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Lagebericht 2025

Westermann Dorner GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung des Unternehmens

Die Westermann Dorner GmbH (nachfolgend: „WDO“) entwickelt und produziert didaktisch innovative Schulbücher und Begleitmaterialien für den österreichischen Schulbuchmarkt. Sie ist einer der angesehensten und größten Schulbuchverlage Österreichs. Mit dem umfangreichen und differenzierten Programmangebot werden aktuell nahezu sämtliche Unterrichtsfächer, Schulstufen und -arten in Österreich bedient.

Bericht über den Geschäftsverlauf

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Leistungsindikator20252024
Umsatzerlöse15.503 TEUR14.792 ETUR
Ergebnis nach Steuern598 TEUR1.902 TEUR

Das Geschäftsjahr 2025 verlief trotz der zusätzlichen Kosten durch den Erwerb der Liegenschaft Jochen-Rindt-Straße 9 und 11 und deren damit verbundenen Renovierungsarbeiten über Plan.

Zum 03. Juli 2025 hat die WDO die Grundstücke nebst aufstehender Gebäude Jochen-Rindt-Straße 9 und 11 in 1030 Wien (Sitz den Hölzel Verlags) erworben. Nach Abschluss der Renovierungs- und Umbauarbeiten erfolgte im Dezember 2025 der Umzug und die Verlegung des Geschäftssitzes an den neuen Firmenstandort.

Die Berichtsgesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, ein führendes und innovatives Medienunternehmen zu sein, sind regelmäßige Investitionen in die Qualität und Aktualität der Produkte, sowie Innovationen und eine stetige Mitarbeiterfortbildung notwendig.

Darstellung der Lage des Unternehmens

a. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem Ergebnis nach Steuern von 598 TEUR abgeschlossen. Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 15.502 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 7,44% (1.073 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern ist um 1.304 TEUR (68,54%) gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 zurück gegangen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Jahr 2024 um 813 TEUR reduziert. Ursächlich hierfür ist eine im Vorjahr erfolgte Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 908.

Die Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,51% von TEUR 9.639 auf TEUR 9.881 erhöht.

Der Personalaufwand liegt mit TEUR 1.485 um 4,41% über dem Vorjahresniveau (TEUR 1.422). Die Anzahl der Mitarbeiter lag auf Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die eine Anpassung der Gehälter nach Maßgabe des geltenden Kollektivvertrages zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 55 liegen 736,57% über Vorjahresniveau. Hintergrund ist der im Dezember 2025 hergestellte Betriebsbereitschaft der Grundstücke und die Aktivierung der aus dem Umzug resultierenden Anschaffungskosten für die Einrichtung der neu geschaffenen Büroflächen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 699 (20,35%) erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Instandhaltungsaufwendungen für die neu erworbenen Betriebsgrundstücke.

Der Zinsertrag hat sich mit TEUR 107 im Vergleich zum Vorjahr um 495 TEUR vermindert. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17 gestiegen.

b. Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich aufgrund der Investitionen in den neuen Firmenstandort im Vergleich zum Vorjahr um 199,83% im Berichtsjahr erhöht.

Das Vorratsvermögen (TEUR 2.829) ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 41 (1,42%) gesunken.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 5.400) verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.086. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 50,00% (TEUR 1.256) von TEUR 2.515 auf TEUR 1.257 zurück. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 412 TEUR von TEUR 4.111 auf TEUR 3.699 gesunken. Der Rückgang geht im Wesentlichen auf die Verringerung der Cash-Pool-Forderung (TEUR 406) zurück. Die sonstigen Vermögengegenstände reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 416 auf TEUR 444.

Das Eigenkapital beträgt 9.939 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 9.340) um TEUR 589 (6,41%) angestiegen. Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 60,66% aus, der Verschuldungsgrad liegt mithin bei 39,34%.

