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Lagebericht 2025

A1 Towers Holding GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2025

Wirtschaftliche Lage

Im Jahr 2025 blieb das globale wirtschaftliche Umfeld geprägt von geopolitischen Unsicherheiten, struktureller Inflation und restriktiveren Finanzierungsbedingungen. Laut der Herbstprognose 2025 der Europäischen Kommission wird das reale BIP-Wachstum in der Eurozone voraussichtlich moderat steigen, was die anhaltende Widerstandsfähigkeit trotz externer Gegenwinde widerspiegelt.1 Die Inflationsraten im Euroraum bewegten sich im Jahresverlauf nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank und lagen im November 2025 bei 2,1 %, womit die Teuerung leicht über dem Niveau der Vorjahre blieb. In Österreich war das Inflationsniveau deutlich höher, da die Inflationsrate im Herbst 2025 drei Monate in Folge bei 4,0 % lag und damit auf einem überdurchschnittlichen Preisniveau blieb.2

Entwicklung der Zinssätze

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine datengestützte Geldpolitik beibehalten. Die neuesten makroökonomischen Projektionen gehen von moderater Inflation aus und implizieren, dass die Zinssätze voraussichtlich auf einem Niveau bleiben, das die Bedienung und Refinanzierung von Schulden unterstützt, auch wenn die Finanzierungsbedingungen relativ restriktiv bleiben.3 Die vorsichtige Haltung spiegelt breitere makrofinanzielle Risiken in einem herausfordernden externen Umfeld wider. 4 Die Europäische Zentralbank ⁴ reduzierte 2025 die Leitzinsen und senkte den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte von 3,15 % im Jänner schrittweise auf 2,15 % im Dezember 2025.5 5

Wirtschaftsausblick

Der im Oktober 2025 veröffentlichte Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2026 mit einem moderaten globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Damit bleibt das weltweite Wachstum nahezu stabil im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine allmähliche Normalisierung nach den Zinserhöhungszyklen der großen Zentralbanken und eine Erholung des Welthandels zurückzuführen ist. In den USA wird nach einem kräftigen Wachstum von 2,8 % im Jahr 2024 ein Rückgang auf 2,0 % im Jahr 2025 und ein leichter Anstieg auf 2,1 % im Jahr 2026 erwartet. Diese Entwicklung spiegelt eine gewisse Abschwächung der zuvor sehr dynamischen, konsum- und investitionsgetriebenen Expansion wider, die unter anderem auf höhere Finanzierungskosten und eine straffere Fiskalpolitik zurückzuführen ist. 6 6

Im Euroraum wird das Wirtschaftswachstum laut IMF-Prognose 2025 bei 1,2 % liegen und 2026 auf 1,1 % betragen. Diese Entwicklung wird insbesondere durch sinkende Energiepreise, eine allmähliche Erholung des

1 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/economic-forecasts/autumn-2025-economic-forecast-shows-continued-growth-despite-

challenging-environment_en.

2 https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-17122025-ap

3 https://www.ecb.europa.eu/press/projections/html/ecb.projections202509ecbstaff~c0da697d54.en.html

4 https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2025/html/ecb.pr251126~4c11ba04d3.en.html.

5 https://data.ecb.europa.eu/main-figures/ecb-interest-rates-and-exchange-rates/key-ecb-interest-rates

6 https://www.imf.org/-/media/files/publications/weo/2025/october/english/text.pdf

privaten Konsums und eine steigende Auslandsnachfrage gestützt. Die geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank dürfte das Investitionsklima zusätzlich verbessern. 4 ⁴

Für Österreich prognostiziert der IMF ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 % im Jahr 2025 und 0,8 % im Jahr 2026 (jeweils Veränderung zum Vorjahr in %). Nach der leichten Rezession im Jahr 2024 deutet dies auf eine moderate wirtschaftliche Erholung hin, die vor allem von einer allmählich anziehenden Binnennachfrage und einer verbesserten Exporttätigkeit getragen wird. 7 7

Branchentrends und Wettbewerb

Wachsendes mobiles Datenvolumen

Die zunehmende Nutzung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets und die wachsende Verbreitung internetbasierter Anwendungen werden voraussichtlich zu einem erheblichen Anstieg der Datennutzung führen und die Nachfrage nach mobiler Bandbreite fördern. Wachsende mobile Datenmengen erfordern eine Verdichtung der mobilen Breitbandnetze. Daher müssen die Mobilfunkbetreiber ihre Netze aufrüsten und verdichten, um der wachsenden Datennutzung gerecht zu werden. Die A1 Towers Holding GmbH ist der Ansicht, dass sie gut positioniert ist, um die Notwendigkeit der Netzverdichtung zu nutzen.

