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der PLANSEE SE, Reutte
Die PLANSEE SE konzentriert sich auf die Fertigung von Produkten, das Halten von Beteiligungen, den Betrieb eines Entwicklungszentrums und auf das Erbringen von Serviceleistungen innerhalb des Teilkonzerns Hochleistungswerkstoffe.
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1.
Geschäftsverlauf
Der Umsatz der PLANSEE SE verzeichnete im Berichtsjahr 2025/26 einen leichten Rückgang, er belief sich dabei auf 560,1 MEUR gegenüber 569,3 MEUR im Vorjahr, was einer Veränderung von -1,6% entspricht. Das Ergebnis vor Steuern zeigte mit 93,0 MEUR einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (+20,1%), welcher im Wesentlichen auf geringere Personalkosten als auch auf höhere Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen ist.
Die Betriebsleistung erhöhte sich um 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Zum Geschäftsjahresende beschäftigte die PLANSEE SE 1.432 aktive Mitarbeiter (davon 10 Leiharbeitskräfte und 85 Lehrlinge) gegenüber 1.465 im Vorjahr (davon 6 Leiharbeitskräfte und 93 Lehrlinge).
Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden am Standort 36,0 MEUR in Anlagen und Infrastruktur investiert.
1.2.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die unter 1.1 beschriebene Geschäftsentwicklung zeigte sich auch im EBITDA mit 89,9 MEUR (+3,3% zum Vorjahr) sowie im EBIT mit 63,0 MEUR (+4,9% zum Vorjahr) und im Ergebnis vor Steuern mit 93,0 MEUR (+20,1% zum Vorjahr). Der Jahresüberschuss mit 80,2 MEUR (+19,9% zum Vorjahr) entwickelte sich ebenfalls positiv.
Der Cash-Flow aus dem Ergebnis veränderte sich auf 68,6 MEUR (-4,2% zum Vorjahr). Eine in Summe negative Veränderung im Working Capital von -17,5 MEUR, davon -16,7 MEUR allein aus dem Aufbau von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, ergab einen operativen Cash-Flow von 51,1 MEUR (-42,9% zum Vorjahr). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit mit 12,7 MEUR und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit -64,4 MEUR, davon allein -55,0 MEUR aus der Dividendenausschüttung, führten zu einer Veränderung der liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr (-584 TEUR) auf 702 TEUR.
Die Eigenmittelquote betrug zum 28.02.2026 73,4% gegenüber 70,1% zum Vorjahresstichtag. Das Eigenkapital veränderte sich im Geschäftsjahr 2025/26 v.a. durch den Jahresüberschuss i.H.v. 80,2 MEUR, verringert um die Dividendenausschüttung i.H.v. 55,0 MEUR.
Die Nettofinanzverschuldung verbesserte sich auf 67,4 MEUR (+2,2% zum Vorjahr) und zeigte damit einen Nettoverschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 14,9% gegenüber 16,1% im Vorjahr.
1.3.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der Code of Conduct der Plansee Gruppe definiert einheitliche Leitlinien für regelkonformes, ethisches und verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln. Er adressiert insbesondere die Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards, Korruptions- und Betrugsprävention, Datenschutz und Informationssicherheit, Umwelt- und Energiemanagement sowie die rechtskonforme Beschaffung und Verwendung von Rohstoffen und Produkten. Der Verhaltenskodex gilt für alle Unternehmen der Plansee Gruppe und bildet damit auch für die PLANSEE SE eine wesentliche Grundlage des Compliance- und Nachhaltigkeitsmanagements zur Sicherstellung eines langfristig verantwortungsvollen Geschäftsbetriebs.
Der Verbesserung der Arbeitssicherheit wird durch gezielten Arbeitsschutz, wie z.B. der Gestaltung von Arbeitsplätzen, der Überprüfung der Arbeitsmittel und durch Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter Rechnung getragen. Im Zuge des European Sustainability Reporting Standards wurde das Reporting auf die Total Recordable Incident Rate (TRIR) umgestellt. Im Geschäftsjahr 2025/26 betrug die TRIR durchschnittlich 19,33. Auch die am Produktionsstandort Reutte seit Jahrzehnten vorhandene Werksfeuerwehr trägt zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei.
Der schonende Umgang mit der Umwelt und Energie sind der PLANSEE SE ein besonderes Anliegen. Anhand spezifischer Kenngrößen werden regelmäßig Umweltauswirkungen sowie der Energieeinsatz bewertet, jährlich Ziele gesetzt und Programme zur Erreichung dieser Ziele definiert. Beispiele solcher Kennzahlen sind der spezifische Energieeinsatz und die spezifische Mo-Emission. Die Unternehmensstrategie wurde um das Element Nachhaltigkeit erweitert.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Grundsätzlich wird sich die PLANSEE SE auch im nächsten Jahr in einem schwierigen Marktumfeld behaupten müssen. Stark steigende Rohstoffpreise und große Unsicherheiten in der Versorgungslage bei Energieträgern machen eine Prognose für die weitere Entwicklung der Konjunktur sehr schwierig. Trotz der weiter zunehmenden globalen Unsicherheiten (z.B. durch militärische Konflikte und durch weiter steigende Handelsbarrieren) wird mit einer leichten Erholung der Geschäftslage im Großteil der relevanten Märkte gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird unter Berücksichtigung der beschriebenen Rahmenbedingungen mit preisbedingten Umsatzsteigerungen und einer ähnlich positiven Ergebnissituation wie im abgelaufenen Geschäftsjahr gerechnet.
