gefahrguttransporte (ADR) und überdimensionierter Ladungen. Die Zustellung erfolgt termingerecht (Just-in-Time) von und zu jeder europäischen Lade- bzw. Entladestelle.
MEDLOG Austria hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem plus von 14% an Volumenssteigerung abgeschlossen. In der Sparte „Rail“ betrug die Steigerung 2% - im der Sparte „Trucking“ 24%.
Der Nettoumsatz betrug EUR 55.823.898,71 UER (VJ 46.133.198,11EUR).
ERLÄUTERUNGEN ÜBER DIE WIRTSCHAFTLICHEN UND GESELLSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN
Medlog erbringt als unabhängiger Logistikdienstleister alle wesentlichen Leistungen entlang der globalen Lieferkette aus einer Hand. Das Unternehmen ist auf multimodale Transportlösungen – Straße, Schiene und Binnenschiff-Verkehr– spezialisiert und verfolgt konsequent das Ziel, effiziente, integrierte und nachhaltige Punkt-zu-Punkt-Logistiklösungen für seine Kunden bereitzustellen. Zur Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit investiert Medlog laufend in moderne Infrastruktur, Equipment und technologische Innovationen an seinen weltweiten Standorten.
MEDLOG AUSTRIA GMBH Pottendorferstraße 23-25 1120 Wien W medlog.com
Der eigene Fuhrpark bestand Stand 2025 aus 45 LKWs und 92 Chassis – darunter Multi- und Sliderchassis sowie Plateau- und Tieflader – und wird durch den regelmäßigen Einsatz externer Subfrächter ergänzt, um eine hohe Flexibilität und Leistungsfähigkeit sicherzustellen.
Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde der Geschäftsbereich „Trucking“ der JKT GmbH an Medlog, die Logistiksparte der MSC-Gruppe, übertragen. Die operative Verantwortung sowie sämtliche dazugehörigen Ressourcen und Aktivitäten wurden im Rahmen eines Asset Deals in die bestehende Struktur von MEDLOG Austria integriert. Ziel dieser Maßnahme ist die strategische Bündelung logistischer Kernkompetenzen sowie die nachhaltige Stärkung des intermodalen Transportangebots innerhalb Europas.
Im laufenden Geschäftsjahr wird nun ein klarer Schwerpunkt auf den Ausbau CO2-freier Straßenverkehre gelegt. Konkret investiert MEDLOG Austria in die Anschaffung von insgesamt zehn batterieelektrischen Nutzfahrzeugen (BEV) der Fahrzeugklasse N3 (zweiachsige Sattelzugmaschinen) des Herstellers Volvo. Diese Fahrzeuge entstammen der regulären Serienproduktion und haben sich in ersten operativen Tests als leistungsfähig und zuverlässig erwiesen.
Die Hauptanwendungsgebiete befinden sich in den Wirtschaftsräumen Wien, Linz/Wels und Graz (zukünftig Salzburg). Der Einsatz der Fahrzeuge erfolgt ausschließlich im Rahmen des kombinierten Verkehrs, mit einem Fokus auf Kurzstreckenverkehre und Cross-Docking-Prozesse an bestehenden Güterterminals.
Medlog Office Inland Depots/Terminals Trucking Solutions Trucking operational Area 100 - 120 km radius)
Zur Sicherstellung der durchgängigen Versorgung mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen wird zusätzlich in eine standortgebundene Ladeinfrastruktur investiert. Damit verfolgt MEDLOG Austria konsequent die unternehmensweite Klimastrategie zur Dekarbonisierung des Transportsektors.
Die prognostizierte CO2-Einsparung (Well-to-Wheel) beträgt im Beobachtungszeitraum von 60 Monaten für die gesamte Flotte rund 12.137,3 Tonnen CO2 – basierend auf den realen Verbrauchsdaten vergleichbarer konventioneller Antriebe.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete MEDLOG Austria im Berichtsjahr eine positive Umsatzentwicklung (+21% im Vergleich mit VJ):
| 2025 | Δ | 2024 | Δ | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 54.333.824,91 | 45.793.868,44 | 36.724.598,17 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.490.073,80 | 339.329,67 | 411.657,21 | ||
| Total Einnahmen | 55.823.898,71 | +21% | 46.133.198,11 | +24% | 37.136.255,38 |
Die Umsatzentwicklung reflektiert im Wesentlichen die Marktentwicklung auf Nachfrageseite sowie operative Rahmenbedingungen hinsichtlich verfügbarer Transport- und Abwicklungskapazitäten.
