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CEWE Fotovertriebsgesellschaft mbH, Wien
Vorbemerkungen
Die CEWE Fotovertriebsgesellschaft GmbH (die „Gesellschaft" oder „CEWE AT"), Wien, erstellt diesen Lagebericht zum 31. Dezember 2025 gemäß den gesetzlichen Vorschriften. Er ist im Kontext mit dem Jahresabschluss zu lesen, welcher nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellt wurde.
Die Angaben in den Tabellen erfolgen, soweit nicht auf eine andere Einheit hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR). Sämtliche Angaben wurden kaufmännisch gerundet, so dass Rundungsdifferenzen möglich sind.
Die CEWE AT ist eine Vertriebsgesellschaft im Konzernverbund der CEWE-Gruppe, die den österreichischen Markt bedient. Sie wurde am 13.12.2018 gegründet. Die CEWE AT liefert landesweit Waren und Dienstleistungen an Handelspartner (B2B) und via E-commerce auch direkt (B2C) an Konsumenten. Die Waren und Dienstleistungen werden vollständig im Rahmen der Intercompany Lieferbeziehungen von den produzierenden Einheiten der CEWE- Gruppe bereitgestellt. Die geschäftlichen Aktivitäten teilen sich in die Geschäftsfelder „Lieferung von Fotoprodukten an den stationären Einzelhandel“, „Lieferung von Fotoprodukten im Online-Handel“ und „Bilder- und Bilderrahmenverkauf über Sofortdruckstationen im stationären Einzelhandel“.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliche Entwicklung in Osterreich 2025
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2025 um 0,6 Prozent gestiegen. Damit wurden die Prognosen der Wirtschaftsinstitute WIFO und IHS von jeweils 0,5 Prozent übertroffen. Im vierten Quartal stagnierte die Wirtschaftsleistung jedoch gegenüber dem Vorquartal. Nach zwei Jahren mit rückläufiger Wirtschaftsleistung zeigte sich im Jahr 2025 wieder eine leichte Konjunkturerholung.
Die Konjunkturerholung hat sich nicht wirklich verstetigt, das Bruttoinlandsprodukt soll 2026 nur mehr unter 1% zulegen.
Die Inflation ist nicht sprunghaft zurückgegangen. In Folge der hohen Inflation sanken die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2025.
Der private Konsum wird wegen der verhaltenen Einkommensentwicklung im Prognosezeitraum nur wenig Dynamik entfalten. Die Beschäftigung stagnierte 2025, wird aber in den Folgejahren wieder wachsen. Dies und der Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung lassen die Arbeitslosenquote bis 2027auf 7% sinken.
Entwicklung im Einzel- und Online-Handel
Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2025 steigt der Verbraucherpreisindex wieder deutlich an und erreicht einen Jahresdurchschnittswert von 3,6 %. Der Preisauftrieb im Handel verstärkt sich in diesem Zeitraum zwar (1,6 %), fällt jedoch abermals deutlich schwächer aus als die allgemeine Inflationsrate.
Der Handel zeigt 2025 erste, aber mäßige Erholungstendenzen. Im Einzelhandel setzt sich das schwierige Jahr 2024 weiter fort. Getragen wird die Einzelhandelskonjunktur einmal mehr vom Food – Sektor mit einem nominellen Umsatzanstieg von +4,4% (gegenüber dem Vorjahr) die Einzelhandelskonjunktur in Osterreich an, während der Non - Food - Bereich mit +1,5% deutlich gedämpfter langsamer wächst und der heimische Einzelhandel im EU - Ranking auf Platz 22 abrutscht.
Ausgaben im Distanzhandel steigen um +14% auf Rekordwert von 12,5 Mrd. Euro. Der Mobile Commerce wächst massiv.
Die 16. Ausgabe der bundesweiten "eCommerce-Studie Osterreich" des Handelsverbandes in Kooperation mit der KMU Forschung Austria belegt ein beeindruckendes wirtschaftliches Comeback des Onlinehandels sowie ein massives Wachstum im Mobile Shopping. Hier die Kernergebnisse:
• Rekord im Distanzhandel: Die Ausgaben im österreichischen Distanzhandel steigen 2025 um +14% auf 12,5 Mrd. Euro. • Pro-Kopf-Ausgaben: 2025 gibt jede:r Osterreicheriin im Schnitt 2.080 Euro im Distanzhandel aus (+13%). • Onlinequote: Der Anteil der Ausgaben im eCommerce an den Gesamtausgaben im Einzelhandel klettert heuer auf über 14%. • Mobile Commerce: Die Ausgaben im Onlineshopping via Smartphone wachsen heuer um +28% auf 4,1 Mrd. Euro. • Voice-Shopping: Nur 1% nutzen Alexa & Co für Einkäufe im Internet.
