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Lagebericht 2025

AIDU GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 25. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Bericht über Branchenumfeld und Rahmenbedingungen

Die AIDU GmbH entwickelt und produziert hochwertige Wasseraufbereitungsprodukte, welche über das internationale Vertriebsnetz der BWT Gruppe an Kunden1 in der Industrie, dem Gewerbe, dem Handel und an Endkunden verkauft werden. Neben der allgemeinen Weltkonjunktur und der Wirtschaftslage in der EU ist für die AIDU GmbH vor allem die Entwicklung in der Gastronomie (HORECA), im Sanitärbereich und in der Bauwirtschaft relevant.

Die globale Konjunktur hat sich im Jahr 2025 als widerstandsfähig erwiesen, trotz der Befürchtung einer stärkeren Konjunkturabschwächung infolge erhöhter Handelsbarrieren und erheblicher politischer Unsicherheit.2 Das weltweite Wirtschaftswachstum wird für das Jahr 2026 mit 3,3 Prozent und für 2027 mit 3,2 Prozent prognostiziert.3 Es liegt damit erneut unter dem historischen Durchschnitt (2000-2019) von 3,7 Prozent.4 Die Inflation hat nachgelassen, die hohen Preise schmälern jedoch die Kaufkraft. Zur globalen Belastung und Herausforderung wird erneut eine Kombination aus wirtschaftlichen, handelsund geopolitischen Spannungen. Darüber hinaus können die zunehmende Häufigkeit klimabedingter Katastrophen die Widerstandsfähigkeit und das Wachstum untergraben, da die Kosten solcher Ereignisse weiter steigen werden.

Das Wirtschaftswachstum in der EU übertraf in den ersten neun Monaten des Jahres die Erwartungen. Dies war zunächst auf den Anstieg der Exporte vor den erwarteten Zollerhöhungen zurückzuführen, aber auch die Investitionen entwickelten sich stärker als erwartet. Das anhaltende Wachstum im dritten Quartal ist ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und ihre Fähigkeit, beispiellose Schocks zu bewältigen. Trotz des schwierigen externen Umfelds und der Unsicherheiten deuten die Vorzeichen auf eine anhaltende Wachstumsdynamik hin. Für die EU wird ein reales BIP-Wachstum von 1,4 % im Jahr 2026 und 1,5 % im Jahr 2027 prognostiziert. In der EU wird

1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Dokument darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich im Sinne der Gleichbehandlung auf alle Geschlechter bzw. Geschlechtsidentitäten in gleicher Weise. Die verwendete Sprachform beinhaltet keine Wertung.

2 OECD Economic Outlook Volume 2025 Issue 2, 02.12.2025

3 World Ecconomic Outlook, 19.01.2026

4 Worid Economic Outlook, 17.01.2025

die Gesamtinflation voraussichtlich von 2,5 % im Jahr 2025 auf 2,1% im Jahr 2026 sinken bevor sie 2027 2,2 % erreicht. Das Lohnwachstum in der EU verlangsamt sich von 4,0 % im Jahr 2025 auf 3,3 % im Jahr 2026 und 3,1 % im Jahr 2027. Der Produktivitätsanstieg in Verbindung mit einer Lohnzurückhaltung dürfte in den nächsten zwei Jahren zu einer deutlichen Verlangsamung der Lohnstückkosten führen. Die Arbeitslosenquote wird von 5,9 % in 2025 auf 5,8 % im Jahr 2027 sinken..5

Der europäischer Bausektor befindet sich nach zweijährigem Rückgang in einer Phase der vorsichtigen Stabilisierung. Die Kombination aus sich verbessernden finanziellen Bedingungen, langfristigen Infrastrukturprogrammen und anhaltender Renovierungsnachfrage führte nach dem EUROCONSTRUCT-Forecast 2025 insgesamt zu einem moderaten Wachstum von 0,3%, gefolgt von einer deutlichen Anstiegserwartung von 2,4% für 2026.

