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Lagebericht 2025

ZEMKA - Zentrale Müllklärschlammver- wertungsanlagen Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 09. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:

Auch im Geschäftsjahr 2025 konnte wiederum ein positives Ergebnis erzielt werden. Die Umsätze lagen Großteils über denen des Vorjahres.

Die Eigenkapitalquote beträgt 83,37 % (Vorjahr: 72,57 %). Absolut beträgt das Eigenkapital € 12.425.091,18 gegenüber € 11.569.954,44 im Vorjahr. Die Bilanzsumme liegt bei € 14.902.786,53 (€ 15.942.380,26 im Vorjahr). Im Personalbereich gibt es weiterhin wenig Fluktuation. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 26 Arbeitnehmer (17 Arbeiter, 9 Angestellte) beschäftigt. (Vorjahr: 24)

Wirtschaftlicher Bereich

Müll- und Klärschlammanlieferung:

a) Einzugsgebiet:

Haus-/Restabfall: Das Einzugsgebiet umfasste im Jahr 2025 28 Pinzgauer, 25 Pongauer und 15 Lungauer Gemeinden. In 66 Gemeinden wurden im Berichtszeitraum die Sammlung und der Transport des Haus-/Restmülls von privaten Unternehmungen durchgeführt. Die Stadtgemeinden Zell am See und Saalfelden führten die Haus- /Restabfallabfuhr mit eigenem Fuhrpark und Personal durch.

Biogene Abfälle: Diese wurden während des Jahres 2025 aus insgesamt 28 Pinzgauer, 24 Pongauer Gemeinden (Ausnahme: Untertauern) und 12 Lungauer Gemeinden angeliefert.

Geschäfts- und Gewerbeabfall: Dieser wurde aus dem gesamten Pinzgau der ZEMKA- Anlage Zell am See zugeliefert. Zusätzliche Anlieferungen kamen aus dem Pongau.

Sperrige Abfälle: Die Anlieferung aus den Pinzgauer Gemeinden erfolgte aus den Recyclinghöfen bzw. im Rahmen der in einigen wenigen Gemeinden noch durchgeführten Sammlungen. Die Pongauer Gemeinden entsorgten ihre sperrigen Abfälle meist über die Fa. Hettegger in St. Veit bzw. die Fa. Höller in St. Johann im Pongau, diese in Folge dann über die ZEMKA. Die Lungauer Gemeinden entsorgten ihre sperrigen Abfälle über die ZEMKA.

Sonderabfall/Problemstoffe: Im Berichtszeitraum wurden durch Gewerbeunternehmen sowie privaten Haushalten gefährliche Abfälle bzw. Problemstoffe zur Anlage Zell am See angeliefert, zwischengelagert und einer endgültigen Verwertung bzw. Beseitigung zugeführt.

Elektroaltgeräte: Mit Beginn Juli 1998 wurde für alle Pinzgauer Gemeinden eine ständige Sammelaktion für Elektroaltgeräte durch die ZEMKA gestartet. Durch die Änderungen im Rahmen der EAG-Verordnung musste diese Sammlung umgestellt werden. Im Zuge der so genannten „Salzburglösung“ schloss die ZEMKA als Partner für die Bezirke Pinzgau, Pongau und Lungau mit allen sich am Markt befindlichen Systemen entsprechende Kooperationsverträge ab und organisierte gemeinsam mit der Stadt Salzburg als Partner der Bezirke „Außergebirg“ diese Sammlung entsprechend den Vorgaben der Verordnung mit Wirkung vom 13.08.2005 neu. Die Sammlung der Elektroaltgeräte wurde im Jahr 2008 noch um den Bereich der Altbatterien erweitert. Ab dem 01.Jänner 2009 führt die ZEMKA die Verrechnung für das gesamte Bundesland durch. Mit Ende 2015 wurde in den Recyclinghöfen der Pinzgauer Gemeinden durch die ZEMKA mit Unterstützung des Landes Salzburg ein Projekt gestartet, in dem „Re-Use-fähige“ Elektrokleingeräte gesammelt und einer Wiederverwendung zugeführt werden.