Im Berichtszeitraum kam es zu spürbaren Mehrkosten infolge anhaltender Störungen in den globalen Lieferketten. Insbesondere Verspätungen an Seehafenterminals – bedingt durch überlastete Umschlagskapazitäten, eingeschränkte Slot-Verfügbarkeiten und operative Rückstaus – führten zu verlängerten Standzeiten und höheren Vorbzw. Nachlaufkosten. Die insgesamt limitierte Abwicklungskapazität entlang zentraler Knotenpunkte verursachte operative Verzögerungen, Umroutungen und Mehraufwand in der Disposition. Ein vollständiger Kostenersatz durch marktseitige Weiterverrechnung war in vielen Fällen nicht realisierbar, was sich belastend auf die Margensituation ausgewirkt hat.
Aufgrund der positiven finanziellen Entwicklung und des Wachstums konnte MEDLOG Austria seinen Fuhrpark bis Ende 2025 erfolgreich erweitern. Der Fuhrpark umfasste nun 45 Lkw und 92 Chassis, darunter Multi- und Sliderchassis sowie Plateau- und Tieflader. Zur Gewährleistung einer hohen Flexibilität und Effizienz wird zudem regelmäßig auf den Einsatz externer Subfrächter zurückgegriffen.
| Anlagevermögen | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.000 | 145.310,00 | 145.310,00 |
| Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.022.832,57 | 2.092.999,05 | 738.356,71 |
| Total Einnahmen | 4.032.832,57 | 2.238,309,05 | 883.666,71 |
Im Jahr 2024 hat MEDLOG Austria die Anschaffung ihres ersten E-Lkw bekannt gegeben, der bereits in diesem Jahr in die Flotte integriert wurde. Diese strategische Initiative unterstreicht das klare Engagement des Unternehmens für Dekarbonisierung und technologische Innovation. Die Sattelzugmaschine stellt einen weiteren bedeutenden Schritt in den kontinuierlichen Bestrebungen von MEDLOG Austria dar, vollständig integrierte intermodale Lösungen für die Anforderungen des lokalen Inlandsgüterverkehrs zu entwickeln.
Für das Jahr 2026 ist geplant, den Fuhrpark weiter auszubauen – auf insgesamt mehr als 80 Lkw und 160 Chassis. Darüber hinaus wird angestrebt, die eigene Marktposition sowohl im Bereich Lkw-Transport als auch im Schienengüterverkehr zu stärken, um den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.
Zur Sicherstellung eines reibungslosen Servicebetriebs für unsere Kunden und den eigenen Fuhrpark lag der durchschnittliche Mitarbeiterstand im Jahr 2024 bei 74,67 Mitarbeitern. Davon entfielen 44,17 auf Angestellte und 30,50 auf Arbeiter. Seit der Gründung von MEDLOG Austria verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg der Mitarbeiterzahl, was einen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt in Österreich zeigt.
Lehrlinge
Im Jahr 2025 beschäftigte MEDLOG Austria im Schnitt 3,92 Lehrlinge, die die Lehre zum Speditionskaufmann/-kauffrau absolvieren.
| Personalaufwand | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Gehälter | 3.394.883,93 | 2.350.940,20 | 1.647.160,01 |
| soziale Aufwendungen | 1.231.532,35 | 790.552,22 | 511.767,08 |
| Total Personalaufwand | 4.626.416,28 | 3.141.492,42 | 2.158.927,09 |
Aufgrund der positiven Entwicklung seit der Gründung schafft MEDLOG Austria kontinuierlich Mehrwert für alle Stakeholders, einschließlich unserer Kunden und Besitzern.
| Eigenkapital | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Eingefordertes Stammkapital | 35.000,00 | 35.000,00 | 35.000,00 |
| Bilanzgewinn (nach Ausschüttung) | 1.542.987,83 | 1.337.952,57 | 1.277.970,54 |
| Total Eigenkapital | 1.577.987,83 | 1.372.952,57 | 1.312.970,54 |
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.
