Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Struktur des Unternehmens
Die GST Grinder GmbH (kurz GST) mit Sitz in Sierndorf ist eine 100% Tochtergesellschaft der GST Holding - Gesellschaft für Schleiftechnik GmbH und beschäftigt sich mit dem Neubau, der Modernisierung und dem Ersatzteilverkauf von Schleifmaschinen. Mit Generalversammlungsbeschluss sowie Spaltungs- und Ubernahmevertrag vom 22.08.2019 hat die GST Holding - Gesellschaft für Schleiftechnik GmbH (FN 72934g) den operativen Betrieb "Entwicklung, Produktion, Wartung und Reparatur von Schleifmaschinen und Schleifmaschinenersatzteilen" rückwirkend zum Stichtag 31.12.2018 im Wege der Gesamtrechtsnachfolge durch verhältniswahrende Abspaltung zur Aufnahme auf die GST Grinder GmbH übertragen.
Die GST Grinder GmbH hat den Betrieb "Entwicklung, Produktion, Wartung und Reparatur von Schleifmaschinen und Schleifmaschinenersatzteilen" der übertragenden Gesellschaft mit allen Aktiva und Passiva, mit allen Rechten und Pflichten, mit allen mangels Anschaffungswerte nicht aufscheinenden immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen unter Fortführung der Buchwerte rückwirkend zum Spaltungsstichtag übernommen.
Das Jahr 2024 ist das sechste Geschäftsjahr der GST Grinder GmbH, die Liegenschaftsverwaltung verbleibt bei der GST Holding - Gesellschaft für Schleiftechnik GmbH.
Am 29.09.2025 wurden sämtliche Anteile an der GST Grinder GmbH von der Firma TECH-CO GmbH übernommen.
Wichtigste Technologien und Produkte:
Die Kernkompetenz ist die Fertigung von maßgeschneiderten Schleifmaschinen und Bearbeitungslösungen. Das Servicespektrum, zu dem auch die Modernisierung und Uberarbeitung von gebrauchten Fremdfabrikaten zählt, wird stetig erweitert.
Die Gesellschaft wurde bis 01.04.2024 von zwei Geschäftsfuhrern vertreten. Am 01.04.2024 wurde Herr Bruno Grojer als alleiniger Geschäftsführer bestellt. Für die Leiter der wichtigsten Abteilungen wurde eine genaue Stellenbeschreibung ausgearbeitet, um die Strukturen an das Wachstum des Unternehmens anzupassen.
Im Bereich der Werkstätte wurde eine Teamstruktur geschaffen, um Aufgaben besser verteilen zu können und Verantwortlichkeiten aufzuteilen.
Der Vertrieb hat in einzelnen Ländern Vertretungen, die Kundenbesuche und Auftragsbesprechungen abwickeln. Die Angebotserstellung erfolgt jedoch vom Vertriebsinnendienst im Haus.
Außer dem Standort in Sierndorf gibt es keine Zweigniederlassungen.
1.2. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Das Unternehmen GST zeichnet sich durch individuelle Lösungen für Kunden aus der Automobil- sowie Allgemeinindustrie aus. Die Liste der Absatzländer wird ständig erweitert und erfasst außer europäischen Ländern auch China und Nordamerika.
Wesentliche Absatzmärkte:
➢ Österreich ➢ Deutschland > Ungarn ➢ Tschechien ➢ China ➢ Mexiko
Die seit der zweiten Jahreshälfte 2022 anhaltende Stagflationsphase aufgrund der kriegerischen Handlungen zwischen der Ukraine und Russland, die geringere Dynamik des internationalen Umfelds sowie der energiepreisbedingte starke Inflationsanstieg haben weiterhin sehr große Auswirkungen auf unser wirtschaftliches Umfeld. Der Inflationsdruck war im Jahr 2024 weiterhin sehr hoch.
