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Lagebericht 2025

Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

ÖSTERREICHISCHE LOTTERIEN GESELLSCHAFT M.B.H., WIEN

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage ............................. 3 1.1 Geschäftstätigkeit und -verlauf ................................................................... 3 1.2 Entwicklung der Bruttospielerträge ............................................................. 3 1.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ........................................................... 6 1.3.1 Governance ....................................................................................... 6 1.3.2 Soziale Verantwortung / Responsible Gaming ......................................... 7 1.3.3 Mitarbeiter:innen und Sozialbereich ...................................................... 7 1.3.4 Umwelt ............................................................................................. 8 1.4 Bericht über die Zweigniederlassungen ........................................................ 8 1.5 Finanzielle Leistungsindikatoren ................................................................. 9 1.5.1 Kennzahlen zur Ertragslage und zum Geschäftsergebnis .......................... 9 1.5.2 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage ........................................... 9 1.5.3 Cashflow Kennzahlen ........................................................................ 10 2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens .. 11 3. Forschung und Entwicklung ........................................................................... 13 4. Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ................. 13

1. BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE

1.1 Geschäftstätigkeit und -verlauf

Die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. bietet unter Einhaltung des österreichischen Glücksspielgesetzes (GSpG) die in Punkt 1.2 angeführten Glücksspiele in Österreich an. Für diese Glücksspiele halten die Österreichischen Lotterien die entsprechende Konzession, die sie für den Zeitraum bis zum 30. September 2027 vom Bund als Konzessionsgeber erhalten hat.

Die Österreichischen Lotterien bieten Glücksspiel terrestrisch als auch online an. Terrestrisch werden Spielteilnehmer:innen über das Vertriebsnetz von insgesamt 5.200 Annahmestellen (hierzu zählen insbesondere Trafiken, Tankstellen und der Lebensmitteleinzelhandel) in ganz Österreich erreicht. Das Produktangebot im terrestrischen Bereich umfasst in 5.000 Annahmestellen Wettschein- und Instantspiele und zusätzlich in 200 Verkaufsstellen rein Instantspiele. Online bieten die Österreichischen Lotterien Glücksspiel über die elektronischen Lotterien auf der Plattform und unter der Marke win2day an.

Unter der Marke WINWIN führt die Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsges.m.b.H. als Tochter der Österreichischen Lotterien den operativen Betrieb der elektronischen Lotterien nach § 12a GSpG in sogenannten Outlets für die Österreichischen Lotterien durch. Die Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsges.m.b.H. erhält als Entgelt für diese Leistungen von den Österreichischen Lotterien, als Inhaberin der glücksspielrechtlichen Alleinkonzession, für die Abwicklung entgeltlicher elektronischer Spiele (gemäß § 12a GSpG) den aus den Spielen erwirtschafteten Rohertrag und trägt dafür alle anfallenden Kosten und Investitionen. Vertragspartnerin gegenüber den Spielteilnehmer:innen und Vertriebspartner:innen sowie Steuerschuldnerin sind die Österreichischen Lotterien.

Im Geschäftsjahr 2025 konnte trotz schwierigen ökonomischen Umfelds eine wesentliche Steigerung des Bruttospielertrags erreicht werden. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf Umsatzsteigerungen bei den Lotteriespielen Lotto “6 aus 45”, Joker und EuroMillionen sowie den elektronischen Lotterien win2day. Die Sachkosten stiegen im laufenden Jahr aufgrund der allgemeinen Teuerung an. Insgesamt beträgt der Bilanzgewinn 86,1 Mio. Euro (Vorjahr 158,9 Mio. Euro).

1.2 Entwicklung der Bruttospielerträge

Kennzahlen 2025 im Vergleich zu 2024

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
%-
20252024Veränderung
zum Vorjahr
Bruttospielertrag
GESAMT1.121.403.279,391.047.553.635,57+7,05
davon Lotteriespiele
Lotto „6 aus 45“ inkl.
LottoPlus364.176.928,83344.511.538,18+5,71
TopTipp5.154.036,775.019.815,89+2,67
EuroMillionen167.942.349,00160.594.639,80+4,58
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
EuroDreams23.391.090,5625.357.513,67-7,75
Toto inkl. Torwette1.516.082,341.646.889,45-7,94
Zahlenlotto1.639.445,261.595.641,47+2,75
Bingo998.270,231.119.119,48-10,80
Joker141.473.673,44122.870.157,85+15,14
Lucky Day37.602,0841.745,13-9,92
Klassenlotterie14.633.069,8913.684.088,91+6,93
davon Instantspiele
Brieflos9.379.340,279.540.353,59-1,69
Rubbellos67.502.794,8765.831.882,38+2,54
davon Elektronische
Lotterien
Click&Win6.127.296,805.408.807,36+13,28
win2day (inkl. Keno,
Sportwetten)260.889.131,69234.709.334,08+11,15
win2day Poker15.748.482,945.580.850,26+3,00
WINWIN (VLT)50.793.684,4250.041.258,07+1,58
Spielabhängige
Abgaben635.437.423,19565.230.548,29+12,42