Der Bahntransport ist ein unverzichtbarer Bestandteil der logistischen Transportskette in Osterreich und verbindet unsere Wirtschaft mit den wichtigsten Seehäfen Europas. Besonders für MEDLOG Austria die Korridore Richtung deutsche Nordseehäfen (Hamburg, Bremerhaven) sowie der Adriahafen Trieste stellen kritische Infrastruktur für den Import und Export dar.
Um den Logistikbedarf der Kunden bestmöglich zu erfüllen, werden die bestehenden Bahnverbindungen laufend evaluiert und bei Bedarf adaptiert. Ende 2025 wurden so die Verbindungen zum und vom Nordwestkontinent adaptiert womit die Frequenzen zu den deutschen Häfen erhöht werden konnte (Abbildung: Medlog Dedicated Train Network)
MEDLOG DEDICATED TRAIN NETWORK
| Ghlin | |
|---|---|
| Wolfurt | |
| lzen | Kapfenberg |
| POL/POD Origin/Dest | Frequency/Week | ||
|---|---|---|---|
| ination | |||
| 2024 | 2025 | 2026 | |
| Vienna | 2x | 2x | 2x |
| Linz/ Wels Trieste | 3x | 3x | 3x |
| Wolfurt | 2x | 2x | 2x |
| Kapfenberg | 1x | 1x | 1x |
| Vienna | 1x | ||
| Linz | 2x | 2x | |
| Bremerhaven | |||
| Enns | 2x | ||
| Salzburg | 2x | 2x | 1x |
| Vienna | 1x | ||
| Hamburg | |||
| Wels/Linz | 2x | 2x | 2x |
| Antwerp Vienna | 3x | ||
| Vienna Linz (inland | 2x | 2-3x | |
| hub) Kapfenberg | 1x | 1x | |
| Salzburg Hochfilzen | |||
| (inland hub) | 2x | 2x | |
| Hochfilzen Ghlin | 5x per | 1x per | |
| month | month |
•- — — to/from Hamburg - - - to ffrom Bremerhaven - - - to/from Trieste Domestic shuttles - - - to/from Ghlin Trieste
MEOLOG
MEDLOG AUSTRIA GMBH Pottendorferstraße 23-25 1120 Wien, Österreich W medlog.com
In den vergangenen Monaten ist deutlich geworden, dass dieser Verkehrsträger zunehmend unter Druck gerät. Bauarbeiten im Schienennetz, Engpässe bei der Infrastruktur, Überlastungen in den Seehäfen und wiederkehrende Streiks sowie extreme Wetterereignisse beeinträchtigen die Stabilität und Zuverlässigkeit des Bahntransports erheblich. Diese Entwicklungen führen nicht nur zu operativen Herausforderungen, sondern auch zu erheblichen finanziellen Risiken für Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette.
ed tr closure Regensburg - Nürnberg 6.02.2026 to 11.07.2026 lanned track closure Obertraubling – Passau 10.06.2026 to 11.12.2026
Planned track closure Udine – Tarvisio 22.08.2026 to 20.09.2026
Baustellen und Streckensperrungen: Aktuelle Bauarbeiten im europäischen Schienennetz führen regelmäßig zu Kapazitätsengpässen, Umleitungen und verlängerten Fahrzeiten.
Kapazitätsengpässe im grenzüberschreitenden Verkehr: Durch Streckensperrungen und bauliche Engpässe in Deutschland kommt es zu Rückstau-Effekten auf österreichischer Seite. Besonders betroffen sind Verbindungen zu den Nordseehäfen, da diese häufig überlastet oder nur eingeschränkt nutzbar sind.
Streiks in Seehäfen: Immer wieder auftretende Arbeitskämpfe in deutschen und italienischen Häfen führen zu erheblichen Verzögerungen bei der Abfertigung von Zügen. Diese Streiks wirken sich direkt auf die Umlaufplanung und Terminalverfügbarkeit aus.
Überlastung von Hafenterminals: Die Terminals in den deutschen Häfen sind durch hohe Volumen zunehmend überlastet. Verspätete Schiffsankünfte, ineffiziente Abfertigungsprozesse und unzureichende Lagerkapazitäten führen zu verlängerten Lagerung der Container, was wiederum Rückstaus im Bahnverkehr erzeugt. In vielen Fällen stehen Bahnverbindungen zwar planmäßig zur Verfügung, können jedoch nicht genutzt werden, da die Beladung oder Entladung auf Hafenseite nicht möglich ist.