Die Nachwirkungen der Covid-Jahre und vor allem die Preissteigerungen (Materialknappheit aufgrund Ukrainekrieg) der vergangenen Jahre waren im Geschäftsjahr 2024 noch deutlich zu spüren. Die Lage am Rohstoffmarkt und die Lieferverzögerungen sowie auch technische Probleme bei der Auftragsabwicklung führten dazu, dass sich die Fertigstellung einzelner Anlagen deutlich verzögert hat. Das hat einerseits Liquiditätsengpässe verursacht, andererseits konnten die zwischenzeitig stattgefundenen Preissteigerungen (Materialeinkauf und Personal) nicht an die Kunden weiter verrechnet werden. Zudem war die Automobilbranche (Stichwort Verbot von Verbrennungsmotoren), welche sich für den Hauptteil des Umsatzes des Unternehmens verantwortlich zeigt, mit Aufträgen zurückhaltend.
Die Geschäftsführung hat am 03.07.2024 beim Landesgericht in Korneuburg Insolvenz angemeldet.
Mit Beschluss vom 03.07.2024 wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Gesellschaft eröffnet, infolgedessen ein Sanierungsplan erarbeitet wurde, der mit Beschluss vom 02.10.2024 durch den Gläubigerausschuss angenommen und am 20.11.2024 durch das Landesgericht Korneuburg rechtskräftig bestätigt wurde.
Das Sanierungskonzept beinhaltet folgende wesentliche Anpassungen:
- Personalabbau in einigen Teilbereichen (Personalreduktion 2024: 11 Mitarbeiter) - Einsparungen bei Materialeinkäufen durch Ausweitung des Lieferantenstammes und Zielpreisvorgaben - Inflationsbedingte Preisanpassungen werden in der Kalkulation berücksichtigt. - Installation einer Arbeitsvorbereitung zwecks Effizienzsteigerung - Vorgabezeiten für Arbeitsschritte inkl. Kontrolle der IST-Zeiten und Rückführung
Der erarbeitete Sanierungsplan sieht vor, dass die Gläubiger zur vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen eine Quote von 20% (zahlbar zu 6% Barquote binnen 14 Tagen nach rechtskräftiger
GST Grinder GmbH
Bestätigung des Sanierungsplans, weitere jeweils 3,5% binnen 7, 12, 18 und 24 Monate ab Annahme, nicht jedoch vor rechtskräftiger Insolvenzaufhebung) erhalten.
Die 6% Barquote sowie die Verfahrenskosten konnten fristgerecht bis zum Stichtag 06.11.2024 hinterlegt werden.
Für die Zukunft sehen wir insbesondere Wachstumschancen im Bereich des bereits begonnen Schrittes in Richtung der Allgemeinindustrie, um die Abhängigkeit von der Automobilindustrie weiter zu reduzieren. Hier wurden in den letzten Jahren intensive Anstrengungen zur Entwicklung universell einsetzbarer Maschinentypen unternommen. Ein weiterer Zukunftsmarkt könnte sich im Bereich der Bearbeitung von hartstoffbeschichteten Bremsscheiben ergeben, welche auf Grund einer EU-Verordnung zur Feinstaubreduktion künftig einzusetzen sind. In diesem Bereich hat GST bereits ein Patent für eine neuartige Bearbeitungsmethode angemeldet. Auch könnten sich durch die neue Eigentümerin Synergieeffekte sowie eine Liquiditätsstärkung ergeben.
1.3. Entwicklung der Vermögens- Finanz und Ertragslage
Ertragslage:
Das erarbeitete Sanierungskonzept soll mittel- und langfristig den Grundstein für eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens bilden. Die positiven Kundenmeinungen zeigen, dass die GST-Produkte weiterhin für ausgezeichnete Qualität stehen und trotz der schwierigen Lage im Marktumfeld weiterhin gefragt sind. Auch die gute Stimmung im Unternehmen sowie die neue Führungsebene und deren optimistische Einstellung trägt maßgeblich zur positiven Entwicklung bei. Gemeinsam mit der neuen Eigentümerin sollen Synergieeffekt genutzt und dadurch die Ertragslage kontinuierlich verbessert werden.