Die Hotellerie- und Tourismus-Bilanz des vergangenen Jahres ist erneut beeindruckend. Österreich konnte im Jahr 2025 mit 157,3 Mio. Nächtigungen die höchsten Nächtigungszahlen seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen verzeichnen. Allerdings kämpfen die Betriebe nach wie vor mit steigenden Kosten und hoher Bürokratie.6

Geschäftsverlauf

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Wirtschaftsjahr 2025 hat die AIDU GmbH einen Umsatz von 90,5 Mio. € (VJ: 84,2 Mio. €) erreicht, das bedeutet eine Steigerung um 7,5%. Der Inlandsumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr mit 34,2 Mio. € um 16,7% gestiegen (VJ: 29,3 Mio. €). In Österreich werden damit 37,8% (VJ: 34,8%) des Gesamtumsatzes realisiert. Die Auslandsumsätze trugen 56,3 Mio. € (VJ: 54,9 Mio. €) zum Gesamtumsatz bei und sind gegenüber Vorjahr um 2,6% gestiegen. Die höheren Umsätze betreffen im Wesentlichen Volumensteigerungen im Kernsegment Point of Use.

Die Materialaufwandsquote erhöhte sich auf 45,3% (VJ: 43,1%) der Betriebsleistung. Während sich wesentlich Rohstoffpreise und Komponente weitgehend stabil entwickelten bzw. durch Preisverhandlungen nahezu kompensiert werden konnten, erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Darüber hinaus verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge.

⁵ 5 EU-Kommission, 17.11.2025

6 6 Bundesministerium Wirtschaft, Energie und Tourismus, 30.01.2026

Der Personalaufwand betrug 17,4 Mio. € (VJ: 16,5 Mio. €), das sind 19,2% (VJ: 19,6%) vom Umsatz. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 6,2 Mio.€ (VJ: 6,2 Mio. €), davon entfielen wie im Vorjahr 1,5 Mio. € auf Abschreibungen des im Rahmen des Geschäftsbetriebserwerbes entstandenen Firmenwertes. Für sonstige betriebliche Aufwendungen hat die Gesellschaft 2025 12,9 Mio. € (VJ: 11,5 Mio.) ausgegeben.

Die AIDU GmbH erzielte 2025 ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von 14,6 Mio. € (VJ: 15,6 Mio.€), d.s. 16,2% vom Umsatz (VJ: 18,6%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere sonstige Aufwendungen zurückzuführen. Nach Abzug der Ertragssteuern wurde ein Jahresüberschuss von 11,4 Mio. € erreicht (VJ: 12,6 Mio. €).

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich per 31.12.2025, unter Berücksichtigung von durchgeführten Dividendenzahlungen insgesamt in Höhe von 18,0 Mio. € um 6,6 Mio. € auf 56,4 Mio. € verringert. Die Eigenkapitalquote sinkt bei einer gesunkenen Bilanzsumme von 67,3 Mio. € (VJ: 71,9 Mio. €) von 87,7% auf 83,9%.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag ein Guthaben bei Banken in Höhe von 12,4 Mio. € (zu VJ: 7,8 Mio.€). Nach Abzug aller verzinslichen Fremdfinanzierungen beträgt der Netto-Cash-Bestand zum Bilanzstichtag 12,0 Mio. € (VJ: 7,4 Mio. €). Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2025 25,7 Mio. € (VJ: 21,1 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -1,1 Mio. € (VJ: -5,9 Mio. €) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -20,0 Mio. € (VJ:-14,5 Mio. €).

Das Working Capital (Summe aus Lagerbestand und Kundenforderungen abzgl. der Lieferantenverbindlichkeiten) lag per 31.12.2025 bei 21,2 Mio. € (VJ: 17,0 Mio. €). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus höheren Vorräten. Es bestehen finanzielle Forderungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,0 Mio. € (VJ: 10,0 Mio. €).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Personal

Mit ihrer Qualifikation, Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin und Loyalität sind unsere Mitarbeiter wichtige Erfolgsfaktoren für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Das Arbeitsumfeld ist durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Umfeld geprägt und auf persönliche Weiterentwicklung ausgerichtet. Die Mitarbeiterzahl (zum Stichtag 31.12.2025) hat sich nicht wesentlich verändert und ist bei 207 Personen (VJ: 208 Personen) bzw. auf 197 (VJ: 197) bei Berechnung nach Vollzeitäquivalenzen.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft erbringt umfangreiche Dienstleistungen für die BWT Gruppe im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie im technischen Produktmanagement.

Eine wesentliche Säule der BWT-Wachstumsstrategie ist die Innovation: Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in praktisch allen Bereichen der Wasseraufbereitung, von der Filtration, der Membrantechnik über Desinfektionstechnologien bis hin zu modernen elektrochemischen Verfahren.