Durch das kontinuierliche Wachstum des Onlinehandels nimmt auch die Bedeutung dieser Letzten Meile stetig zu. Mit dem Anstieg an Bestellungen steigen jedoch nicht nur die Paketmengen pro Person, sondern auch die Erwartungen hinsichtlich schneller Lieferzeiten.
Nachfrageentwicklung 2025:
Nach einer längeren Schwächephase stabilisiert sich der private Konsum, gewinnt aber nur langsam an Schwung. Insbesondere im September und Anfang Oktober 2025 wurde ein leichtes Anziehen der Nachfrage verzeichnet. Während die Umsätze nominell steigen, ist das reale Wachstum (inflationsbereinigt) aufgrund der anhaltenden Teuerung sehr gering. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein reales Plus im Einzelhandel von nur etwa 0,7 % prognostiziert. Der Food-Sektor (Lebensmittel) zeigt sich robuster und verzeichnete 2025 solide Umsatzzuwächse. Im Gegensatz dazu verläuft die Entwicklung im Non-Food-Bereich (z.B. Bekleidung, Elektronik) deutlich gedämpfter.
Die Inflationsrate liegt 2025 mit durchschnittlich 3,6 % weiterhin spürbar über dem Euroraum- Durchschnitt, was die Kaufkraft der Haushalte begrenzt. Zusammenfassend ist die Konsumnachfrage 2025 durch eine vorsichtige Haltung der Konsumenten gekennzeichnet, die trotz leicht steigender Realeinkommen zu einer nur langsamen Umsatzbelebung im Einzelhandel führt.
Im Jahr 2025 schrumpfen die verfügbaren Realeinkommen voraussichtlich um 0,7 %, der reale Konsum der Haushalte legt jedoch um 0,7 % zu. Die Haushalte haben keine Schwierigkeit, die Diskrepanz durch Rückgriffe auf die in den letzten Jahren angehäuften Ersparnisse zu finanzieren. Im kommenden Jahr werden die real verfügbaren Einkommen um 0,2 % expandieren, die Prognose weist ein deutlich höheres Konsumwachstum von 0,9 % aus. Die Haushalte genießen Prognosezeitraum vermehrt die Früchte ihrer Ersparnisse. also im gesamten
Quellen: wko at, Institute for Advanced Studies Vienna, Statistics Austria, Handelsverband Osterreich.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen sich für das Berichtsjahr wie folgt dar:
| Umsatz- und Ertragskennzahlen | 2025 | 2024 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 35.860 | 33.600 | +2.259,9 |
| Betrie bsergebnis (EBIT) | TEUR | 2.874 | 1.905 | +969,0 |
| Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS) % | 8,0% | 5,7% | 2,3% |
Ertragslage
| 01.01.2025 - | 01.01.2024 - | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | 31.12.2025 | 31.12.2024 (abs.) | (%) | |
| Gesamtleistung | 36.783 | 34.738 | +2.045 | 5,9% |
| Materialaufwand | -19.554 | -18.844 | -711 | 3,8% |
| Personalaufwand | -1.945 | -1.748 | -197 | 11,3% |
| Abschreibungen | -227 | -636 | +409 | -64,3% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.183 | -11.605 | -578 | 5,0% |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.874 | 1.905 | +969 | 50,9% |
| Zinsergebnis | 176 | 243 | -67 | -27,4% |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -719 | -497 | -222 | 44,7% |
| Jahresüberschuss | 2.332 | 1.651 | +681 | 41,2% |
Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2025 positiv entwickelt. Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Erträgen und Bestandsveränderungen, ist um TEUR 2.045, bzw. 5,9 % gestiegen, während der Materialaufwand mit TEUR 711, bzw. 3,8 % weniger stark gestiegen ist. So liegt die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung im Jahr 2025 bei 53,2 % (Vorjahr: 54,2 %). Hierbei ergaben sich Umsatzzuwächse insbesondere im B2C-Bereich und im stationären Einzelhandel durch den Bilderverkauf über Sofortdruckstationen.
