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Lagebericht 2025

Porsche Holding Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 24. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

zum Einzelabschluss der

Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens

1.1. Porsche Holding Gesellschaft m.b.H.

Die im internationalen Automobilgeschäft tätige Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., mit Sitz in Salzburg, erreichte für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 318,8 Mio. € (VJ 332,1 Mio. €). Die wesentlichen Erträge erzielt die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H durch ihre Beteiligungen. Das gesamte Finanzergebnis betrug 366,7 Mio. € (VJ 379,4. €). Die Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge betrugen 49,0 Mio. € (VJ 43,8 Mio. €).

Die Bilanzsumme hat sich um 1,9% auf 7.989,9 Mio. € reduziert, verbunden mit einer steigenden Eigenkapitalquote, die mit 72,8% (VJ 68,5%) weiterhin überdurchschnittlich hoch ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen liegen bei 5.734,4 Mio. € (VJ 5.526,3 Mio. €).

Die Finanzierung erfolgt neben dem hohen Eigenkapitalanteil vorwiegend über in den Jahren 2020 bis 2025 aufgenommene Schuldscheindarlehen in der Höhe von gesamt 1.240,0 Mio. € (VJ 1.366,0 Mio. €). Im Jahr 2025 wurden neue Finanzierungen (Schuldscheindarlehen) mit einem Gesamtbetrag von 195,0 Mio. € aufgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf rd. 762,2 Mio. € reduziert (VJ 1.033,7 Mio. €).

1.2. Geschäftsverlauf Porsche Holding Gruppe

Die Porsche Holding Salzburg konnte in einem herausfordernden Autojahr 2025 wieder auf ihr robustes und breit aufgestelltes Geschäftsmodell mit starken Marken und einem hochprofessionellen Vertrieb bauen. Das in 29 Ländern tätige Automobilhandelsunternehmen erzielte in allen Bereichen trotz aktueller Rezession und sich verändernder Rahmenbedingungen wieder ein solides Ergebnis. Parallel dazu konnte die Porsche Holding ihren eingeschlagenen Weg der Transformation weiter fortsetzen und die strategischen Fokusthemen wie Elektromobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und verlässlicher Arbeitgeber weiter vorantreiben.

Durch die Übernahme der Großhandelsverantwortung für die Volkswagen Konzernmarken in Italien und Schweden kam es im Neuwagenbereich im Jahr 2025 zu einem hohen Wachstum. Im Groß- und Einzelhandel konnte die Porsche Holding Salzburg somit insgesamt konsolidiert 912.034 (+65,6%) Neuwagen absetzen. Der Gebrauchtwagenabsatz im Jahr 2025 konnte mit 219.233 Fahrzeugen (-1,2%) nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Mitarbeiterzahl blieb insgesamt nahezu konstant bei 36.917 (-0,3%). Die Anzahl der Einzelhandelsstandorte reduzierte sich leicht auf 487 (-2,4%).

1.3. Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder

1.3.1. Geschäftsfeld Automobil-Großhandel

Die Porsche Holding Salzburg ist im Großhandel in 22 Märkten aufgeteilt in die drei Regionen - Österreich, Europa (ohne Österreich) und Overseas (Südamerika + ASEAN) - weltweit tätig. Im Geschäftsjahr 2025 konnten im Großhandel in Summe 737.725 Neuwagen (+122,3%) abgesetzt werden. Der Grund für das hohe Wachstum ist die Übernahme der Großhandelsverantwortung für die Volkswagen Konzernmarken in Italien und Schweden.

In Österreich stieg der Pkw-Gesamtmarkt trotz hoher Energiepreise sowie weiterhin hoher Inflation um +12,3% auf 284.978 Neuzulassungen an. Die Marke Volkswagen verteidigt mit einem Marktanteil von 14,2% erneut ihre klare Marktführerschaft, die sie seit 1957 ohne Unterbrechung innehat. In Summe konnten im Großhandel Österreich 126.185 Neuwagen (+15,6%) ausgeliefert werden.

In Italien konnten im vergangenen Jahr 265.741 Fahrzeuge sowie in Schweden insgesamt 92.714 Neuwagen abgesetzt werden. Auch in der Region CEE + Portugal konnten mit 225.845 Neuwagen (+11,9%) sehr zufriedenstellende Absätze erzielt werden. In der Region Overseas (Südamerika+ASEAN) wurden 27.240 Neuwagen (+31,0%) abgesetzt.

