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Lagebericht 2025

DOMÄNE WACHAU eGen

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 18. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

der

DOMÄNE WACHAU eGen

1. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFES

1.1. Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich 1

Das Wachstum der Weltwirtschaft ist weiterhin als schwach zu bezeichnen, wobei vor allem die internationalen Krisenherde die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen negativ beeinflussen.

Osterreichs Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels:

Die österreichische Wirtschaft dürfte im Jahr 2025 ein geringfügiges Wachstum von rund 0,5% erreicht haben. Für die Jahre 2026 wird ein Wachstum von 0,5% IHS und 0,9% WIFO erwartet. Diese Entwicklung sollte sich 2027 mit einem Wachstum von 1,3% WIFO bzw. 0,8% IHS weiter fortsetzen. Der durch den Irankonflikt ausgelöste Energiepreisschock heizt die Inflation an und dämpft die Investitionen. Dadurch haben sich die BIP-Prognosen für Osterreich deutlich verringert. Die aktuellen Inflationsprognosen liegen zwischen 2,7 und 2,9%, wobei sich bei einem andauernden, oder wieder aufkeimenden Konflikt zwischen USA, Israel und Iran wieder deutlich höhere Inflationswerte ergeben könnten. Die EZB könnte dadurch im Jahr 2026 den Leitzins erhöhen, und dadurch würden auch die Investitionen erschwert. Der Anstieg der Inflation dämpft die Entwicklung der realen Haushaltseinkommen und senkt das Verbrauchervertrauen. Der private Konsum wächst 2026 nur verhalten um 0,5%.

1.1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen

Rahmenbedingungen

Die Baukrise soll laut WIFO 2026 zu Ende gehen. Die internationale Nachfrage nach Industriegütern schwächelt weiter, aber dennoch soll sich im Hauptszenario die leichte Erholung des Bereichs Herstellung von Waren fortsetzen. Der Handel dürfte 2026 um 0,9% zulegen.

Am Arbeitsmarkt soll es zu einer leichten Beschäftigungsausweitung kommen und die Arbeitslosenquote steigt im Jahresverlauf nur geringfügig; allerdings doch auf einem eher hohen Niveau.

Prognoserisiken:

Die Prognosen sind mit hoher Unsicherheit bezüglich Dauer, Umfang und Auswirkungen des Nahostkonflikts behaftet. Weiter steigende OI- und Gaspreise würden die Wachstumsaussichten weiter bremsen sowie die Inflation weiter erhöhen. Eine dadurch zu erwartende Lohnentwicklung würde die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie weiter schwächen und damit Investitionen und Exporte verringern. Strukturreformen könnten den Ausblick hingegen verbessern.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Quellen:__WIFO: Konjunkturprognose 4/2025 (Dezember 2025)
WIFO: WP-Update 01/2026
IHS: Winter-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2025–2027

1.1.2 Geschäftsentwicklung

1.1.2.1 Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 aufgrund der geringen Ernte 2024 im Geschäftsjahr 2025 von € 15.167.000 um 4,0 % auf € 14.568.000.

Das Unternehmensziel, einen Gewinn auszuweisen, konnte trotz schwieriger

Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2025 erfreulicherweise erreicht werden.

In einem von globalen Krisen geprägten Umfeld liegt die Zielsetzung in der Absicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung der Genossenschaft ist das Vertrauen der finanzierenden Banken gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld gesichert ist.

1.1.2.2. Inlandsmarkt

Der Umsatz im Inland gliedert sich nach den Geschäftsfeldern GASTRONOMIE & FACHHANDEL, LEBENSMITTELHANDEL und PRIVATVERKÄUFE.

In der Gastronomie & Fachhandel ist der Umsatz nahezu ident wie 2024. Im LEH gab es einen deutlichen Umsatzrückgang von rund 15%, im Export dagegen ein Umsatzwachstum von rund 5%.

1.1.2.3. Auslandsmarkt

Der Hauptabsatz liegt im Jahr 2025 in den Niederlanden, gefolgt von Deutschland und Kanada, weitere bedeutende Exportmärkte stellen die skandinavischen Länder, USA, Luxemburg und die Schweiz dar. Der Exportanteil am Flaschenweinabsatz liegt wertmäßig bei rund 37 %.

1.1.2.4. Geschäftsbetrieb/lnvestitionsbereich

Neben der Zentrale in Dürnstein werden noch 3 Trauben-Übernahmestellen in der Wachau betrieben.

