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Lagebericht 2025

Sandoz GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 14. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Sandoz GmbH ist ein Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Generika und Biosimilars spezialisiert hat. Die Geschäftsbereiche von Sandoz umfassen:

™ Anti-Infektiva: Produktion von Antibiotika und anderen Medikamenten zur Behandlung von Infektionskrankheiten. Unser Geschäftsbereich Anti-Infektiva macht uns zu einem der bedeutendsten Hersteller generischer Antibiotika- Wirkstoffe und Fertigarzneien. Wir verfügen über das einzige große verbleibende vertikal integrierte Produktionsnetzwerk für Penicillin in Europa und der westlichen Welt. Mit diesen Produkten beliefern wir weltweit alle Sandoz-Märkte. Zusätzlich bieten wir mit unserer Business-to-Business- Organisation dieses Portfolio auch direkt Drittkunden an. ™ Biosimilars: Nachfolgeprodukte von innovativen Biologika, deren Patent oder Lizenz ausgelaufen ist. Biologika sind Medikamente, die aus lebenden Zellen, Geweben oder Organismen hergestellt werden. Sandoz GmbH ist Lizenzhalter und Vertriebszentrum von wichtigen Biosimilars. ™ Generika für den lokalen Markt: Vertrieb von Generika-Präparaten, die nach Ablauf des Patentschutzes auf den österreichischen Markt kommen.

1.2. Geschäftsergebnis, Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Brutto-UmsatzISTIST
in MEUR31.12.202531.12.2024
Drittkundengeschäft518,4531,0
Verbundene Unternehmen739,2849,5
Sonstige Erlöse Konzern356,1303,2
Sonstige Erlöse Drittkunden15,836,3
Gesamt1.629,51.720,0
™ Drittkundengeschäft: Das B2B-Geschäft (Business-to-Business) verzeichnete einen
Umsatzrückgangaufgrundeiner weltweit angespanntenPreissituationbei
Vorstufenprodukten und Wirkstoffen. Die Verkäufe in Österreich konnten ein
Wachstum verzeichnen.
™ Verbundene Unternehmen: Die Anti-Infektiva-Umsätze innerhalb des Konzerns sind
im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr aufgrund niedriger Marktnachfrage gesunken.
Die Umsätze im Wachstumsbereich der Biosimilars sind gegenüber dem Vorjahr
deutlich gestiegen.
™ Sonstige Erlöse Konzern: Die Steigerung hängt mit erhöhten Lizenzeinnahmen und
zusätzlichen Erlösen aus internen Leistungen an Konzerngesellschaften zusammen.

Das Betriebsergebnis (= operatives Ergebnis) beträgt zum 31.12.2025 EUR 133.102.209,43 (Vorjahr: TEUR 157.879).

Das Finanzergebnis weist zum Schlussbilanzstichtag 2025 einen negativen Saldo von EUR 5.359.297,14 (Vorjahr: negativ TEUR 7.563) auf.

1.3. Vermögenslage

Zwischen der Sandoz GmbH als Gruppenmitglied und der Sandoz Austria GmbH als Gruppenträger wurde zur Regelung des Steuerausgleichs Steuerumlagevertrag abgeschlossen. ein Gruppenund

Das Eigenkapital dotiert per 31.12.2025 bei EUR 353.360.009,80 Vorjahr: TEUR 278.540). Die Eigenmittelquote beträgt somit 28,71%.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
31.12.202531.12.2024
SalesTEUR1.629.5041.720.010
Earnings before Tax (EBT)TEUR127.743150.316
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Ergebnis vor Steuern
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Earnings before Interest and Tax
(EBIT)TEUR154.870178.295
Ergebnis vor Steuern
/ Eigenkapital
Return on equity (ROE)36,15%53,97%
Ergebnis vor Steuern
/ Fremdkapital
Return on debt (ROD)14,56%15,08%
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Summe verzinsliches Fremdkapital
- flüssige Mittel
Net Debt
TEUR80.43182.684
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Umlaufvermögen
+ kurzfristige aktive
Rechnungsabgrenzungsposten
- langfristiges Umlaufvermögen
= kurzfristiges Umlaufvermögen
- kurzfristige passive
Rechnungsabgrenzungsposten
- kurzfristiges Fremdkapital
Net Working CapitalTEUR565.523528.851
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Eigenkapital
/ Gesamtkapital
Equity Ratio28,71%21,84%
Nettoverschuldung
/ Eigenkapital
Gearing22,76%29,68%