1.3.2. Geschäftsfeld Automobil-Einzelhandel

Im gesamten Automobil-Einzelhandel konnte ein Neuwagenvolumen von 286.500 Stück (inkl. Managementverantwortung für die Retail Gruppen in Deutschland und Spanien) erreicht werden. Die Reduktion des Neuwagenvolumens zum Vorjahr ist auf geringere Auslieferungen in China zurückzuführen, die besonders erfreulichen Auslieferungszahlen aus der CEE-Region und dem Süd-West-Bereich, konnten die Reduktion aus Asien nicht kompensieren. Der Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert und sich im laufenden Geschäftsjahr aufgrund höherer Auftragseingänge (im Vergleich zum Vorjahr) bei einer Reichweite von rd. 3,3 Monaten eingependelt.

Der Gebrauchtwagenbereich verzeichnet einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die PHS-Retail Gebrauchtwagen-Strategie mit der Marke „OutletCars“ konnte im vergangenen Jahr weiter ausgebaut werden und ist nun auch in Japan präsent. Weiters wurde eines der größten Gebrauchtwagenzentren der Porsche Holding in Augsburg fertiggestellt.

Das Einzelhandelsnetzwerk der Porsche Holding konnte in Europa weiteres Wachstum verzeichnen. Speziell konnte das Netzwerk bei der Marke Porsche durch Eröffnungen von Porsche Destination Standorten in Frankreich, Italien und Deutschland vervollständigt werden. Weiters wurde auch ein neuer Standort, mit den Marken Porsche, Lamborghini und Bentley in Prag-Orech eröffnet. Das Händlernetz in China wurde entsprechend der Markt-/Absatzentwicklung angepasst bzw. reduziert.

1.3.3. Geschäftsfeld Finanzdienstleistungen

Die Porsche Bank Gruppe befand sich im Geschäftsjahr 2025 in einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld, geprägt von hoher geopolitischer Unsicherheit. Vor diesem Hintergrund lag der Schwerpunkt auf der laufenden Entwicklung des bestehenden Portfolios sowie auf der Anpassung von Mobilitäts- und Finanzierungslösungen an die aktuellen Marktbedingungen. Durch eine kontinuierliche strategische Ausrichtung und eine vorausschauende Steuerung der Geschäftsaktivitäten konnte die Porsche Bank Gruppe ihre Marktposition in einem komplexen Umfeld stärken.

Mit einem Portfolio von über 478.500 Finanzierungsverträgen konnte ein Zuwachs von +8,5% zum Vorjahr erzielt werden. Der Bestand an Versicherungsverträgen erhöhte sich signifikant um +16,6% auf über 1.113.400 Verträge. Besonders positiv entwickelte sich das Wartungsvertragsgeschäft, dessen Bestandsvolumen um +25,1% auf rund 157.600 Verträge ausgebaut werden konnte. Die ausgeprägten Wachstumsraten in allen Produktsegmenten belegen die hohe Skalierbarkeit sowie die nachhaltige Ertragskraft des Geschäftsmodells und festigen die Position der Porsche Bank Gruppe als klarer Marktführer.

Die Penetrationsrate verzeichnete eine überaus erfreuliche Entwicklung und erreichte in Österreich mit 56,1% ein neues Rekordniveau. Damit lag sie um 7,2 Prozentpunkte über dem bisherigen Allzeithoch des Vorjahres und dokumentiert eindrucksvoll die deutlich gestiegene Marktdurchdringung sowie die erfolgreiche Umsetzung der Vertriebs- und Produktstrategie.

Die E-Mobilität stand trotz technologischer Herausforderungen im vergangenen Autojahr wieder deutlich stärker im Fokus der Kundinnen und Kunden. Der Umstieg von klassischen Verbrennungsmotoren auf elektrifizierte Fahrzeuge hat dabei spürbar an Tempo gewonnen. Es ist auch weiterhin von einem kontinuierlichen Anstieg des Elektroanteils auszugehen.

1.3.4. Geschäftsfeld IT-Systeme

Die Porsche Informatik entwickelt maßgeschneiderte IT-Systeme für die Importeure und Einzelhändler der Porsche Holding Salzburg, die auch immer stärker Einzug in die großen Märkte der Volkswagen AG halten.

