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Lagebericht 2025

Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel Ost eGen

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Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel Ost eGen LAGEBERICHT JAHR 2025

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

1.1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich:1

Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, schwankendem Wachstum, hartnäckiger Inflation und steigender Staatsverschuldung in vielen Regionen. Keines dieser Probleme hat sich mit dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, bleibe aber anfällig, heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Man erwartet, dass sich das weltweite Wachstum von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 leicht abschwächen wird. Im Euro-Raum verhält sich die Konjunktur mit einer erwarteten Expansion von 1,4 % in 2025 robust und zeigt sich in den Folgejahren moderat steigend. Die europäische Exportwirtschaft gerät aber zunehmend durch den Wettbewerb mit China unter Druck, deren Regierung auf die Förderung von Hochtechnologie setzt. China exportiert vermehrt Produkte mit höherem Technologiegehalt und drängt damit in klassische Marktsegmente etablierter Volkswirtschaften. Dies setzt auch österreichischen Unternehmen, direkt oder indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, zu. Ferner belasten die US-Zollpolitik sowie der starke Euro die positive Entwicklung. Im Euro-Raum erwies sich der Arbeitsmarkt als robust und verlangsamte sich die Inflation im Jahresverlauf 2025, anders als in Osterreich, deutlich auf rund 2 %. Es wird für den Euro-Raum eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) erwartet. Das Konjunkturwachstum bei Osterreichs wichtigstem Wirtschaftspartner Deutschland dürfte sich aufgrund des Fiskalpakets ebenfalls auf 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) beschleunigen. Die Industrieschwäche in Deutschland hält jedoch an.

Der öffentliche Haushalt Österreichs steht unter großem Konsolidierungszwang. Das gesamtstaatliche Defizit laut Maastricht-Definition liegt im Jahr 2025 bei 4,6 % des BIP. Durch die nötigen (sub-)nationalen Budgetmaßnahmen soll sich der Finanzierungssaldo bis zum Jahr 2027 auf rund 4 % verringern; die BIP-Schuldenquote wird daher weiter steigen und 2027 eine Höhe von 84,9 % erreichen.

Die in der zweiten Jahreshälfte 2025 beobachtete Konjunkturaufhellung der österreichischen Wirtschaft verfestigt sich voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027. Für die nächsten Jahre wird nach der längeren Rezession ein moderater Wachstumspfad von 1,2 % (2026) sowie 1,4 % (2027) erwartet. Die Stärke der Erholung wird maßgeblich von der Entwicklung der Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Effekte der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionsbereitschaft wirken, zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem Abflauen der Sparneigung beitragen und dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen.

Der Arbeitsmarkt stagnierte 2025, wird aber ab 2026 wieder stärker wachsen, wodurch die Arbeitslosigkeit sinken sollte. Zurückzuführen ist dieser Trend unter anderem auf die demografische Entwicklung, welche zu einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung führt.

1) Quellen: WIFO-Konjunkturprognose 4/2025 (12/2025)

WIFO-Monatsberichte 12/2025 IHS: Winter-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2025 - 2027 OeNB-Reports: 2025/23

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Dies wird allerdings durch die steigende Erwerbsbeteiligung ausgeglichen, insbesondere aufgrund der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag 2025 bei 7,4 % (Dezember 2025: 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet) und verringert sich kontinuierlich in den Folgejahren auf 7,3 % (2026) bzw. 7,0 % (2027).

Die wirtschaftliche Situation in der Region und das sonstige Umfeld für die Genossenschaft: Das Jahr 2025 war nicht nur durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung geprägt, sondern auch durch die Herausforderungen der Klima- bzw. Witterungsentwicklung in unserem Gebiet. Ein sehr trockener Winter 2024/2025; ein mildes Frühjahr mit zum Glück ausreichenden Niederschlägen führten zu einer in Summe gut durchschnittlichen Haupternte 2025, welche wegen der in der Erntezeit immer wieder einsetzenden Niederschläge, als eine der längsten in unserer Geschichte einging.