1.5. Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, mit jedem Schritt unseres Handelns und durch ausgereifte Managementsysteme – von der Planung über die Materialbeschaffung und Produktion bis zur Endkontrolle – die hohe Qualität unserer Pharmazeutika in Verbindung mit höchsten Standards im Dienst der Patienten- und Mitarbeitersicherheit sowie des Umweltschutzes sicherzustellen. Der Schutz und die Schonung natürlicher Ressourcen stehen im Mittelpunkt unserer ökologischen Nachhaltigkeitsbestrebungen. Dabei verfolgen wir unsere Klimaziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies wird auch durch die jährlichen freiwilligen Zertifizierungen nach EMAS, ISO 14001 und AMR sowie durch regelmäßige Prüfungen durch Behörden, Kunden und interne Konzernaudits bestätigt.

Die Sandoz GmbH setzt am Standort Kundl auf kontinuierliche Verbesserungen in der Wirkstoffproduktion, um Umweltbelastungen nachhaltig zu reduzieren und die Ressourceneffizienz weiter zu steigern. Dazu kommen unter anderem weiterentwickelte Produktions- und umweltrelevante Verfahren zum Einsatz.

Die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden zentral durch den Konzern erfüllt. Dabei stellt die Sandoz GmbH im Rahmen einer engen Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Konzernzentrale sicher, dass die relevanten Daten und Informationen unserer Gesellschaft vollständig, korrekt und fristgerecht in den Konzernbericht integriert werden.

Arbeitnehmerbelange

Zum 31.12.2025 waren bei Sandoz im Durchschnitt 2.720 Mitarbeitende beschäftigt.

Die Entwicklung von Sandoz mit Fokus auf Vereinfachung und Wettbewerbsfähigkeit schreitet weiter voran. Der organisatorische Umbau mit funktionalen Berichtslinien für Support-Funktionen ist abgeschlossen und organisatorische Effizienzen wurden durch Komplexitätsreduktion und schlankeren Organisationsstrukturen umgesetzt. Flexibilität und Einbindung aller Mitarbeitenden sind wichtige Faktoren für unseren Erfolg. Etabliert ist inzwischen die Balance zwischen Arbeit vor Ort und im Home-Office für alle Mitarbeitenden, deren Arbeitsstelle dies erlaubt.

Der Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden hat für die Sandoz GmbH hohe Priorität. Der betrieblich organisierte Arbeitnehmerschutz basiert auf den Anforderungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG). Gefährdungen an Arbeitsplätzen werden systematisch im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatzevaluierung ermittelt, bewertet und dokumentiert. Darauf aufbauend werden geeignete technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen festgelegt, umgesetzt und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Mitarbeitenden werden kontinuierlich informiert und unterwiesen, unterstützt durch Präventivdienste (Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmedizin). Arbeitsunfälle und Beinahe-Ereignisse werden konsequent untersucht, um Ursachen (Root Cause) zu identifizieren; daraus abgeleitete Maßnahmen werden nach dem STOP-Prinzip (Substitution — Technische — Organisatorische — Persönliche Schutzmaßnahmen) festgelegt und umgesetzt. Erkenntnisse und Lessons Learned werden konzernweit geteilt, um aus Fehlern zu lernen und die Sicherheitskultur kontinuierlich weiterzuentwickeln.

1.6.

Forschung und Entwicklung

Die Bearbeitungsschwerpunkte im Jahr 2025 lagen in den Bereichen:

— — — — Prozess- und Formulierungsentwicklung Evaluierung weiterer innovativer generischer Darreichungsformen mit dem Ziel der Portfolioerweiterung für Sandoz Durchführung von weiteren Prozesscharakterisierungen und Unterstützung von Prozessvalidierungen Durchführung von Prozesstransfers – Erweiterung des Prozessverständnisses zur Einstellung der Prozessparameter verschiedener Produktionsanlagen bei gleichbleibender Qualität

Im Bereich Anti-Infektiva:

— — Optimierung von Fermentationsverfahren für APIs (Active Pharmaceutical Ingredients) und für Zwischenprodukte (Intermediates) hinsichtlich effizienter Nutzung von C- Quellen (Zucker), Medienversorgung (Dosierungsprofile), Reduktion komplexer agrarischer Rohstoffe und Energie Entwicklung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten aus dem Bereich der Anti- Infektiva für den Eigenbedarf von Sandoz und für Dritte sowie laufende Verfahrensverbesserungen und Weiterführungen strategischer Entwicklungsprojekte mit externen Partnern