1Rake

Erläuterungen zu einzelnen Kennzahlen

Die Bruttospielerträge der Österreichischen Lotterien liegen mit 1.121,40 Mio. Euro um 7,05 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Bei den Lotteriespielen erreichte Lotto „6 aus 45“ mit LottoPlus einen Bruttospielertag von 364,18 Mio. Euro und liegt damit um 5,71 Prozent über dem Vorjahr. Die bessere Jackpot-Entwicklung bei Lotto mit häufigeren bzw. längeren Jackpot-Zyklen sowie die zusätzlichen neun Bonus-Ziehungen gegenüber dem Vorjahr führen zu dem Anstieg.

EuroMillionen liegt bei einem Bruttospielertrag von 167,94 Mio. Euro und damit um 4,58 Prozent über dem Wert von 2024. Im Geschäftsjahr gab es 39 Runden mit Gewinnchancen über 100 Mio. Euro (um elf Runden mehr als 2024), was zu einer positiven Entwicklung des Produktes im Vergleich zum Vorjahr führte.

Joker liegt mit 141,47 Mio. Euro Bruttospielertrag um 15,14 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das Plus ist auf die mit 19. März 2025 durchgeführte Preisanpassung von 1,70 Euro auf 2,00 Euro sowie auf die gute JP-Entwicklung bei den Trägerprodukten Lotto und EuroMillionen und die zusätzlichen Bonus-Ziehungen zurückzuführen.

Bei EuroDreams lagen die Rundenniveaus im Vorjahreszeitraum nach dem starken Product Launch noch höher. Mangelnder Win Belief und anfangs fehlende Community Promotions trugen zur rückläufigen Tendenz bei, trotzdem konnte ein Bruttospielertrag von 23,39 Mio. Euro erzielt werden, was -7,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Klassenlotterie liegt mit 14,63 Mio. Euro Bruttospielertrag um 6,93 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der Verkauf der 199. und 201. Lotterie verliefen zwar schlechter als die Vorjahreslotterie (197.), durch den besseren Verkauf der 200. Jubiläumslotterie und der geringeren Gewinnausschüttung gegenüber dem Vorjahr, konnte der Bruttospielertrag dennoch verbessert werden (Fixquotenspiel).

TopTipp erreichte 2025 einen Bruttospielertrag von 5,15 Mio. Euro, was einem Plus von 2,67 Prozent entspricht. Bei Toto kam es durch ein niedrigeres Umsatzniveau und nicht realisierter Garantie Runden sowie fehlenden Events, wie der EM im Vorjahr, zu einem reduzierten Bruttospielertrag von 1,52 Mio. Euro, was einem Minus von 7,94 Prozent entspricht. Zahlenlotto liegt mit 1,64 Mio. Euro um 2,75 Prozent über dem Vorjahr.

Lucky Day erreichte bedingt durch die Reduktion der Ziehungen per Anfang Oktober 2023 nur noch einen Bruttospielertrag von 37,60 Tausend Euro (-9,92 Prozent).

Bei den Instantspielen liegt Rubbellos mit 67,50 Mio. Euro Bruttospielertrag um 2,54 Prozent über dem Jahr 2024. Die sehr erfolgreichen Losneueinführungen 2025 sowie erfolgreiche Maßnahmen im Weihnachts- und Ostergeschäft, hatten einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Bruttospielertrages. Brieflos erreichte 9,38 Mio. Euro Bruttospielertrag und liegt um 1,69 Prozent unter dem Vorjahr.

Click&Win, ein Spiel, das nach § 12a des Glücksspielgesetzes als elektronische Lotterie durchgeführt wird, erreichte einen Bruttospielertrag von 6,13 Mio. Euro und liegt um 13,28 Prozent über dem Wert des Jahres 2024. 39 neue und sehr erfolgreiche Spieleinführungen sowie gut funktionierende Promotions trugen dazu bei, dass der gute Bruttospielertrag des Vorjahres übertroffen werden konnte.

