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Spitzer Gesellschaft m. b. H.
L A G E B E R I C H T für das Geschäftsjahr 2024/2025
Gegenstand des Unternehmens ist die Verarbeitung und Verlegung von allen Arten von Dach- und Fassadentechnik, sowie der Handel mit zeitgemäßen Erzeugnissen aus Metall, Kunststoff etc., zur Eindeckung von Dächern und Verkleidung von Fassaden, das Dienstleistungspaket PROFDACH, weiters die Ausübung des Dachdeckergewerbes sowie die Ausübung des Zimmermeistergewerbes. Es bestehen keine Zweigniederlassungen. In Traiskirchen (Niederösterreich) wird eine Betriebsstätte geführt.
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Ertragslage des Unternehmens
Das abgelaufene Wirtschaftsjahr ist als Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung, die sich insbesondere im Bausektor niedergeschlagen hat, und der Nachholeffekte der Inflation nicht sehr erfolgreich verlaufen. Die Betriebsleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ist gegenüber dem Vorjahr um 5,14 % auf EUR 14.412.973,-- zurückgegangen, obwohl auftragsbedingt und größenbedingt Baustellen vermehrt fertiggestellt werden konnten und die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 39,06 % auf € 16.834.110,- gestiegen sind. Trotzdem konnte ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreicht werden.
Der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsmitteln hat sich trotz Preissteigerungen durch eine veränderte Umsatzzusammensetzung, bezogen auf die Betriebsleistung, gegenüber dem Vorjahr um 5,19 % verringert. Durch eine zusätzliche Veränderung der bezogenen Leistungen ist der Deckungsbeitrag 1, bezogen auf die Betriebsleistung, um 13,21 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie guter Wertpapiererträge ist der Finanzerfolg von EUR 212.311,-- auf EUR 477.424,- gestiegen.
Das Betriebsergebnis ist um EUR 82.510,- gegenüber dem Vorjahr gesunken, das sind -232,64 %.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug EUR 443.206,-- (Vorjahr EUR 253.631,-).
Die Umsatzrentabilität betrug 2,56 % (Vorjahr 2,05 %), die Eigenkapitalrentabilität 6,65 % (Vorjahr 3,54 %) sowie die Gesamtkapitalrentabilität 3,56 % (Vorjahr 2,22 %), wobei als Basis das Kapital jeweils zum Beginn des Geschäftsjahres herangezogen wurde.
2. Kennziffern der Vermögens- und Finanzlage
Das Nettoumlaufvermögen betrug EUR 4.271.145,— (Vorjahr EUR 3.960.679,-) und die Eigenkapitalquote 64,83 % (Vorjahr 53,69 %).
Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen EUR 453.143,-, wobei der größte Teil auf das Anlagevermögen und dort auf den Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Wertpapiere entfiel.
Spitzer Gesellschaft m.b.H.