— — — — — — — Entwicklung von kommerziellen enzymatischen Prozessen zur Herstellung von APIs und Zwischenprodukten Entwicklung zur Isolierung und Aufarbeitung von Wertstoffströmen Anwendung von Omics-Technologien zur Optimierung des Precursor-Stoffwechsels bei filamentösen Pilzen Kooperationen mit Forschungseinrichtungen zur Festigung der technologischen Kompetenz hinsichtlich Prozessmonitoring und Prozessmodellierung Strukturaufklärung und Isolierung von Verunreinigungen in Wirkstoffen sowie Untersuchung der Bildungsmechanismen der Verunreinigungen Entwicklung und Validierung sensitiver, robuster und schneller Analysemethoden in Abhängigkeit von der Aufgabenstellung Charakterisierung mikrobieller und chemischer Produktionsprozesse

Im Bereich Generika und Pharmazeutika:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
—Kompetenzzentrum für die Entwicklung von generischen Fertigarzneiformen mit
besonderer Erfahrungund Expertise imTherapiebereich der Anti-Infektiva,
insbesondere hinsichtlich des Aspekts der großindustriellen Herstellung, um alle
Aspekte der Gesundheitsökonomie in der Forschung und Entwicklung abzubilden, mit
demSchwerpunkt maximaler Effizienz undKostenoptimierung (einheitliche
Formulierung, effiziente Prozessführung und Verwendung des hauseigenen innovativ
hergestellten Wirkstoffes)
—BreitesSpektrumantechnologischemWissenüberverschiedenste
Darreichungsformen zur oralen (z.B. Filmtabletten, Hartgelatinekapseln, Granulate,
Suspensionen etc.) und parenteralen Anwendung (Lyophilisate, Pulver, Suspensionen
etc.), darunter als zusätzliche erweiterte Kompetenz sehr komplexe Injektabilia mit
Depotwirkung und anspruchsvollen Anforderungen an die Stabilität des Produktes
—Entwicklung von innovativen Darreichungsformen mit Wirkstoffen aus verschiedensten
Therapiebereichen mit dem Ziel, einen Mehrwert für den Patienten und/oder das
medizinische Pflegepersonal zu erreichen, durch innovative Primärverpackungen
(Fertigspritzen, Vials mit beigepacktem Zubehör für erleichterte Anwendung)
—Optimierung bestehender Entwicklungs- und Herstellverfahren in Bezug auf neue
Technologien, Kosteneffizienzen und neue Qualitätsstandards bei der Entwicklung von
Generika (Modellierung von Prozessen, Quality by Design und Design-of-Experiments-
Methoden)
—Erschließung neuer Märkte durch Anpassung an spezifische Kundenbedürfnisse
(vermehrte Zulassungsbestrebungen in Märkten wie Kanada, Brasilien, Mexiko und
Japan sowie insbesondere den USA)

1.7.

Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

2.1

Geschäftsergebnis

Insgesamt wird für 2026 ein Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Dies wird sich positiv auf das Gesamtergebnis auswirken, da das Wachstum überwiegend aus neuen Produkteinführungen mit verbesserten Margen im Vergleich zum restlichen Portfolio stammt. Darüber hinaus wird das Ergebnis weiterhin von Kosteneinsparungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen profitieren. Insgesamt wird daher mit einem moderaten Anstieg der Profitabilität gerechnet.

2.2 Auftragslage

Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass der österreichische Markt im mittleren einstelligen Prozentbereich wächst, was dem Wachstum des gesamten Generika-Einzelhandelsmarktes entspricht. Sandoz ist der größte Generikaanbieter in Österreich und bleibt mit einem Marktanteil von rund 16% Marktführer.

Wir planen, unsere Marktführerschaft im Jahr 2026 weiter auszubauen – einerseits durch Portfolioerweiterungen bei wichtigen Produkteinführungen, sowohl im Bereich kleiner Moleküle als auch bei Biosimilars, und andererseits durch ein über dem Markt liegendes Wachstum im bestehenden Portfolio. Dies wird durch unsere weiterhin starke Präsenz in Österreich mit einem dedizierten Außendienstteam unterstützt. Die Versorgungssituation verbessert sich und sollte das Wachstum von Sandoz in den kommenden Monaten nicht beeinträchtigen.

Im Business-to-Business-Geschäft wird für das Jahr 2026 ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich erwartet. Geplante Umsatzeinbußen durch Optimierungen im API-Geschäft (Active Pharmaceutical Ingredients, also Wirkstoffgeschäft) können durch das erwartete Wachstum im PL-Geschäft (Portfolio bzw. fertige Arzneimittel) nicht gänzlich kompensiert werden.