Die elektronischen Lotterien auf win2day erreichten 2025 inklusive dem Sportwetten Angebot einen Bruttospielertrag von 260,89 Mio. Euro und damit ein Plus von 11,15 Prozent. Diese Steigerungen sind das fortgesetzte Ergebnis einer erfolgreichen Markenstrategie und eines deutlich attraktiveren Produktangebots sowohl bei Slots als auch Live-Casino. Insbesondere die Diversifizierung des Angebots durch 12 neue Slot Anbieter und 357 gelaunchten Spielen im Jahr 2025 sowie die Erweiterung um ein Online Studio am Standort Rennweg 44, haben zu diesem positiven Effekt beigetragen. Damit einhergehend ist eine merkliche Steigerung der aktiven User zu verzeichnen. Durch fortlaufende Produktoptimierungen und einer stetigen Medienpräsenz konnte auch im Bereich Sportwetten auf win2day eine Steigerung der aktiven User im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Dies führte zu einer Erhöhung des Bruttowettertrages um 11,46 Prozent auf 9,58 Mio. Euro. Poker auf win2day liegt mit 5,75 Mio. Euro um 3,00 Prozent über 2024 und konnte das gute Niveau weiter ausbauen.

Unter der Marke WINWIN führt die Glücks- und Unterhaltungsspiel Betriebsges.m.b.H. als Tochter der Österreichischen Lotterien den operativen Betrieb der elektronischen Lotterien nach § 12a GSpG für die Österreichischen Lotterien durch. Sie erreichte mit ihren 20 Standorten in Österreich einen Bruttospielertrag von 50,79 Mio. Euro und liegt damit um 1,58 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das Jahr 2025 war für die GLÜCK ein Jahr mit einem leichten Umsatzwachstum trotz rückläufiger Marktentwicklung. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die neue Marketingstrategie. Nach einem relativen guten Jahresbeginn war der Zeitraum April bis September durch geringere Besuche, kürzere Verweildauer und das Fehlen von Hochspielern geprägt. Seit Oktober geht der Trend jedoch wieder nach oben. Im Dezember bekam WINWIN ein neues Corporate Design und startete mit einer neuen Kundensegmentierung und einem neuen CRM-System. Dadurch wurde die gezielte Kundenansprache und das 1:1 Marketing wesentlich verbessert.

635,44 Mio. Euro – spielabhängige Steuern 2025

Die spielabhängigen Abgaben in Höhe von 635,44 Mio. Euro setzen sich aus der Konzessionsabgabe in Höhe von 393,47 Mio. Euro, der Glücksspielabgabe in Höhe von 217,68 Mio. Euro, der mit 1. Juli 2025 neu eingeführten Glücksspielabgabe auf den

Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 13,09 Mio. Euro, der Umsatzsteuer auf VLT- Umsätze in Höhe von 8,47 Mio. Euro und der mit April 2025 erhöhten Wettgebühr auf Sportwetten in Höhe von 2,69 Mio. Euro zusammen. Sie werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „2. umsatzabhängige und spielbezogene Steuern“ ausgewiesen.

Der Bruttospielertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,05 Prozent an, während sich die spielabhängigen Steuern um 12,42 Prozent erhöhten. Zurückzuführen ist der prozentuell stärkere Anstieg der spielabhängigen Steuern gegenüber dem Bruttospielertrag auf die mit 1. Juli 2025 in Kraft getretene Erhöhung der Glücksspielabgabe und der neuen Glücksspielsteuer auf den Verwaltungskostenbeitrag für klassische Lotterieprodukte sowie die Erhöhung der Konzessionsabgabe für Online Gaming. Außerdem kam es mit 1. April 2025 zu einer Erhöhung der Wettgebühr für Sportwetten.

Die Wetteinsätze von Lotto „6 aus 45“, Toto, Torwette, Joker, EuroMillionen und EuroDreams sind mit einer Konzessionsabgabe für die ersten 400 Mio. Euro in Höhe von 18,5 Prozent und für alle weiteren Beträge in Höhe von 27,5 Prozent besteuert. Die Höhe der Konzessionsabgabe beträgt bei der Klassenlotterie 2 Prozent der Wetteinsätze, bei Brieflos, Rubbellos und Lucky Day 17,5 Prozent, bei Zahlenlotto 1–90, TopTipp, Bingo und Keno 27,5 Prozent. Für die elektronischen Lotterien auf win2day wird seit 1. Juli 2025 eine Konzessionsabgabe in Höhe von 45 Prozent (davor 40 Prozent) der Bruttospielerträge, das ist die Differenz zwischen Wetteinsatz und Gewinnausschüttung, abgeführt. Die Höhe der Glücksspielabgabe beträgt bei allen Spielen der Österreichischen Lotterien mit Ausnahme der elektronischen Lotterien seit 1. Juli 2025 17,5 Prozent (davor 16,0 Prozent) der Wetteinsätze. Ebenfalls seit 1. Juli 2025 kommt die neu eingeführte Glücksspielabgabe auf den Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 7,5 Prozent auf alle Wetteinsätze zum Tragen. Bei den elektronischen Lotterien bei WINWIN (VLTs) unterliegt der Bruttospielertrag einer Glücksspielabgabe in Höhe von 10 Prozent als Bundesabgabe zuzüglich der Landeszuschläge auf diese Abgabe in Höhe von bis zu 150 Prozent. Weiters wird seit dem 1. Jänner 2011 aus den Bruttospielerträgen der elektronischen Lotterien bei WINWIN eine Umsatzsteuer gemäß UStG abgeführt.