Beschleunigung der 5G-Einführung

Einer der Hauptgründe für die Beschleunigung des 5G-Rollouts ist die den Mobilfunknetzbetreibern auferlegte Versorgungspflicht und ihr Bestreben, durch die Einführung bzw. Beschleunigung des 5G-Rollouts eine angemessene Netzabdeckung und -kapazität sicherzustellen. Die technologischen Entwicklungen im Bereich der Mobilfunknetze haben die mobile Nutzung und den Datenverbrauch vorangetrieben. Es wird erwartet, dass der beschleunigte Rollout von 5G dieses Wachstum beschleunigen wird, und das zusätzlich völlig neue Anwendungsfälle für mobile Dienste geschaffen werden.

Veränderung der Nutzerprofile

Veränderung der Nutzerprofile, die sich in höheren Erwartungen an die Qualität des Mobilfunknetzes insgesamt niederschlägt. Während der Lockdowns infolge der COVID-19-Pandemie waren die Mobilfunknetze von grundlegender Bedeutung für die Fähigkeit der Menschen, von zu Hause zu arbeiten, wobei der Sprach- und Datenverkehr in der ersten Hälfte des Jahres 2020 um 50% anstieg (Quelle: GSMA 2020). Infolge der höheren Datennutzung während der COVID-19-Pandemie haben die Regierungen neue Finanzmittel vorgeschlagen, um die Nachfrage zu decken. In Europa hat die Europäische Kommission die Schaffung eines 750 Mrd. EUR schweren NextGeneration EU-Finanzierungsinstruments vorgeschlagen, um in den digitalen Wandel in der EU zu investieren.

Regulatorische Anforderungen

Der europäische Gesetzgeber ist bestrebt, den rechtlichen Rahmen zu schaffen, um die europäischen Märkte mit dem erforderlichen regulatorischen Hintergrund zu unterstützen. In diesem Zusammenhang hat der

europäische Gesetzgeber den europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation und den 5G- Aktionsplan veröffentlicht. Die österreichische 5G-Strategie zielt darauf ab, den Rollout des 5G- Mobilfunkstandards mit optimierten Rahmenbedingungen zu erreichen und die damit verbundenen Chancen für BürgerInnen, Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft zu nutzen.

Investitionen in Glasfaser

Für die Implementierung von 5G-Millimeterwellen-Technologien verwenden Mobilfunkbetreiber entweder drahtlose oder Glasfaserverbindungen als Backhaul-Verbindungen. Millimeterwellen übertragen über kurze Entfernungen (in der Regel etwa 80 Meter). Dieses Spektrum bietet eine viel höhere Bandbreite bei viel geringeren Latenzzeiten. Daher müssen die Mobilfunkbetreiber ihren Schwerpunkt von großen Zelltürmen auf Kleinzellenstandorte verlagern, was die Nutzung höherer Frequenzen ermöglicht und gleichzeitig die Endnutzererfahrung auf drahtlosen Geräten verbessert. Dies wird zu einem erhöhten Bedarf von Mobilfunkstandorten führen, der für Tower Unternehmen die Gelegenheit bietet, ihre bestehenden Standorte mehreren Mobilfunkunternehmen anzubieten und zusätzlich neue Standorte für ihre Kunden zu errichten.

Wettbewerb

Die wichtigsten Wettbewerber der A1 Towers Holding GmbH sind die lokalen Tochtergesellschaften der Deutschen Funkturm (Towers Infra Austria)) und die Optimus Tower Austria (vormals On Tower Austria).

Der österreichische Mobilfunkmarkt ist durch drei große Mobilfunknetzbetreiber gekennzeichnet, ergänzt durch eine Reihe kleinerer virtueller Mobilfunknetzbetreiber, die keine eigene Netzinfrastruktur besitzen, aber zur Steigerung des Verkehrsaufkommens und des Kapazitätsbedarfs ihrer Netzbetreiber beitragen. Insgesamt bedienen alle Österreichischen Mobilfunkbetreiber gemeinsam ca. 25,59 Mio. Anschlüsse (= SIM Karten im Inland)8.

A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft, der Anchor Tenant der A1 Towers Holding GmbH, ist der etablierte Anbieter auf dem Markt und konkurriert in allen Marktsegmenten mit mehreren Marken. Für den österreichischen Mobilfunkmarkt wird kurz- bis mittelfristig ein starkes mobiles Datenwachstum und eine erhöhte Nachfrage nach Mobilfunkdiensten erwartet. Die 5G Abdeckung der Bevölkerung liegt Ende 2025 bei 85% wobei die Städte mittlerweile zu 99% mit 5G versorgt sind (Veröffentlichung Netztest und Betreiber Aussendung), und es werden weitere Investitionen in diese führende Technologie und Netzaufrüstungen erwartet, was eine klare Chance für die A1 Towers Holding GmbH darstellt.