Auch der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr um TEUR 197, bzw. 11,3 % gestiegen. Ursächlich hierfür ist ein geringer Anstieg der Mitarbeiterzahlen und deutliche Tariferhöhungen 2025. Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 19,6 Arbeitnehmer (Vorjahr: 18,9) beschäftigt.
Die Abschreibungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 409 gesunken. Ursächlich hier ist der Rückgang im Bereich der Sachanlagen. Im November 2025 wurde ein erheblicher Teil des weitestgehend abgeschriebenen Anlagevermögens an die CEWE Stiftung &Co. KGaA zurück verkauft. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist mit TEUR 578, bzw. 5,0 % sowohl geschäftsgetrieben und korrespondiert mit der Umsatzentwicklung. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind höhere Vertriebsprovisionen (Media- Markt- Umstellung) und die deutlich gestiegenen Kosten für den technischen Support der Sofortdruckstationen (+32,5%).
Das EBIT der Gesellschaft liegt mit TEUR 2.874 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 1.905). Der im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Gesamtleistung und geringeren Abschreibung einerseits stehen jeweils leicht erhöhter Materialaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber.
Die Steuerquote bezogen auf das EBT beträgt 23,6 % (Vorjahr: 23,1 %).
Finanzierungsinstrumente
Die wesentlichen Finanzinstrumente der Gesellschaft bestehen aus Forderungen aus Cashpooling sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen. Besondere Risiken aus Finanzinstrumenten bestehen über das übliche Geschäftsrisiko hinaus nicht, mögliche Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken werden laufend überwacht und durch geeignete Maßnahmen des Finanzmanagements gesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
Finanzlage
Die Finanzlage des Berichtsjahres wird in der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt.
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| Verkürzte Kapitalflußrechnung (Angaben in TEUR) | 2025 | 2024 | in TEUR |
| Cashflow aus der laufenden Betriebstätigkeit | 1.185 | 2.509 | -1.324 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 164 | -179 | 343 |
| Free-Cashflow | 1.349 | 2.330 | -981 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.349 | -2.330 | 981 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 0 | 0 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 0 | 0 | 0 |
Die Gesellschaft ist in das Zero-Balancing Cash Pooling des CEWE-Konzerns mit der CEWE Stiftung & Co. KGaA als Cash Pool Leader eingebunden. Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesene Position A.III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten. Die Veränderung der Cashpool-Forderungen und -verbindlichkeiten ist im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestelt.
Der Cashflow aus der laufenden Betriebstätigkeit ist im Vorjahresvergleich um TEUR 963 gestiegen. Hierbei sind im Wesentlichen die Zunahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig zum Vorjahr zu beobachten.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt auf Vorjahresniveau.
Die Cash Pool Forderungen 2025 sind im Vorjahresvergleich um TEUR 3.651 gesunken. Diese Veränderung ist aufgrund des Finanzierungscharakters im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Gesellschaft war jederzeit dazu in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Vermögenslage
Die nachfolgenden, nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen zeigen die Vermögens- und Kapitallage der Gesellschaft.
| Veränderung | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| Vermögen | 2025 | 2024 (abs) | (%) | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8 | 8 | -0 | -5,7% |
| Sachanlagen | 282 | 524 | -242 | -46,3% |
| Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen | 289 | 532 | -243 | -45,6% |
| Vorräte | 429 | 535 | -105 | -19,7% |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.375 | 8.481 | 894 | 10,5% |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.326 | 2.870 | 456 | 15,9% |
| Forderungen aus Cashpooling | 6.074 | 9.725 | -3.651 | -37,5% |
| Sonstige kurzfristige Posten und Rechnungsabgrenzurgsposten | 44 | 64 | -19 | -30,3% |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 19.249 | 21.674 | -2.425 | -11,2% |
| Gesamtvermögen | 19.539 | 22.206 | -2.668 | -12,0% |
| Veränderung | Veränderung | |||
| Kapital | 2025 | 2024 (abs.) | (%) | |
| Gezeichnetes Kapital | 35 | 35 | 0 | 0,0% |
| Bilanzgewinn | 3.573 | 6.241 | -2.668 | -42.8% |
| Eigenkapital | 3.608 | 6.276 | -2.668 | -42,5% |
| Investitionszuschüsse | 0 | 6 | 6 - | |
| Steuerrüc kstellungen | 300 | 70 | 230 | 328,0% |
| Sonstige Rückstellungen | 1.950 | 2.149 | -199 | -9,3% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen | 4.394 | 4.686 | -292 | -6,2% |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.538 | 6.393 | 145 | 2,3% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.749 | 2.626 | 123 | 4,7% |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 15.931 | 15.924 | +7 | 0,0% |
| Gesamtkapital | 19.539 | 22.207 | -2.668 | -12,0% |
Die Vermögensentwicklung der Gesellschaft ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass sich bei stabiler Marktpositionierung die Profitabilität aller Geschäftsbereiche weiter erhöht.