Der Geschäftsbereich baut auf innovative Technologien in den Bereichen Softwareentwicklung, Cloud und Big Data und gestaltet die Digitalisierung des Automobilhandel mit derzeit 180 Lösungen in 34 Ländern auf vier Kontinenten. Dabei verschafft die modulare Architektur der maßgeschneiderten Applikationen den Autohäusern, Importeuren und Finanzdienstleistern, die diese einsetzen, einen klaren Wettbewerbsvorteil.

2. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bleibt ein strategischer Erfolgsfaktor und daher ein integraler Bestandteil in der Unternehmensstrategie. Die gruppenweite Nachhaltigkeitsstrategie der PHS gliedert sich in 7 Fokusfelder:

- Klimaschutz mit Zero Impact Mobility, Green Finance, Circular Economy, Green Building, Green Operations & Digitalisation - Soziales mit dem Fokusfeld Workforce Transformation und - Governance

In jedem dieser Fokusfelder wurden Kennzahlen und Zielsetzungen bis 2030 definiert. Die drei wesentlichsten und damit übergeordneten strategischen Ziele bis 2030 (Basisjahr 2021) sind:

1. die Reduktion des CO2-Verbrauchs (Scope 1+2) um 42% 2. die Erhöhung des E-Fahrzeuganteils auf 40%. Im Jahr 2025 erfolgte eine Zielanpassung von 50% auf 40% um geänderten Rahmenbedingungen in der BEV Transformation Rechnung zu tragen. 3. die Erhöhung des Anteils an Frauen in Führungspositionen auf 20%.

Darüber hinaus wird durch ein Environmental Compliance Management System die Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen nachverfolgt und sichergestellt. Somit werden Umweltrisiken reduziert bzw. Umweltschäden vermieden. Dazu dienen auch implementierte Kontrollmechanismen und ECMS-Audits an unseren internationalen Standorten.

Die Zahl der Mitarbeiter in den Porsche Holding Unternehmen, unter Berücksichtigung der unter Managementverantwortung stehenden Gesellschaften, betrug zum Bilanzstichtag per 31.12.2025 36.917 (VJ 37.034).

Ein großes Augenmerk wird der internen Personalentwicklung gewidmet. Diese deckt den Großteil des Bedarfes an Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte innerhalb der Gruppe ab. Über diverse Entwicklungsprogramme wird hausintern für entsprechenden Führungskräftenachwuchs gesorgt.

Das Compliance Management System der Porsche Holding Gruppe orientiert sich an relevanten fachlichen Benchmarks und Prinzipien und entspricht den Standards des Volkswagen-Konzerns. Zentrales Element neben der Compliance mit internen und externen Regelungen ist das Thema Integrität. Unter anderem hat unser Compliance Management System zum Ziel, das Verständnis für die Bedeutung von Integrität und Compliance sowohl bei Führungskräften als auch Mitarbeitern zu schärfen und eine Kultur zu fördern, in der regelkonformes und integres Verhalten als selbstverständlich erachtet werden. Die Porsche Holding bedient sich des Hinweisgebersystems des Volkswagen Konzerns um Meldungen über Regelverstöße zu empfangen und nach festgelegten Prozessen zu untersuchen. Integrität und Compliance sind in unseren Unternehmenswerten fest verankert und bilden die Grundlage unternehmerischen Handelns in der Porsche Holding.

3. Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des

Unternehmens

3.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Porsche Holding Salzburg geht davon aus, dass auch 2026 die weltweiten Marktbedingungen herausfordernd und die wirtschaftlichen Unsicherheiten bei den Konsumenten bestehen bleiben. Die geopolitische Situation (insbesondere die nachhaltige Absatz-Schwäche in Asien) sowie die aktuelle Wirtschaftslage und die durch die Inflation gesunkene Kaufkraft werden die eingetretene Erholung der Märkte verlangsamen oder auf gleichem Niveau zum Stehen bringen.

3.2. Risikobericht

Neben einem gesellschaftsinternen RM-Prozess (Operatives Risikomanagement), mit dem Ziel eine wirksame operative Risikosteuerung der wesentlichen Risiken der Gesellschaft sicherzustellen, ist die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. in die konzernalen RMS/IKS-Prozesse des Volkswagen-Konzerns integriert. Im Zuge des Risikoquartalsprozesses (RQP) werden akute Geschäftsrisiken betrachtet, wohingegen das Standard Interne Kontrollsystem (SIKS) auf die Abdeckung wesentlicher Prozessrisiken abzielt. Zusätzlich wird ein Business Continuity Management (BCM) implementiert, mit dem Ziel etwaige Ausfallrisiken kritischer Prozesse mittels definierter Maßnahmenpläne zu steuern.