Regulierung

Der europäische Gesetzgeber arbeitet daran, einen Rechtsrahmen für die europäischen Märkte zu schaffen, zu dem der europäische Kodex für elektronische Kommunikation und der 5G-Aktionsplan gehören. Diese Initiativen haben zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken, indem sie die Einführung und Übernahme von 5G-Netzen unterstützen.

Österreich hat seine Breitbandstrategie 2030 verabschiedet, die eine flächendeckende Versorgung mit symmetrischen Gigabit-Anschlüssen bis 2030 zum Ziel hat. Aus dieser Breitbandstrategie in Verbindung mit den Auflagen aus der Multibandauktion 2020 der RTR ergibt sich für A1 Towers Holding GmbH das Potential, mit allen MNOs an der Pflicht-Versorgung der 1.702 schlechtest versorgten Katastralgemeinden zu arbeiten.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Umsatz im Jahr 2025 belief sich auf 173,18 Mio. EUR (Vorjahr: 168,16 Mio. EUR). Die überwiegende Mehrheit der Umsatzerlöse stammt aus langfristigen Leasingverträgen mit der A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft (ab Gültigkeit des Master Lease Agreements mit 01.07.2023) und anderen Mobilfunkbetreibern (Mobile Network Operators, MNOs) an Makrostandorten.

Der Materialaufwand betrug 0,50 Mio. EUR (Vorjahr 0,82 Mio. EUR) der Großteil davon ist auf die Wartung und Instandhaltung der Standorte zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 56,87 Mio. EUR (Vorjahr 59,35 Mio. EUR) enthalten Mietaufwendungen für Standorte in Höhe von 41,46 Mio. EUR (Vorjahr 44,85 Mio EUR). Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 8,72 Mio. EUR (Vorjahr: 7,63 Mio. EUR). Im Berichtsjahr 2025 beliefen sich die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen und auf Sachanlagen auf 118,78 Mio. EUR (Vorjahr: 114,35 Mio. EUR). Der sonstige betriebliche Aufwand betrug 2025 25,10 Mio. EUR (Vorjahr: 18,82 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis belief sich im Berichtsjahr auf -35,51 Mio. EUR (Vorjahr: -32,57 Mio. EUR).

Als Finanzergebnis ergab sich 2025 ein Betrag von -11,29 Mio. EUR (Vorjahr: -30,7 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund von Zinsaufwendungen. Das Ergebnis nach Steuern der A1 Towers Holding GmbH betrug im Berichtsjahr - 47,72 Mio. EUR (Vorjahr: -61,27 Mio. EUR).

Am Ende des Geschäftsjahres 2025 belief sich das Sachanlagevermögen auf 853,17 Mio. EUR (Vorjahr: 871,6 Mio. EUR).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden wird auf die für die A1 Towers Holding GmbH wichtigsten finanz- bzw. erfolgswirtschaftlichen Kennzahlen eingegangen. Veränderungen zum Vorjahr traten auf Basis der zuvor erwähnten Gründe auf.

ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG lag zum 31. Dezember 2025 bei 34,57% (Vorjahr: 35,87%). Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe des Eigenkapitals dividiert durch das Gesamtkapital. Die „fiktive Schuldentilgungsdauer“ zeigt an, wie viele Jahre auf Basis des Ergebnisses der laufenden Geschäftstätigkeit die Rückzahlung der Gesamtschulden theoretisch dauert. Im Jahr 2025 belief sich diese auf 15,0 Jahre (Vorjahr: 20,9 Jahre). Das ordentliche Betriebsergebnis (EBIT) betrug -35,51 Mio. EUR (Vorjahr: -32,57 Mio. EUR) im Berichtsjahr. Die Umsatzrentabilität (Verhältnis aus Betriebsergebnis zu Umsatz) lag im Jahr 2025 bei -20,50% (Vorjahr: -19,37%). Die Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis aus Betriebsergebnis zum Eigenkapital) betrug -5,28% (Vorjahr: -4,52%) im Berichtsjahr. Die Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis aus bereinigtem Betriebsergebnis zum Gesamtkapital) belief sich auf -1,83% im Berichtsjahr (Vorjahr: - 1,62%). Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Zum 31. Dezember 2025 betrug die Nettoverschuldung 976,74 Mio. EUR (Vorjahr: 1.026,60 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 105,29 Mio. EUR im Jahr 2025 (Vorjahr: 96,57 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt 0,39 Mio. EUR (Vorjahr: -11,79 Mio.EUR). Dies ist vor allem auf 5G Upgrades und den laufenden Netzausbau zurückzuführen sowie auf Dividenden aus Beteiligungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -83,39 Mio. EUR im Berichtsjahr (Vorjahr: -83,74 Mio EUR). Dies resultiert zum Teil aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 290 Mio. EUR und der Refinanzierung durch Begebung einer Anleihe in Höhe von 255 Mio EUR.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Tower-Portfolio der A1 Towers Holding GmbH umfasste im Berichtsjahr 6.168 Makro Sites (Vorjahr: 6.134), 50% Greenfield Sites und 50% Rooftop Sites.

