Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2024/25 der Baumaschinen MKS GmbH
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Lage
Im Jahr 2024 stand dle österreichische Volkswirtschaft weiterhin unter dem Einfluss multipler Krisen, Die anhaltende Inflation, geopolitische Spannungen sowic strukturelle Herausforderungen – wie der Fachkräftemangel - prägten das gesamtwirtschaftliche Umfeld und belasteten insbesondere investitionsintensive Branchen wie die Bauwirtschaft und führten zu einer spürbaren Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik.
Insgesamt war das wirtschaftliche Umfeld 2024 durch Unsicherheit, Zurückhaltung in Bezug auf die Investltionsbereltschaft und Strukturwandel geprägt. Für viele Unternehmen stelite sich die strategische Frage nach Neuausrichtung, Kostenoptimicrung und dem gezielten Aufbau resilienter Geschäftsmodelle.
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich 2024 regional sehr unterschiedlich: Während Wien als einziges Bundesland ein leichtes reales Wachstum von + 0,4 % verzeichnen konnte, mussten die meisten anderen Regionen teils deutliche Rückgänge hinnehmen (z.B. Niederösterreich mit - 1,7 %).
Der reale Rückgang der österreichischen Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 betrug - 1,2 % gegenüber dem
Vorjahr.
Mit diesem Rückgang der Wirtschaftsleistung lag Österreich auch unter dem Durchschnitt der FU-Iänder
bzw. der EURO-Länder, die jeweils ein Wachstum von + 1,1 % bzw. 0,9 % verzeichneten,
| Entwicklung des BIP real | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Österreich | + 5,3 % | - 1,0 % | - 1,2 % |
| Europaische Union (27) | + 3,4 % | + 0,5 % | + 1,1% |
| Eurozone (20) | +3,5% | + 0.6 % | + 0,9 % |
Die Rruttoanlageninvestitionen verzeichneten im Jahr 2024 erneut einen realen Rückgang von - 2,1 %, nachdem sie im Jahr 2023 um - 3,2 % gesunken waren.
Entwicklung der österreichischen Bauwirtschaft
Analog zum Rückgang der gesamten österreichischen Wirtschaft sank auch der Produktionswert der österreichischen Bauwirtschaft 2024 nominell.
Der Rückgang betrug gemäß der Bauproduktionsmeldung der VIBÖ im abgelaufenen Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr nominell - 3,0 %.
Während der Hochbau eine Reduktion von - 6,1 % (Vorjahr - 7,1 %) verzeichnete, stieg die
Produktionsleistung im Tiefbau um + 1,1 % (Vorjahr + 6,5 %).
Der für unsere Firmengruppe wichtige Straßenbau konnte weiter um + 3,4 % zulegen, nachdem im Vorjahr der Zuwachs + 2,3 % betragen hatte.
Regional gesehen ist es in den Kerngebieten der Pittel+Brausewetter-Gruppe in Wien (- 7,4%), Niederösterreich (- 2,3 %) sowie dem Burgenland (- 21,9%) zu einer Verringerung der Bauproduktion gekommen.
Die von der WKO veröffentlichte reale Veränderung der Bauinvestitionen weist für 2024 einen Wert von - 5,3 % (Vorjahr - 9,3 %) aus.
Geschäftsverlauf
Der vorliegende Jahresabschluss der Baumaschinen MKS GmbH zum 31.03.2025 wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) erstellt.
Leistungsentwicklung
Die Baumaschinen MKS GmbH ist im Handel und Verleih von Baumaschinen tätig und hat dieses Kerngeschäft im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich fortgeführt. Zur weiteren Stärkung der Marktposition wurde das Leistungsportfolio um den Handel mit Arbeitsbekleidung sowie Baumaterialien erweitert. Während der Fokus weiterhin auf dem Geschäft mit Baumaschinen liegt, stellt die Angebotserweiterung eine sinnvolle Ergänzung dar, die zusätzliche Absatzmöglichkeiten schafft und das Unternehmen diverser aufstellt.
Die Nachfrage nach Baumaschinen ist im Geschäftsjahr 2024/25 – insbesondere aufgrund des starken Rückgangs im Bereich Hochbau in ganz Österreich – weiter gesunken.
Die Umsatzerlöse sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Wert von 8.950 TFUR gegenüber 10.447 TEUR im letzten Geschaftsjahr. Dies entspricht einer Abnahme von - 1.497 TEUR bzw. - 14,3 %.
Ertragslage
Die Ertragslage der Baumaschinen MKS GmbH wies im Geschäftsjahr 2024/25 – trotz der gesunkenen Umsatzerlöse – eine durchaus positive Entwicklung auf.