Die Investitionen der Domäne Wachau betrugen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt € 3,883.000 und entfielen bis auf € 5.000 auf das Sachanlagevermögen.

Die Investitionen im Sachanlagenbereich betrafen im Wesentlichen die neue Flaschenfüllanlage, einen LKW, einen PKW und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsjahr 2026 sind folgende Investitionen geplant: Lagertanks, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Lagerfässer.

1.1.2.5. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Zum Geschäftsführer ist seit 24.2.2005 Herr Mag. (FH) Roman Horvath, MW bestellt.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer verringerte sich im Geschäftsjahr auf 48,9 (Vorjahr: 49,9)

Ein besonderer Schwerpunkt ist wie auch in den Jahren davor die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

1.1.2.6. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr

Die im Geschäftsjahr getätigte Ernte 2025 ist von der Qualität als sehr ansprechend und von der Quantität als gut anzusehen.

1.1.2.7. Erfüllung des Genossenschaftszweckes

Die Domäne Wachau stellt im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ihre Einrichtungen und Leistungen den Mitgliedern zur Verfügung.

Weiters werden zugunsten der Mitglieder umfassende Beratungs- und Informationsdienstleistungen mittels verschiedener Fachvorträge erbracht.

1.1.3. Darstellung der Lage

1.1.3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahre 2025 um 14,0% bzw. um € 3,736.000 auf € 30.423.000.

Dies war auf eine Erhöhung des Anlagevermögens um € 2,897.000 und um die Erhöhung des Umlaufvermögen ohne Rechnungsabgrenzungen und latente Steuern um € 856.000 zurückzuführen.

1.1.3.1.1. Eigenkapital

Das erweiterte Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüsse) hat sich gegenüber 2024 erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag € 15.225.000. Der Eigenkapitalanteil beträgt 50,1 %.

1.1.3.1.2. Fremdkapital

Das Fremdkapital erhöht sich um € 3,667.000 auf € 15.198.000. Dies entspricht 49,9% des Gesamtkapitals.

1.2. Ertragslage

Die Betriebserträge haben sich im Jahre 2025 gegenüber dem Vorjahr um T€ 37 auf T€ 7.018 geringfügig vermindert. Ursache hierfür waren insbesondere niedrigere Umsatzerlöse, die durch höhere Bestandsveränderungen teilweise kompensiert wurden.

Die Betriebsaufwendungen haben sich im Jahre 2025 nominell um T€ 100 erhöht, deshalb hat sich das Betriebsergebnis auf € 298.900 verringert (Vorjahr T€ 437).

Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses in Höhe T€ 143 errechnete sich im Jahr 2025 ein positives Ergebnis vor Steuern in der Höhe von € 156.000 und verringert sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 208. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt € 81.586,76. Das Bilanzergebnis wurde in der Vorstandssitzung am 2. Juni 2026 beschlossen.

1.3. Finanzlage

Auf Basis der AFRAC Stellungnahme 36 gestaltet sich die Finanzlage wie folgt (Beträge in TEUR):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
|Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit1 2271 435
Netto-Geldfluss auf der Investitionstätigkeit-3 741-1 434
|Netto-Geldfuss aus der Finanzierungstätigkeit1 6801 721

Die Veränderung beim Nettogeldfluss aus betrieblicher Tätigkeit ist unter Berücksichtigung der Zunahme der Vorräte und der gleichzeitigen Zunahme der Verbindlichkeiten im Wesentlichen auf den Ergebnisrückgang zurückzuführen.

Der negative Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus den getätigten Investitionen. Der positive Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit war auf die Aufnahme neuer Darlehen für Investitionen zurückzuführen.

1.4. Traubenanlieferung

Die Traubenanlieferung im Jahr 2025 ist mit 3,379.183 kg um 861.054 kg deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr.

2. BERICHT ÜBER DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS

Die bedeutendsten Risiken und Chancen unterteilen wir in folgende Kategorien:

2.1. Unternehmensrisiko

Den Fortbestand der Genossenschaft Domäne Wachau gefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

2.2. Gesamtwirtschaftliche Veränderungen

Konjunkturelle Entwicklungen in unseren Kernmärkten können die Kapazitätsauslastung beeinflussen und sich damit sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmenserfolg auswirken.