Technischer Bereich

Die im Jahr 2025 zur MA-Anlage Zell am See angelieferten Abfälle sowie die angelieferten Sperr- bzw. Gewerbemüllmengen wurden in den Verbrennungsanlagen der Energie AG in Lenzing bzw. Wels und in eine Verbrennungsanlage der Linz AG nach Linz verbracht. Weitere Mengen wurden als Probelieferungen bzw. am „Spot- Markt“ zu anderen Abnehmern verbracht. Die Klärschlämme wurden in den Verbrennungsanlagen der Energie AG in Lenzing, Wels bzw. der Linz AG Linz thermisch verwertet, bzw. bei deren Stillstand durch die Energie AG auf weitere Anlagen verteilt.

2. Analyse finanzieller Leistungsindikatoren:

2.1. Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Ertragslage
in TEUR20252024*)
Betriebserfolg1.0473.571
Finanzergebnis557
Ergebnis vor Steuern1.1023.578
Steuern247819
Jahresüberschuss8552.759

2.2. Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Vermögenslage
in TEUR20252024
Anlagevermögen12.03211.802
Umlaufvermögen, ARA2.8704.140
Summe Aktiva14.90215.942
Eigenkapital12.42511.570
Rücklagen00
Rückstellungen5101.094
Verbindlichkeiten > 5 Jahre1491.071
Verbindlichkeiten < 5 Jahre1.8182.207
14.90215.942

*) inkl. Anlagenverkauf in Höhe von TEUR 2.465 (Betriebserfolg ohne Anlagenverkauf TEUR 1.106)

3. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag und voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:

Die wirtschaftliche Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2026 entspricht bisher im Großen und Ganzen den geplanten Vorgaben.

Das voraussichtliche Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres wird jedoch sehr stark von der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig sein und kann momentan noch nicht exakt vorausgesagt werden. Als weiterer, wirtschaftlicher Nachteil müssen die Preisentwicklungen in den Bereichen Treibstoff, Energie und Ersatzteile angesehen werden.

Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, dass sich die ZEMKA in einer guten Situation befindet. Durch vorausblickende und sachlich richtige Entscheidungen des Aufsichtsrates, der Geschäftsführung sowie der Gesellschaftergemeinden unter guter Beratung durch verschiedene Firmen und Institutionen konnten die großen Investitionen der der letzten Jahre ohne Aufbringung von Finanzmittel durch die Gesellschafter realisiert werden.

Durch ein optimales Finanzierungsmodell, laufendes Controlling und Optimierung der Betriebsausgaben und Entsorgungskosten konnten in den letzten Jahren die Vorgaben der Erfolgs- und Finanzplanung - trotz wechselnder Rahmenbedingungen - eingehalten werden bzw. mussten durch teilweise bessere, wirtschaftliche Ergebnisse die ursprünglich geplanten Preisanpassungen nicht im vollen Umfang durchgeführt werden. So wurden die Übernahmepreise für Haus-/Restabfall und biogene Abfälle in den letzten Jahren nur moderat erhöht.

Folgende Themen waren bzw. sind derzeit und in der nächsten Zukunft u.a. abzuhandeln:

*) Projekt Sanierung und Erweiterung Anlage Zell am See:

Es werden durch die zuständigen Behörden und Institutionen laufend die notwendigen Überprüfungen durchgeführt, die für die ZEMKA bis dato keine Probleme ergeben haben. Es sind aber notwendige Ersatz/Reinvestitionen bzw. Ergänzungen in nächster Zukunft (z.B. 2. Brückenwaage, Anderung Anlagenlayout ..) in Zukunft erforderlich.

*Sicherung der Deponie Saalfelden:

Die restlichen Sicherungsarbeiten sind entsprechend dem ursprünglichen Projekt abgeschlossen.

Mit Bescheid vom 18.05.2022 wurde der ZEMKA die Vorlage einer Sicherheitsleistung in Höhe von EUR 354.000 in Form einer Bankgarantie vorgeschrieben. Diese durch den Raiffeisenverband Salzburg erstellte Bankgarantie wurde der Behörde mittlerweile vorgelegt – Laufzeit bis 31.12.2040 – mit Indexanpassung.