Beteiligungsrisiko

Aus dem Halten eines umfangreichen Beteiligungsportfolios ergibt sich für die Porsche Holding ein Bewertungsrisiko. Jedoch sind klar definierte Berichts- und Entscheidungswege, die eine zeitgerechte und vollständige Information der Gremien und Entscheidungsträger gewährleisten, vorhanden, welche Fehlentscheidungen vermeiden und die Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze gewährleisten.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Automobilhandelsunternehmen ist unsere Unternehmensgruppe sehr stark von der gesamtwirtschaftlichen Lage und dem allgemeinen Konsumverhalten unserer Kunden abhängig. Das Geschäftsjahr 2025 war stark von strukturellen Rezessionen, sowie regionalen Krisen in den USA, Asien, Südamerika und der Ukraine, geprägt.

Marktrisiken

Im Geschäftsjahr 2025 sah sich unsere Unternehmensgruppe im Automobilhandel mit strukturellen Rezessionen und regionalen Krisen in Asien, Südamerika und der Ukraine konfrontiert. Steigende Rabatte und Incentives bestätigen, dass sich der Markt von einem nachfragegetriebenen (Pull) zu einem angebotsgetriebenen (Push) Markt entwickelt hat. Die Transformation hin zu Elektrofahrzeugen (BEV) wurde fortgesetzt. Dennoch entwickelte sich die Ergebnissituation der PHS-Gruppe günstiger als erwartet. Zahlreiche neue Modelle und Produkteinführungen trugen maßgeblich zu steigenden Auftragseingängen und stabilen Marktanteilen bei.

Risiken aus Finanzdienstleistungen

Im Rahmen des Vertriebs von Fahrzeugen stellt die Porsche Bank Gruppe als integraler Bestandteil der Porsche Holding ihren Kundinnen und Kunden eine breite Palette an Finanzierungsoptionen im Bereich der Mobilität zur Verfügung. Die daraus entstehenden wesentlichen Risikoarten sind das Adressausfall- bzw. Kreditrisiko, Restwertrisiko, Zinsänderungsrisiko, Fremdwährungsrisiko, Liquiditätsrisiko, makroökonomisches Risiko, operationelles Risiko, Nachhaltigkeitsrisiko sowie Verbriefungsrisiko. Das Risikomanagementsystem der Porsche Bank Gruppe ist in den gesamten Prozess der Planung, Steuerung und Berichterstattung integriert.

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Porsche Bank Gruppe ein Wachstum im Finanzierungsgeschäft. Gleichzeitig war das gesamtwirtschaftliche Umfeld von steigenden Kreditrisiken geprägt, die sich in anhaltend hohen Unternehmensinsolvenzen in Österreich widerspiegelten. Die im Rahmen des Strategieprojekts zur Optimierung der Beteiligungsstruktur vollzogene vollständige Übernahme der Porsche Finance Group Slovakia in den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis führte zu einem absoluten Anstieg des NPL- Volumens. Die NPL-Ratio blieb jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. Insbesondere in Österreich gelang es im abgelaufenen Geschäftsjahr, das NPL-Volumen durch die gezielte Reduktion von Risikopositionen bei ausgefallenen Kunden sowie durch die erfolgreiche Restrukturierung und Gesundung von Großkunden deutlich zu senken. Dies bestätigt die Effektivität des aktiven Risikomanagements. Zudem blieben dank der soliden Besicherung die realisierten Verluste auf niedrigem Niveau.

Für das kommende Jahr wird ein weiterhin angespanntes wirtschaftliches Umfeld mit erhöhten Kreditrisiken erwartet. Die Porsche Bank Gruppe begegnet dieser Entwicklung mit einer aktiven Wertberichtigungspolitik, die eine angemessene Risikovorsorge sicherstellt.