Darüber hinaus entwickelt BWT Ionenaustauschermembranen für EDI, Elektrolyse, Diffusionsdialyse und für die PEM (Proton-Exchange Membrane) Brennstoffzelle, die Lithiumionengewinnung und - aufbereitung, die Luftbefeuchtung der Anodenseite/H2 der Brennstoffzelle, sowie die Energiespeicherung mittels Redox/Flowbatterien und die Elektrolyse zur Wasserstofferzeugung.

Die BWT-Gruppe und Vertragspartner forschen an 13 F&E Standorten und leiten Projekte auf allen Kontinenten. Ziel der mehr als 260 Spezialisten im Bereich F&E und Produktmanagement ist die Entwicklung neuer sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Verfahren mit dem besonderen Fokus auf Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Qualität, Funktionalität und Sicherheit. Ziel ist es unsere Kunden zu begeistern und schonend mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Dabei setzen wir auf Schlüsseltechnologien, wie SDK (Software Development Kit) für die Firmwareentwicklung, integrierte IOT-Technologien und moderne Hard- und Softwareentwicklungen. Schnittstelle zu unseren Produkten ist die eigen entwickelte BWT Cloudlösung GLOBESTAGE.

Im Jahr 2025 wurden im Konzern 23,4 Mio. € für die Aufgaben der Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dabei wurden folgende Produkte entwickelt bzw. neu eingeführt:

Eine neue Elektrolysezelle zur Erzeugung von Chlor, speziell für die Wasserdesinfektion für Schwimmbäder mit bis zu 100 m³ Volumen, wurde entwickelt.

Zukünftig wird der Systemgastronomie ein Full-Service-Paket bei der Umsetzung von Zero-Waste- Konzepten, Transparenzanforderungen und einer nachhaltigen, rechtskonformen Betriebsführung angeboten. Mit innovativen Lösungen werden Küchenabwässer zu Brauchwasser aufbereitet, Bioabfälle zu hygienisierten Kompostvorstufen verarbeitet und Verpackungsmaterialien zu platzsparenden, recycelbaren Bündeln gepresst. Durch das integrierte Monitoring werden zudem präzise Daten für ESG-Reporting und Umweltmanagement bereitgestellt.

Des Weiteren eine Vorrichtung zur Wasseraufbereitung mittels UV-Desinfektion. Diese ist kompakt und modular aufgebaut mit einer platzsparenden, flexiblen und wartungsfreundlichen Systemarchitektur. Sie überzeugt mit geringeren Kosten beim UV-Modulwechsel, einfacher Nachrüstung der UV-Desinfektion, höherer Sicherheit durch Wasserstopp und Verrastung, universeller Einsetzbarkeit für alle Filter wie Aktivkohlefilter, Ionenaustauschfilter, sowie Mineralisierung oder auch Umkehrosmoseanlagen.

Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility)

Die Gesellschaft verfügt über die für Produktions- und Dienstleistungsgesellschaften nötigen ISO- Zertifizierungen. ESG (Environmental, Social and Governance) ist bei BWT wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie und der Geschäftsprozesse. Im Rahmen unserer Innovations4Future Strategie wurden drei wesentliche Pfeiler definiert: Mit der lokalen Produktion von mineralisiertem Trinkwasser, gemäß unserer Vision „Change the World – sip by sip“, möchten wir die Welt täglich ein wenig verbessern. Mit unseren Aktivitäten im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellenmembranen leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung unseres Planeten. Und schließlich teilen wir mit unserer gemeinnützigen Privatstiftung AQUA PEARLS For You and Planet Blue einen Teil unseres Geschäftserfolgs mit jenen Menschen und Institutionen, die Unterstützung benötigen.

In der Unternehmensstrategie der BWT sind die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung für alle Bereiche des Unternehmens fest verankert. So hat sich BWT mit ihrer Unternehmenspolitik

verpflichtet, schädliche Umwelteinflüsse so gering wie möglich zu halten, Ressourcen effizient zu nutzen und Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Partner fair und respektvoll zu behandeln.

Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat die BWT Holding ein Managementsystem installiert, welches für die laufende Optimierung der Bereiche Qualitätsmanagement, Energiemanagement, Umweltschutz sowie Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz sorgt. Der Nachweis der Wirksamkeit des Managementsystems wird mittels Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 50001, ISO 14001 und ISO 45001 durch eine unabhängige Organisation überprüft.