Strukturelle Anpassungen im Business to Business Bereich:

Um als global agierendes Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben, beobachten wir kontinuierlich die Entwicklungen in unserer Branche und bewerten deren Auswirkungen auf unser Geschäft. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Margen im Antibiotikamarkt stetig gesunken. Zusätzlich waren wir im Jahr 2025 im API-Geschäft mit erheblichem Preisdruck konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund hat das Management von Sandoz im vierten Quartal 2025 eine strategische Überprüfung ausgewählter B2B-Dienstleistungen eingeleitet, um einer weiteren Margenverwässerung im Gesamtgeschäft entgegenzuwirken. Im Ergebnis dieser strategischen Überprüfung ist geplant, die operative Struktur der globalen B2B-Einheit von Sandoz in Österreich und Indien neu auszurichten. In diesem Zuge soll rund die Hälfte aller B2B-Funktionen nach Indien verlagert werden.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt schrittweise in den Jahren 2026 und 2027, um einen geordneten Übergang sicherzustellen und die Kontinuität für unsere Kunden zu gewährleisten.

2.3 Umweltschutz

Wir implementieren und pflegen Prozesse und Verfahren, die die Einhaltung der relevanten Umweltvorschriften und Compliance-Verpflichtungen sicherstellen.

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Umweltengagements ist die Anwendung der gemeinsam mit dem British Standards Institution (BSI) entwickelten Zertifizierung „Minimized Risk of Antimicrobial Resistance“ (AMR).

Mit dieser Zertifizierung setzt die Sandoz GmbH Maßstäbe für eine umweltfreundliche und verantwortungsvolle Produktion mit einer innovativen Abwasserbehandlung. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Entstehung von Antibiotika- Resistenzen, was sowohl aus ökologischer, gesellschaftlicher als auch medizinischer Sicht von großer Bedeutung ist.

Im Rahmen ihrer Klimastrategie verfolgt die Sandoz GmbH wissenschaftlich fundierte Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens. Außerdem haben wir uns verpflichtet, bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null-Emissionen hinzuarbeiten.

2.4 ESG-Reporting

Sandoz möchte in der Pharmaindustrie eine führende Rolle in der Environmental-, Social- und Governance- (ESG) Berichterstattung einnehmen und hat ein kontinuierliches ESG-Reporting eingeführt. Zu diesem Zweck wird in der jährlichen Umwelterklärung gemäß der EMAS- Verordnung unsere gesellschaftliche Verantwortung, unser Verständnis von Nachhaltigkeit sowie Zahlen, Daten und Fakten zu relevanten Umweltkennzahlen transparent dargestellt. Die im Rahmen des ESG-Reportings erhobenen Daten und Informationen werden jährlich durch eine unabhängige externe Prüfungsgesellschaft geprüft. Die Prüfung erfolgt durch KPMG und dient der Sicherstellung der Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit der berichteten ESG-Daten.

2.5 Investition und Finanzierung

Die beiden Großprojekte (Standort Kundl) im Bereich neuer Technologien wurden im Jahr 2025 deutlich vorangetrieben: Das Projekt eAMX (80 Mio. €) befindet sich bereits in der Abschlussphase, während das zweite Projekt eAMP (11 Mio. €) aktuell in der Umsetzungsphase ist.

Projektbeschreibung eAMX:

Im Produktionsgebäude 135 (Gebäudeteil: ehemalige Cef-Synthese-Anlage) wird eine neue Produktionsanlage für eAMX errichtet und im Bau 116 die bestehende Pen-Anlage für eine eAMX-REG&VAL-Anlage (gedacht Validierungschargen) adaptiert. für vorzeitige eAMX-Registrierungsund

Projektbeschreibung eAMP:

Für die Herstellung von eAMP TH wird die bestehende PEN-Anlage im Bau 116 adaptiert und erweitert. In der Phase 1 werden validierungsrelevante Maßnahmen umgesetzt, damit eine frühzeitige Herstellung der Validierungsbatches möglich ist. In der Phase 2 werden dann die Long-Lead-Equipment (Mikrofiltrationsanlage, Pulveraufgabestation) installiert. Die neue Pulveraufgabestation (Big-Bag-Entladestation und Fördersystem) sowie die

Mikrofiltrationsanlage werden im Bestand integriert. Für den neuen enzymatischen eAMP- Prozess werden zusätzliche Pumpen, Wärmetauscher, ein HCl-Filter angeschafft – im Bereich der bestehenden Pulver-Abfüllung muss der Laminar-Flow adaptiert werden. Fertigstellung der gesamten Anlage (OQ-Finish) ist für April 2026 geplant.