Die Tenancy Ratio (Vermietungsquote) lag zum 31.12.2025 bei 1,28 (Vorjahr: 1,28).

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die A1 Towers Holding GmbH strebt eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung aller relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte an. Das Bekenntnis der EuroTeleSites Group zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Anwendung aller Vorgaben des internen Kontrollsystems, des Code of Conduct (Verhaltenskodex) sowie der Compliance-Richtlinien unterstützen diese Zielsetzung ebenso wie ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement. Die Einhaltung der Prinzipien des UN Global Compact sowie die Achtung der Menschenrechte sorgen für die nachhaltige Verfolgung von Strategien und Zielen unter Einbindung aller Unternehmenseinheiten und -hierarchien.

Der Personalstand der A1 Towers Holding GmbH betrug per Ende des Berichtsjahres 2025 82,6 vollzeitäquivalente Mitarbeiter:innen. Der Jahresdurchschnitt belief sich auf 80,1 vollzeitäquivalente Mitarbeiter:innen.

Die A1 Towers Holding GmbH setzt auf mobile und moderne Arbeitswelten. Flexibles Arbeiten spiegelt sich in den unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen (z.B. Gleitzeit, Teilzeit, Mobiles Arbeiten) wider. Als Chance wird hierbei unter anderem eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit infolge einer erhöhten Produktivität der Mitarbeiter:innen gesehen. Zufriedene Mitarbeiter:innen liefern bessere Ergebnisse, gleichzeitig steigert die Mitarbeiter:innenzufriedenheit die Wahrnehmung der A1 Towers Holding GmbH als attraktive arbeitgebende Instanz.

Bis 2030 hat sich die A1 Towers Holding GmbH zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil kontinuierlich zu erhöhen. Neben der Förderung der individuellen Entwicklung der A1 Towers Holding GmbH Mitarbeiter:innen sind verpflichtende Schulungen für jede Mitarbeiter:in festgelegt, die die Bereiche Compliance, Informationssicherheit und Arbeitnehmerschutz abdecken.

Außerdem wird besonderer Wert auf die Themen Arbeitsgesundheit und Arbeitssicherheit sowie auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen gelegt. Zu diesem Zweck werden regelmäßig Sicherheits-Assessments durchgeführt, eine Kultur der offenen Kommunikation über Sicherheit gelebt sowie Notfallpläne laufend überprüft und optimiert.

Risiko- und Chancenmanagement

Grundsätze und Vorgehensweisen

EuroTeleSites und damit auch die A1 Towers Holding GmbH verfolgt einen systematischen Ansatz im Risikomanagement, bei dem Chancen und Risiken kontinuierlich analysiert und Maßnahmen zur Risikominderung umgesetzt werden.

Dabei vertraut EuroTeleSites und damit auch A1 Towers Holding GmbH auf die enge Zusammenarbeit zwischen Gruppenverantwortlichen und den lokalen Risikoverantwortlichen.

Enterprise Risk Management (ERM) beginnt mit strategischen Diskussionen im Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss, in denen der Vorstand wesentliche Risiken, Gegenmaßnahmen und Planungsannahmen für den Geschäftsplanungszeitraum vorstellt. In einem dynamischen Umfeld sind Risiken und Chancen eng miteinander verknüpft. Durch proaktives Monitoring stellt die A1 Towers Holding GmbH die Resilienz sicher und unterstützt die Erreichung strategischer Ziele.

Der Businessplan definiert Erwartungen an Geschäftserfolg, Kosten und Investitionen und bewertet Risiken auf strategischer Ebene. Risiken und Chancen werden anhand von zwei Dimensionen bewertet:

1. Potenzielle Auswirkungen und 2. Der Eintrittswahrscheinlichkeit

Aktualisierungen erfolgen über monatliche Performance-Calls, Management-Meetings und Analysen von Abweichungen oder der Wirksamkeit ergriffener Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem umfasst vier Kategorien:

1. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftsstrategie 2. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft 3. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Finanzlage oder allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen 4. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit ESG, Gesetzen und Vorschriften

Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung

A1 Towers Holding GmbH verfügt über ein internes Kontrollsystem (ICS) für die Finanzberichterstattung, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Das ICS gewährleistet eine zuverlässige und genaue externe Berichterstattung nach internationalen und nationalen Standards. Regelmäßige interne Berichterstattung und Audits identifizieren und beheben Schwächen rasch. Die Wirksamkeit wird regelmäßig überprüft und jährlich vom Vorstand und den zuständigen Abteilungen bewertet. Basierend auf diesen Bewertungen gilt das ICS für die Finanzberichterstattung als wirksam. Durch einen integrierten Risikomanagementansatz berücksichtigt die A1 Towers Holding GmbH alle identifizierten Risiken und setzt Maßnahmen um, um negative Auswirkungen zu minimieren und die Geschäftsstabilität sowie Resilienz zu unterstützen.