Bei der laufenden Weiterentwicklung der Managementsysteme orientiert sich die BWT-Gruppe an den Vorgaben der aus dem EU Green Deal resultierenden „CSRD“ (Corporate Sustainability Reporting Directive), sowie der EU Taxonomie-Verordnung. Trotz Verschiebung der Berichterstattungspflichten aufgrund des EU-Omnibus Pakets wurden im Jahr 2025 die Vorbereitungen zur Erfüllung der erweiterten ESG- und EU-Taxonomie-Berichtspflichten weiter fortgeführt.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, stellen sich im Wesentlichen wie folgt dar:

Entwicklungsrisiko

Als Technologieführer entwickelt die BWT-Gruppe regelmäßig neue Produkte und Verfahren, die auf Grundlagenforschung und neuen Methoden basieren und deren Umsetzung und Herstellung zum Teil nur unter Anwendung komplexer, neu entwickelter und teurer Produktionstechnologien möglich ist. Trotz umfangreicher und mehrstufiger Erprobung kann nicht ausgeschlossen werden, dass dabei Abweichungen auftreten. Dies könnte zum Verlust getätigter Investitionen oder bestehender Kunden führen.

Risiko der Internationalisierung und Globalisierung

Die Expansion der BWT-Gruppe in weitere Länder ist mit nationalen bzw. lokalen Risiken verbunden. Dies betrifft in erster Linie höhere politische Risiken (Handelsembargos, Konvertierungsrisiken, Rechtsunsicherheiten, Ausfuhrbestimmungen, Kriege und Unruhen). Dies zeigt sich insbesondere in politischen und militärischen Konflikten zwischen Staaten. Darüber hinaus stehen die Themen Gesundheits- und Klimarisiken im Vordergrund. Die weltweite Vernetzung von Lieferanten und die Präsenz auf internationalen Absatzmärkten könnten zu massiven wirtschaftlichen Folgen für das

Unternehmen führen. Die Unterbrechung von Lieferketten sei hier nur als eines der Kernrisiken angeführt. Wesentlich sind für BWT, neben dem vorrangigen Schutz der Mitarbeiter (z.B. dem Gesundheitsschutz), der Schutz der Gesellschaftsinteressen durch Ausgabenminimierung, Liquiditätsplanung und Aufrechterhaltung der Einnahmen und damit die Absicherung der finanziellen Sicherheit des Unternehmens.

Personelles Risiko

Ein wesentlicher Teil des unternehmerischen Erfolgs beruht auf den Erfahrungen und Kenntnissen des Managements, der jeweiligen Gruppengesellschaften und der dort tätigen Mitarbeiter in Schlüsselpositionen. Für den Fall des Ausscheidens von solchen Mitgliedern des Managements oder Mitarbeitern kann nicht sichergestellt werden, dass es in einem angemessenen Zeitraum und zu marktgerechten Konditionen gelingen wird, für die sich stellenden Herausforderungen qualifizierte Personen mit vergleichbarem Know-how anzuwerben, um damit ein kontinuierlich erfolgreiches Management für die Gesellschaft bzw. die Gruppe zu gewährleisten. Zur Gegensteuerung werden laufend Maßnahmen in den Bereichen Mitarbeiterbindung, Personalmarketing, Nachfolgemanagement und Personalentwicklungsprogramme implementiert und weiterentwickelt.

Liquiditäts- / Finanzierungsrisiko

Das Liquiditätsrisiko umfasst einerseits die Möglichkeit, sich jederzeit ausreichende Finanzmittel in Form von Geld- bzw. Kreditlinien beschaffen zu können, um fällige Zahlungen zu leisten bzw. erforderliche Investitionen tätigen zu können. Der Gesellschaft stehen derzeit ausreichend liquide Mittel für den regulären Geschäftsbetrieb zur Verfügung.

Währungsrisiko

Ein Teil des für die Betriebsleistung benötigen Materials wird in Fremdwährungen (v.a. USD) bezogen. Durch Sicherungsgeschäfte wird das damit verbundene Risiko teilweise begrenzt.

IT-Risiko

Alle wesentlichen Arbeitsabläufe im Unternehmen werden durch den Einsatz von IT-Systemen (Hardund Software) unterstützt und gesichert. Managemententscheidungen werden von Informationen gestützt, die durch diese Systeme erstellt werden. Der Ausfall von IT-Systemen stellt ein Risiko dar, welches durch die in den IT-Richtlinien geregelten Bestimmungen für Daten- und Infrastrukturschutz so weit als möglich gemindert werden sollen. Die weltweit steigenden Anforderungen aus der Digitalisierung von Produkten und Prozessen bei gleichzeitigem Schutz der erhaltenen Daten stellen zusätzliche Herausforderungen an Unternehmen dar. BWT stellt sich diesen Herausforderungen durch

entsprechende Fokussierung in der Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie durch die Kapazitätsausweitung von internen und externen Ressourcen. Zudem wird in die Datensicherung und Datensicherheit sowohl über Cloud Lösung als auch erhöhten Serverschutz investiert.

