← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

KTM Racing GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 18. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

1. ALLGEMEINES

Die KTM Racing GmbH mit Sitz in Munderfing ist eine Tochtergesellschaft der KTM AG. Gegenstand des Unternehmens ist die Abwicklung der Rennsportaktivitäten der Bajaj Mobility-Gruppe, sowie die Entwicklung, Erzeugung und der Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten im Bereich Power Sports, mit Schwerpunkt Rennsport.

Als zentrale organisatorische Einheit für die werksseitigen Motorsportaktivitäten, bündelt der Standort in Munderfing Entwicklung, Fahrzeugbau, Testing und Rennsportlogistik. Erkenntnisse aus dem Rennsport unterstützen die Technologie- und Performance-Strategie der Gruppe und fließen direkt in die Weiterentwicklung zukünftiger Serienfahrzeuge ein.

Die Gesellschaft steht mit der Bajaj Auto International Holdings AG und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 532159 m hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

Der Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis wird von der Bajaj Mobility AG erstellt und wird beim Landes- und Handelsgericht Ried im Innkreis unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt.

2. ANNAHME ZUR UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG

Dieser Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der KTM AG. Aufgrund der in Punkt 1 beschriebenen konzerninterne Verflechtung mit der KTM AG besteht eine wesentliche Abhängigkeit von deren wirtschaftlicher und strategischer Entwicklung. Die KTM AG sowie zwei ihrer Tochtergesellschaften haben am 29. November 2024 den Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung eingereicht. Die Verfahren wurden am 23. Mai 2025 formal abgeschlossen, der endgültige Eintritt der Rechtskraft der gerichtlichen Bestätigung erfolgte nach Ablauf der gesetzlichen Rekursfrist gemäß § 260 IO am 16. Juni 2025. Aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen und organisatorischen Verbindungen der Gesellschaft zur Muttergesellschaft KTM AG, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Fortbestand der KTM AG eine wesentliche Bedingung für die Annahme der Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist.

Nach endgültig gerichtlicher Bestätigung der Sanierungsverfahren sowie der Bereitstellung ausreichender Fremdkapitalmittel durch den inzwischen Mehrheitseigentümer Bajaj, sowie der Durchführung weiterer Maßnahmen zur Restrukturierung geht das Management davon aus, dass die wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Fortführung des Unternehmens beseitigt wurden und vom Fortbestand des Unternehmens auszugehen ist.

Trotz verbesserter Rahmenbedingungen ist das Unternehmen weiterhin endogenen und exogenen Risiken ausgesetzt, die auch erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Performance bzw. die Erreichung der vom Management gesetzten Zielen haben können. Diese Risiken betreffen insbesondere die für die Erzielung der geplanten Ertragskraft relevanten makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen. Die Entwicklung dieser externen Einflussfaktoren kann von den zugrunde gelegten Annahmen abweichen und sich entsprechend auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft auswirken. Sollte es zu einer derzeit nicht absehbaren, wesentlichen nachteiligen Veränderung dieser Rahmenbedingungen kommen, kann dies zur Kompensation wesentlicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ggf. auch die Einleitung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich machen.

Das Management reagiert auf diese Rahmenbedingungen weiterhin mit unverändert starker Überwachung der Umsetzung der strategischen Prioritäten, setzt zusätzliche Initiativen zur Reduktion von Kosten und zur Steigerung der Ertragskraft. Im Geschäftsjahr 2025 konnte die KTM- Gruppe bereits Erfolge bei der Wiederherstellung der Ertragskraft erzielen und Einsparungsmaßnahmen in wesentlichem Umfang umsetzen.

3. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das wirtschaftliche Umfeld der KTM Racing GmbH war im Berichtsjahr geprägt von einer weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation im internationalen Motorradmarkt sowie im globalen Motorsportumfeld. Globale konjunkturelle Abschwächungen, volatile Lieferkettenbedingungen und erhöhte Kostenstrukturen wirkten sich branchenweit auf Hersteller und Rennsportprogramme aus. Insbesondere die anhaltende Marktunsicherheit, steigende Preisvolatilitäten bei Rohstoffen sowie erhöhte Energie- und Logistikkosten beeinflussten die Rahmenbedingungen im Bereich der Entwicklung und Erprobung von Rennsportfahrzeugen.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb im Jahr 2025 sowie zu Beginn des Jahres 2026 trotz eines anspruchsvollen Umfelds insgesamt robust. Das globale Wachstum erreichte nach den Ermittlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2025 rund 3,3%. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum laut IWF auf ähnlichem Niveau erwartet. Die Dynamik variiert jedoch weiterhin deutlich zwischen den Regionen.