Risiken und Chancen

Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken, werden im Folgenden die wichtigsten Risikokategorien und Einzelrisiken erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

1. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit unserer Geschäftsstrategie

Steigerung der Umsätze und der Tenancy Ratio

A1 Towers Holding GmbH hat das Ziel, das Geschäft zu erweitern, indem die Anzahl der Mietverträge auf bestehenden Standorten erhöht, neue Standorte gebaut und zusätzliche Infrastruktur entwickelt werden. Das Funkturmgeschäft selbst entwickelt sich gut und stellt eine robuste Infrastruktur dar, die ein entscheidender Förderer der digitalen Transformation in Österreich ist.

Wie im Anhang unter Punkt 4.1. „Umsatzerlöse“ beschrieben, resultiert die überwiegende Mehrheit der Umsatzerlöse aus Leasingverträgen mit der A1 Telekom Austria Aktiengesellschaft. Die Umsätze sind durch das langfristige Master Lease Agreement abgesichert.

Herausforderungen können auftreten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu wahren, die angestrebten Tenancy Ratios zu realisieren und die Kundenbasis zu vergrößern. Eine Nachfrageminderung durch den Anchor Tenant A1 Österreich oder der Verlust von Mietern aufgrund schwächerer Performance könnten sich negativ auf Umsatz, Rentabilität und Cashflow auswirken. Darüber hinaus erhöht die Abhängigkeit von einer kleinen Anzahl von Kunden für einen erheblichen Teil des Umsatzes das Konzentrationsrisiko, welches A1 Towers Holding GmbH durch genaue Überwachung von Markttrends und proaktive Einbindung der Stakeholder mindert.

Marktentwicklung

Die Nachfrage nach Telekommunikationsdiensten wächst erheblich, und die A1 Towers Holding GmbH beabsichtigt, in den kommenden Jahren aktiv an diesem Wachstum teilzuhaben. Um diese Wachstumsziele zu erreichen, muss die A1 Towers Holding GmbH zusätzliche Vermietungen über die bestehenden Verpflichtungen hinaus sichern. Der Erfolg hängt davon ab, im Wettbewerb mit zahlreichen Telekommunikationsinfrastruktur- Anbietern bestehen zu können. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Tower-Unternehmen zugenommen, was einen intensiven Wettbewerb um Mobilfunknetzbetreiber geschaffen und den Druck auf Hosting-Preise erhöht hat, da die Unternehmen versuchen, ihre Tenancy Ratios zu verbessern.

Ob es A1 Towers Holding GmbH gelingt, sich gegenüber der Konkurrenz Mietverhältnisse zu sichern und die Zahl der Vermietungen an den Standorten zu erhöhen, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen. Dies gilt beispielsweise für einen Rückgang des Wachstums im Mobilfunkgeschäft oder der Nachfrage nach entsprechenden Diensten, das Unvermögen, gegenüber anderen Akteuren in der Telekommunikationsinfrastrukturbranche zu bestehen oder die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien wie Internet über Satellit (einschließlich satellitengestütztes 5G) und die Bereitstellung eines Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, „RAN“), durch die sich Verwendung von und die Nachfrage nach Mobilfunkdiensten über Funktürme sowie der Bedarf an Nutzungsfläche an den Standorten verringern könnte. Weitere Faktoren sind das Unvermögen, Mietverträge neu zu verhandeln oder eine Kundenabwanderung aufgrund von Zusammenschlüssen oder Konsolidierungen in der Mobilfunkbranche, die einen geringeren Mietbedarf seitens der konsolidierten Betreibergesellschaften zur Folge haben könnten.

