Inhaltsverzeichnis
SCHOSSWENDER
S. SCHÖSSWENDER MÖBELWERK GESELLSCHAFT M.B.H.
1. Geschäftsverlauf des Unternehmens
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 betrug € 14.869.000,-- und lag damit um 6,38 % über dem Vorjahreswert. Dieses erfreuliche Wachstum wurde trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds erzielt. Die anhaltend verhaltene Konsumstimmung sowie die schwache Entwicklung der Bauwirtschaft beeinflussten die Möbel- und Einrichtungsbranche weiterhin. Vor diesem Hintergrund unterstreicht die positive Umsatzentwicklung die erfolgreiche Marktpositionierung des Unternehmens sowie die hohe Kundenorientierung und Wettbewerbsfähigkeit.
Im Jahr 2025 wurden die Produktbereiche Schlafzimmer und Korpusmöbel gezielt weiterentwickelt und bestehende Serien erfolgreich optimiert. Darüber hinaus wurde ein neuer Tischauszug entwickelt, der das Produktsortiment erweitert und den gestiegenen Anforderungen an Funktionalität und Komfort Rechnung trägt.
Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit besteht in der Produktion für die konzernverbundene Vertriebsgesellschaft. Diese enge operative Verzahnung stellt zwar eine effiziente Marktbearbeitung sicher, führt jedoch auch zu einer starken Absatzkonzentration auf eine verbundene Hauptabnehmerin, wodurch eine gewisse Abhängigkeit im Vertrieb besteht.
2. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Betriebsleistung belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf T€ 15.071 gegenüber T€ 14.387 im Jahr 2024. Das Ergebnis vor Steuern betrug T€ 501 (Vorjahr: T€ -15).
Das Nettoumlaufvermögen erhöhte sich von T€ 2.498 im Jahr 2024 auf T€ 2.519 im Jahr 2025.
Der Cashflow aus dem Ergebnis belief sich 2025 auf T€ 833, nach T€ 231 im Vorjahr. Der Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern lag bei T€ 293 (2024: T€ 113).
Die Eigenkapitalquote ist gestiegen – von 69,96 % im Jahr 2024 auf 75,13 % im Jahr 2025 und unterstreicht die weiterhin solide Eigenkapitalquote des Unternehmens.
3. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
Das Unternehmen verfügt über verantwortliche Ansprechpersonen für Umweltbelange, Werksicherheit und den Arbeitnehmerschutz. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter stellt einen zentralen Bestandteil der Personalstrategie dar.
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Im Bereich Umweltschutz werden alle gesetzlichen Vorgaben vollständig eingehalten. Okologische Aspekte fließen in die strategische Planung ein und finden insbesondere bei der Investition in neue Technologien Berücksichtigung.
4. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Im Geschäftsjahr 2025 war eine kontinuierliche Auslastung gewährleistet, sodass – im Gegensatz zum Vorjahr – keine Stundenreduktion erforderlich war. Dies unterstreicht die stabile Auftragslage und den effizienten Einsatz der vorhandenen Kapazitäten.
Zur Stärkung des Arbeitgeberauftritts und der Lehrlingsausbildung wurde ein neuer Lehrlingsfilm produziert.
Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte Mitwirkung bei der Ofensanierung, dem Austausch der Sprinkleranlage sowie beim Bau einer Presse und einer Hebehilfe. Durch den hohen Eigenleistungsanteil konnten erhebliche Kosteneinsparungen erzielt und gleichzeitig das Know-how innerhalb des Unternehmens weiter gestärkt werden.
Bis April wurden im Zuge eines Lohnfertigungsauftrags Dekorteile und Spanplattenkomponenten für die vom Hochwasser betroffene Möbelproduktion IKTUS (Tschechien) produziert. Diese Zusatzaufträge hatten einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis. Zusätzlich wurde Personal für Messeaufbauten der Vertriebsfirma zur Verfügung gestellt, wobei die entsprechenden Leistungen weiterverrechnet wurden.
Der Mitarbeiterstand von 97 Personen blieb gegenüber dem Jahr 2024 unverändert.
5. Wesentliche Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Nach derzeitigem Wissensstand bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Dennoch ist aufgrund der engen Absatzverbindung zur Schwestergesellschaft eine gewisse Abhängigkeit von einem einzelnen verbundenen Abnehmer gegeben, die entsprechend beobachtet wird. Ebenso bleiben die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie der Auftragsstand zentrale Beobachtungspunkte.
6. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
7. Forschung und Entwicklung
Im Rahmen kontinuierlicher Investitionen wurden Qualitätsverbesserungen in der Produktion erzielt. Wesentliche Investitionen betrafen:
• Anschaffung eines CNC-gesteuerten Bearbeitungszentrums zum Bohren und Fräsen • CNC-gesteuerte Dübelmaschine • Erwerb einer Bürstenmaschine • Neuer Elektrostapler • Neue Maschine mit 5 verschiedenen Schleifköpfen als Ersatz der alten Fladermaschine
Im Bereich Produktentwicklung wurden neue Speisezimmer-Serien sowie neue Korpusmöbelserien und ein Tischauszug realisiert.
8. Finanzinstrumente, Risiken und Strategien
Nahezu der gesamte Umsatz wird in Euro fakturiert, wodurch Währungsrisiken weitgehend ausgeschlossen sind. Es kommen keine derivativen Finanzinstrumente zum Einsatz.
Die Preise für Rohstoffe und Materialien haben sich im Jahresverlauf stabilisiert. Die Energiekosten konnten gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Gleichzeitig kam es zu einer Erhöhung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter, was zu einem moderaten Anstieg der Personalaufwendungen führte.
9. Ausblick und Prognosebericht
Das Konsumverhalten bleibt im ersten Quartal 2026 weiterhin verhalten. Die schwache Baukonjunktur wirkt sich weiterhin dämpfend auf die Möbelnachfrage aus.
Im Geschäftsjahr 2026 kam es in einzelnen Beschaffungsbereichen zu moderaten Preissteigerungen. Gleichzeitig konnten bei bestimmten Materialien, insbesondere im Metallbereich, leichte Preisrückgänge erzielt werden. Durch intensive Verhandlungen mit den Entscheidungsträgern der Lieferanten sowie die Erschließung neuer Bezugsquellen zu attraktiveren Konditionen konnten die Auswirkungen der Kostensteigerungen teilweise kompensiert werden.
Die geopolitischen Entwicklungen, insbesondere der Nahostkonflikt, führten zu zusätzlichen Preissteigerungen in einzelnen Beschaffungsbereichen. Das Unternehmen reagierte darauf mit einer temporären Preisanpassung. Darüber hinaus wurden aufgrund gestiegener Material- und Energiekosten weitere, marktgerechte Preisanpassungen vorgenommen, um die Wirtschaftlichkeit nachhaltig sicherzustellen.
Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten bleibt der kurzfristige Ausblick mit entsprechenden Planungsrisiken behaftet. Insbesondere der Bereich Auftragseingang ist eng zu beobachten, und Verkaufsmaßnahmen müssen weiter intensiviert werden.
Franking, 11.August 2026 Alfred Weiß Geschäftsführung
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