In der Eurozone bleibt das Wirtschaftswachstum moderat. Für 2026 prognostiziert der IWF eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,3%. Deutschland zeigt nach einem schwachen Vorjahr 2025 zwar eine leichte Erholung, bleibt jedoch durch strukturelle und energiepreisbedingte Faktoren belastet. In den USA wird für 2026 ein Wachstum von 2,4% erwartet. Positive Impulse resultieren insbesondere aus fiskalischen Maßnahmen, einer sich entspannenden Zinssituation und hoher Investitionstätigkeit im Technologiesektor.

Das internationale Umfeld bleibt von erhöhten Unsicherheiten geprägt. Zwar hat sich die Handelspolitik im Vergleich zu 2024 stabilisiert; dennoch bestehen protektionistische Maßnahmen und strategische Kalküle weiterhin fort. Anpassungen insbesondere bei den US-Zöllen, die teilweise zu Ent-, teilweise mit neuen Akzenten zu Belastungen von Importeuren führen, werden durch andere handelspolitische Eingriffe ergänzt und tragen weiterhin zu Unsicherheiten in den globalen Lieferketten bei.

Geopolitische Risiken bleiben ein wesentlicher Belastungsfaktor. Die durch die kriegerischen Handlungen hervorgerufene Unsicherheit in der Ukraine sowie die angespannte Lage im Nahen Osten wirken sich weiterhin auf Transportwege und Energiepreise aus. Der IWF verweist zudem auf mögliche Störungen wichtiger Handelsrouten, die kurzfristig inflations- und kostenwirksam sein könnten.

Fiskalisch befinden sich zahlreiche große Volkswirtschaften in einer Phase der Neuorientierung. Die USA setzen verstärkt auf investitionsorientierte Programme, während europäische Staaten unter anderem durch steigende Verteidigungsausgaben vor strukturellen Finanzierungserfordernissen stehen. Gleichzeitig bleiben erhöhte Staatsschulden in vielen Ländern ein Risikofaktor für Finanzmarktvolatilität.

Die weltweite Inflationsentwicklung hat sich im Verlauf des Jahres 2025 weiter abgeschwächt und folgt 2026 einem moderaten Abwärtstrend. Der IWF prognostiziert für 2026 einen Rückgang der globalen Verbraucherpreisinflation auf 3,8% nach 4,1% im Vorjahr. In den entwickelten Volkswirtschaften wird die Teuerung voraussichtlich auf rund 2,2% sinken, während sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 4,8% weiterhin erhöht bleibt. Insgesamt reflektiert die globale Inflationsverlangsamung rückläufige Energiepreise, nachlassende Nachfrageimpulse sowie eine Normalisierung der Lieferketten. Regional bestehen jedoch Unterschiede: In der Eurozone wird für 2026 eine Inflationsrate nahe dem EZB-Ziel erwartet, während die USA aufgrund verzögerter Preis- und Tarifwirkungen erst 2027 eine Rückkehr zum 2%-Ziel erreichen dürften.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
IWF-Wachstumsprognose120262027
Weltwirtschaft3,3%3,2%
Entwickelte Volkswirtschaften1,8%1,7%
Eurozone1,3%1,4%
Deutschland1,1%1,5%
Vereinigte Staaten2,4%2,0%
Schwellen- und Entwicklungsländer4,2%4,1%
China4,5%4,0%
Indien6,3%6,5%

4. MARKTENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2025 reduzierten sich die Zulassungszahlen von Motorrädern in den relevanten Märkten insgesamt um -2,4% (-108.000 Motorräder). Die Entwicklung zeichnet ein kennbar heterogenes Bild: Europa war konfrontiert mit dem stärksten nominalen Rückgang (Einmaleffekt durch Homologationswechsel, wie im Marktbericht betreffend das Geschäftsjahr 2024 weitergehend erläutert), Nordamerika erfuhr eine moderate Korrektur, Australien und Neuseeland setzten den Negativtrend fort und Asien blieb weiterhin klar rückläufig.