Gesamtrisiko

Die vorgenannten Risiken werden durch die beschriebenen Prozesse und Instrumente angemessen überwacht und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Sicherung und Schadensvermeidung umgesetzt. Der Fortbestand der Gesellschaft ist damit aus heutiger Sicht gewährleistet.

Ausblick kommendes Geschäftsjahr:

Wie auch in den letzten Jahren erwartet die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr 2026 eine gleichbleibende Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten. Für die wesentlichen Rohstoff- und Komponentenpreise erwartet die Gesellschaft keine signifikanten Preisänderungen. Darüber hinaus wurden 2025 intensive Preisverhandlungen mit allen wesentlichen Lieferanten der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden Verbesserungen der Zahlungskonditionen z.B. durch Verlängerung der Zahlungsziele bzw. höhere Skontovereinbarungen erzielt. Aus diesem Grund geht die Geschäftsführung davon aus, das inflationäre Preiserhöhungen teilweise kompensiert werden können.

Die in den vergangenen Jahren durchgeführten KV-Lohnerhöhungen – insbesondere 2023 und 2024 – führten bei personalintensiven Produkten zu höheren Herstellkosten. Durch Effizienzsteigerungen in der Produktion (i. w. verbesserte Arbeitsabläufe) sowie erfolgreiche Einkaufsmaßnahmen konnten diese Mehrkosten jedoch weitgehend ausgeglichen werden. Gleichzeitig bleibt die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte weiterhin eine große Herausforderung.

Ausgewählte Verkaufspreiserhöhungen sind für 2026 vorgesehen, dies betrifft aufgrund der Marktsituation nur produktspezifische Artikel. Die Planung sieht für 2026 Umsatz- und Ertragssteigerungen vor. Die erhöhte Nachfrage zu Jahresbeginn 2026 führte bereits Ende 2025 zu einem gezielten Lageraufbau und einer höheren Produktionsauslastung, deren Auslieferung im ersten Quartal 2026 erfolgt. Gleichzeitig soll die Reduktion der Lagerbestände sowie die Optimierung der wenig drehenden Artikel fortgesetzt werden, um das Working Capital zu senken.

Nach der erfolgreichen Anlaufphase im Herbst 2024 / Frühjahr 2025 konnte die neue Produktionsanlage zur Herstellung von Filterkerzen im Jahr 2025 bereits höhere Automatisierung und kürzere Taktzeiten gegenüber den bisherigen Filterkerzenanlagen garantieren.

Angesichts der zu erwarteten hohen Nachfrage im Jahr 2026 und der geplanten Modernisierung einer weiteren Produktionslinie rechnet die Gesellschaft mit zusätzlichen Effizienzsteigerungen. Damit kann der weiterhin steigende Bedarf an Wasserfilterkerzen gedeckt, sowie die Kapazität der Kernprodukte garantiert werden.

Die AIDU GmbH wird weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Vertriebspartnerin BWT versuchen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Schlüsselprodukte der Gesellschaft, wie Wasserfilter für Gastronomie und Haushalte sowie digitalisierte Filter- und Umkehrosmoseanlagen für die Gastronomie haben, dank der anhaltenden hohen Nachfrage im HORECA Bereich weiterhin Wachstumspotential. Darüber hinaus kommt es im Bereich Point of Use, Under-the-sink zu neuen Produkteinführungen, durch die ein zusätzliches Wachstum im Segment Point of Use erwartet wird. Daneben werden ausgewählte bestehende Produkte forciert, wie u. a. die Lebensdauerüberwachung, die zur richtigen Austauschfrequenz der Filterkerzen führen soll. Darüber hinaus ist bei unseren neuen Aufmineralisierungsprodukten, unterstützt durch zahlreiche Vertriebsaktivitäten in der BWT-Gruppe, mit hohen Absatzzahlen zu rechnen.

Tiefgraben, am 20.03.2026

Die Geschäftsführung der AIDU GmbH

Dr. Jüygen Johann

DigkIng.(FH) Christian Ehgartner

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