Finanzlage-Geldflussrechnung
Zur Darstellung der Finanzlage dient die nachstehende Geldflussrechnung
gegliedert nach Aktivitätsbereichen.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Te | Te | |
| 1. Ergebnis vor Steuern | 430 | 248 |
| 2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen Anlagevermögen | 517 | 494 |
| 3. -/+ Gewinn/Verlust Anlagenabgänge | -314 | -37 |
| 4. -/+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | ||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -211 | -215 |
| 5. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | ||
| soweit nicht Zeile 7 bis 9 betreffend | 0 | 0 |
| 6. Geldfluss aus dem Ergebnis | 422 | 490 |
| 7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sonstiger Aktiva inkl. Aktive Rechnungsabgrenzungen | 2.514 | -2.021 |
| 8. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | ||
| Abfertigung- und Pensionsrückstellungen | ||
| sonstige Rückstellungen | 221 | -277 |
| 9. +/- Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen, | ||
| sonstige Verbindlichkeiten und anderen Passiva | -2.471 | 1.723 |
| 10. Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis | 686 | -85 |
| 11. - Zahlungen f. Ertragsteuern | -2 | -2 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 684 | -87 |
| 13. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 48 | 52 |
| 14. + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang/ so. Finanzinvestitionen | 599 | 186 |
| 15. - Auszahlungen f. Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) | -236 | -419 |
| 16. - Auszahlungen Finanzanlagenzugänge/ so. Finanzinvestitionen | -217 | -314 |
| 17. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 224 | 221 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 418 | -275 |
| 19. Einzahlungen von Eigenkapital | 0 | 0 |
| 20. - Rückzahlungen von Eigenkapital | 0 | 0 |
| 21. - Auszahlungen für Gewinnausschüttungen | -400 | -700 |
| 22. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 0 |
| 23. - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | 0 | 0 |
| 24. - Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -13 | -6 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -413 | -706 |
| 26. zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und | ||
| Zahlungsmitteläquivalente | 689 | -1.068 |
| 27. +/- Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen der | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 |
| 28. + Finanzmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 3.162 | 4.230 |
| Finanzmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 3.851 | 3.162 |
3. Unternehmensrisiken/Risikomanagement
Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin sowohl im Einkauf als auch im Verkauf auf den österreichischen Markt, wodurch Länder- und Währungsrisiken nicht gegeben sind.
Dem Zahlungsausfallsrisiko hinsichtlich gewerblicher Kunden, welches mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln nicht versicherbar ist, begegnet die Gesellschaft durch ein Monitoring mit Hilfe des KSV 1870 Bonitätsmonitors. Darüber hinaus versuchen wir in Form von Teilabrechnungen das Ausfallsrisiko möglichst gering zu halten.
Die durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine bedingten Preissteigerungen im Materialbereich sowie die gestiegenen Energiekosten entfalten über Zweit- und Drittrundeneffekte auch Auswirkungen auf den Lohnbereich. Diese wirken sich – in Verbindung mit der schwachen Konjunktur - natürlich auch auf unser laufendes Geschäftsjahr aus.
Die sich täglich bzw. wöchentlich ergebenden Preissteigerungen versuchen wir durch kurzfristig gültige Angebote an unsere Kunden weiterzugeben.
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt betreffend den eklatanten Facharbeitermangel ist gleichgeblieben. Der Versuch, dies durch Ausbildung von Lehrlingen zu verbessen, scheitert meist am Interesse der jungen Menschen für unseren Beruf.
4. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Auftragslage ist etwas schlechter als im Vorjahr. In Anbetracht der gesunkenen Zinsen und der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren in der Stadt Graz, die für uns ein wesentlicher Markt ist, gehen wir nicht von Auslastungsproblemen im kommenden Jahr aus. Durch den herrschenden Mangel an Fachkräften müssen wir vermehrt auf Personalleasing oder Subunternehmen zurückgreifen, was sich negativ auf den Deckungsbeitrag auswirkt.
Auch im privaten Bereich erwarten wir in Anbetracht der wieder anziehenden Nachfrage eine gute Umsatzentwicklung.
5. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen betreibt Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit externen Partnern.
6. Prognose
Das Unternehmen ist von den Maßnahmen der Regierung, den Spätfolgen der Pandemie und der herrschenden Wirtschaftslage, verursacht durch den Ukrainekrieg, abhängig.
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir auf Grund der derzeitigen Auftragslage ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis - jedoch beim Thema Fachkräfte und Material bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt, und welche Einflüsse die Preiserhöhungen für zukünftige Aufträge haben werden.
Gestützt durch den bisherigen Geschäftsverlauf und durch die Kenntnisse der nächsten Entwicklung erwarten wir für dieses Jahr ein dennoch zufriedenstellendes Ergebnis.
Graz, am 27.11.2025
Mag. Dr. Georg Spitzer Mag. Paul Spitzer
In the DDipl Ing. DDr. Hans Spitzer