Die Entwicklung des Motorradmarkts im Geschäftsjahr 2025 war geprägt von regulatorisch bedingten Vorzieheffekten, einer zyklischen Nachfrageabkühlung in Schlüsselmärkten sowie temporären internen Lieferrestriktionen im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren. Diese Kombination führte zu einer unterdurchschnittlichen Marktanteilsentwicklung der Marken der Bajaj Mobility-Gruppe, die trotz der strukturell attraktiven Markenpositionierung in den Bereichen Performance-Street (insbesondere über die Marke KTM), Premium-Heritage/Adventure (insbesondere über die Marke Husqvarna) und Offroad/Trial (insbesondere über die Marke GASGAS) nicht kompensiert werden konnte. Während in manchen Regionen der Bereich der Sportmotorräder als einzig wachsendes Großsegment im Kalenderjahr 2025 vorrangig von Wettbewerbern besetzt wurde. Mit wiederanlaufender Versorgung der Märkte mit neuen Produkten der Gruppe und fokussiertem Aufbau der Händlerläger mit Neuwaren in den Kernbereichen, erwartet die Gruppe eine deutliche Besserung der aktuellen Marktposition bzw. eine Wiederaufholung der Rücksetzer aus dem Geschäftsjahr 2025. Die erfahrende anhaltend hohe Zahlungsbereitschaft der Endkunden für Premium-Technologie unterstreicht die Werthaltigkeit des angebotenen Portfolios der Gruppe. Zusammenfassend ist die Marktentwicklung des Geschäftsjahres 2025 für die Gruppe im Wesentlichen als Übergangsjahr zu werten, in dem exogene Effekte, hervorgerufen insbesondere durch regulatorische Anpassungen und Zinsentwicklungen, sowie einmalige interne Faktoren, vorrangig aufgrund der Sanierungs- und Restrukturierungsverfahren, die Grundstärke der Marken der Gruppe überlagerten.

» Europa (ohne Motocross)

Der europäische Markt fiel auf knapp unter 800.000 Neuzulassungen im Geschäftsjahr 2025 (-16,6%). Dieser Rückgang reflektiert wesentlich einen Einmaleffekt durch hohe Tageszulassungen Ende 2024 infolge der Umstellung der Euro-Homologation per 1. Jänner 2025. Der Effekt kann auf ca. 10 Prozentpunkte taxiert werden. Damit beläuft sich die bereinigte Marktentwicklung im Bereich von ca. -6-7%. Nominell die stärksten Rückgänge verzeichneten die Märkte in Deutschland (-37,8%), Großbritannien (-18,8%) sowie Italien (-18,6%) .

1¹ World Economic Outlook; International Monetary Fund, Update January 2026.

Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe mit ihren Kernmarken KTM, Husqvarna und GASGAS verringerte sich von im Vorjahr 11,1% auf nunmehr 4,7%. Neben dem allgemeinen Markttrend liegt der wesentliche Grund für diesen Rückgang im temporären Produktionsstopp zum Ende des Geschäftsjahres 2024 sowie in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren Dieser Produktionsstopp hat die Lieferfähigkeit, Modellverfügbarkeit und Händlerauffüllung mit neuen Produkten wesentlich beeinflusst.

Die Gruppe ist mit der Marke KTM im Bereich Naked/Adventure/Enduro, im Bereich Premium-Heritage/Adventure mit der Marke Husqvarna und im Bereich Offroad/Trial mit der Marke GASGAS auf dem europäischen Markt strukturell stark. Oben angeführter Vorzieheffekt aus Tageszulassungen Ende 2024 belastete vor allem Subsegmente betreffend Straßen-Motorräder, in denen die Marke KTM stark vertreten ist. Der Offroad-Bereich allgemein konnte diesen Effekt mangels messbarer EU-Zulassungen nur begrenzt kompensieren.

» Nordamerika (inkl. Motocross)

Der nordamerikanische Motorradmarkt sank um -5,9% auf 467.000 zugelassene Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der KTM-Kernmarken reduzierte sich von 12,8% auf 9,0%.

Inhaltlich entwickelten sich im Wesentlichen alle Motorrad-Segmente auf dem nordamerikanischen Markt rückläufig, während der Bereich Sportsbikes ein erhebliches Wachstum verzeichnete (+17,0%). In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2026 hat sich dabei gezeigt, dass diese hohe Nachfrage nunmehr auch auf die neu eingeführte KTM 990 RC R übergeht.