1.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.3.1 Governance

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung, im unternehmerischen Kontext auch Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Sustainability genannt, spielen eine zentrale Rolle im Selbstverständnis der Österreichischen Lotterien. Dies bedeutet, über gesetzliche Verpflichtungen und Regelungen hinaus Verantwortung zu übernehmen und in einem fundierten Managementsystem zu verankern. Im Zentrum steht dabei das, für ein Glücksspielunternehmen essenzielle, Thema Responsible Gaming, welches die Verantwortung der Österreichischen Lotterien im Kerngeschäft widerspiegelt.

2025 wurden in der Unternehmensgruppe Strukturen geschaffen, die den Anforderungen der Nachhaltigkeits-Berichterstattung gerecht werden und die für die Österreichischen Lotterien ab 2028 verpflichtende Berichterstattung nach European Sustainability Reporting Standards (ESRS) ermöglichen. ESRS-Anforderungen wurden dazu in alle strategischen Entscheidungsprozesse integriert und die effektive Berichterstattung über ESRS- Kennzahlen und -Daten gemäß den Anforderungen der Berichtsstandards sichergestellt. 2025 wurde eine entsprechende Sustainability Richtlinie sowie ein Sustainability Board, das mit allen diesbezüglich relevanten Führungskräften besetzt ist, implementiert.

Betreffend die Europäische Entwaldungsverordnung (EUDR) wurden zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen entsprechende interne Prozesse erstellt und Verantwortlichkeiten im Umgang mit EUDR-relevanten Lieferanten festgelegt.

1.3.2 Soziale Verantwortung / Responsible Gaming

Glücksspiel und Verantwortung sind bei den Österreichischen Lotterien untrennbar miteinander verbunden und damit fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Dabei spielt es keine Rolle, für welches Angebot man sich entscheidet, da sämtliche Schutzmaßnahmen auf die jeweiligen Spielformen und Spielorte abgestimmt und angepasst sind.

„Playsponsible – Verantwortung gemeinsam leben“ ist seit 2024 die strategische Ausrichtung und die damit zusammenhängende inhaltliche Weiterentwicklung des Verständnisses von Verantwortung in den Österreichischen Lotterien. Hier werden sowohl Maßnahmen zur Stärkung der Eigenverantwortung und Förderung der bewussten Spielteilnahme getroffen als auch Systeme zur Früherkennung von problematischem Spielverhalten eingesetzt und weiterentwickelt. Damit schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für eine bewusste und nachhaltige Spielteilnahme.

Entsprechend den Handlungsfeldern des Responsible-Gaming-5-Punkte-Programms lassen sich die nachfolgenden Maßnahmen auszugsweise der jeweiligen Handlungsfeldern zuordnen.

• Schutz der Spielteilnehmer:innen - Health Check, Vorbereitung der Einführung von Mentor bei WINWIN, Verlustlimitierung • Regelmäßige und nachhaltige Schulungen - Evaluierung der Schulungen durch die Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU), verpflichtende Schulungsoffensive für alle Mitarbeiter:innen in den Annahmestellen • Verantwortungsvolle Werbung und Kommunikation – Schulungen der Werbeteams verstärkt • Weiterentwicklung durch Forschungsförderung und Kooperation mit Expert:innen – Erweiterung des Netzwerks, Kooperation mit dem Anton-Proksch- Institut (API) intensiviert und ausgebaut • Qualitätssicherung und Überwachung der Wirksamkeit - Überwachungsaudit Compliance Management Systems / Corporate Social Responsibility und Prüfung nach dem European Casino Association RG Certification Framework bei WINWIN