Neben diesen Initiativen entfallen unsere größten Ausgaben auf rCAPEX-Projekte, wie etwa das DCS-Upgrade oder neue Decanter-Investitionen. Darüber hinaus wurden erhebliche Mittel in die technologische Unabhängigkeit unserer IT-Systeme von Novartis investiert.

Aufgrund der gegebenen Marktsituation wird die Sandoz GmbH auch weiterhin standardmäßig das Portfolio auf Wirtschaftlichkeit überprüfen.

2.6 Rohstoff-Beschaffung

Die Inflationsrate in der EU – unserem wichtigsten Beschaffungsmarkt – lag im Jahr 2025 bei rund 2,5%. Gleichzeitig ist es gelungen, die durchschnittlichen Einkaufspreise gegenüber 2024 weiter zu senken. Angesichts der weltpolitischen Verwerfungen und anhaltenden Unsicherheiten arbeitet der Einkauf intensiv daran, die Lieferkette widerstandsfähiger und zukunftssicher zu gestalten, siehe Punkt 3.2. Lieferantenrisiken.

Darüber hinaus verfolgt Sandoz ambitionierte Ziele, um die Lieferketten nachhaltiger zu gestalten und den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren.

2.7 Energie

Der Energiebeschaffungsmarkt in Österreich präsentiert sich im Jahr 2025 als ein Umfeld mit sinkenden Großhandelspreisen, jedoch teilweise steigenden Endkundenpreisen aufgrund höherer Netzgebühren. Die Versorgungssicherheit hat sich durch den Ausbau erneuerbarer Energien zwar verbessert, Österreich bleibt jedoch in wind- und wasserkraftschwachen Zeiten weiterhin stark von Stromimporten abhängig. Die Strompreise an der Börse zeigen eine leichte Entspannung, wobei die Preise für Industrieunternehmen im Vergleich zum Vorjahr 2024 teilweise rückläufig waren, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau liegen. Durch lokale Initiativen wird der Energiebedarf weiterhin optimiert bzw. reduziert (z.B. verbesserte Equipment-Einstellungen oder Equipment-Substitutionen durch effizientere Anlagen).

Ausblick für 2026:

Der Energiebeschaffungsmarkt in Österreich präsentiert sich im Jahr 2026 als eine Mischung aus sinkenden Energiepreisen für Endkunden und steigenden Netzgebühren. Die Regierung senkt zudem die Elektrizitätsabgabe, um die Gesamtkosten zu dämpfen. Allerdings kann sich die Lage durch den Nahost-Konflikt signifikant ändern. Das heißt, dass durch den enormen Anstieg der Ölpreise ebenfalls ein Anstieg der Energiepreise, aber auch im allgemeinen Beschaffungsmarkt erwartet wird.

2.8 Forschung

Die Forschung und Entwicklung der Sandoz GmbH konzentriert sich weiterhin auf definierte strategische Schwerpunkte.

Entwicklungsschwerpunkte in Forschung und Entwicklung:

Im Bereich Anti-Infektiva:

Im Anti-Infektivabereich kommen sowohl die in den letzten Jahren im Haus entwickelten Technologieplattformen (wie z.B. metabolische Modellierung, Genom- oder Transkriptomanalyse) als auch die im Rahmen von Forschungskooperationen mit Universitäten gewonnenen Erkenntnisse für die weitere Optimierung und das bessere Monitoring von Bioprozessen zum Einsatz. Die Zusammenarbeit mit Universitäten auf strategischen Forschungsfeldern, wie z.B. Fermentationstechnologie, enzymatische Umsetzung und Reaktorcharakterisierung, wird weitergeführt, wobei die von der Öffentlichen Hand finanzierten Programme (FFG, Comet-4) eine wichtige Rolle spielen. Spezielle Methoden für die Modellierung und Simulation von Fermentationsprozessen gewährleisten ein besseres Verständnis und eine signifikante Verkürzung der Entwicklungszeiten.

Im Bereich Generika:

Dieser Bereich fokussiert sich weiterhin auf die Entwicklung von oralen und sterilen Pharmazeutika-Fertigformen.

