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Wirtschaftsbericht
Es wird vorausgeschickt, dass zum Stichtag 01.01.2019 die ehemalige DI Hans Goidinger, Bau- und Leichtbeton Ges. m. b. H. (nunmehr GOIDINGER Immobilien GmbH – FN 42495 v) ihren Geschäftsbetrieb in die neu gegründete GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH – FN 520799 g eingebracht und sich dabei die betrieblichen Liegenschaften zurückbehalten hat.
Die Betriebsleistung der GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder auf etwa 18,4 Mio. EUR verringert. Der Jahresüberschuss konnte dagegen von etwa EUR 72,000,00 auf ungefähr EUR 228.000,00 gesteigert werden, was in erster Linie auf eine Stabilisierung der Einkaufspreise, welche insbesondere am Bau zum Teil im Vorjahr, besonders aber im laufenden Jahr, mehr oder weniger weiterverrechnet werden konnten, zurückzuführen ist.
Die Umsätze der Sparte Hochbau haben sich gegenüber dem Jahr 2024 um etwa 15 % verringert, das Ergebnis konnte vor allem infolge der Reduktion der bezogenen Leistungen und der beträchtlich verringerten halbfertigen Projekte ungefähr gehalten werden. Trotz des Auslaufens der KIM-Verordnung der FMA bleibt die Immobilienfinanzierung schwierig, sodass bis auf weiteres nicht mit einer wesentlichen Erholung im Wohnungsbau zu rechnen ist.
In der Produktion diverser Putze konnte im Jahr 2025 wieder eine ordentliche Steigerung bei den Umsätzen erzielt werden und auch die Deckungsbeiträge zeigen sich ordentlich verbessert. Hier hat sich der Markt wieder leicht erholt, es ist offensichtlich gelungen, den Sanierungsbereich stärker zu versorgen, ausserdem haben sich sie Materialpreise hier sogar etwas verringert.
Tirofon Promix und Recyclingmaterial wurde Anfang 2023 aufgegeben, bei Tirofon Rasant konnten sowohl Umsatz als auch Ergebnis im Bereich um etwa 10 % gesteigert werden, wobei der Anteil dieser Sparte am Gesamtumsatz sowie am Gesamtergebnis relativ gering ist.
Der Handel mit Baumaterial und Putzbedarf hat gegenüber dem Vorjahr etwas verloren, dies spielt jedoch im Unternehmensergebnis ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle.
Verwaltungs-, Vertriebs- und allgemeine Fertigungskosten sind gegenüber 2024 in Summe im Rahmen der Inflation angestiegen..
Kennzahlen 2025
| Eigenkapitalquote | 45,20 | % |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 316.000,00 | |
| Umsatzrentabilität | 1,24 | % |
| Anlagendeckungsgrad | 115,72 | % |
| Cash Flow aus der Betriebstätigkeit | -383.000,00 | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -212.000,00 | |
| Cash Flow aus der Finanzierung | 0,00 | |
| -595.000,00 | ||
| Kontrolle: Veränderung liquide Mittel | -595.000,00 |
Zweigniederlassungen
Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Entwicklung wird im branchenüblichen Ausmass betrieben.
Risikobericht
Die allgemeine Konjunktur am Bau bleibt sowohl in Österreich als auch in Deutschland auf niedrigem Niveau. Die Auftragslage ist zwar bis ins Jahr 2027 hinein als gut zu bezeichnen, ob allerdings die Mitte 2025 ausgelaufene KIM – Verordnung zu einer Verbesserung im Wohnungsbau führen kann, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste eine Anpassung der Aufwendungen insbesondere hinsichtlich des Leasingpersonals erfolgen, die maschinelle Ausstattung wurde bereits weitestgehend ausgelagert.
Gegen das Risiko, keine qualifizierten Mitarbeiter mehr zu finden, versuchen wir uns durch die Ausbildung von Lehrlingen abzusichern (ca. 7% des gesamten Personals im Durchschnitt der letzten Jahre), von denen auch viele nach der Lehrzeit im Unternehmen verbleiben. Darüber hinaus hat sich in Spitzenzeiten auch die Aufnahme von Leiharbeitern bewährt.
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Umstände von besonderer Bedeutung für das Unternehmen eingetreten.
Die Covid 19 Krise und die damit verbundenen politischen Massnahmen haben abgesehen von einem 14-tägigen Stillstand am Bau im März 2020 bislang keine Auswirkungen wirtschaftlicher Natur auf unser Unternehmen gehabt.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Wie sich die Situation in der Zukunft gestalten wird, ist derzeit schwer abzuschätzen, und hängt unserer Meinung nach stark davon ab, ob nach Auslaufen der drastischen Bestimmungen für Fremdfinanzierungen diese in Hinkunft tatsächlich erleichtert werden. Echte Impulse seitens der öffentlichen Hand sind angesichts der budgetären Lage eher nicht zu erwarten. Ein dramatischer Einbruch in der personalintensiven Sparte Bau müsste sicherlich eine entsprechende Reduktion der Belegschaft nach sich ziehen. Hinsichtlich des Maschinenparks dürfte unser Unternehmen einigermassen flexibel sein, da in diesem Bereich bereits sehr vieles ausgelagert wurde. Die seit dem Jahr 2022 stark gestiegenen Energiepreise spielen für unser Unternehmen nur eine untergeordnete Rolle.
Da sämtliche unserer Produkte nur sehr schmale Nischen besetzen, ist der heimische Markt (d.h. Westösterreich) schon seit einiger Zeit zu klein geworden. Beim Vertrieb insbesondere von Tiroplan – Schlitzputz konnten in den letzten Jahren vor allem in Süddeutschland und Ostösterreich grosse Fortschritte gemacht werden. Auch wird verstärkt versucht, durch Anwerbung von freien Handelsvertretern, das Gebiet weiter (zunächst Richtung Mittel- und Norddeutschland) auszudehnen. Allerdings ist in Deutschland der Neubau in wesentlich stärkerem Ausmass zurückgegangen als hierzulande, der Sanierungsbereich erscheint jedoch noch halbwegs stabil. In der bisher etwas vernachlässigten Schweiz erscheinen durchaus noch Steigerungen machbar, sei es in Form von Unternehmensbeteiligungen oder durch stärkere Kooperation mit lokalen Betrieben.
Im Jahr 2022 wurde beschlossen, die Sparte Tirofon Promix samt dem Recycling von Polystyrol aufzugeben. Es wurden zwar bis zuletzt positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet, trotzdem erscheint eine Konzentration auf Tirofon Rasant auf Basis von Eigenpolystyrol insgesamt zielführender.
Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass das Unternehmen weiterhin eine positive Entwicklung nehmen wird.
| Mag. Hans Gøidinger Wattens, am 11.09.2026 | ||||
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| Jaco | ||||
| Mag. Arno Goidinger | ||||