Im Jahr 2023 ergingen von der österreichischen Regulierungsbehörde RTR mehrere Bescheide zur Genehmigung einer Kooperation zwischen Hutchison Drei Austria GmbH und T-Mobile Austria GmbH zur gemeinsamen Nutzung aktiver Netzkomponenten (Active Sharing und Regional Roaming) die darauf abzielten, die Netzabdeckung und Effizienz zu verbessern sowie Kosten zu senken, insbesondere im Hinblick auf den 4G- Ausbau. In besonderem Fokus ist hier der Bescheid vom 18.12.2023 welcher die Nutzung von H3A Frequenzen auf bis zu 400 Stationen T-Mobile Austria GmbH genehmigt. Gemäß internen Schätzungen gehen wir davon aus, dass diese Kooperation im Anteil des “Fair Share / Marktanteils” von A1 Towers Holding GmbH unser Absatzpotential und die Nachfrage nach zusätzlichen Standorten im ländlichen Raum verringert hat, da in diesen Gebieten vorrangig bestehende Standorte der Kooperationspartner genutzt werden. Eine Konsolidierung der Infrastruktur wurde jedoch untersagt.9

Letztlich könnten ein oder mehrere Mobilfunknetzbetreiber die strategische Entscheidung treffen, wieder mehr Sendemasten oder besonders kleinere Formfaktoren wie Microsites und Indoor-Standorte selbst zu bauen.

Businessplan/Budget

Zusätzlich zu regelmäßigen Management-Meetings und strategischen Diskussionen verfügt die A1 Towers Holding GmbH über einen Mehrjahresplan. Die enge Verzahnung des Mehrjahresplans mit dem Risikomanagement gewährleistet ein angemessenes Risikomanagement.

Grundstücksmieten

Die Grundstücksmieten sind die größte Kostenposition der A1 Towers Holding GmbH. Die gleichzeitige Erneuerung einer großen Anzahl von Verträgen innerhalb eines Jahres könnte erhebliche Vorauszahlungen erfordern und den operativen Cashflow reduzieren.

Es besteht zudem das Risiko, dass einige Mietverträge kürzere Laufzeiten haben als das Master Lease Agreement mit A1 Telekom Österreich. Dies könnte A1 Towers Holding GmbH zwingen, Verlängerungen oder neue Verträge zu höheren Kosten abzuschließen. Obwohl die gesamte Vermieterlandschaft in Österreich nicht sehr konzentriert ist, gibt es einige Vermieter:innen, die mit 3–10% der gesamten Mietverträge eine gewisse Marktmacht haben. Sollten diese Vermieter:innen ihre Verhandlungsmacht ausnutzen oder keine Einigung erzielt werden, könnte A1 Towers Holding GmbH mit höheren Zahlungen oder der Notwendigkeit konfrontiert sein, zahlreiche Standorte kurzfristig zu ersetzen.

Darüber hinaus könnten Streitigkeiten mit Vermieter:innen den Betrieb beeinträchtigen oder den Bau neuer Standorte erforderlich machen, um die Dienstleistungen weiter sicherzustellen. Dies würde zu unvorhergesehenen Kosten und Verzögerungen bei laufenden oder zukünftigen Projekten führen.

Instandhaltungskosten

Die Fähigkeit von A1 Towers Holding GmbH, ein hohes Serviceniveau zu gewährleisten, hängt von der kontinuierlichen Entwicklung, Wartung und Erweiterung der passiven Infrastruktur ab. Dies erfordert Kapitalund langfristige Investitionen sowie eine genaue Bewertung des Anlagenzustands und den Zugang zu ausreichenden Finanzierungsmitteln.

Obwohl die Instandhaltungskosten voraussichtlich relativ stabil bleiben, können sie aufgrund von Faktoren wie Maschinenkosten und Baukosten schwanken.

2. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit

Makroökonomisches- und Inflationsrisiko

Eine Inflation über die Grenzen der in den Master Lease Agreements vertraglich festgelegten Indexierungsmechanismen (bis zu 3% jährlich) oder anderer Verträge könnte die operative Marge und den Cashflow verringern und sich negativ auf die Finanzlage auswirken. Steigende Baukosten für neue Standorte und Upgrades könnten die Rentabilität zusätzlich belasten, während niedrige Inflation das Umsatzwachstum begrenzen könnte. Zur Risikominderung verfolgt die A1 Towers Holding GmbH eine strategische Preisoptimierung, die Kostensteigerungen mit Marktbedingungen und Kundensensibilität ausgleicht, um Wettbewerbsfähigkeit und Margenschutz sicherzustellen.