Bei den Antibiotika-Fertigformen geht es dabei einerseits bei den Penicillinen um eine Optimierung des Fußabdruckes in der großvolumigen Herstellung von oralen Darreichungsformen – vom Wirkstoff bis zur fertigen Tablette – mit größtmöglicher Effizienz, um die bisherige Stellung als Marktführer weiter auszubauen, sowie andererseits um eine Erweiterung des bestehenden Portfolios an Penicillinen und Cephalosporinprodukten durch Einführung neuer Wirkstoffe und innovativer Wirkstoffkombinationen.

Ziel ist es, eine möglichst exklusive Marktpositionierung durch neue hochwertige Generika zu erreichen. Der Forschungsschwerpunkt der Aktivitäten liegt auf innovativen und patientengerechten Darreichungsformen.

Neben der langjährigen Erfahrung im Bereich Anti-Infektiva wird die Entwicklung neuer generischer Medikamente über ein breites Spektrum therapeutischer Anwendungen vorangetrieben. Diese Projekte beinhalten Generika mit neuen Molekülen, die technisch sehr herausfordernd oder komplex in ihren pharmazeutischen Charakteristika sind und substantielle wissenschaftliche Recherche sowie ausgeprägte Formulierungsarbeit und analytische und regulatorische Expertise benötigen.

Zusätzlich wird ein allgemeines Universitätskollaborationsprogramm weiterverfolgt, um ein Netzwerk von Universitätspartnern für verschiedenste Fragestellungen aufzubauen. Dies ermöglicht den Zugang zu neuen Technologien, erstklassiger Wissenschaft und die Anziehung zukünftiger Talente für Sandoz. Bereits bestehende Kooperationen werden durch staatlich geförderte Industrie-Universitätskooperationen auf ein neues Niveau gehoben. Dadurch soll insbesondere dem Trend zu immer komplexeren Wirkstoffen und Fertigprodukten im Originatorbereich Rechnung getragen werden, um auch weiterhin die Rolle als führendes Generikaunternehmen einzunehmen.

Organisatorische Weiterentwicklung im Bereich Forschung und Entwicklung:

Im ersten Quartal 2026 hat Sandoz die strategische Entscheidung getroffen, das Sandoz Development Center (SDC) in Kundl zu schließen sowie die Aufgaben der Registrierungstätigkeiten für Biosimilars an aktuelle Gegebenheiten anzupassen. Diese Maßnahme ist Teil der konsequenten Weiterentwicklung der globalen Entwicklungsorganisation und folgt der strategischen Ausrichtung des Produktportfolios hin zu überwiegend oralen festen

Darreichungsformen, einer stärkeren Standardisierung über Märkte hinweg sowie der Fokussierung auf eine reduzierte Anzahl operativer Standorte zur nachhaltigen Steuerung der Fixkostenbasis.

Durch die Bündelung von Entwicklungsaktivitäten an weniger, stärker fokussierten Standorten schafft Sandoz Freiräume, um Ressourcen gezielt in die Weiterentwicklung der Pipeline und die Beschleunigung von Entwicklungsprojekten zu investieren. Das SDC Kundl ist dabei nicht ausschließlich auf antibiotische Arzneimittel ausgerichtet, sondern entwickelt überwiegend generische Produkte, einschließlich einzelner Projekte in Zusammenarbeit mit der Produktion in Kundl.

Die Entwicklungsaktivitäten am Standort Kundl werden ab 2026 schrittweise zurückgefahren. Eine Schließung des SDC Kundl ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Die laufenden Entwicklungsprojekte werden planmäßig an die Sandoz Development Center in Ljubljana und Hyderabad übertragen. Ausgenommen davon sind zwei wichtige Antibiotika-Projekte, die bis 2027 in Zusammenarbeit mit der lokalen Produktion abgeschlossen werden. Die Projektüberleitungen erfolgen in enger Abstimmung mit den aufnehmenden Entwicklungszentren sowie mit der Produktion in Kundl, um Kontinuität, Qualität und Versorgungssicherheit sicherzustellen.

3. Risikoberichterstattung

3.1. Allgemeine Beschreibung der Risiken

Das Risikomanagement ist bei der Sandoz GmbH als integrierter Bestandteil in die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Das Management der operativen Risiken erfolgt weitgehend dezentral. Übergreifende internationale Risiken im Zusammenhang mit Markenführung, Produktions- und Sicherheitsstandards, Finanzierung und Wertentwicklung des Konzerns werden zentral überwacht. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und frühzeitig erkannt werden.