Das Betricbsergebnis erreichte cinen Wert von 664 TEUR und lag nur leicht unter dem Vorjahreswert von 697 TEUR.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von - 502 TEUR im Vorjahr auf - 396 TEUR im Geschäftsjahr 2024/25.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBIT) verringerte sich leicht von 698 TEUR im Vorjahr auf 666 TFUR im laufenden Geschäftsjahr 2024/25.
Aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse erhöhte sich die Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS errechnet aus EBIT / Umsatzerlöse). Sie erreichte einen Wert von 7,4 % und liegt damit über dem Vorjahreswert von 6,7 %.
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von 195 TEUR auf 268 TEUR im Geschäftsjahr 2024/25. Dies entspricht einer Zunahme von 73 TEUR bzw. 37,4 %.
Der Steueraufwand stieg dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und betrug 59 TEUR im Geschäftsjahr 2024/25, nach 20 TEUR im Vorjahr.
Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE errechnet aus Ergebnis vor Steuern/Eigenkapital) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 16,1 % und damit über dem Vorjahrswert von 13,5 %.
Die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment – ROI errechnet aus EBIT/Gesamtkapital) sank im Berichtsjahr 2024/25 auf 4,1 %, während sie im Vorjahr 4,3 % betrug.
Vermögenslage
Der Buchwert des Anlagevermögens erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31.03.2025 auf 86 TEUR. Er lag damit um 13 TEUR über dem Vorjahreswert von 73 TEUR. Dies entspricht einer Zunahme um + 17,8 %.
Das Umlaufvermögen zuzüglich aktiver latenter Steuern betrug im Berichtsjahr 16.200 TEUR. Es lag damit um
71 TEUR über dem Wert des Vorjahres von 16.129 TEUR.
Grund dafür waren vor allem die im Vergleich zum Vorjahr um 143 TEUR höheren Vorräte (einschließlich geleisteter Anzahlungen). Darüber hinaus erhöhten sich die liquiden Mittel um 34 TFUR sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 152 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen hingegen um 289 TEUR zurück.
Die übrigen Positionen zeigten keine wesentlichen Abweichungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.03.2025 lag bei 1.660 TEUR und damit über dem Wert des Vorjahres von 1.451 TEUR. Die Eigenkapitalquote stieg von 9,0 % auf 10,2 % im Berichtsjahr 2024/25.
Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) verringerte sich zum Bilanzstichtag 31.03.2025 auf cinen Wert von 13.071 TEUR. Es lag damit um - 106 TEUR unter dem Wert des Vorjahres.
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 2023/24 | 2024/25 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Umlaufvermögen | 16.128 | 16.198 | |
| langfristiges Umlaufvermögen | 0 | 0 | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 16.128 | 16.198 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | - 2.951 | - 3.127 | |
| Nettoumlaufvermögen | 13.177 | 13.071 |
Die Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz weisen für das Geschäftsjahr 2024/25 eine Eigenmittelquote von 10,19 % (Vorjahr 8,96 %) aus.
Finanzlage (Cash-flow Statement)
Der Cash-Flow aus dem Ergebnis verringerte sich im Berichtsjahr 2024/25 von 712 TEUR auf 681 TEUR. Dies entspricht einer Abnahme von - 31 TEUR bzw. - 4,4 %.
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern wies für das abgelaufene Wirtschaftsjahr einen Wert von 520 TEUR auf und lag damit über dem Wert des Vorjahres von 438 TEUR. Dies ist eine Steigerung um 82 TEUR bzw. 18,7 %.
Der Cash-Flow aus Investitionsaktivitäten beträgt - 30 TEUR (VJ. - 37 TEUR). Der Netto-Geldfluss aus der Finanzlerungstätigkelt bellef sich auf - 398 TEUR (VJ: - 503 TEUR).
Der Finanzmittelbestand erhöhte zum Bilanzstichtag 31.03.2025 auf 100 TEUR und lag damit um 33 TEUR über dem Vorjahreswert von 73 TFUR.
Personal
Die Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt verringerte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr von 7 auf 5 Mitarbeiter. Dies entspricht einer Abnahme von - 28,6 %.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung ergeben.
Gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Unser Ziel ist es, die langfristige Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens mit sozial verantwortlichem Handeln zu verbinden. Dabei stehen der respektvolle Umgang mit gesellschaftlichen und menschlichen Werten sowie die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiter:innen im Mittelpunkt.
Wir verfolgen einen ressourcenschonenden und umweltverträglichen Umgang mit natürlichen Rohstoffen, der im Einklang mit den ökologischen Grenzen unseres Planeten steht. Dabei orientieren wir uns an anerkannten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sowie an nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsstandards.
Die Berücksichtigung ökologischer, sozialer und ökonomischer Aspekte ist für uns nicht nur Grundlage unternehmerischer Entscheidungen, sondern Ausdruck eines umfassenden Verantwortungsverständnisses gegenüber zukünftigen Generationen.