Traditionell ist die Position der Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt traditionell im Bereich Offroad/Enduro/Motocross stark. Eine Steigerung der Präsenz im Bereich Street/Sportsbike ist anvisiert, wobei der Rückgang der Marktanteile analog zum europäischen Markt auch auf die eingeschränkte Versorgung durch neue Produkte im Zuge der Produktionsunterbrechungen verstärkt wurde.

» Australien/Neuseeland (inkl. Offroad)

Die Marktentwicklung in Australien und Neuseeland zeigt eine analoge Tendenz zu den übrigen Märkten: Die Volumina der Gesamt-Neuzulassungen sank um -4,5% auf 61.000 Einheiten im Geschäftsjahr 2025. Der Marktanteil der Bajaj Mobility-Gruppe sank im Gleichklang ebenfalls auf 14,5% (Vorjahr: 18,6%).

Der australische und neuseeländische Motorradmarkt zeigt sich traditionell sehr affin für den Offroad-Bereich, was im Allgemeinen ein positiver Faktor für die Offroad-starke Gruppe darstellt. Nichtsdestoweniger überwogen im Geschäftsjahr 2025 zyklisch bedingte Abkühlungen der Nachfrage, höhere allgemeine Finanzierungskosten sowie die ebenso eingeschränkte Versorgung mit Neuwaren durch die Gruppe.

» Asien (Premium-Importe & >250 ccm Segmente)

Der für die Gruppe relevante asiatische Raum verzeichnete ebenfalls deutliche Rückgänge betreffend die Zulassungszahlen von Motorrädern; in einer Gesamtbetrachtung beläuft sich der Rückgang auf -25,0%. Hervorzuheben sind insbesondere die Märkte in Thailand (-74,9%), China (Premium-Import, -13,6%) und Japan (Modelle mit mehr als 250 ccm, -7,5%). Der Marktanteil der Gruppe entwickelte sich von 5,1% im Vorjahr auf nunmehr 3,9% für das Geschäftsjahr 2025.

Die Gruppe partizipiert auf dem asiatischen Motorradmarkt vorrangig im Bereich der Premium-Importe (Marken KTM und Husqvarna) sowie Offroad-Nischenprodukten (Marke GASGAS). Das Geschäftsjahr 2025 kennzeichnete sich im asiatischen Raum durch eine wesentliche Volatilität der Nachfrage, preisliche Sensitivitäten im Segment Einsteiger-Premium sowie belastender Importrestriktionen und -abgaben. Auch hier wirkte sich die eingeschränkte Verfügbarkeit mit Neuwaren punktuell maßgeblich aus.

5. WEITERE WESENTLICHE EREIGNISSE WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRES

Im Zuge der insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH, allesamt Tochterunternehmen der vormals Pierer Mobility AG, hat der langjährige Minderheiteneigentümer, die Bajaj Gruppe, umfangreiche Finanzierungen zum erfolgreichen Abschluss aller drei Verfahren bereitgestellt. Dabei hat sich die Bajaj Gruppe auch eine Call-Optionsvereinbarung auf sämtliche Anteile an der vormals Pierer Bajaj AG, die ihrerseits 74,94% der Anteile an der vormals Pierer Mobility AG hält, gesichert. Diese Option wurde im November 2025 ausgeübt und sämtliche verbleibende Anteile im Umfang von 50,01% an der vormals Pierer Bajaj AG an die Bajaj Gruppe übertragen. Damit ist die Bajaj Gruppe seither Mehrheitseigentümer an der vormals Pierer Mobility AG.

Im Zuge des Wechsels der Mehrheitsverhältnisse wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung vom 19.11.2025 zwei Umfirmierung beschlossen: Die vormals Pierer Bajaj AG firmiert nunmehr als Bajaj Auto International Holdings AG, die Firma der vormals Pierer Mobility AG lautet nun auf Bajaj Mobility AG. Im vorliegenden Jahresabschluss unterbleibt aus Gründen der Verständlichkeit die weitere Nennung des vormaligen Unternehmens- oder Gruppennamens.