Wetterbedingte Störungen: Zunehmend häufige extreme Wetterereignisse – etwa Starkregen, Schneefall, Stürme oder Hitzeperioden – führen zu temporären Streckensperrungen, Geschwindigkeitsreduktionen oder Infrastrukturbeeinträchtigungen. Diese Ereignisse treten oft kurzfristig auf und erschweren eine verlässliche Planung zusätzlich.
Finanzielle Folgen: Die oben genannten operativen Risiken verursachen für Spediteure, Bahnoperateure und Verlader erhebliche Mehrkosten:
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• Standgeld und Lagergeld durch verspätete Abholung oder Abgabe von Containern • Zusätzliche Wagengestellungskosten durch verlängerte Umlaufzeiten • Sanktionen von Kunden wegen Nichteinhaltung von Lieferterminen • Erhöhte Planungskosten durch kurzfristige Umplanungen oder Sondertransporte • Reputationsschäden, insbesondere bei Just-in-Time-Kunden
Entwicklung der Marktstellung
Im Berichtszeitraum kam es zu signifikanten Mehrkosten infolge anhaltender Beeinträchtigungen entlang der globalen Lieferketten. Die wesentlichen Ursachen hierfür lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Verspätungen an Seehafenterminals: Anhaltende Rückstaus, eingeschränkte Umschlagskapazitäten und unzureichende Slot-Verfügbarkeiten führten zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Importund Exportverkehren. Diese hatten direkte Auswirkungen auf Transport- und Lagerkosten. • Abwicklungseinschränkungen: Operative Engpässe bei terminalseitigen Dienstleistungen (z. B. Kranleistungen, Gate-Abfertigungen) führten zu verlängerten Durchlaufzeiten und zusätzlichem Koordinationsaufwand entlang der Lieferkette. • Limitierte Abwicklungskapazitäten: Aufgrund von Ressourcenknappheiten (Personal, Equipment, verfügbare Transportfenster) war eine planmäßige Abwicklung in mehreren Relationen nur eingeschränkt möglich, was zu Umroutungen, Standgeldkosten und Ineffizienzen führte.
In Summe resultierten diese Faktoren in einem erhöhten operativen Aufwand sowie temporär steigenden Kosten pro beförderter Einheit, insbesondere im Bereich Vor- und Nachlauftransporte.
Vor dem Hintergrund der aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen ist im Transportund Logistikmarkt mit einem weiteren Anstieg der operativen Kosten zu rechnen. Insbesondere folgende Faktoren wirken sich kostentreibend auf die gesamte Wertschöpfungskette aus:
• Volatile globale Wirtschaftsprognosen: Der generelle wirtschaftliche Ausblick bleibt aufgrund unsicherer konjunktureller Entwicklungen, steigender Finanzierungskosten sowie schwankender Nachfrageentwicklung insbesondere im internationalen Warenverkehr angespannt. • Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte: Die sich zuspitzenden Handelskonflikte führen zu verschärften Marktbedingungen, Zollrisiken und veränderten Routenführungen in internationalen Lieferketten. • Kapazitätsengpässe und strukturelle Unterinvestitionen: Aufgrund langjähriger struktureller Unterinvestitionen, zunehmender Nachfrage im internationalen Warenverkehr und einer stark beanspruchten Hafen- und Hinterlandinfrastruktur, ist in den kommenden Jahren von einer weiteren Verknappung verfügbarer Kapazitäten auszugehen. Besonders im See- und Hinterlandverkehr führt die Kombination aus wachsendem Transportvolumen (besonders der Importmengen aus China), begrenzten Terminalressourcen, Baustellen und teilweise fehlenden Ausbaumaßnahmen zu spürbaren Engpässen. • Kostenanstieg bei Personal und Energie: Der anhaltende Fachkräftemangel im gewerblichen Bereich sowie gestiegene Energiepreise (insbesondere Strom für alternative Antriebe und Diesel für
konventionelle Transporte) führen zusätzlich zu einem nachhaltigen Anstieg der operativen Kostenbasis.
