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Lagebericht 2024

Software GmbH Österreich

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 15. Jän. 2026

Inhaltsverzeichnis

I. Struktur und Geschäftsverlauf des Unternehmens

Die Software GmbH Österreich zählt mit ca. 14,3 Mio. EUR (2023: 17,3 Mio. EUR) Umsatzerlösen und mit durchschnittlich 26 (2023: 34) Mitarbeitern in 2024 zu den Landesgesellschaften kleinerer bis mittlerer Größe innerhalb der Software AG Gruppe.

Die Kundenzielgruppe im lokalen Geschäft umfasst die Top 500 Unternehmen.

II. Lage des Unternehmens

Nach der erfolgreichen Einführung der Super iPaaS-Plattform im Jahr 2023 gab die Muttergesellschaft Software GmbH am 18. Dezember 2023 bekannt, eine Vereinbarung zur Veräußerung des Integrationsgeschäfts an IBM geschlossen zu haben. Das vormals zum Konzern gehörende Integrationsgeschäft setzte sich aus den Produktfamilien webMethods und StreamSets und bildet zusammen mit diesen die Super iPaaS-Plattform.

Ferner schloss der Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 eine Vereinbarung zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Trendminer, der Teil der IoT-Produktfamilie war.

Am 1. Juli 2024 wurde die separate Veräußerung der Geschäftsbereiche Integration (IntegrationCo) und Trendminer erfolgreich abgeschlossen, was einen Abgang der zugrundeliegenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zur Folge hatte.

Im dritten Quartal 2024 schloss die Muttergesellschaft zudem eine separate Vereinbarung zur Veräußerung des Geschäftsbereichs „Cumulocity“ ab. Diese Transaktion wurde am 31. Dezember 2024 abgeschlossen.

Aufgrund der beschriebenen Abgänge von Geschäftsbereichen, kam es zu bedeutenden Einmaleffekten, wodurch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit dem Vorjahr nur bedingt möglich ist. Die Effekte durch den Unternehmensverkauf auf die Ergebnislage lassen sich wie folgt zusammenfassen:

• Die Gesamtumsätze sanken von 17,3 Mio. EUR auf 14,3 Mio EUR.

• Gleichzeitig sanken die Personalaufwendungen durch den Übergang von Mitarbeitern von 4,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio EUR. • In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von 21,3 Mio. EUR aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten enthalten • Durch die oben angeführten Erträge aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten stiegen die laufenden Steueraufwendung von 0,6 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR.

Auf die Finanzlage hat sich die Veräußerung der Geschäftseinheiten wie folgt ausgewirkt:

• Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 12,3 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR gestiegen, was im Wesentlichen aus der zentralen Vereinnahmung des Verkaufserlöses aus den (Teil)Betriebsveräußerungen durch die Muttergesellschaft resultiert • Demgegenüber sind die Forderungen aus Lieferung und Leistung von 2,4 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR gesunken. • Auf der Passivseite resultierten die oben angeführten Erträge aus dem Verkauf der Geschäftseinheiten vor allem in einem Anstieg der Steuerrückstellung.

Nachfolgend geben wir einen tabellarischen Überblick über die Entwicklungen und stellen einige ausgewählte Kennzahlen dar.

a) Überblick über den Geschäftsverlauf

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Angaben in TEUR20242023
Umsatzerlöse14.30017.322
Sonstige betriebliche Erträge21.384242
Materialaufwand und bezogene Leistungen-6.353-9.196
Personalaufwand-3.644-4.946
Abschreibungen-37-42
Sonstige betriebliche Aufwendungen-1.116-1.216
Betriebsergebnis24.5342.164
Finanzergebnis1.340472
Ergebnis vor Steuern25.8742.636

b) Kennzahlen zur Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242023
Umsatzerlöse in TEUR14.30017.322
Ergebnis vor Zinsen und Steuern in TEUR (EBIT)125.9182.683
Umsatzrentabilität in % (EBIT / Umsatz)181,215,5
Eigenkapitalrentabilität in % (Ergebnis vor Steuern /
Eigenkapital)98,532,0
Gesamtkapitalrentabilität in % (EBIT / Gesamtkapital)68,717,6

c) Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242023
Net debt - Nettoverschuldung (verzinsliches Fremdkapital
abzüglich flüssiger Mittel in TEUR)7591.024
Working capital - Nettoumlaufvermögen (kurzfristiges
Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital)4.0429.234
Eigenkapitalquote in % (Eigenkapital zu Gesamtkapital)69,6354,12
Verschuldungsgrad in % (Fremdkapital zu Eigenkapital)43,6184,78

¹ 1 Ergebnis vor Steuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen

d) Cash-Flow-Kennzahlen in TEUR

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20242023
Ergebnis vor Steuern25.8742.636
Abschreibungen3742
Veränderung langfristiger Rückstellungen-38552
Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen0,10
Zahlungsunwirksame Erträge-19.6980
Cash-Flow aus dem ordentlichen Ergebnis5.8282.730
Veränderung von kurzfristigen Rückstellungen-1.037232
Veränderung von Forderungen und sonstiger Aktiva474-520
Veränderung von Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva-854993
Working Capital Veränderung4.4113.435
Zahlungen für Ertragsteuern-254-667
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit4.1572.768
Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit-4.277-2.632
Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeit0136
Nettogeldfluss gesamt-1200
Finanzmittelbestand am Beginn des Jahres1382
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres18138

* Das Kassen- und Bankguthaben betrug zum 31.12.2024 TEUR 18 (VJ: TEUR 138). Zum 31.12.2024 besteht eine Cashpool-Forderung gegenüber der Software GmbH, Darmstadt in Höhe von TEUR 2.547 (VJ: TEUR 2.515). Die Veränderung des Konzern-Cash-Pools ist im Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit dargestellt.