6. GESCHÄFTSVERLAUF (EINZELABSCHLUSS)

Folgende wesentliche Kennzahlen zeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr der KTM Racing GmbH aus:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
KennzahlenGJ 2025GJ 2024
TEURTEUR
Umsatz119 130141 005
EBIT5 6735 649
EBIT-Marge4,8%4,0%
Bilanzsumme39 47740 755
Eigenkapital25 89520 302
Eigenkapitalquote65,6%49,8%
Mitarbeiterstand zum 31.12.240273

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

7. ERGEBNISANALYSE

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Nettoumsatz in Höhe von 119.130 TEUR erzielt (Vorjahr: 141.005 TEUR).

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen in Höhe von 35.497 TEUR (Vorjahr: 42.916 TEUR) entsprechen 29,8% (Vorjahr: 30,4%) des Umsatzes.

Die Personalaufwendungen in Höhe von 23.275 TEUR (Vorjahr: 26.173 TEUR) entsprechen einem Anteil von 19,5% (Vorjahr: 18,6% ) am Gesamtumsatz.

Die Aufwendungen für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 1.335 TEUR (Vorjahr: 1.441 TEUR) entsprechen einem Gesamtumsatz Anteil von 1,1% (Vorjahr: 1,0%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.261 auf 4.477 TEUR gesunken und beinhalten im wesentlichen Nebenerträge aus der Forschungsprämien.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 57.345 TEUR (Vorjahr: 70.729 TEUR) enthalten im wesentlichen Aufwendungen aus Konzernleistungen in Höhe von TEUR 36.443, Fremdleistungen in Höhe von TEUR 1.862, Reisespesen in Höhe von TEUR 5.417, sowie Werbeaufwendungen in Höhe von TEUR 5.508. Die deutliche Senkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruht auf der erfolgreichen Umsetzung der Einsparungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2025.

Das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 5.673 TEUR entspricht einer Umsatzmarge von 4,8% (Vorjahr: 4,0%).

Das Finanzergebnis beträgt 177 TEUR (Vorjahr: 770 TEUR). Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Zinsaufwendungen infolge der Tilgung kurzfristiger Finanzierungen zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen betragen 257 TEUR (Vorjahr: 81 TEUR) und enthalten Aufwände aus latenten Steuern.

8. BILANZANALYSE

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von 40.755 TEUR auf 39.477 TEUR gesunken.

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 3.015 (7,6% der Bilanzsumme) hat sich um TEUR 1.131 zum Vorjahr reduziert. Die Veränderung resultiert vor allem aus den planmäßigen Abschreibungen gemäß Nutzungsdauer.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 776 TEUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2025 1.749 TEUR.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 8.533 TEUR auf 10.534 TEUR.

Die sonstigen Forderungen sind gegenüber dem Vorjahr von 5.103 TEUR auf 3.635 TEUR gesunken und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Forschungsprämie.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 20.302 TEUR auf 25.895 TEUR erhöht. Die Veränderung ergibt sich aus dem Ergebnis nach Steuern 2025 in Höhe von 5.593 TEUR. Somit beträgt die Eigenkapitalquote zum Jahresende 65,6% (Vorjahr: 49,8%).

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 203 TEUR auf 3.407 TEUR gesunken. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.196).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbezogen um 1.441 TEUR auf 5.803 TEUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um 2.169 TEUR auf 1.206 TEUR. Darin überwiegend enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt, Gebietskrankenkassen, sowie Löhne.

9. LIQUIDATIONSANALYSE

Die liquiden Mittel sanken per Saldo 31.12.2025 um 660 TEUR auf 261 TEUR.

Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich ist gegenüber dem Vorjahr von 696 TEUR auf 798 TEUR gestiegen. Der Investitions-Cashflow in Höhe von –263 TEUR (Vorjahr: -2.161TEUR) stammt aus Investitionen in Sachanlagen und führt zu einem Free-Cash-Flow von 536 TEUR.

Der Cash-Flow aus den Finanzierungsaktivitäten beträgt –1.196 TEUR (im Vorjahr 1.196 TEUR).

10. INVESTITIONEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt (ohne Berücksichtigung von Desinvestitionsmaßnahmen) 263 TEUR bzw. 0,2% des Umsatzes investiert. Diese entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen, darin enthalten sind vorwiegend Werkzeuge und ein Kraftfahrzeug.