Das Internal Audit Team des Konzerns überwacht durch regelmäßige Schwerpunktprüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems und gewährleistet die Integrität der Geschäftsabläufe. Weiters unterliegt der Sandoz-Konzern den Regeln des Schweizer Swiss Infrastructure and Exchange – Artikel 728a (SIX), deren Einhaltung durch periodische Audits/Reviews des Wirtschaftsprüfers geprüft wird.

Das durch den Konzern vorgegebene Sandoz Financial Controls Framework (SFCF) stellt darüber hinaus sicher, dass die Geschäftsprozesse dokumentiert sowie geprüft werden und zeit- und ordnungsgemäße globale und lokale SOPs (Standard Operating Procedures) etabliert sind. Seit dem 01.01.2020 ist dieses Kontrollumfeld durch ein Steuerkontrollsystem ergänzt worden. An der Begleitenden Kontrolle nimmt die Sandoz Gruppe in Österreich seit dem 01.01.2021 teil.

Im Jahr 2025 war eine Reduktion der Marktnachfrage spürbar, welche zu einem Risiko der Unterauslastung geführt hat und einem damit verbundenen Risiko der Kostendeckung. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurde ein striktes Kostenmanagement umgesetzt und eine Anpassung der Schichtmodelle vorgenommen. Trotz der Anpassung der Schichtmodelle ist die Produktverfügbarkeit und Verkaufssituation für Patienten stabil.

Das Marktrisiko im Drittkundengeschäft sehen wir aufgrund laufender Verträge im B2B- Bereich als moderat an. Ähnliches gilt für das Konzerngeschäft mit entsprechenden Vereinbarungen mit unseren Schwestergesellschaften.

Speziell bei Antibiotika, die als Teil der medizinischen Grundversorgung in den weltweiten Sozialsystemen angesehen werden, sehen wir den seit Jahren andauernden und gewohnten leichten Preisverfall als Risiko. Wir rechnen damit, dieses Risiko mit Expansionsaktivitäten in Wachstumsmärkten sowie vor allem auch durch Investitionen in die Modernisierung der Anlagen und weiteren Initiativen zur Steigerung der Produktivität und der damit verbundenen Effizienzsteigerung zu mitigieren.

Für das seit Jahrzehnten etablierte Österreich-Geschäft gehen wir davon aus, den Marktanteil weiter auszubauen. Insgesamt bleibt der Preisdruck bei Generika bestehen und es wird mit einem Preisverfall analog zu den Vorjahren gerechnet.

Die Sandoz GmbH ist durch Intercompany-Darlehen sowie eine Cash-Pool-Vereinbarung im Konzern finanziert. Die verfügbaren Kreditrahmen haben ausreichende Limits, um angestrebte Investitionen sowie das laufende Geschäft zu finanzieren.

3.2 Lieferantenrisiken

In der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen ist die Sandoz GmbH auch auf Fremdanbieter angewiesen. Durch die Einbeziehung Dritter werden Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder unvorhergesehene Preiserhöhungen infolge von Marktengpässen oder Währungseinflüssen geschaffen. Die Sandoz GmbH versucht, lieferantenbezogenen Risiken durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Prüfung der Lieferqualität sowie durch längerfristige Lieferverträge zu begegnen, um vorteilhafte Belieferung und Preise sowie die Zulieferung von Material und das Ausführen von Dienstleistungen zeitgerecht sicherzustellen.

Die Sandoz GmbH verfolgt im Rahmen ihrer Einkaufsstrategie das Prinzip der "Just-in-Time- Lieferungen". Mit Ausnahme von strategischen Rohstoffen, für die Sicherheitsbestände angelegt werden, sind wir auf pünktliche Lieferungen von Seiten unserer Lieferanten angewiesen. Um das Risiko einer Nicht- oder einer zu späten Lieferung zu minimieren, ist eine unserer Prämissen, eine "Single-Source-Situation" zu vermeiden und frühzeitig alternative Lieferanten für die verschiedenen Produkte aufzubauen und zu approbieren. Diese Strategie und unsere langjährig etablierten Beziehungen mit unseren Lieferanten geben uns die notwendige Sicherheit für die Aufrechterhaltung unserer Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit wurde die Strategie der langfristigen Geschäftsbeziehung bestätigt, wobei die Marktkonformität und Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Anbieter/Versorger mittels internationaler Ausschreibungen geprüft wurde.