Das mittel- und langfristige Vermögen besteht aus Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen. Im Berichtsjahr wurden in andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
Daneben sind die Vorräte im Vorjahresvergleich um TEUR 105 angestiegen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 894 angestiegen.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 456 gestiegen.
Durch den gestiegenen Free-Cashflow steigen die Forderungen aus Cashpooling im Vorjahresvergleich um TEUR 3.293.
Auf der Kapitalseite der Bilanz ist im Eigenkapital insbesondere der im Vorjahresvergleich stark gestiegene Bilanzgewinn zu nennen. Dieser liegt mit TEUR 3.573 um TEUR 2.668 unter dem des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote sinkt damit auf 18,5 % (Vorjahr: 28,3 %).
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösschmälerungen, ausstehende Rechnungen sowie Personalrückstellungen. Mit TEUR 1.950 (Vorjahr: TEUR 2.149) liegen Sie aufgrund gesunkener Erlösschmälerungen unter dem Vorjahresniveau.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 5.213 geschäftsgetrieben TEUR 359 unter dem Vorjahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit TEUR 6.538 geschäftsgetrieben um TEUR 145 leicht über dem Vorjahr.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 dokumentieren, dass die CEWE AT weiterhin stark positioniert ist. Die Umsatzerlöse konnten im Vorjahresvergleich gesteigert werden. Die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und Umsatzrentabilität konnten vor dem Hintergrund inflationsgetriebener Verteuerungen auf der Wareneinsatz- und Kostenseite erfreulicherweise konstant gehalten werden.
Zusammengefasst beurteilt das Management die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als gut.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Trotz der weiterhin sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen im Jahr 2025 hat sich das CEWE-Geschäftsmodell als sehr resilient erwiesen. Die hohe Inflation der Jahre 2022 und 23 konnte mit Preiserhöhungen kompensiert werden, und die Nachfrage blieb trotz Kaufkraftverlusten der Verbraucher bei deutlich reduzierter Inflation 2024/25 zunächst weiter hoch. Das Management ist daher zuversichtlich, dass sich das Kerngeschäft Fotofinishing auch im Jahr 2026 weiter positiv entwickeln wird.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Allgemeine Geschäftsrisiken
Als international agierende Unternehmensgruppe unterliegen die Gesellschaften der Gruppe verschiedenen Risiken, die nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. In Übereinstimmung mit den branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die CEWE-Gruppe daher ein internes Kontroll- und Risikomanagement eingerichtet. Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und - steuerung (RiMiS- Software von Antares). Das Risikomanagementsystem erfasst die Chancen und Risiken der einzelnen Risikofelder in einer jährlichen konzernweiten Risikoinventur. Unterjährig erfolgt mindestens einmal quartalsweise eine Uberprüfung der Chancen- und Risikobewertung. Neu auftretende Chancen und Risiken werden nach Meldung an den Risikobeauftragten in das Risikomanagementsystem aufgenommen und einem Risikoverantwortlichen zugewiesen. Soweit die Einschätzungen von Einzelrisiken zur Bildung entsprechender Rückstellungen geführt haben, werden diese bei der Risikobewertung brutto/netto berücksichtigt.
Beschaffungs- und Versorgungsrisiko
Die anhaltenden geopolitischen Risiken, Inflation und Zinsentwicklung, Rezession, Handelskonflikte und Unsicherheiten durch Klimawandel fördert u.a. logistische Schwierigkeiten in den Lieferketten, Rohstoffknappheit oder Arbeitskräftemangel. So ist aktuell eine Verteuerung vieler Produktionsmaterialien und RHB-Stoffe zu beobachten, auch die Einstandspreise für z. B. Energiekosten, Logistikkosten sowie weitere Kostenarten steigen derzeit. Es bleibt eine große Herausforderung, Veränderungen auf der Aufwands- und Umsatzseite gleichermaßen umzusetzen und möglichst zu synchronisieren, sodass es zu keiner Verzögerung kommt, die das Unternehmensergebnis negativ beeinflussen könnte.
Wien, am 1. Juli 2026
Geschäftsführer
Ewald Hahn