NICHT - FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

11. RISIKOBERICHT

Die Gesellschaft ist Teil der Bajaj-Mobility-Gruppe. Aufgrund des Geschäftszwecks der Gesellschaft, der Abwicklung der Rennsportaktivitäten der Gruppe, wirken sich die wesentlichen Risiken aus der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns unmittelbar auf die KTM Racing GmbH aus. Diese betreffen insbesondere Finanz- und Absatzrisiken, trotz des erfolgreich beendeten insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahrens der KTM AG, KTM Components GmbH sowie KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die allgemeine Markt- und Branchenentwicklung, sowie Zinsänderungsrisiken und wertänderungs- und verfügbarkeitsbezogene Risiken bei der Beschaffung produktionsrelevanter Ressourcen.

12. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die KTM Racing GmbH übernimmt innerhalb der Bajaj Mobility-Gruppe eine zentrale Funktion im Bereich Forschung und Entwicklung für motorsportorientierte Fahrzeugkonzepte. Der Rennsport dient dabei als technische Entwicklungsplattform, auf deren Basis fahwerks-, motor-, elektronik- und aerodynamikrelevante Entwicklungen unter realen Wettbewerbsbedingungen erprobt und weiterentwickelt werden. Die dabei gewonnen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Verbesserung der Performance, Zuverlässigkeit und Effizienz von Komponenten ein und bilden die Grundlage für nachgelagerte Serienentwicklungen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der KTM Racing GmbH erfolgen in enger Abstimmung mit den technischen Entwicklungsbereichen der übrigen Konzerngesellschaften. Durch diese strukturierte Zusammenarbeit wird eine zeitnahe Übertragung rennsportspezifischer Innovationen in bestehende Entwicklungsprozesse ermöglicht. Die Entwicklungsarbeit umfasst dabei sowohl die Erstellung von Prototypen, den Aufbau von Rennfahrzeugen, als auch umfangreiche Test- und Validierungsprogramme auf hausinternen Prüfständen, spezialisierten Teststrecken sowie unter realen Belastungsbedingungen im internationalen Rennbetrieb.

Der technologische Schwerpunkt liegt konzernweit insbesondere auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Motor- und Fahrwerksperformance, der Optimierung von Leichtbaukonzepten, der Effizienzsteigerung im Bereich thermischer und elektronischer Systeme sowie der Erhöhung der strukturellen Belastbarkeit. Aus dem dynamischen Wettbewerbsumfeld ergeben sich laufend anspruchsvolle Entwicklungsimpulse.

13. RENNSPORT

Aktivitäten und Erfolge im Rennsport

Eine Saison voller Engagement und Teamwork brachte 2025 weltweit 29 große Rennmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen ein – darunter 17 internationale Fahrertitel und 12 FIM-Herstellertitel. 2025 markiert damit die bislang erfolgreichste Motorsportsaison der Unternehmensgruppe. Über alle Marken erreichte die Gruppe eine neue Bestmarke: Einschließlich der Saison 2025 wurden insgesamt bereits 537 Weltmeistertitel über die drei Marken KTM (372), Husqvarna (122) und GASGAS (43) gefeiert.

» Road Racing

Red Bull KTM trat in der MotoGP-Saison mit einem leistungsstarken Fahreraufgebot im Red Bull KTM Werksteam und dem Red Bull KTM Tech3 Satellitenteam an. Während Maverick Viñales (Tech3) zu Saisonbeginn mit der KTM RC16 konkurrenzfähig war, jedoch durch eine Verletzung zur Saisonmitte zurückgeworfen wurde, überzeugte Pedro Acosta insbesondere in der zweiten Saisonhälfte für das Factory Team.

Insgesamt erzielte KTM acht Sprint- sowie sechs Grand-Prix-Podestplätze und beendete die Saison auf Rang drei der Herstellerwertung; Acosta erreichte Platz vier in der Fahrer-Gesamtwertung. Die vollzogene Übernahme der MotoGP durch Liberty Media stärkt die langfristige Perspektive der Serie. Mit Blick auf die neuen technischen Regularien ab 2027 nahm KTM frühzeitig die Entwicklung des künftigen Motors auf und absolvierte als erster Hersteller bereits erste Testläufe auf dem Prüfstand und der Rennstrecke.