Beim konventionellen Getreide konnten wird rund 7 % mehr als im Vorjahr übernehmen, im Bio-Bereich lag das Plus sogar bei fast 20%.

Die Verzögerungen durch die Niederschläge in der Haupternte kamen der Herbsternte zugute wo wir bei Sonnenblumen und Mais deutlich höhere Mengen als im Vorjahr übernehmen konnten.

Die Preisentwicklung blieb aber hinter jener des Vorjahres zurück und auch die weitere Marktentwicklung zeigte eine eher negative Tendenz.

1.1.2. Geschäftsentwicklung

1.1.2.1.

Entwicklung des Gesamtumsatzes

Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Bilanzjahr zeigte folgendes Bild:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
In Tausend Euro31.12.202431.12.2025Veränderung %
Agrarfilialen120 99595.581-21,0
Werkstätten/Autohandel15.41915.823+2,6
Tankstellen/Energiehandel22.13039.914+80,4
Baumärkte16.70021.711+30,0
Gewerbe12 86912.4942,9
Gesamtumsatz188.113185.5231,4

Anmerkung: Im Zuge der SAP-Umstellung wurde 2025 die Zustellung von Treibstoffen, Heizölen und losen Holzpellets und auch die Tankstellen aus den Agrarbetrieben ausgegliedert und in den Bereich Energie (Tankstellen/Energiehandel) eingegliedert.

Die Erntemengen des ganzen Jahres 2025 waren im Vergleich zu 2024 um fast 7 % etwas höher, vor allem die Gerstenmenge, die Sonnenblumenmenge und Maismenge waren höher, nur bei Raps wurden geringere Mengen angekauft.

Die rückläufige Preisentwicklung bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die niedrigeren Preise im Energiesektor sowie die schwache Nachfrage im Markt- und Baustoffsektor – insbesondere im Gartenbereich – führten zu dem weiteren Umsatzrückgang.

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1.1.3. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Zum 31.12.2025 beschäftigte das RLH Weinviertel Ost 485 (VJ 493) Mitarbeiter, davon 34 (VJ 34) Lehrlinge. Dies sind um 8 Mitarbeiter weniger als im Jahr zuvor.

In der Geschäftsführung und bei den Spartenleitungen gab es keine Veränderungen. Die hohe Kompetenz und Qualifizierung unserer Mitarbeiter wurde durch ständige interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährleistet. Die Schulungspalette reichte von produktspezifischen Schwerpunktkursen über Sicherheitsschulungen hin zu Managementausbildungen. Insbesondere wurde zu Beginn 2025 eine intensives Schulungsprogramm aller betroffenen Mitarbeiter für das SAP-ERP System WARE durchgeführt.

Die Loyalität und Betriebsverbundenheit des Personals werden durch eine offene, ehrliche, aber auch klare und konsequente Mitarbeiterführung und einem wertschätzenden Betriebsklima gefördert.

1.1.4. Leistungen besonderer Art

Für die Mitglieder im Einzugsgebiet wurde im Jahre 2025 wiederum eine Reihe von Leistungen besonderer Art erbracht. Besonders zu erwähnen ist die Aufbereitung von Saatgut für den Eigenbedarf als auch die Vermehrung für den überregionalen Bedarf.

Zur flächendeckenden Versorgung der landwirtschaftlichen Mitglieder mit Dieseltreibstoff im Genossenschaftsgebiet werden 31 SB-Tankstellen und 5 Volltankstellen betrieben. Des Weiteren erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Düngemittelmischanlagen in Mistelbach, Laa/Thaya, Ladendorf und Dobermannsdorf, Poysdorf und Zistersdorf sowie die Futtermittelmischanlage in Staatz/Kautendorf.

1.1.5. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurde die Umstellung auf das ERP-Systems SAP abgeschlossen - Anfang April 2025 wurde die Warenwirtschaft SAP produktiv gesetzt. Im Zuge der Trennung von BAYWA und RWA wurde ein weitere Beteiligungsanteil an der RWA- Verbundgenossenschaft gekauft. Am Standort Zistersdorf wurde eine neue Volltankstelle errichtet und in Betrieb genommen und weitere Photovoltaikanlagen fertig gestellt.