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 254 um TEUR 49 (16,18%) unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Verbindlichkeiten stiegen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.462 um TEUR 2.729 (78,84%) auf TEUR 6.192 an. Hierbei haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.476) nur moderat um TEUR 24 (1,62%) auf TEUR 1.500 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um TEUR 2.378 (166,95%) von TEUR 1.425 auf TEUR 3.803. Grund für den Anstieg ist die Entwicklung der Cash-Pool- Verbindlichkeit. Diese ist um TEUR 2.694 von TEUR 1.611 auf TEUR 4.305 angestiegen. Aufgrund der in de Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen saldierten Forderungen, fällt Anstieg des Postens insgesamt geringer aus.

c. Finanzlage

Aufgrund der Einbindung in den Cash-Pool der Medien Union, Ludwigshafen ist gewährleistet, dass der Berichtsgesellschaft zu jedem Zeitpunkt die notwendige Liquidität in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Aufgrund dieser Voraussetzungen waren Finanzierungen aus externen Quellen nicht erforderlich und eine entsprechende Notwendigkeit ist auch für zukünftige Perioden nicht absehbar. Das operative Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen

Der operative Cash-Flow 2025 beläuft sich auf 2.337 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser um 2.138 TEUR angestiegen. Maßgeblich für die Veränderung war der Anstieg aus der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.230 TEUR) sowie der Anstieg aus der Änderung der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 954). Negativ wirkten sich im Wesentlichen die Veränderung des Jahresergebnisses (- 1.304 TEUR) und der Rückgang aus der Veränderung der Vorräte (- 331 TEUR) auf den operativen Cash-Flow aus.

Aufgrund der Anschaffungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Grundstücke „Jochen-Rindt- Straße“ wurde 2025 aus Investitionstätigkeiten ein negativer Cash-Flow von TEUR -5.973 erzielt.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten beträgt für das Jahr 2025 -78 TEUR. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beträgt 17 TEUR. Es waren wie auch im Vorjahr lediglich Zinszahlungen auszuweisen.

Die Zu- und Abflüsse der einzelnen Cash-Flow-Positionen addieren sich auf -3.115 TEUR. Der Finanzmittelfonds hat sich in dieser Höhe von TEUR 2.514 am 31.12.2024 auf TEUR -601 zum Bilanzstichtag reduziert.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung unter Angabe der wesentlichen Risiken und Chancen des Unternehmens

Das Risiko- und Finanzmanagement der WDO stellt die rechtzeitige Erkennung von Chancen und Risiken durch entsprechende Planungsinstrumente und einen laufenden Soll-/Ist-Vergleich

sicher. So können geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung oder der Risikovermeidung eingeleitet werden. Das vorhandene Berichtswesen gewährleistet dies jederzeit.

Die für die WDO relevanten finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditäts-, Markt- und Zinsrisiken sowie Bonitätsrisiken werden adäquat durch das Risiko- und Finanzmanagement überwacht und gesteuert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Generierung operativer Cashflows und der soliden Eigenmittelausstattung nicht ersichtlich. Die erforderliche Liquidität steht wie auch in der Vergangenheit im Rahmen des bestehenden Cash-Pool-Vertrages zur Verfügung. Die WDO wird zusätzlich in das Risikomanagement der Medien Union GmbH Ludwigshafen einbezogen.

Währungsrisiken existieren nicht bzw. nur in geringem Umfang, da Einkäufe und Verkäufe sowie Finanztransaktionen vorwiegend in Euro getätigt werden.

Unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025 sind in wesentlichen Punkten eingetroffen. Im Berichtsjahr realisierte Anstiege bei Energie- und Materialaufwänden sowie eingetretene Lohnund Gehaltssteigerungen konnten kompensiert werden.

Für das Jahr 2026 rechnen wir mit einem allgemeinen Rückgang der Wirtschaftsentwicklung. Risiken hierfür gehen von den geopolitischen Konflikten im Nahen Osten und der Ukraine aus. Es zeichnen sich protektionistische Tendenzen im Welthandel ab, die zu weiterer konjunktureller Eintrübung führen könnten. Auch befindet sich die Wirtschaft in Österreich im 4. Jahr in einer Rezession.

Wir erwarten vor dem Hintergrund einer weiter stagnierenden konjunkturellen Entwicklung auch für die Jahre 2026 und 2027 steigende Rohstoffpreise sowie, aufgrund anstehender Kollektivvertragsabschlüsse mit entsprechenden Lohnsteigerungen, moderat steigende Personalkosten.

Wie erwarten, dass die Mittel zur Anschaffung von Bildungsmedien im Jahr 2026 von der öffentlichen Hand in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt werden und auch den Folgejahren angemessen bleiben. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, das bestehende Umsatzvolumen trotz zurückgehender Schülerzahlen zu halten.

Hinsichtlich der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern, EBITDA) gehen wir von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, so dass wir für das Jahr 2026 mit einem daraus abgeleiteten operativen Jahresergebnis auf dem diesjährigen Niveau rechnen.

Wien, den 06.05.2026

Mag. Iris Blatterer

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