Der anhaltende Krieg im Nahen Osten, einschließlich der Eskalation im Zusammenhang mit dem Iran, führt zu erhöhter Unsicherheit auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten. Insbesondere besteht das Risiko volatiler Öl- und Energiepreise sowie Störungen globaler Transport- und Logistikketten. Diese Entwicklungen können mittelbar zu steigenden Energie-, Transport- und Beschaffungskosten führen und die Planbarkeit von Produktions- und Lieferprozessen beeinträchtigen. Darüber hinaus können geopolitische Spannungen zu einer weiteren Verschärfung internationaler Handels- und Sanktionsregime führen, welche die globalen Wertschöpfungsketten der Pharmaindustrie beeinflussen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft sind derzeit nur eingeschränkt abschätzbar.

3.3 Personalrisiken

Talentierte und engagierte Mitarbeitende mit unterschiedlichstem Hintergrund sind entscheidend bei der Umsetzung der Sandoz-Geschäftsstrategie. Unsere Sandoz- Unternehmenskultur setzt den Rahmen für ein kollaboratives, innovatives und inklusives Umfeld. Um die besten Talente für Sandoz nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig im Unternehmen zu halten, braucht es ein Umfeld, in dem sich Mitarbeitende wertgeschätzt und integriert fühlen. Dies alles erfolgt im Einklang mit den vier Unternehmenswerten: Zusammenarbeit, Ambition, Vorbild sein und Offenheit. Diese Werte sind in allen Aspekten des Arbeitslebens eingebettet – von der Rekrutierung und Entwicklung bis zu Beförderungen, Leistungsbeurteilungen und Leistungsprämien.

Mitarbeitende werden gefördert und haben die Möglichkeit, durch verschiedene Trainings ihre technischen und persönlichen Fähigkeiten zu verbessern. Dabei wird auch ein Fokus auf die Nutzung von Technologie gelegt, um beim Lernen und der Entwicklung Flexibilität zu bieten. Ein klarer Rahmen für Talentmanagement- und Führungsstrategie im gesamten Sandoz- Konzern ermöglicht, dass Sandoz die besten Kandidaten auswählt und anschließend so

schult, weiterentwickelt und fördert, dass sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeitenden profitieren.

Attraktive Arbeitsbedingungen und Zusatzleistungen machen Sandoz zu einem „best place to work“. Sandoz ermöglicht seinen Mitarbeitenden eine ausgezeichnete flexible Arbeitszeitregelung und unterstützt Teilzeit- und Jobsharing-Modelle. Mitarbeitende profitieren an den Standorten Kundl und Schaftenau von einem eigenen Betriebskindergarten. Umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur gezielten Förderung und Entwicklung von Mitarbeitenden sind Teil der Unternehmensstrategie. Viele Initiativen der betrieblichen Gesundheitsförderung und qualifizierte arbeitsmedizinische Betreuung unterstützen Mitarbeitende dabei, gesund zu bleiben – am Arbeitsplatz und darüber hinaus. Daneben sorgen intensive Arbeitssicherheitsprogramme dafür, dass Arbeiten bei Sandoz so sicher wie möglich ist. So wurde Sandoz zum achten Mal als „Top Employer“ ausgezeichnet.

3.4 Risiken der IT-Systeme

Risiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme des Unternehmens werden durch laufende Überwachung und gegebenenfalls Anpassungsmaßnahmen sowie durch hohe Sicherheitsstandards begrenzt. Besondere Aufmerksamkeit liegt aufgrund der aktuellen Bedrohungslage auf dem Thema Cybersecurity. In diesem Bereich werden fortlaufend sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen umgesetzt, um Kernsysteme besser zu schützen und das Unternehmen umfassend auf mögliche Cyberattacken vorzubereiten.

Die Aktivitäten im Jahr 2025 waren auf die Migration der gesamten IT-Infrastruktur und aller relevanten Systeme in die neue eigenständige Sandoz-Umgebung als Teil des Spin-Offs der Sandoz GmbH fokussiert. Diese wurden wie geplant Ende des 3. Quartals 2025 abgeschlossen. Dabei wurde das bestehende Level an Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Sicherheit fortgeführt und teilweise ausgebaut, um die notwendige operationelle Sicherheit zu gewährleisten. Das 4. Quartal war geprägt durch operative Konsolidierung nach der Migration.

3.5. Berichterstattung zu § 243 (3) Z 5 UGB

Originäre Finanzinstrumente:

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Außer den bereits im Jahresabschluss und im Anhang adressierten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken.

Derivative Finanzinstrumente:

Im abgelaufenen Jahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

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