1.1.6. Erfüllung des Genossenschaftszweckes

Die Genossenschaft hat ihre Geschäftspolitik unternehmerisch und Markt gestaltend ausgerichtet und weitgehend auf die Bedürfnisse und Wünsche der Mitglieder abgestimmt. Insbesondere wurde dem Förderungsauftrag durch die Bereitstellung der genossenschaftlichen Einrichtungen und durch sachdienliche Beratungen und Informationen entsprochen.

Es wurden zahlreiche Beratungs- Betreuungs- und Informationsdienstleistungen erbracht.

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1.2. Bericht über Betriebsstätten

Das Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel Ost eGen führte zum 31.12.2025 an insgesamt 24 Standorten Ernteübernahme- Verkaufs- und Betriebsstellen. Die Zentrale befindet sich in Mistelbach.

Die Filiale Hohenruppersdorf wurde Anfang 2025 geschlossen und Ende 2025 verkauft.

An 5 Standorten werden Werkstätten betrieben. Die Werkstätte Dürnkrut wurde mit 31.12.2025 geschlossen.

An den Standorten Mistelbach, Laa, Poysdorf und Zistersdorf befindet sich jeweils ein Baustoff- und Haus-Garten-Markt.

Des Weiteren werden jetzt 5 Volltankstellen und 31 Dieselselbstbedienungstankstellen betrieben.

Im Juli 2025 wurde die neue Tankstelle Zistersdorf in Betrieb genommen.

An Gewerbebetrieben befinden sich in Mistelbach das Elektroinstallationsgewerbe, das Gas-Wasser-Heizungsinstallationsgewerbe und das Tischlergewerbe. Am Standort Herrnbaumgarten wurde 2025 das Elektroinstallationsgewerbe aufgelassen, dieses Gewerbe wird jetzt ausschließlich vom Standort Mistelbach aus betrieben. Am Standort Laa befinden sich das Baumeistergewerbe, das Dachdeckergewerbe sowie die Fenstertechnik. In Herrnbaumgarten ist die Holztechnik/Zimmerei stationiert.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2025 betrugen TEUR 6.571. Die größten Positionen dabei waren neben der Beteiligung an der RWA-Verbundgenossenschaft die Fertigstellung der Tankstelle in Zistersdorf sowie das ERP-System SAP.

Des Weiteren die Inbetriebnahme einer neuen Absackreinrichtung in Mistelbach, ein Glashaus für den Markt LAA; die Installation mehreren Photovoltaikanlagen; mehrere LKWs und Anhänger sowie Nutzfahrzeuge für die Gewerbebetriebe.

Im Geschäftsjahr 2026 sind an Investitionen 3 neue Brückenwaagen, 2 Autowaschanlagen, Ein Zubau in der Kfz-Werkstätte LAA und ein Zubau bei der PKW-Werkstätte Poysdorf projektiert. Daneben der Ersatz eines Tankwagens sowie eines Kran-LKW für die Baustoffe.

1.3. Darstellung der Lage und finanzieller Leistungsindikatoren

1.3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2025 um TEUR 4.971 auf TEUR 103.678 (VJ 98.707). Das Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Wirtschaftsgüter verminderte sich um TEUR 705 auf EUR 43.198; das Finanzanlagevermögen stieg auf TEUR 18.970. (VJ 15.778) Der Wert der Vorräte stieg um TEUR 843 auf TEUR 25.526; die Gesamt-Forderungen stiegen um EUR 2.369 auf TEUR 15.502; Kassen- und Bankbestände betrugen per 31.12.2025 TEUR 342. Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzungen betrugen TEUR 140.

1.3.1.1. Eigenkapital

Das buchmäßige Eigenkapital betrug per 31.12.2025 TEUR 41.017. (Jahr 2024: Eigenkapital TEUR 41.675). Die Eigenmittelquote basierend auf dem erweiterten Eigenkapital inklusive der Investitionszuschüsse von TEUR 366 beträgt 39,9%.