1.3.3 Mitarbeiter:innen und Sozialbereich

Employer Branding

Im Employer Branding lag der Fokus 2025 erneut auf der konsequenten Weiterentwicklung unserer Arbeitgebermarke und der gezielten Ansprache relevanter Zielgruppen. Besonders hervorzuheben sind die Schwerpunkt-Kampagnen für die offenen Positionen in unserem Online Casino Studio. Auf letzterem lag 2025 besonderes Augenmerk: Durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen gelang es uns, eine hohe Bewerber:innen-Resonanz zu erzielen und alle offenen Positionen im geplanten Zeitrahmen zu besetzen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Recruiting, Employer Branding und den Fachbereichen war dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der sich gleich mehrfach belohnt gemacht hat: Wir dürfen uns nicht nur über neue Kolleg:innen freuen, sondern auch über den dritten Platz beim Employer Branding Awards 2025 für unser Kommunikationskonzept rund um das Online Casino Studio. Außerdem wurden wieder diverse Content-Produktionen durchgeführt, um die facettenreichen Jobs der Unternehmensgruppe sowie unsere Arbeitskultur vor den Vorhang zu holen.

1.3.4 Umwelt

Corporate Carbon Footprint Projekt (CCFP)

Für die Unternehmensgruppe wird jährlich der Corporate Carbon Footprint berechnet, um sinnvolle und realistische Reduktionsziele sowie korrespondierende Maßnahmen setzen zu können. Unser Treibhausgas-Fußabdruck für 2024 wurde im Jahr 2025 unter Berücksichtigung aller österreichischen Standorte der Unternehmensgruppe berechnet. Die Berechnung hat gezeigt, dass im Bereich der Scope 3 Emissionen alle Maßnahmen rund um die Beschaffung (Kategorie 3.1. und 3.2) den größten Hebel bieten, um die Gesamtemissionen der Unternehmensgruppe zu reduzieren. Deutlich abgeschlagen dahinter folgen der Pendelverkehr (3.7) sowie energiebezogene Emissionen (3.3.). 2025 werden im Scope 3.15 erstmalig Emissionen für die nicht-vollkonsolidierten Beteiligungen der Casinos Austria International (CAI) ausgewiesen. Betrachtet man die Gesamtemissionen für Scope 1 und 2 in Bezug auf die Anzahl der Mitarbeiter:innen bzw. die Nettoerlöse (Stand 2024), ergeben sich in Relation zu 3.770 Mitarbeiter:innen Emissionen von 1,28 t CO2eq/MA. Berechnet auf die Nettoerlöse (ca. 963,09 Mio. EUR) sind es 71 t COzeq/Mio. EUR.

Overview CCF 2024, Scope 1-3

CCF 2024 - Casinos Austria AG, Osterreichische

Lotterien GmbH, WINWIN and CAI

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Emissions 2024
Scope in t CO2ein %5% cope 3.6
Scope 12.100 3%cope 3.11
Scope 22.713 4%0,4%
3.12
Scope 393% 63.569
Total100% 68.382

Für die Osterreichischen Lotterien (inkl. WinWin) setzt sich das Ergebnis 2024 wie folgt zusammen (market-based)

• Scope 1: 335 t CO2eq • Scope 2: 75 t CO2eq • Scope 3 23.982 t CO2 eq

1.4 Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

1.5.1 Kennzahlen zur Ertragslage und zum Geschäftsergebnis

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
20252024Veränderung
in TEURin TEURin %
Bruttospielertrag gesamt1.121.4031.047.5537,0%
davon:
BSE* Lotterien803.976757.2256,2%
BSE* w2d266.634240.28711,0%
BSE* VLT50.79450.0411,5%

* BSE=Bruttospielertrag

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
20252024Veränderung
in TEURin TEURin %
EBITDA172.455197.793-12,8%
EBITDA/BSE*15,38%18,88%-18,6%
EBITDA/NSE**35,49%41,01%-13,5%
Einmaleffekte6.501-17.554-137,0%
Adj. EBITDA178.956180.239-0,7%
Adj. EBITDA/BSE*15,96%17,21%-7,3%
Adj. EBITDA/NSE**36,82%37,37%-1,5%

* BSE=Bruttospielertrag

** NSE=Nettospielertrag

1.5.2 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

1.5.2.1 Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung (Net Debt) ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals (das ist die Summe der Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen, für Jubiläumsgelder und dem Fonds der nicht behobenen Gewinne) und der flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und frei verfügbare Wertpapiere des Umlaufvermögens).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
31.12.202531.12.2024Veränderung
in TEURin TEURin %
Nettoverschuldung-152.954-152.8540,1%

Der negative Wert dieser Kennzahl bedeutet, dass die liquiden Mittel größer als die Finanzverbindlichkeiten sind. Diese ist im Jahresvergleich unverändert.