Die Betriebsleistung für das Jahr 2024 betrug EUR 10.606.622 (2023: EUR 13.914.017) inklusive Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen. Der Jahresgewinn 2024 betrug 1.373.364 (2023 EUR -1.669.823) . Das positive Jahresergebnis trotz deutlichem Rückgang der Betriebsleistung ist überwiegend auf den Nachlass von Verbindlichkeiten (Sanierungsgewinn) in Höhe 4.802.975 zurückzuführen. Es handelt sich um einen Einmaleffekt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass in den kommenden Jahren die Ertragslage wieder deutlich angespannter sein wird.
Vermögenslage:
Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme)
Die Eigenkapitalquote per 31.12.2024 beträgt 23% und ist im Vergleich zum Vorjahr (5%) aufgrund des Sanierungsverfahrens gewachsen.
Verschuldungsgrad (Fremdkapital/Eigenkapital)
Der Verschuldungsgrad liegt am 31.12.2024 bei 329% (2023: 1722%).
Working Capital (Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital)
Das Working Capital beträgt am 31.12.2024 TEUR 2.530 (2023: TEUR 2.142).
Finanzlage:
In der ersten Jahreshälfte wurde die Liquidität über einen Exportfondkredit in Höhe von 1,5 Mio EUR sowie über einen Überziehungsrahmen in Höhe von 1,0 Mio EUR abgesichert.
GST Grinder GmbH
Aufgrund des Sanierungsverfahrens wurde es ab der zweiten Jahreshälfte für die GST Grinder GmbH äußerst schwierig Finanzierungen zu erhalten. Die Hauptfinanzierungsquelle 2024 waren Vorfinanzierungen und Teilzahlungen von Kunden, die nur durch eine Bürgschaft der Muttergesellschaft GST Holding - Gesellschaft für Schleiftechnik GmbH für Bankgarantien in Höhe von 1,2 Mio EUR sichergestellt werden konnten.
1.4. Beschaffungsbereich
Der Einkauf arbeitet zielgerichtet, die Vorgaben und Ziele in Hinblick auf Kosten-, Termin- und Ressourcenoptimierung sind definiert und sollen durch Zielpreisvorgaben verbessert werden. Weiters ist der Lieferantenstamm, insbesondere im Bereich von Fertigungsteilen auszuweiten. Erste Beschaffungen bei neuen Lieferanten in Griechenland wurden bereits getätigt.
Die Einkaufsländer der GST sind im Wesentlichen:
➢ Österreich ➢ Deutschland ➢ Tschechien ➢ Slowakei > Ungarn ➢ Schweiz
1.5. Produktionsbereich
Der Produktionsbereich gliedert sich in die Abteilungen: Montage - Mechanik; Montage - Elektrik, Service & Inbetriebnahme und Logistik.
Kurze Tätigkeitsbeschreibung:
> Montage und Inbetriebnahme neuer und modernisierter Werkzeugmaschinen. > Elektrische Installation der Werkzeugmaschinen. ➢ Umbau und Neubau von Schaltschränken. » Reparatur diverser Maschinenbaugruppen. > Fertigung (drehen fräsen und schleifen) von mechanischen Teilen. ➢ Modernisieren diverser Werkzeugmaschinen. ➢ Uberholen verschiedener Maschinenbaugruppen. ➢ Maschinentests und Probebearbeitungen ➢ Servicearbeiten bei Kunden im In- und Ausland.