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1.3.1.2. Fremdkapital

An Positionen des Fremdkapitals wurden bei den Rückstellungen per 31.12.2025 TEUR 6.860 ausgewiesen (Vorjahr TEUR 6.969); an Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 55.228 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 49.446.

Die passiven Rechnungsabgrenzungen betrugen TEUR 207 (VJ TEUR 227).

1.3.2. Ertragslage

Die betrieblichen Erträge erhöhten sich auf TEUR 39.754 (Vorjahr TEUR 38.544).

Mehrerträge gab es vor allem bei der Energie und im Bereich der Dienstleistungen.

Die in Summe höheren Einnahmen bei den sonstigen Erträgen sind im Wesentlichen auf den durch den Verkauf einer Filiale erzielten Mehrerlöse zurückzuführen.

Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich um TEUR 236 auf TEUR 40.254 (Vorjahr 40.017).

Die Personalaufwendungen sanken um 0,4 % oder TEUR 100. Die Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen um TEUR 270 auf TEUR 3.806.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 66 (v.a. höherer EDV-Aufwand und Transportaufwand, dafür geringerer Energieaufwand).

Nach der Einrechnung des 2025 negativen Finanzergebnisses von minus TEUR 367 schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem negativen Ergebnis vor Steuern von TEUR 867. (VJ minus TEUR 1.872) Nach Berücksichtigung der Steuern für Einkommen und Ertrag (Erträge aus latenten Steuern) ergibt sich ein Jahresbilanzergebnis von minus TEUR 627 (VJ TEUR minus 1.324).

Mit dem erzielten Jahresergebnis konnte das Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses für 2025 nicht erreicht werden.

1.3.3. Finanzlage

Gemäß der AFRAC Stellungnahme 36 gestaltet sich die Finanzlage wie folgt:

GELDFLUSSRECHNUNG WEINVIERTEL OST 2024 -2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in 1000 EUROJAHR 2024JAHR 2025
Nettogeldflussaus der betrieblichen Tätigkeit+ 8.817-1.915
Nettogeldflussaus der Investitionstätigkeit- 5.560-5.353
Nettogeldflussaus der Finanzierungstätigkeit- 2.739+6.547

Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der laufenden Tätigkeit ist vor allem auf die gestiegenen Vorratsbestände sowie auf die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw.

Forderungen aus verbundenen Unternehmen sowie die geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der 2025 wiederum starken Investitionstätigkeit, insbesondere des Kaufes der Anteile an der RWA-Verbundgenossenschaft. (siehe 1.2.)

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Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus Finanzierungstätigkeit ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass vor allem für die Finanzierung der Sachanlagen und des Beteiligungskaufes Kredite aufgenommen wurden bzw. die o.a. Veränderungen des Forderungs- und Verbindlichkeiten Bestandes finanziert wurden.

1.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Hinsichtlich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren ist festzuhalten, dass die Genossenschaft bemüht war, allen ökologischen und sozialen Vorgaben gerecht zu werden. Sehr positiv wirkt sich der große und langjährige Kundenstamm aus.

Bei der Getreidelagerung und -Logistik entsprechen die technischen Einrichtungen und Ablaufgestaltungen den HACCP-Richtlinien.

Den Umweltbelangen wird im Rahmen der Geschäftspolitik besonderes Augenmerk geschenkt. Besondere Aktivitäten diesbezüglich sind die Umstellungen der Betriebsheizungen von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien. So sind mittlerweile die Heizungsanlagen an den Standorten Asparn, Dobermannsdorf, Gaweinstal, Laa/Thaya und Mistelbach auf Biomasseheizung umgestellt worden und die hier getätigten Investitionen amortisieren sich entsprechend den Erwartungen und auch dank der erhaltenen Förderungen.

An den Standorten Mistelbach, Laa, Zistersdorf und Werkstatt A5 ist je eine Stromtankstelle für PKW in Betrieb. Im Jahr 2025 wurden 5 Photovoltaikanlagen fertig gestellt.