1.5.2.2 Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
31.12.202531.12.2024
Eigenkapitalquote46,0%52,7%

Der Rückgang um 6,7 Prozentpunkte ist im Wesentlichen auf den geringeren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Im Ergebnis des Vorjahres war der Ertrag aus dem Verkauf des selbst erstellten Software Source Codes in Höhe von EUR 19.450.000,00 enthalten, was zu einem höheren Bilanzergebnis geführt hat. Darüber hinaus führen höhere Personalaufwendungen im Geschäftsjahr zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote.

1.5.3 Cashflow Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
20252024
TEURTEUR
Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit159.15869.507
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit7.44311.212
Nettogeldfluss der Finanzierungstätigkeit158.870114.818
Nettogeldfluss gesamt7.155-195.537

Der Anstieg des Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit ist im Wesentlichen auf den negativen Nettogeldfluss im Vorjahr aufgrund des Euromillionen-Gewinns in Höhe von 240 Mio. Euro zurückzuführen. Im Vorjahr gab es deutlich höhere Investitionen in Sachanlagen (bspw. Eröffnung des Live Casinos sowie der Umbau der Büroräumlichkeiten), was den geringeren Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit erklärt. Der Nettogeldfluss der Finanzierungstätigkeit erhöht sich auf -158,9 Mio. Euro, was auf eine höhere Ausschüttung des Bilanzgewinns (aufgrund höheren Jahresergebnisses 2024) im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist.

2. BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2026 wird von einer weiter moderat positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Osterreich ausgegangen. Sinkende Inflationsraten, stabile Arbeitsmarktbedingungen und eine leichte Zunahme der Konsumnachfrage könnten zu einer weiteren Festigung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds beitragen.

Unter diesen Rahmenbedingungen wird erwartet, dass sich der Trend stabiler Bruttospielerträge im österreichischen Glücksspielmarkt fortsetzt. Nach aktueller Einschätzung dürften insbesondere die etablierten Lotterieprodukte sowie die digitalen Angebote auf win2day auch 2026 wesentliche Ergebnisbeiträge liefern.

Die Lotterienkonzession, die dem Unternehmen noch bis zum 30. September 2027 erteilt ist, bildet die zentrale rechtliche Grundlage des gesamten Geschäftsbetriebs der Osterreichischen Lotterien. Sie ermöglicht die Durchführung sämtlicher Ausspielungen gemäß GSpG und ist damit wesentlich für Umsatz, Marktposition, die Erfüllung ordnungspolitischer Ziele sowie für die österreichweite Wertschöpfung.

Mit vier Jahrzehnten Erfahrung im sicheren Betrieb staatlich konzessionierter Lotterien verfügt das Unternehmen über eine hochentwickelte Infrastruktur sowie etablierte Compliance-, Qualitäts- und Spielerschutzprozesse. Diese Faktoren werden im Konzessionsverfahren ausdrücklich bewertet und gelten als zentrale Stärken.

Aus Sicht des Managements ist eine Wiedervergabe der Konzession – die Ausschreibung wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet – wahrscheinlich. Diese Einschätzung stützt sich auf:

• eine langjährige, lückenlose Compliance-Historie ohne behördliche Beanstandungen, • eine starke Marktstellung mit einer Teilnahmequote von 88% der erwachsenen Bevölkerung, • die nachweisliche Erfüllung ordnungspolitischer Ziele, insbesondere im Bereich Kanalisierung und Spielerschutz, • robuste, über Jahrzehnte aufgebaute Systeme in IT, Vertrieb, Organisation und Spielerschutz, • eine tief verankerte lokale Präsenz sowie hohe Wertschöpfung in Osterreich.

Trotz der positiven Verlängerungsaussichten besteht ein inhärentes regulatorisches Risiko, dass die Konzession nicht verlängert wird. Ein solcher Konzessionsverlust könnte insbesondere folgende Auswirkungen haben:

• Wegfall der Cashflows nach Ablauf der Konzession • Reduktion der operativen Präsenz und Wertschöpfung • Potenzielle Auswirkungen auf Beschäftigung, ausgelagerte Leistungen und Steueraufkommen • Erhöhter Wettbewerbsdruck bei Eintritt neuer Anbieter

Zusammenfassend wird das Risiko einer Nichtverlängerung der Konzession somit als vorhanden, aber begrenzt eingeschätzt. Das Thema bleibt jedoch ein wesentliches regulatorisches Risiko und wird laufend überwacht.

Risikomanagementsystem

Das unternehmensweite Risikomanagement teilt sich in ein operatives und strategisches Risikomanagement, der strategische Teil orientiert sich an der ÖNORM D 4900 und ISO 31000, der operative Teil an die ISO 27005 (Informationssicherheitsmanagement).