Das geplante Investitionsvolumen für 2026/27 liegt bei 28,2 MEUR, im Wesentlichen für Ersatzinvestitionen, Effizienzsteigerungen, Produktionserweiterungen. Energieeinsparungen bzw.
2.2.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
2.2.1. Risikomanagement
Ein modernes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit den für das Unternehmen relevanten Risiken. Die zentrale Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein – auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft angemessen abgestimmtes – System der internen Kontrolle unterstützt.
Marktrisiko
Ein Hauptrisiko sieht die Gesellschaft in zyklisch wiederkehrenden, rezessiven konjunkturellen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft. Die Nachhaltigkeit der Stabilisierung der Weltwirtschaft ist nach wie vor als nicht gesichert zu betrachten, was sich insbesondere durch die weltweit anhaltenden militärischen Konflikte und die zunehmend steigenden Handelsbarrieren zeigt. Weitere geopolitische Krisenherde sind nicht auszuschließen (z.B. Taiwan). Die entsprechenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2026/27 sind derzeit schwierig einschätzbar. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der situationsbezogenen Ausgewogenheit von Neuinvestitionen, Mitarbeiterplanungen und Anpassungen in der Supply Chain, bezogen auf den prognostizierten Geschäftsverlauf sowie weiteren Bestrebungen zur Flexibilisierung von Fixkosten. Ferner wird ein zunehmender Trend zum Aufbau von protektionistischen Handelsbarrieren beobachtet.
Elementarrisiko
Weitere wesentliche Risiken sind für die PLANSEE SE Elementar-Risiken, v.a. Feuer und Uberschwemmung. Diesen Risiken wird durch diverse operative Gegenmaßnahmen gegengesteuert. Dennoch Versicherungen abgedeckt. möglicherweise eintretende Schadensfälle sind über
Rohstoffrisiko
Den Risiken aus eingeschränkter Rohstoffverfügbarkeit werden durch langfristige vertragliche Absicherung von Rohstoffen und Vormaterialien sowie operativen Maßnahmen wie Recycling, Bestandsoptimierung und Operational Excellence Programmen zur Verringerung des Rohstoffeinsatzes entgegengewirkt.
2.2.2. Finanzinstrumente
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten.
Preisänderungsrisiko
Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze) Schwankungen unterworfen ist. Bei der PLANSEE SE bestehen solche Preisänderungsrisiken vor allem bei den fix verzinsten Finanzforderungen/-schulden (sofern vorhanden) und bei den Wertpapieren des Anlagevermögens (Investmentfondsanteile). Fremdwährungsrisiken bestehen durch die kundenseitige Abrechnung u.a. in USD sowie JPY bzw. einkaufsseitigen USD-Kontrakten. Dem Fremdwährungsrisiko wird durch ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossene, unterjährige derivative Finanzgeschäfte entgegengewirkt.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehende Liquiditätssituation versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliche Instrumente zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sind eine revolvierende Finanzplanung wie auch die Vereinbarung bestätigter Kreditlinien bei Finanzierungspartnern (entsprechende Allokationen erfolgen bei Bedarf über die Plansee Group Functions Luxembourg S.A. oder die Plansee Holding Aktiengesellschaft).
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen wird aufgrund von Erfahrungswerten als gering eingestuft (im Jahresabschluss wird in Form von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen vorgesorgt). Außerdem wird das Risiko durch ein stringentes Forderungs- und Kreditmanagement sowie eine Kreditversicherung minimiert. Bei den liquiden Mitteln wird das Ausfallrisiko ebenfalls als gering eingeschätzt, da es sich bei den Vertragspartnern um Kreditinstitute mit bester Bonität handelt, die Liquidität über den Cash Pool bei anderen Konzerngesellschaften veranlagt wird oder auch Aufrechnungsvereinbarungen (mit den Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften) bei den Kreditinstituten bestehen.
Cashflow-Risiko
Cashflow-Risiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit vertraglich nicht definiert sind. Ein Zinsänderungsrisiko besteht insbesondere bei den variabel verzinsten Finanzforderungen bzw. Finanzverbindlichkeiten. Diesem Risiko wird – bei langfristigen Verträgen – durch ausschliesßlich zu Sicherungszwecken abgeschlossene derivative Finanzgeschäfte entgegengewirkt.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Schwerpunkle der Innovationstätigkeiten lagen in der Weiterentwicklung aktueller Fertigungsprozesse, in neuen Fertigungsverfahren, sowie in der Produktentwicklung für neue Anwendungen.
4. Bericht über Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
Reutte, 13.05.2026
Die geschäftsführenden Direktoren
Ing. Mag. Andreas Feichtinger Andreas Feichtinger Andreas Feichtinger இ
Dipl.-Ing. (FH) Damir Blazevic Dami Damir Bla: • e
Dipl.-Ing. Gerfried Weiss
Mathias Hochstrasser
Gerbried Wess
Gerfried Welss
Mathias Hochstrasser Mathias Hochstrasser
Thomas Schwarz
homas Schwarz
Thomas Schwarz •
Bildmarke des Amtssiegels gemäß §13 Absatz 2 Notariatsordnung.