In der Moto2 verlief die Saison für Red Bull KTM anspruchsvoll: Trotz einer Verletzung steuerte Deniz Öncü zwei Siege bei, Collin Veijer zeigte als Rookie eine klare Entwicklung, und Ersatzfahrer Daniel Muñoz trug mit Podestplätzen zu insgesamt fünf Top-drei-Resultaten des Teams bei.

In der Moto3 setzte Red Bull KTM seine Dominanz fort: José Antonio Rueda gewann den Weltmeistertitel, KTM die Herstellerwertung. Mit 20 Siegen in 22 Rennen mit der KTM RC4 unterstrich das Werk seine herausragende Wettbewerbsfähigkeit in der Kategorie.

» Offroad Racing

Die Motorsportsaison 2025 startete mit einem emotionalen Höhepunkt: Daniel Sanders gewann die prestigeträchtige Rally Dakar sowie im Laufe der Saison den Weltmeisterschaftstitel der W2RC. Zudem sicherte sich KTM den Herstellertitel. Mit Edgar Canet triumphierte KTM außerdem in der Rally2-Klasse der Dakar und der W2RC-Weltmeisterschaft.

Die SuperEnduro-Weltmeisterschaft dominierte Billy Bolt (Husqvarna) mit Siegen in allen sieben Runden und sicherte sich seinen vierten Titel. Im EnduroGP gewann Josep Garcia (Red Bull KTM) sowohl die Gesamt- als auch die Enduro1-Wertung; KTM holte beide Hersteller-Titel, während Andrea Verona auf GASGAS in der Enduro2-Klasse den Gesamtsieg einfuhr. Auch im Hard Enduro stellte KTM mit Manuel Lettenbichler erneut den Weltmeister, inklusive prestigeträchtiger Siege beim Red Bull Erzbergrodeo und den Red Bull Romaniacs.

In der MXGP überraschte der 19-jährige Lucas Coenen mit Gesamtrang zwei in seiner Debutsaison in der Klasse, Jeffrey Herlings steuerte fünf GP-Siege bei. Die MX2 Meisterschaft wurde erneut von KTM und Husqvarna dominiert, angeführt von Weltmeister Simon Längenfelder auf der KTM 250 SX-F.

Im US-Supercross (Vize-Meisterschaft mit Chase Sexton mit nur 2-Punkten Rückstand) und der AMA Pro Motocross Serie erzielte KTM zahlreiche Siege und Podestplätze.

14. AUSBLICK

Geschäftsentwicklung

Die Bajaj Mobility-Gruppe blickt auf ein bewegtes Geschäftsjahr zurück. So markierte das Jahr 2025 den erfolgreichen Abschluss insbesondere der Sanierungsverfahren der KTM AG, der KTM Components GmbH sowie der KTM Forschungs und Entwicklungs GmbH, die für den Fortbestand der Gruppe und somit der Gesellschaft maßgeblich waren. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden vom langjährigen strategischen Partner Bajaj zur Verfügung gestellt. Im Zuge dessen erfolgte zum Ende des Jahres 2025 die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Bajaj Mobility AG durch die Bajaj-Gruppe.

Auch nach Übernahme der Mehrheitsanteile kennzeichnet sich die Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe durch ein strategisch-partnerschaftliches Verhältnis. Zeitgleich markiert die Übernahme durch Bajaj die Beendigung der Zugehörigkeit der Bajaj Mobility-Gruppe zum Pierer- Konzernverbund, wie die Umfirmierung der Gesellschaft verdeutlicht. Die Verwurzelung in Österreich bleibt indes unverändert, was für die Gruppe und Bajaj eine zukunftsweisende strategische Entscheidung darstellt. Ziel ist es, dass die Gruppe durch die strategische Partnerschaft mit Bajaj ihre Spitzenposition im globalen Motorradmarkt schnell und nachhaltig zurückerobert, neue Standards setzt und den Unternehmenserfolg sowohl kurz- als auch langfristig dauerhaft absichert. Vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur Bajaj-Gruppe evaluiert der Vorstand zudem weitere Synergiepotentiale.

Das Geschäftsjahr 2026 wird maßgeblich von der konsequenten Weiterführung des Sanierungsplans geprägt sein, dessen Maßnahmen zur Fokussierung, Redimensionierung und Effizienzsteigerung die operative und finanzielle Stabilität der Gesellschaft nachhaltig stärken. Mit der Wiederaufnahme eines Factoring-Programms im Dezember 2025 wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Liquidität gesetzt.