Wie bereits oben angeführt, wurden die Erlöse aus der Teilbetriebsveräußerung zentral durch die Muttergesellschaft vereinnahmt und bei der Gesellschaft als Konzern-Forderungen erfasst. Dabei handelt es sich um einen unbaren Vorgang.

Neben der oben angeführten Veränderung des Konzern-Cash Pools ist im Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit die Veränderung des Konzern-Finanzierungsforderungen (soweit diese nicht aus Verrechnungen aus den (Teil)Betriebsveräußerungen resultiert) erfasst.

Die Gewinnausschüttung des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.899 wurde in Höhe von TEUR 579 in Form einer Sachdividende durchgeführt. Der verbleibende Teilbetrag war zum Bilanzstichtag noch nicht durchgeführt und ist in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen unbaren Vorgang.

III. Risikomanagement

Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein umfangreiches Berichtssystem, mit dem die unternehmensspezifische Entwicklung laufend analysiert wird und Abweichungen zur Planung ersichtlich werden.

Zur Begrenzung des Ausfallrisikos sind entsprechende Reporting- und Monitoringsysteme im Einsatz, für eingetretene und erkennbare Risiken wird durch den Ansatz von entsprechenden Wertberichtigungen und Rückstellungen vorgesorgt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Software GmbH (Headquarter), bei der aufgrund der guten Liquidität kein Risiko eines Forderungsausfalls erwartet wird.

Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen wir moderne Hardware und aktuelle Software ein. Die Datensicherheit stellen wir durch etablierte Backupverfahren sicher.

Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit einem leistungsgerechten Vergütungs- und Provisionssystem entgegen.

Es bestehen keine Fremdwährungsrisiken von Forderungen und Verbindlichkeiten.

Aufgrund der guten Liquidität hat die Software GmbH Österreich keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ein Liquiditätsrisiko sehen wir durch unsere gesamte finanzielle Ausstattung nicht.

Die Veranlagung der überschüssigen Liquidität erfolgt aufgrund der Vorgaben durch die Muttergesellschaft im Rahmen des Konzern-Cashpoolings in sicheren Finanzinstrumenten. Ein Risiko daraus ist für unser Unternehmen nicht gegeben.

IV. Forschung und Entwicklung

Die Bereiche Forschung und Entwicklung werden für die Software GmbH Österreich zentral in Saarbrücken bzw. in Darmstadt sowie in weiteren weltweit angesiedelten F&E Einheiten durchgeführt.

V. Standorte

Die Software GmbH Österreich unterhielt in 2024 ihren einzigen Standort in Wien.

Die Buchhaltungsagenden sind in ein konzerninternes Shared Service Center ausgelagert.

VI. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2024 veräußerte der Konzern verschiedene Geschäftsbereiche, die zum Teil noch zur Umsatz- und Margenentwicklung im Berichtszeitraum beitrugen (der Carve-Out des Integrationsgeschäfts und von Trendminer erfolgte im Juli 2024, jener von Cumulocity im Dezember 2024). Wir gehen davon aus, dass der Abgang dieser Geschäftsbereiche einen signifikanten Rückgang des Konzern-Produktumsatzes, der Gesamt-Umsatzerlöse und des operativen Ergebnisses zur Folge haben wird, da diese im vorherigen Geschäftsjahr noch zu den Umsätzen und dem Jahresüberschuss des Unternehmens beigetragen haben.

Wie bereits im Anhang unter Punkt D.7. angeführt, wurde die Veräußerung des Geschäftsbereiches Alfabet am 1. Januar 2025 nach Erfüllung der entsprechenden Bedingungen abgeschlossen.

Der Konzern wird sich auf die verbliebenen Geschäftsbereiche Adabas & Natural (A&N) sowie ARIS fokussieren, wobei jeder Geschäftsbereich künftig unabhängig, zielorientiert, flexibel und rechenschaftspflichtig sein. Die Software GmbH Österreich wird sich in diesem Zusammenhang auf das Adabas & Natural (A&N) – Geschäft fokussieren, weshalb auch der Teilbereich ARIS per 30.06.25 an die Konzerngesellschaft SAG ARIS GmbH in Deutschland durch die Gesellschaft veräußert wurde.

Mit Adabas stellt das Segment A&N ein leistungsstarkes Datenbank-Managementsystem für alle Plattformen bereit. Natural ist die zugehörige Entwicklungsumgebung und bildet die Grundlage für zahlreiche Softwareanwendungen, die Unternehmen aus vielen Branchen unterstützen. Daneben erlauben die CONNX-Produkte die Integration, Virtualisierung und Replikation der Daten und machen sie damit zugreifbar und nutzbar, wo immer sie gespeichert sind.

Wien, am 28. November 2025

ed by 0618688BBB4AB.

Angela Harrop

Geschäftsführung

Signiert von:

Josef Vtay

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Josef Utz

Geschäftsführung

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