Das strategische Risikomanagement identifiziert mittel- und langfristige Risiken und Chancen (R/C), welche die Ausrichtung, Weiterentwicklung und Marktpositionierung beeinflussen, z.B. Marktveränderungen und technologischen Wandel. Auf strategischer Ebene erfolgt die Risikobeurteilung (Identifikation, Analyse und Bewertung) als auch die Risikobehandlung ab einer Auswirkung von EUR 100.000. Die strategischen Risiken und Chancen werden für den jeweiligen Beobachtungszeitraum hinsichtlich ihrer Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern bewertet und in drei Szenarien quantifiziert: „Worst Case“, „Most Likely Case“ und „Best Case“.

Das operative Risikomanagement identifiziert relevante Risiken, die aus operativen Unternehmensaktivitäten der C&L-Gruppe entstehen und durch Maßnahmen bzw. interne Kontrollen effizient kontrolliert und gesteuert werden. Es konzentriert sich auf kurzfristige Risiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf Geschäftsprozesse, z.B. Sicherheitslücken. Die operative Risikobewertung erfolgt qualitativ über eine „Heatmap“ mit den Achsen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadenshöhe“. Ein Frühwarnsystem (red flag) wurde für die operativen Risiken eingerichtet. Sämtliche risikosteuernden Maßnahmen werden in einer internen Risikomanagement-Software dokumentiert, überwacht und regelmäßig überarbeitet.

Im Zuge der Risikotragfähigkeit wird überprüft, ob finanzielle und operative Risiken in mittel- bis langfristigen Szenarien zu Kapital- und/oder Liquiditätsengpässen führen. Zudem wird kontrolliert, ob die Geschäftsziele des Unternehmens erreicht werden können. Risikomindernde Maßnahmen werden rechtzeitig ergriffen, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Wesentliche Risiken und Chancen im Geschäftsjahr 2025

Wettbewerb Online Gaming als Risiko und Chance: Es besteht die Gefahr, dass nicht konzessionierte Betreiber am österreichischen Onlinemarkt anbieten und der Marktanteil von win2day sinkt. Im Best Case konzentrieren die Mitbewerber ihre Anstrengungen auf andere regulierte Märkte und der Marktanteil von win2day steigt. Eine optimale Onlinewerbestrategie („Share of Voice“) sowie Kundenbindung sind wirksame Maßnahmen zur Steuerung dieses Risikos bzw. Chance.

Wirtschaftslage und Nachfrageveränderungen als Risiko und Chance: Die Veränderung der Wirtschaftslage wird zwar regelmäßig verfolgt, dennoch ist nicht auszuschließen, dass sich aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse die Wirtschaftslage schneller und tiefgreifender als erwartet verschlechtert oder verbessert, was eine Nachfrageveränderung zur Folge haben kann.

Änderung der Parameter bei Personalrückstellungen als Risiko und Chance: Eine Änderung finanzmathematischer Parameter – z.B. steigende bzw. sinkende Zinssätze von +/- 1 Prozentpunkten – würde laut internen Berechnungen zu signifikanten Ergebnisveränderungen führen. Die finanzwirtschaftlichen Parameter werden überwacht, bei signifikanten Veränderungen werden die Rückstellungen dahingehend angepasst.

Verstoß gegen DSGVO als Risiko: Grobe Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können zu einer Geldbuße von bis zu 4% des Jahreskonzernumsatzes führen. Risikomindernde Maßnahmen sind Anpassungen von betrieblichen Richtlinien und Verträgen, die zentrale Steuerung des Themas Datenschutz durch geschultes Personal sowie eine Mitarbeitersensibilisierung durch regelmäßige Schulungen.

Verstoß gegen Geldwäschebestimmungen als Risiko: Grobe Verstöße gegen die Geldwäschebestimmungen (GSpG) können zu einer Geldbuße von bis zu 10% des Jahreskonzernumsatzes führen. Als risikomindernde Maßnahmen sind laufende Schulungen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter:innen sowie die Aktualisierung der betrieblichen Geldwäsche-Richtlinien an erhöhte rechtliche Anforderungen vorgesehen.

Auswirkungen des Klimawandels: Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sind Teil der langfristigen Strategie der Österreichischen Lotterien. Klimarisiken können im Falle des Eintritts zu Reputationsschäden und Strafzahlungen führen (ESG-Berichterstattung nach CSRD). Maßnahmen zur Reduktion unserer THG-Emissionen sind bereits teilweise umgesetzt oder in Planung (z.B. Einkauf von Grünstrom, Umstellung auf E-Fuhrpark). Des Weiteren erfolgt eine Diversifizierung der wesentlichen Lieferanten im Zuge einer Risikobetrachtung hinsichtlich Nachhaltigkeitsvorgaben.

3. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschung und Entwicklung fußt bei den Österreichischen Lotterien auf Marktforschung und der daraus folgenden Weiterentwicklung des Spielangebotes. Die Spiele werden in einer anderen Konzerngesellschaft oder durch Dritte entwickelt.

4. BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes

Kontrollsystem

Das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem umfasst sämtliche Prozesse, Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung gemäß § 243a Abs. 2 UGB.

Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung. Primäre Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie bei der Einbeziehung externer Spezialist:innen. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind auch im Rechnungslegungsprozess wichtige Kontrollprinzipien. Eine Beurteilung erfolgt durch die jeweils verantwortlichen Führungskräfte auf Basis von Stichproben. Die Einhaltung und die Wirksamkeit der Kontrollen werden periodisch überprüft und an den Vorstand berichtet. Die unabhängige Überprüfung der Einhaltung von internen und gesetzlichen Vorschriften wird durch Internal Audit im Rahmen der Revisionsprüfungen durchgeführt.

Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hält überwiegend originäre Finanzinstrumente, wozu insbesondere Finanzanlagen wie Wertpapiere, Forderungen an Vertriebsstellen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zählen. Zur Begrenzung von Schwankungen im Bereich der Energiepreise werden Termingeschäfte eingesetzt. Es werden keine Derivate zu Spekulationszwecken gehalten.

Das mit den Finanzinstrumenten dieser Art verbundene Ausfallrisiko ist gering, da einerseits besonderes Augenmerk auf das aktive Management der Finanzanlagen unter Berücksichtigung externer Faktoren gelegt wird, andererseits wird nahezu ausschließlich mit Vertriebspartnern mit einwandfreier Bonität zusammengearbeitet.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden mit den externen Vermögensverwalter Veranlagungsrichtlinien vertraglich vereinbart, die ein risikoabhängiges Mindestertragsziel per anno, in Abhängigkeit vom 3-Monats Euribor, verbunden mit einem Stopp Loss-Limit zur Sicherstellung der Kapitalerhaltung vorsehen. Das Ertragsziel, ausgedrückt als Total Return (= Market to market zuzüglich periodenanteiliger Zinsen und Ausschüttungen), wird mit einem Minimum Ertrag als Aufschlag in Basispunkten auf den täglich berechneten 3- Monats Euribor festgelegt. Das Verlustrisiko wird je nach Anlageklasse mit dem 1-Tages Value-at-Risk 99% beschränkt. Im Hinblick auf Zinsänderungsrisiken ist dabei festzuhalten, dass im Rahmen dieser Veranlagungen in der Zusammenarbeit mit professionellen Partnern die oben erwähnten Risikobudgets vorgegeben sind, die dafür Sorge tragen, dass negative Auswirkungen von Zinsänderungen nur begrenzt zum Tragen kommen. De facto wird dieses Ziel sowohl durch den Einsatz von derivativen Instrumenten (nur zur Absicherung), als auch durch ereignisinduzierte Portfolioumschichtungen erreicht. Währungsrisiken sind praktisch ausgeschlossen, da allfällige Positionen in einer fremden Währung immer gegen Euro, zumindest mit 95%, abgesichert werden.

Im Bereich der Forderungen des Umlaufvermögens werden ausschließlich Forderungen in Euro ausgewiesen, somit ergibt sich kein Fremdwährungsrisiko.

Die Forderungen an Vertriebsstellen sind alle jeweils innerhalb weniger Tage fällig. Ein entsprechend effizientes und permanent die Zahlungseingänge überwachendes Mahnsystem ist seit vielen Jahren im Einsatz.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen Verrechnungen. Auf Grund der vereinbarten Zahlungsziele mit den verbundenen Unternehmen ist das Liquiditäts- beziehungsweise Refinanzierungsrisiko grundsätzlich als gering einschätzbar. Kurzfristige Veranlagungen bei Kreditinstituten werden ausschließlich in Euro durchgeführt, wobei die Fristigkeiten bei Termineinlagen/Festgeldern bis maximal sechs Monate reichen und sich bei der Verzinsung am jeweils passenden Euribor orientieren. Als Bankpartner kommen ausschließlich Institute mit entsprechender Bonität und Rating in Frage.

Wien, am 20. Februar 2026

Der Vorstand:

Erwin Van

Erwin V • Signed

Vorstandsdirektor Erwin van Lambaart Vorsitzender des Vorstandes

Martin Skopek Martin Skopek

Vorstandsdirektor

Martin Škopek

Mitglied des Vorstandes

Andreas Bierwirth

Andreas Bierwirth • Signe

Vorstandsdirektor

Dr. Andreas Bierwirth ab 01.10.2025

Mitglied des Vorstandes

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