Risikobericht
Die wesentliche Aufgabe des Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken, sowie der Realisierung von Maßnahmen, die negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermeiden oder zumindest minimieren.
Konjunkturrisiko
Die Baumaschinen MKS GmbH ist Partner vieler Firmen der Bauwirtschaft, die sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau tätig sind. Daher kann ein Rückgang der Baunachfrage in einzelnen Sparten innerhalb des angebotenen Leistungsspektrums ausgeglichen werden.
Aufgrund der vorliegenden Prognosen ist davon auszugehen, dass sich die Baukonjunktur nach dem schwachen Jahr 2024 auch im laufenden Jahr 2025 noch nicht nachhaltig erholen wird. Die Investitionstätigkeit wird sich daher auch im Jahr 2025 noch nicht wesentlich erholen. Erst für 2026 wird wieder von einer gestiegenen Nachfrage nach Baumaschinen ausgegangen.
Finanzielle Risiken
Es werden keine derivativen Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente zu Absicherungszwecken eingesetzt. Ein Währungsrisiko besteht nicht, da sich die Geschäftstätigkeit nur auf den österreichischen Markt beschränkt.
Ausfallsrisiken
Um das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst zu vermeiden, werden Kunden einer Bonitätsprüfung unterzogen.
Besonderes Augenmerk wird zudem dem Forderungsmanagement geschenkt, um allfällige Forderungsausfälle hintanzuhalten.
Dies wird in den kommenden Jahren umso wichtiger sein, da – im Hinblick auf die in vielen Branchen schwache Konjunktur – ein Anstieg der Insolvenzen erfolgt ist.
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit
Es wird keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ausgeübt.
Zweigniederlassungen
Die Baumaschinen MKS Gmbll betreibt eine Zweigniederlassung am Standort 8200 Hofstätten an der Raab (Gleisdorf).
Prognosebericht - Vorschau auf das Geschäftsjahr 2025/2026
Für das Jahr 2025 zeichnet sich aus heutiger Sicht ein allmählicher, jedoch verhaltener Aufwärtstrend in der österreichischen Volkswirtschaft ab. Nach einem schwachen Wachstum im Vorjahr erwarten führende Institute wic die Osterreichische Nationalbank sowie WIFO und IHS für 2025 eine Stagnation der Wirtschaft oder ein geringfügiges Wachstum bis zu + 0,2 %. Erst 2026 wird mit einem leichten Aufschwung auf rund 0,9 - 1,2 % gerechnet.
Die Erholung stützt sich vor allem auf eine zunehmende Stabilisierung der internationalen Konjunktur, eine leichte Belebung des privaten Konsums sowie erste Investitionsimpulse – insbesondere im Bereich der öffentlichen Infrastruktur, Energiewende und Digitalisierung. Zugleich bleiben strukturelle Herausforderungen bestehen: der Arbeitskräftemangel, die nach wie vor hohen Finanzierungskosten und geopolitische Unsicherheiten dämpfen die wirtschaftliche Zuversicht.
Die Inflationsrate wird 2025 voraussichtlich noch über dem Vorkrisenniveau liegen, soll aber im Verlauf des Jahres kontinuierlich zurückgehen und sich 2026 der Zielmarke der Europäischen Zentralbank annähern.
Auf Basis dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen geht die mittelfristige Bauprognose des WIFO für Osterreich von einer leichten Erhöhung der realen Baunachfrage für 2026 und 2027 aus. Die Nachfrage dürfte sich im Hochbau nach den rückläufigen Entwicklungen in den Jahren 2024 und 2025 allmählich wieder festigen und es werden leichte Zuwächse in den Jahren 2026 und 2027 erwartet.
| 2025 | 2026 | 2027 | |
|---|---|---|---|
| % | 6 | 6 | |
| Wohnungsbau | - 1,6 % | + 0,5 % | +0,9 % |
| Sonstiger Hochbau | + 0,4 % | + 1,4 % | + 2,2 % |
| Hochbau gesamt | - 0,8 % | + 0,9 % | + 1,4 % |
| Tiefbau | + 1,1 % | - 0,9 % | - 1,4 % |
| Hoch- und Tiefbau gesamt | - 0,5 % | + 0.6 % | + 1,0 % |
Quelle: WIFO 06/2025, reale Veränderungen in %
Aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen sowie insbesondere
durch die Erweiterung des
Leistungsportfolios um den Handel mit Arbeitsbekleidung sowie Baumaterialien erwarten wir für unsere
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025/2026 eine gegenüber dem Vorjahr leichte Steigerung der Betriebsleistung.
Wien, am 29. August 2025
Die Geschäftsführer
Georg Baden
Thomas Nussbaumer
Georg Riegn