Finanzrisiken

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns wird durch das zentrale Group Treasury sichergestellt. Hierbei wurde im Verlauf der letzten Jahre systematisch ein adäquater Mix an Instrumenten im kurz-, mittelund langfristigen Laufzeitenbereich aufgebaut. Generell gilt der Grundsatz der Kongruenz für die drei originären Finanzrisiken Liquidität, Zins und Währung. Dessen Einhaltung wird durch das Group Treasury zentral gesteuert. Die Länderrisikolimite werden zentral festgelegt und laufend überwacht. Für die Ukraine, Bosnien, Serbien, China und Kolumbien werden Absicherungsmöglichkeiten der OeKB gegen politische Risiken genutzt. Aufgrund von Kapitalverkehrsrestriktionen in der Ukraine konnten Dividendenzahlungen nicht durchgeführt werden. Zusätzlich wird durch das Group Treasury konzernweit das Kontrahentenrisiko gesteuert. Dabei werden den Tochtergesellschaften Limite zugeteilt und die Ausnutzung laufend überwacht.

Personalrisiken

Der Porsche Holding Gruppe hat sich über lange Jahre eine Position als attraktiver Arbeitgeber aufgebaut. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bedingt eine niedrige Fluktuation und damit verbunden eine Minimierung des Risikos des Know-How Verlustes. Die Porsche Holding Gruppe hat dazu eine konzernweite Personalentwicklung etabliert, die den personellen Herausforderungen durch das internationale Wachstum des Konzerns begegnen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter gewährleisten soll. Zudem wurden die Projekte der Personalstrategie aktualisiert und an die aktuellen Herausforderungen des Arbeitsmarktes angepasst.

Umweltrisiken

Die Anpassung an den Klimawandel wurde als finanzielles Risiko eingestuft und sowohl für das eigene Geschäftsmodell als auch die vorgelagerte Wertschöpfungskette als relevant eingeschätzt. Einerseits führen häufigere Extremwetterereignisse öfter zu Schäden an Gebäuden und Produktion, andererseits können Risiken durch Lieferkettenprobleme entstehen, die wiederum die Porsche Holding finanziell belasten. Umweltrisiken im Handel entstehen insbesondere auf Basis von Nichterreichung CO2-bezogener Vorgaben zu z.B. Flottenemissionen.

Die Porsche Holding Gruppe hat sich ein CO2 Reduktionsziel mit -42% im Bereich Gebäude und Mobilität bis 2030 gesetzt (Scope 1+2). Die Zielerreichung wird maßgeblich beeinflusst durch den Stromverbrauch und den Einsatz weiterer Heiz- und Kühlsysteme an Standorten sowie verwendeter Treibstoffe zur Mobilität. Die geplante Umstellung des Fuhrparks auf BEV, die Umsetzung der internationalen Photovoltaik-Initiative und des Ökostromeinkaufs sowie der Tausch von Heiz- und Kühlsystemen auf erneuerbare Energien sind daher entscheidend.

Rechtliche Risiken

Die Porsche Holding Gruppe ist mit einigen seiner Konzernunternehmen aufgrund ihrer operativen Tätigkeit an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die je nach Größenordnung lokal oder im Konzern betreut und überwacht werden. Für die davon betroffenen Gesellschaften können sich daraus entsprechende Zahlungs- oder andere Verpflichtungen ergeben. Soweit erforderlich werden für diese Risiken angemessen erscheinende Rückstellungen gebildet. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die Abgasthematik hinzuweisen, die immer noch Gegenstand von Verfahren vor Verwaltungsbehörden und Gerichten ist. Da diese Risiken jedoch nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass Schäden eintreten können, die nicht durch Rückstellungen gedeckt oder im Extremfall – etwa bei Hinzutreten bislang nicht bekannter Sachverhaltselemente – auch nachhaltig negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns nach sich ziehen könnten.

IT-Risiken

Zur Vermeidung von Risiken in der Informations- und IT-Sicherheit wie unberechtigte Zugriffe, Schadsoftware, Datenverlust und Betriebsunterbrechungen kommen entsprechende technische und organisatorische Maßnahmen zum Einsatz.

Dies sind u.a. redundante Infrastrukturen, Datensicherung, Firewall- und Netzwerküberwachungssysteme, Schadsoftware-und E-Mailschutzsysteme, Zugangskontrollen,Authentifizierungs-und Berechtigungssysteme, Patchmanagement- und Schwachstellenüberwachungsprozesse, Erfassung und Analyse von Log Information, Einsatz von Verschlüsselungstechnologien. Für Mitarbeiter gelten verbindliche Richtlinien im sicheren Umgang mit Informationen und Informationssystemen. Es erfolgt eine laufende Sensibilisierung zum Thema Informationssicherheit. Die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen wird laufend intern sowie extern überprüft.

Salzburg, am 9. Februar 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Dr. Hans Peter SchützingerMag. Johann LechnerMaRai

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