• Streckensperren und großräumige Umleitungen: Umfangreiche Bauprojekte und langandauernde Sperrungen relevanter Transportachsen führen zu Umleitungen über sekundäre Routen. Diese verursachen signifikante Mehrkosten in Form von erhöhtem Energieverbrauch, zusätzlichem Personalbedarf sowie längeren Durchlaufzeiten in der Transportkette.
Diese Faktoren lassen eine spürbare Belastung der Margensituation im Bereich Transport und Logistik erwarten. Eine laufende Überprüfung von Preisstrukturen, Effizienzmaßnahmen sowie strategische Partnerschaften entlang der Lieferkette sind zentrale Steuerungshebel zur Kostenabsicherung und Stabilisierung der Ergebnislage in den kommenden Perioden.
Der Fachkräftemangel im Personal-Bereich der Seefracht- und Logistikbranche stellt auch in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung dar, die sich voraussichtlich noch verstärken wird. Die Auswirkungen auf den gesamten Personal-Bereich und die Unternehmensstrategie sind signifikant.
Auswirkungen des Fachkräftemangels:
Erhöhte Rekrutierungskosten: Unternehmen müssen verstärkt in die Rekrutierung investieren, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Dies führt zu höheren Recruiting- und Gehaltskosten, was die Budgetplanung belastet.
Überlastung des bestehenden Personals: Der Mangel an Fachkräften kann zu einer Überlastung der bestehenden Mitarbeiter führen, was langfristig zu einem Rückgang der Produktivität und einer geringeren Mitarbeiterzufriedenheit führt.
Verzögerungen in Projekten: Eine unzureichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter kann dazu führen, dass Projekte nicht in der geplanten Zeit und Qualität abgeschlossen werden, was negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und die Kundenbeziehungen hat.
Hohe Fluktuation: Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte nimmt zu, wodurch die Fluktuation steigt. Mitarbeiter, die mit ihrer aktuellen Position unzufrieden sind, finden schnell attraktive Alternativen, was zusätzliche Rekrutierungsaufwände verursacht.
Insgesamt stellt der Fachkräftemangel zusammen mit der hohen Fluktuation eine erhebliche Herausforderung für Unternehmen dar, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die betriebliche Effizienz und die Mitarbeiterbindung haben können. Strategische Maßnahmen zur Rekrutierung, Mitarbeiterbindung und Wissensmanagement werden daher zunehmend wichtiger.
Trotz der Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, den Energiemärkten, der österreichischen und auch der globalen Wirtschaftslage, sowie politischer Faktoren und weiterer externer Einflüsse setzt MEDLOG seine Mission fort, in Zusammenarbeit mit Mediterranean Shipping Company SA, der österreichischen Wirtschaft umfassende Logistiklösungen anzubieten. Dies geschieht mit dem Ziel, auch in den kommenden Perioden durch kontinuierliche Verbesserung unserer Dienstleistungen, Steigerung der Effizienz und Innovationskraft sowie das Engagement unseres gesamten Teams eine zuverlässige und effiziente Servicebereitstellung sicherzustellen und zur Stabilität sowie Weiterentwicklung des österreichischen Marktes beizutragen.
MEDLOG AUSTRIA GMBH
Um die Kundenanforderungen weiterhin zielgerecht zu erfüllen und weitere gemeinsame Konzepte umzusetzen, sind für das kommende Jahr strategische Anpassungen im Streckennetz vorgesehen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Effizienz und Servicequalität entlang der gesamten Lieferkette weiter zu optimieren. Gemeinsam mit unseren Partnern sind für die kommenden Perioden gezielte Produkteinführungen auf den Logistikmärkten geplant, um unser Leistungsportfolio weiter auszubauen und neue Marktpotenziale zu erschließen.
MEDLOG Austria verfolgt das Ziel, effiziente und nachhaltige Logistiklösungen zu liefern, die den sich kontinuierlich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Die Integration des E-LKW in unsere Flotte ist ein weiteres deutliches Zeichen unseres Engagements, positive Veränderungen voranzutreiben und die Dekarbonisierung der Logistikbranche aktiv zu unterstützen.
Wien, 08.07.2026
MPLOG MEDLOG AUSTRIA GmbH pottendorfer Stralle 23-25, Siege 1 1120 Wien 7: +43 1 3696910 0 E: [email protected]
Unterschriften der Geschäftsführer