Naturkatastrophen, höhere Gewalt, physische Angriffe und andere unvorhergesehene Ereignisse oder Schäden

Die Standorte und andere Einrichtungen der A1 Towers Holding GmbH sowie das Network Operation Center („NOC“) und das Shared Service Center, die von Unternehmen der A1 Group im Rahmen von Serviceverträgen betrieben werden, sind Risiken in Verbindung mit Naturkatastrophen wie Stürmen, Wetterextremen (z.B.: längere Hitzewellen verursacht durch den Klimawandel), Erdbeben oder Überschwemmungen (jeweils mit Beschädigung oder Außerbetriebsetzung von Standorten oder anderen Einrichtungen von A1 Towers Holding GmbH, des NOC oder des Shared Service Center), Terrorismus (bei entsprechender Bedrohung, Beschädigung oder Außerbetriebsetzung von Standorten und anderen Einrichtungen von A1 Towers Holding GmbH, des NOC oder des Shared Service Center) und anderen unvorhergesehenen Ereignissen oder Schäden ausgesetzt, darunter Stromausfällen, Telekommunikationsstörungen, Ausfällen der Netzwerksoftware, Vandalismus, Diebstahl oder Kraftstoffmangel. Zwar gibt es eine Versicherung für Vermögenswerte und mit den Partnern werden angemessene Service-Levels vereinbart, jedoch kann nicht garantiert werden, dass der Versicherungsschutz von A1 Towers Holding GmbH alle Reparaturkosten abdeckt oder dass ihre Sanierungspläne ausreichend wirksam sind, da dies von der Art und dem Umfang solcher Ereignisse abhängt.

Computersystemausfall, Cyberrisiken und Datensicherheit

Systemausfälle, Cyberangriffe oder menschliche Fehler könnten den Betrieb erheblich stören und finanzielle Verluste verursachen. Die Migration von IT-Diensten in die Cloud bringt zusätzliche Risiken wie höhere Einrichtungs- und Wartungskosten sowie potenzielle Einschränkungen im Falle eines Ausfalls. Prozessänderungen und personelle Anpassungen haben zudem zu Rückständen geführt, die ungeplante Kosten verursachen können. Die A1 Towers Holding GmbH begegnet diesen Risiken durch regelmäßige IT- Sicherheitsschulungen, häufige Backups kritischer Systeme und strukturierte IT-Planung zur Sicherstellung von Resilienz und effizienter Ressourcennutzung.

3. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit unserer Finanzlage oder den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen

Schuldenrückzahlung

A1 Towers Holding GmbH hat infolge der Abspaltung des Funkturmgeschäfts erhebliche Schulden aufgenommen und könnte Schwierigkeiten haben, diese zu reduzieren. Die Strategie sieht eine weitere Entschuldung und die Beibehaltung des Investment-Grade-Ratings vor. Diese Strategie, die kurzfristig keine Dividendenausschüttungen vorsieht, könnte herausfordernd sein, wenn Investitionen in Zeiten niedriger Einnahmen erfolgen. Solche Maßnahmen könnten den Free Cashflow verringern und zusätzliche finanzielle Belastungen verursachen. Der Prozess der Refinanzierung der im November 2026 fälligen Anleihe wurde bereits eingeleitet und befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gang. Im Rahmen dieses Prozesses finden regelmäßige Abstimmungen mit potenziellen Finanzierungspartnern statt. Die Geschäftsführung bekräftigt auf Basis der bisherigen Fortschritte und er laufenden Abstimmungen, dass eine rechtzeitige und sachgerechte Refinanzierung sichergestellt ist.

Zins-, Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Schwankungen der Zinssätze können die Finanzierungskosten für Akquisitionen, Investitionen oder die Refinanzierung bestehender Schulden erhöhen. Ein Wechsel von einem Niedrigzinsumfeld zu höheren Zinsen, kombiniert mit schwächeren Kapitalmärkten, könnte zu ungünstigeren Refinanzierungsbedingungen, höheren Fremdkapitalkosten und eingeschränkter Liquidität führen. Dies könnte die Fähigkeit der A1 Towers Holding GmbH einschränken, bestehende Verbindlichkeiten zu refinanzieren oder zukünftige Projekte zu finanzieren. Die Gesellschaft hält ihre liquiden Mitteln bei verschiedenen Kreditinstituten mit einwandfreier Bonität.

Ausfallsrisiko

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichag Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 33.634 (2024: TEUR 29.254) und externe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.011 (2024: TEUR 3.328) aus.

Das Ausfallsrisiko der Forderungen gegenüber der A1 Group, wird aufgrund deren starker Finanzlage als unerhebelich eingschätzt. Auch die Forderungen gegenüber Dritten unterliegen einem konsequenten Forderungsmanagement. Das Management schätzt daher auch diese Forderungen als werthaltig ein.

4. Risiken und Chancen im Bereich ESG und im Zusammenhang mit Gesetzen und Vorschriften

ESG-Integration und physische Standortrisiken

A1 Towers Holding GmbH misst ESG-Standards einen hohen Stellenwert bei und hat diese fest in der Geschäftsstrategie verankert. Eine 2024 durchgeführte Analyse identifizierte keine kurzfristigen Risiken. Dennoch können Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltperformance – etwa steigende Kosten für Stahl, Zement, Funkturmkomponenten oder durch CO2-Bepreisung – die Rendite beeinflussen. Die Nichterreichung von ESG-Zielen könnte potenziell zu einem Rückzug von Investoren und damit verbundenen finanziellen Herausforderungen führen.