Des Weiteren werden verstärkte Aktivitäten in Bezug auf Produktion und Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen gesetzt. So wurde im Jahr 2025 eine neue Absackanlage für Landwirtschaftliches Vermehrungssaatgut in Mistelbach in Betrieb genommen.

Durch die permanenten Bemühungen um langfristige Kundenbeziehungen haben wir einen Stammkundenanteil von rund zwei Drittel des Umsatzes. Dies hat insbesondere in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten eine besondere Bedeutung, da dieser Faktor ganz wesentlich zur Stabilisierung der Geschäftsentwicklung beiträgt.

2. Bericht über die voraussichtliche betriebliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung

Die Prognosefähigkeit der betrieblichen Entwicklung ist auf Grund schwer einschätzbarer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen als Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und des bereits seit über vier Jahren dauernden Russland-Ukraine-Kriegs wesentlich beeinträchtigt.

In einem von globalen Krisen geprägten Umfeld liegt die Zielsetzung in der Absicherung der Vermögens-Finanz- und Ertragslage. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung der Genossenschaft ist das Vertrauen der finanzierenden Banken gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld gesichert ist.

Hinsichtlich der Ertragslage liegt die mittelfristige Zielvorgabe in der Absicherung der

Rohertragsspanne und in einer Verbesserung des Betriebskostensatzes. Damit soll die Ertragslage sukzessive verbessert werden.

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Die ersten Monate des Jahres 2026 was insgesamt ein leichter Umsatzrückgang zu verzeichnen. Aufgrund der extremen Frühjahrestrockenheit ist aus heutiger Sicht eine deutlich schlechtere Haupternte als 2025 zu erwarten. Deshalb wird für das Jahr 2026 insbesondere hinsichtlich der Ertragssituation ein besonders herausforderndes Geschäftsjahr erwartet.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

2.2.1.

Beschaffungsrisiko

Der bereits erwähnte Krieg im Nahen Osten führte innerhalb kürzester Zeit insbesondere zu deutlichen Preissteigerungen bei Energie und Dünger. Es besteht das Risiko, dass die gestiegenen Kosten über längere Zeit hinweg erhalten bleiben und zu nicht unwesentlichen, negativen Effekten auf die Ergebnisentwicklung führen.

Es wird im Baustoff- und Konsumgüterbereich weiterhin auf die bewährten Franchiseverträge vertraut.

Im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden jedes Jahr zahlreiche Vertragsmöglichkeiten bei den wesentlichen Feldfrüchten (Weizen; Braugerste; Mais) angeboten und ein großer Teil der Ernte kann bereits vor der Ernte vertraglich abgeschlossen werden. Insbesondere die Anbauverträge für Qualitätsweizen, Braugerste und Stärkemais sowie Saatgutvermehrungen haben in den vorgangengen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen.

2.2.2.

Delkredererisiko

Der Großteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wird über die RWA (Raiffeisen Ware Austria AG) mit zeitnah geschlossenen Kontrakten vermarktet; hier ist das Risiko nahezu ausgeschlossen. Beim Verkauf von Waren an Gewerbekunden wird das Kreditrisiko durch entsprechendes

Kreditmanagement (Bonitätsbeurteilung, Kreditlimits, permanentes Monitoring) so weit wie möglich begrenzt.

Im Privatkundenbereich werden durch die strenge Bonitätsbeurteilung und das effiziente

Mahnwesen die Ausfallsrisiken möglichst niedrig gehalten.

Im Bedarfsfall werden Inkassobüros oder Rechtsanwaltskanzleien mit der Einhebung beauftragt.

2.2.3.

Finanzwirtschaftliches Risiko

Durch den hohen Eigenkapitalanteil von fast 40 %, die ständige Liquiditätskontrolle sowie dem weitestgehenden Verkauf des Erzeugnis-Lagerbestandes in den ersten Monaten des Jahres 2026 ist das Risiko von zukünftigen Kostensteigerungen für Zinsen stark begrenzt. Das hohe Zinsniveau trifft uns genauso wie die gesamte Branche, wobei die Kreditlinien gesichert sind.