2.3. Veränderung von Rohstoffpreisen

Der Hauptrohstoff Weintraube ist in seiner Entstehung quantitativ und qualitativ sehr Wetter und Klima abhängig und damit ergeben sich Risiken und Chancen vor allem für die Weinerzeugung. Die Domäne Wachau ist durch die vertragliche Bindung an ihre Mitglieder verpflichtet, alle Trauben der Vertragsflächen, die den Qualitätsanforderungen entsprechen, zu übernehmen. Ebenfalls besteht seitens der Vertragsweinhauer(innen) eine Verpflichtung die Trauben bereitzustellen. Damit herrscht eine gewisse hohe Rohstoffsicherheit.

2.4.

Betriebsrisiken

Die Domäne Wachau hat ihre Produktionsanlagen in den letzten Jahren auf den modernsten Stand gebracht. Durch den im Jahr 2018 abgeschlossenen Neubau des Stahltankkellers, der zentralen Pressanlage in Dürnstein und der Neuerrichtung der Übernahmestellen wurde das Unternehmen erneut in önologischer Richtung sehr zukunftsweisend ausgebaut. Durch regelmäßige Prüf-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten wird das Risiko eines Ausfalles der Anlagen minimiert. Mit der Inbetriebnahme der neuen Flaschenfüllanlage ist in diesem Bereich noch mehr Flexibilität, effizienter Einsatz, umweltschonende Betriebsprozesse und hohe Ausfallsicherheit gewährleistet.

Wir begrenzen Betriebsrisiken durch Versicherungen, sofern es wirtschaftlich sinnvoll ist. Zur Absicherung der Vermögens-Finanz- und Ertragslage dienen die implementierten Risikomanagementsysteme.

2.5. Kreditrisiko

In unserem Finanz- und Handelsbereich bestehen vorwiegend Kreditbeziehungen zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern schränken wir das Kreditrisiko ein. Es erfolgt eine ständige Überwachung des Kreditrisikos.

2.6. Liquiditätsrisiko

Zur Deckung des Kapitalbedarfs stehen grundsätzlich flüssige Mittel des Umlaufvermögens zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko kann als gering eingestuft werden.

Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung der Genossenschaft ist das Vertrauen der finanzierenden Banken gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld derzeit gesichert ist

2.7. IT-Risiko

Der Betrieb der IT-Lösungen erfolgt auf Basis einer kontinuierlich weiterentwickelten EDV-technisch erprobten Standardsoftware.

2.8. Rohstoffrisiko/Produktrisiko

Klimatische Einflüsse können bei der Domäne Wachau auf die Beschaffung der Rohstoffe aufgrund der Mitgliedschaft bei Vinea Wachau und der dadurch bedingten Beschaffung der Trauben ausschließlich in der Wachau zu Problemen führen. Durch die Produktion nach den strengen Richtlinien des IFS Food (International Featured Standard Food) wird das Produktrisiko auf ein Minimum reduziert.

2.9.

Personalrisiko

Die Genossenschaft Domäne Wachau betreibt eine sehr straffe Personalpolitik. Um das Risiko eines Ausfalles durch Fluktuation und oder Krankheit begegnen zu können, gibt es durch Funktionsbeschreibungen geregelte Vertretungen. Die Dienstnehmer der Domäne Wachau werden regelmäßig auf externe Weiterbildungen entsandt bzw. durch Abhalten interner Schulungen auf den neuesten Wissenstand gebracht.

3. DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Voraussichtliche betriebliche Entwicklung

Die Prognosefähigkeit über die künftige Entwicklung des Unternehmens ist aufgrund nicht einschätzbarer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen als Folge kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und des bereits seit vier Jahren dauernden Russland-Ukraine-Kriegs wesentlich beeinträchtigt.

Bezüglich des Eigenkapitals besteht weiterhin das Unternehmensziel, den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme bei 50,0 % zu halten.

4. BERICHT ÜBER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.

Dürnstein, 02 Juni 2026

Roman Horvath MW Mag. (H)

Der Lagebericht wurde am 2.6.2026 in der Vorstands- und Aufsichtsratssitzung gemeinsam mit dem Jahresabschluss behandelt und genehmigt.

Unterschriftenblatt

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
VorstandsmitgliederUnterschrift
Obmann Josef BergkirchnerafInt
Omann Stellv. Christian Lengsteiner
Valentin Lechner
Matthias Gallhofer11. Vot
I Jabe
Christian Gritsch
of Min
Jan Martin
Gerhard Kendl
Friedrich Leberzipf Main Heinenes
Heinrich Mang
Pius Riesenhuber
Patricia SchoissengeyerShorsey Pelicie
Paul StierschneiderIfine
Gregor Stöger

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