*) Dienstleistungen für die Gemeinden:

Die Gesellschaft ist für viele Gemeinden in verschiedensten Bereichen verstärkt als Dienstleister und Kooperationspartner tätig:

• Abfall- und Umweltberatung • Verwertung von Alteisen • Sammlung Elektroaltgeräte • Übernahme der Funktion eines Abfallbeauftragten • An- und Verkauf von Abfallsammelbehältern • Überprüfung der Kosten der Abfallsammlung bzw. des Abfalltransportes in vielen Pinzgauer Gemeinden • Optimierung der Angebote bei der Entsorgung von Problemstoffen • Externer Gefahrengutbeauftragter • Organisation der Alttextilsammlung im Pinzgau • Verpackungssammlung • Erhöhung Recyclingquoten

Gesellschaft Biogas ZEMKA GmbH:

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 05.12.2011 samt Nachtrag vom 19.12.2011 gegründet und ist im Firmenbuch unter FN 373387z eingetragen. Das Gesellschaftskapital stellt sich wie folgt dar (€ 26.285 ZEMKA Gesellschaft m.b.H. und € 8.715 Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation)

In der Gesellschafterversammlung der Biogas ZEMKA GmbH ist die ZEMKA Gesellschaft m.b.H. lt. Gesellschaftsvertrag (Punkt VII. 1.) durch zwei (die Salzburg AG durch einen) von den befugten Organen der Gesellschaften entsendeten Vertreter repräsentiert. Dies sind im Fall der ZEMKA der jeweilige Vorsitzende des Aufsichtsrates der ZEMKA Gesellschaft m.b.H. und dessen Stellvertreter.

4. Risikobericht:

Derzeit sind keine Umstände in Sicht, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Für allfällige bilanzielle Risiken wurde durch die Bildung von Rückstellungen vorgesorgt.

Für die üblichen Betriebsrisiken sind entsprechende Haftpflichtversicherungen abgeschlossen.

5. Prognosebericht:

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag eingetreten, welche in der Bilanz oder in der Gewinn- u. Verlustrechnung berücksichtigt werden müssen:

Die Aufrechterhaltung und Absicherung des Anlagenbetriebes der ZEMKA ist in der derzeitigen Zeit oberstes Ziel, da die Anlagen für die Entsorgung der Bevölkerung aus allen drei Einzugsbezirken unverzichtbar sind. Durch gezielte Maßnahmen kann dieses Ziel bisher erreicht werden, wenngleich auch mit teilweise großem Aufwand sowie dem hervorragenden Einsatz der Mitarbeiter der ZEMKA.

Nach derzeitigem Stand können die für das Jahr 2025 geplanten wirtschaftlichen Ziele eingehalten werden. Durch die gute Eigenkapitalausstattung ist die Gesellschaft auch in keinster Weise wirtschaftlich gefährdet.

6. Forschung und Entwicklung:

Mit dem abgeschlossenen Projekt „Umbau Maschinenlinie MBA“ und der Errichtung einer Biogasanlage ist die ZEMKA technisch nach wie vor gut aufgestellt. Daher sind derzeit keine größeren Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung notwendig. Gerade die Biogasanlage wird nach wie vor von Interessierten vielfach besucht.

7. Zweigstellenbericht:

Entfällt

8. Schlusswort:

Trotz verschiedener Unsicherheitsfaktoren z.B. im gesetzlichen Bereich und im wirtschaftlichen Bereich (Entwicklung der Abfallmengen und Abfallströme, geänderte Kooperationen usw.) vertreten wir die Auffassung, dass die ZEMKA auch weiterhin ihren hohen Stellenwert im Bereich der Abfallentsorgung halten wird und auch weiterhin ihren Kunden und Lieferanten ein verlässlicher Partner sein wird.

Die Geschäftsführung erlaubt sich abschließend, allen Mitgliedern des Aufsichtsrates, den Gesellschafter- und Anlieferungsgemeinden, den Behörden, diversen Institutionen und Beratern für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen zu danken.

Der Dank gilt aber insbesondere auch der gesamten Belegschaft der ZEMKA, die auch unter teilweise schwierigen Bedingungen die Entsorgungssicherheit der Anlieferungsgemeinden gewährleistet. Dies auf einem hohen ökologischen Niveau und bei optimierten ökonomischen Bedingungen.

Zell am See, am 02. Juni 2026

Der Geschäftsführer

Ing. Hann s Macho

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