Darüber hinaus sind Standorte und Anlagen Risiken durch Naturkatastrophen, extreme Wetterereignisse, Vandalismus, Terrorismus oder andere unvorhergesehene Ereignisse ausgesetzt. Obwohl Versicherungen und Wiederherstellungspläne bestehen, können diese nicht immer sämtliche Kosten abdecken. Solche Ereignisse betreffen in der Regel einzelne Standorte, ohne das gesamte Netz zu beeinträchtigen.

Regulierung

A1 Towers Holding GmbH unterliegt nationalen und EU-Vorschriften. Änderungen von Gesetzen, Zugangsregelungen oder Preisregulierungen könnten die Kosten erhöhen oder die Umsätze verringern. Verzögerungen oder Ablehnungen bei Genehmigungen könnten Wachstum und Betrieb beeinträchtigen.

Fachkräftemangel

Ein Mangel an qualifiziertem Personal könnte die Abläufe belasten, die Schulungskosten erhöhen und die Flexibilität verringern, was sich negativ auf Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann.

Einhaltung von Sicherheitsstandards

Die strikte Einhaltung von Sicherheitsanforderungen bei Wartungsarbeiten ist entscheidend, um Unfälle und rechtliche Risiken zu vermeiden.

Steuerliches Risiko

Änderungen im Steuerrecht oder Streitigkeiten mit Behörden können zusätzliche Kosten verursachen. A1 Towers Holding GmbH verfolgt einen proaktiven Ansatz zur Sicherstellung der Compliance und Dokumentation.

Compliance-Risiken

A1 Towers Holding GmbH hat Compliance- und Risikomanagementsysteme eingerichtet, um die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften laufend und langfristig sicherzustellen. So hat die A1 Towers Holding GmbH ein Compliance-System eingeführt, das unter anderem Vorschriften im Bereich der Korruptions- und Geldwäschebekämpfung sowie kartellrechtliche Bestimmungen und Datenschutzvorschriften berücksichtigt, um potenzielle Verstöße zu verhindern bzw. aufzudecken und zu beheben. Das Risikomanagementsystem der A1 Towers Holding GmbH ist integraler Bestandteil des Corporate-Governance-Systems des Unternehmens.

Die Effektivität von Risikomanagementsystemen weist jedoch inhärente Beschränkungen auf, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsaussichten und Finanzposition der A1 Towers Holding GmbH haben könnten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Im Jahr 2026 wird die A1 Towers Holding GmbH weiterhin auf ihre Kernaktivitäten fokussiert bleiben: die Vermietung passiver Infrastruktur, die Durchführung obligatorischer Upgrades, die Erweiterung des Tower- Portfolios sowie die Integration zusätzlicher Drittmieter zur weiteren Stärkung der Tenancy Ratio. Das Wachstum wird weiterhin durch den fortlaufenden Rollout von 5G und den steigenden Datenverbrauch unterstützt, wobei die Mietverträge jährlich an die Inflation angepasst werden.

Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von etwa 4%.

Die A1 Towers Holding GmbH setzt den Ausbau ihrer Infrastruktur fort, um die 5G-Abdeckung weiter zu erhöhen. Die Initiative umfasst ein größeres Bauprogramm für 2026, das zusätzliche Funktürme für den Anchor Tenant bereitstellt und die Konnektivität für Endkunden verbessert. Infolgedessen wird das Verhältnis von CAPEX zu Umsatz bei rund 36% liegen. Der Anstieg beinhaltet auch eine teilweise Verschiebung von Investitionen aus dem Jahr 2025 in das Jahr 2026. Insgesamt ist der Bau von mehr als 200 neuen Standorten geplant.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
eschäftsführer Unterzeichner Ivo Ivanovski
EuroTeleSItesDatum/Zeit-UTC 2026-02-06T16:47:34+01:00
PrüfinformationDiese Unterschrift ist gemäß EU Verordnung Nr.
910/2014 (eIDAS) der handschriftlichen Unterschrift
rechtlich gleichgestellt.
Prüfung unter: https://www.signaturpruefung.gv.at

Unterzeichner Lars Patric Mosdorf

MEuroTeleSItes

Prüfinformation

Datum/Zeit-UTC 2026-02-06T16:25:08+01:00 Diese Unterschrift ist gemäß EU Verordnung Nr. Mosdorf 910/2014 (eIDAS) der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. Prüfung unter: https://www.signaturpruefung.gv.at

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