1.6. Absatzbereich
Die wesentlichen Kunden stellen sich wie folgt dar:
> Audi ➢ BMW ➢ BRP-Rotax > SEW (Deutschland und Frankreich) > Tyrolit > Daimler
➢ Tenneco ehemals Federal Mogul > Hirschvogel ➢ Magna ➢ Volkswagen AG ➢ Volkswagen Shanghai
Produktportfolio
Das bestehende Produktportfolio ist breit gestreut, jedoch vom Konjunkturverlauf der Automobilbranche abhängig. Aktuell unternehmen wir große Aktivitäten unsere Produkte auch für andere Branchen zu adaptieren bzw. den Anforderungen anzupassen.
1.7. Investitionsbereich
Werkzeuge und Betriebsmittel werden von den Abteilungsleitern angefordert und über die Einkaufsabteilung beschafft. Strategische Investitionen werden von der Geschäftsleitung geplant.
1.8. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Der deutliche Umsatzeinbruch in der ersten Jahreshälfte in Kombination mit den bereits unter Punkt 1.2. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen näher erläuterten Umständen haben dazu geführt, dass die Geschäftsführung am 03.07.2024 beim Landesgericht Korneuburg Insolvenz angemeldet hat.
Das Geschäftsjahr 2024 stand ganz im Zeichen des Sanierungsverfahrens welches GST Anfang Juli beantragt hat. Es wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die GST Grinder GmbH eröffnet.
Während des Sanierungsverfahrens ist es glücklicherweise gelungen die für den operativen Geschäftsbetrieb notwendigen Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und mehrere Maschinen an Kunden (teilweise auch nicht gänzlich fertiggestellt) an Kunden auszuliefern um so die Liquidität zu erhalten und die erforderliche Barquote bedienen zu können. Leider war der Materialeinkauf für die Abwicklung von Aufträgen aus Gründen der Liquidität nur teilweise möglich. Hier wird aktuell gemeinsam mit den Kunden an Lösungen für die Vorfinanzierungen gearbeitet bzw. konnten für 4 Projekte bereits Vereinbarungen dazu getroffen werden.
Weiters ist zu betonen, dass es dem Unternehmen auch während des Sanierungsverfahren gelungen ist wesentliche Aufträge namhafter Kunden zu lukrieren. Derzeit herrscht bzgl. neuer Beauftragungen bei Kunden eine abwartende Situation da hier die weiteren Schritte (Einstieg des neuen Eigentümers) abgewartet werden.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung
Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Kriegs sowie technische Probleme bei einigen Projekten am Weg zu neuen Maschinenkonzepten haben unserer Wachstumsstrategie einen massiven Rückschlag versetzt, wir mussten unsere Umsatzziele anpassen. Aktuell hat sich die Auftragssituation stabilisiert, die Vorfinanzierung der Projekte stellt das Unternehmen jedoch vor eine große Herausforderung.
Der zukünftige Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maß von der erfolgreichen Umsetzung des Sanierungsplans und den zu erreichenden Umsätzen und Roherträgen, der zukünftigen Kostenentwicklung sowie der zukünftigen Fähigkeit, Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben ab.
Im Laufe des Jahres 2024 wurde der Mitarbeiterstand um bisher 11 Mitarbeiter reduziert. Weiters wurde eine Arbeitsvorbereitung eingerichtet. Angebote an Kunden müssen nunmehr zwingend vor der Verhandlung mit dem Kunden bzw. der Auftragsannahme der Geschäftsführung vorgestellt werden. Aktuell wird ein System mit Vorgaben von SOLL-Zeiten mittels Arbeitskarten eingerichtet. Im Bereich der Beschaffung wird versucht, den Lieferantenstamm auszuweiten, um hier wettbewerbsfähige Zukäufe tätigen zu können bzw. soll im nächsten Schritt für die Beschaffung auch eine Zielpreisvorgabe auf Basis der Angebotskalkulation dienen. Eine Reduktion der Baugruppenvielfalt, welche möglichst mit einer wertanalytischen Betrachtung einhergehen soll, ist ebenfalls in Planung.
Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen werden aus aktuell aus dem laufenden Betrieb zu realisieren sein. Durch die geplanten Maßnahmen sollten keine wesentlichen Kosten entstehen da ein überwiegender Teil mit vorhandenen Personalkapazitäten umgesetzt werden kann. Am 29.09.2025 konnte die Ubernahme sämtlicher Anteile durch eine neue Eigentümerin finalisiet werden. Die GST Grinder GmbH erwartet sich dadurch eine Kapitalstärkung sowie die Nutzung von Synergieeffekten und Effizienzsteigerungen.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Sollten die im Sanierungsplan vorgesehenen Ertrags- und Liquiditätsziele durch die oben angeführten Maßnahmen nicht erreicht werden können, so besteht eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensfortführung. Sollte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, diese Maßnahmen umzusetzen bzw. weitere Finanzierungen zu erlangen, ist diese möglicherweise nicht in der Lage, im Rahmen ihres gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ihre Vermögensgegenstände zu realisieren und ihre Schulden (künftige Quotenzahlungen) zu begleichen.
Währungskursschwankungen
Ein Währungsrisiko ist nicht vorhanden. Kundengeschäfte werden in EURO abgehandelt. Im Lieferantenbereich gibt es einige wenige Partner, die in Fremdwährung abgewickelt werden. Das Einkaufsvolumen ist hierbei unwesentlich.
Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
Finanzinstrumente
Der Marktwert der in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente (liquide Mittel, kurzfristige
GST Grinder GmbH
Forderungen und Verbindlichkeiten) entspricht aufgrund der überwiegend kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Allfälligen Ausfallsrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Preisänderungsrisiko
Das Preisänderungsrisiko hat sich aufgrund der Kriegshandlungen in der Ukraine erhöht. Diesem Risiko wird soweit möglich mit Preisanpassungen im Jahresverlauf begegnet. Bei Neuaufträgen wird die prognostizierte Inflation ausreichend bei der Preisbildung und Angebotslegung berücksichtigt. Weiters ist der Vertrieb angehalten das Gültigkeitsdatum der Angebote kurz zu halten, um so die Möglichkeit zu haben, zwischenzeitliche Preiserhöhungen weiterzugeben.
Projekt- und Finanzierungsrisiko
Die Umsetzung größere Projekte ist nur durch An- und Teilzahlungen der Kunden möglich, für die wiederum Bankgarantien bzw. Kreditversicherungen in ausreichender Höhe vorhanden sein müssen. Große Projekte werden im Detail geplant und deren Ziele und Zeitpläne dokumentiert.
Personalrisiko
Dem generellen Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt wird seit Jahren durch die Aufnahme von Lehrlingen und deren Ausbildung direkt im Unternehmen gegengesteuert. Einen wesentlichen Punkt stellt hier jedoch die Notwendigkeit dar Mitarbeiter auf Grund des hohen Spezialisierungsgrad auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in ausreichender Menge halten zu können.
Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung
F&E Projekte
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von einem technischen Mitarbeiter in monatlichen Meetings koordiniert und durch unsere Verwaltung durch eine kaufmännische Aufbereitung der einzelnen Projekte unterstützt. Die einzelnen Ziele werden von der Geschäftsleitung vorgegeben.
Ziele der Forschung und Entwicklung sind:
» Entwicklung an die Anforderung der Allgemeinindustrie angepassten Maschinenkonzepte > Verbesserung der Automatisation (Belade- und Entladevorgang der Eigenbaumaschinen) > Entwicklung eines Elektro-Messschlittens für In-Prozessmessungen > Schleifbearbeitung von Bremsscheiben inkl. Patentierungsprozess > Steigerung der Energieeffizienz und Wettbewerbsfahigkeit der GST- Produkte
GSD Grinder GmbH Grinders. Retrofit Service ___/___/__
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Sierndorf, 3. Oktober 2025