Für das Geschäftsjahr 2026 ist insbesondere die Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen vorgesehen. Die strategische Ausrichtung auf Fokussierung und Redimensionierung spiegelt sich zudem in einer umfassenden Neugestaltung der internen Führungsstrukturen wider. Durch den Abbau von Hierarchieebenen, die Reduktion von Informationsschnittstellen sowie die Straffung bestehender Prozesse sollen Entscheidungswege deutlich verkürzt und die organisatorische Leistungsfähigkeit weiter gestärkt werden.

Trotz der steten und intensiven Umsetzung der bereits im Zuge des Sanierungsverfahrens kommunizierten Maßnahmen erwartet die Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2026 ein herausforderndes Marktumfeld. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Gesellschaft trotz des herausfordernden Marktumfelds wieder nachhaltig in die operative Profitabilität zurückgeführt wird. Im Vordergrund stehen die konsequente Umsetzung des Sanierungsprogramms, eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft, die Optimierung der Kostenstrukturen sowie die Stärkung der finanziellen Stabilität. Die enge Zusammenarbeit mit der Bajaj-Gruppe bildet dabei einen zentralen Hebel zur Verbesserung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz. Zusammen sollen diese Schritte gewährleisten, dass die Gesellschaft langfristig stabile positive Ergebnisse erzielt und dauerhaft solide Free Cashflows generiert. Das Working-Capital-Management bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der finanziellen Stabilisierung und Steuerung. Im Fokus steht dabei die konsequente Reduktion der Lagerbestände sowohl auf Händlerals auch auf Konzernebene. Durch die Optimierung von Produktionsplanung, Bestellprozessen und Distributionsabläufen sollen Überbestände systematisch vermieden und Kapitalbindungen nachhaltig reduziert werden. Auf der Kundenseite hält die Gesellschaft strikt an ihren bestehenden Zahlungszielen fest. Eine Ausweitung der Zahlungsfristen wird bewusst vermieden, um das Forderungsmanagement stabil zu halten und das Risiko erhöhter Außenstände zu minimieren. Parallel dazu wird die Wiederherstellung marktüblicher Zahlungsziele bei Lieferanten vorangetrieben.

Motorsport

In der Saison 2026 soll die bereits eindrucksvolle Anzahl von 537 errungenen Weltmeistertiteln durch leidenschaftlichen Einsatz in höchstem Maße weiter gesteigert werden. Dieses Ziel wurde schon zu Beginn des Geschäftsjahres 2026 bedient, als die Gruppe einen weiteren bedeutenden sportlichen Erfolg verzeichnen konnte: Red Bull KTM Factory Racing gewann abermals die Dakar Rally 2026, die als härtestes Rally-Raid-Event der Welt gilt. Luciano Benavides sicherte sich nach insgesamt rund 8.000 Kilometern und 13 intensiven Etappen (exklusive Prolog) seinen ersten Dakar-Gesamtsieg und erzielte damit zugleich den 21. Dakar-Triumph in der Geschichte von KTM. Der argentinische Fahrer setzte sich in einem der dramatischsten und knappsten Finales in der Rally-Historie durch: Mit einem Vorsprung von lediglich zwei Sekunden auf Ricky Brabec (Honda) krönte Benavides eine beeindruckende Leistung, die von drei gewonnenen Etappen und außergewöhnlicher Konstanz geprägt war.

Auch in der Saison 2026 wird orange die Farbgebung in der MotoGP für die Gruppe markieren. Perspektivisch hat KTM als erster Hersteller bereits im September 2025 den völlig neu konstruierten 850cc-Motor für die MotoGP-Saison 2027 erfolgreich getestet, der aufgrund angepasster technischer Regularien des Wettbewerbs erforderlich wird. Die Vorbereitungen für die MotoGP-Rahmenbedingungen ab 2027 sind in der laufenden Saison von großer Bedeutung.

Das technische KTM-Engagement in der Moto3 entfällt ab der Saison 2028, da das geänderte Reglement nurmehr Einheitsmotorräder eines Mitbewerbers vorsieht. Für KTM bedeutet dies, die Nachwuchsförderung neu zu orientieren, wobei die nächsten Schritte und Maßnahmen derzeit evaluiert werden.

Munderfing, am 03. März 2026

Die Geschäftsführung

Peter Beirer

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.