2.2.4. Internes Kontrollsystem

Ein entsprechendes internes Kontrollsystem ist eingerichtet und wird ständig erweitert.

Die innerbetrieblichen Informations- und Steuerungssysteme werden laufend weiterentwickelt und liefern zeitnahe Informationen zur Verringerung der operativen Fehler und Risiken.

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2.2.5.

Personalrisiko

Eine hohe Quote an gut ausgebildeten Lehrlingen sowie intensive Schulungen im fachlichen und persönlichen Bereich, Aufzeigen von Entwicklungsmöglichkeiten, Zurverfügungstellung von modernen und sicheren Arbeitsplätzen in Wohnortnähe, hohe soziale Kompetenz in der Personalführung und ein gesundes Betriebsklima sind die Basis dafür, das die Personalfluktuation bisher sehr gering gehalten werden konnte und es zu keinem nennenswerten Abgang von qualifizierten und spezialisierten Personal gekommen ist.

Die Zusammenarbeit zwischen den Funktionären der Genossenschaft, den gewählten Betriebsräten und der Geschäftsleitung erfolgt partnerschaftlich, konsensorientiert und mit gegenseitiger Wertschätzung.

Bereits im Jahr 2020 wurde im Unternehmen eine Sicherheitsfachkraft ausgebildet und installiert. Ebenfalls wurde eine neue Arbeitsmedizinerin für die einschlägigen Aufgaben beauftragt.

2.2.6. Beteiligungsrisiko

Die Genossenschaft hält eine 100%ige Beteiligung an der tschechischen Gesellschaft „Raiffeisen Agro Morava spol s.r.o“. Diese hat das Geschäftsjahr 2025 bei einem Umsatz von umgerechnet rund 15,0 Mio. Euro wieder ein positives Ergebnis erzielt.

Nach der Ergebnisentwicklung in den ersten Monaten sowie der erwarteten Ernteergebnissen 2026 im Einzugsbereich der Beteiligung kann für 2026 wieder ein positives Ergebnis erwartet werden und es ist von dieser Seite mit keinem nennenswerten Risiko zu rechnen.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.

Mistelbach, 26.05.2026

führ

Geschäftsführer

Der Lagebericht der Raiffeisen-Lagerhaus Weinviertel Ost eGen wurde am 26.05.2026 in der gemeinsamen Vorstands- u. Aufsichtsratssitzung aufgestellt und beschlossen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
Ing.AdolfMechtler
--
JosefWeiß
VERST.
Ing. MScHerbertBartosch(D)
GünterBinder
Made
AndreasKraft
----
ErichAndreSuelle l
--
RomanBayer
-- 2/
WernerBayler
--
KarlBogenstorfer
--WantSogewine
AndreasBrucknerI
--Wolfgang Dollinger
KarlDraxlerGrauks
GünterEhmGP
--
ChristianFehlmann
--
KarlFeilhammer
hal Tall
--
FranzFlandorfer
JosefFriedl
ReginaGeyer
--
ChristophGirsch
-
WernerGirsch
JohannesHess
--
MartinHirtlMartis W
-
GeraldHuber
JosefKlampfi
-- Volkmar KoberSul Alem 11 palve ter
JohannKölbl
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
RomanKraft
-
GeraldKridlo
ClemensManhart
--
MartinOstermayer
-- Herbert---- Pech
-
KarlPleil
-- Ing. Gerhard Poiss
-- -
StefanScheiner
---
Ing.MarkusSchild
-- Ing. Richard, jun. Schober
Ing.WernerSchuller
ChristianaSchulz
Ing.MartinSchulz
AnitaSchwalm
- JohannSchweighofer
--
DIChristinaSpangl
- Josef, jun. Steininger
Ing.PavelStejskal
GerhardStrasser
LeopoldStrobl
StefanUhl
ChristaVetter
-
AlfredWachter
RainerWeiß
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
.65 ... 4.. A... 4.
Lebeeadm
Harl A
Clarks th
Schel Mat
Josef Sheringed
W
Netts
Wadil
N

Geschäftsführer

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
Dir. Ing.AlfredHiller
--
ReinhardThürr

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