Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2025
der
JCB TracTechnik GmbH
1. Geschäftsverlauf, -ergebnis und Lage des Unternehmens
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Jahr 2018. Alleingesellschafterin der JCB TracTechnik GmbH ist die Austro LBK Technik GmbH.
Der Unternehmenssitz ist in A-1230 Wien, Gastgebgasse 27 registriert.
2.
Geschäftsverlauf
Im Vergleich zum Vorjahr 2024 ging der Absatz im AGRI-Bereich um 2,5% zurück. Im Bauund Kommunalbereich lagen die Verkaufszahlen bedingt durch die immer noch schwache Baukonjunktur und den Spardruck auf Ebene der Länder und Gemeinden um 4,4% unter dem Vorjahresniveau.
Der Gesamtumsatz 2025 wurde mit folgenden Produktgruppen erwirtschaftet:
| • | JCB AGRI Maschinen | ca. 36 % des Gesamtumsatzes |
|---|---|---|
| JCB BAU Maschinen | ca. 40 % des Gesamtumsatzes | |
| Ersatzteile JCB | ca. 25 % des Gesamtumsatzes |
Das Ersatzteilgeschäft lag im Geschäftsjahr 2025 bei 3,7 Mio.EUR und damit um 402 Tausend EUR bzw. 9,9 % unter dem Vorjahreswert.
| Il. | Daten | und | Kennzahlen | zur | Vermögens-, Finanz- und |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
1. Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Rohertrag | 2.590 | 3.562 | 3.531 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern | |||
| und Abschreibungen | -1.278 | -394 | 127 |
| (EBITDA) | |||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern | |||
| (EBIT) | -2.452 | -401 | 118 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2.777 | -827 | -270 |
| Jahresfehlbetrag bzw. | |||
| Jahresüberschuss | -2.411 | -638 | -205 |
| 2. Rentabilitätskennzahlen | |||
| 2025 | 2024 | 2023 | |
| Eigenkapital- | |||
| -375,29% rentabilität (ROE) | -68,13 % | -16,51 % | |
| Gesamtkapital- | |||
| -28,74% rentabilität (ROI) | -3,80 % | 1,06 % | |
| Betriebsrentabilität | |||
| -31,88% (ROCE) | -5,63% | 0,48% | |
3. Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung | |||
| (Net Debt) | 3.184 | 6.870 | 7.421 |
| Eingesetztes Kapital | |||
| (Capital Employed) | 4.074 | 7.129 | 8.074 |
| Nettoumlaufvermögen | |||
| (Working Capital) | 1.795 | 4.182 | 5.639 |
| Verschuldungsgrad | |||
| (Gearing) | 544,44% | 767,32 % | 484,03 % |
| Eigenkapitalquote | |||
| (Equity Ratio) | 8,47% | 8,81 % | 14,00 % |
Das Geschäftsjahr 2025 war für die Gesellschaft geprägt von großen Herausforderungen. Bedingt durch einen hohen Vorratsbestand und geringeren Absatzzahlen hat das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich gelitten. Darüber hinaus führte eine Abwertung des Beleiligungsansatzes an einer Tochtergesellschaft zu einer weiteren Ergebnisreduktion in Höhe von EUR 1.168.400,00.
4. Berechnung der Kennzahlen
| EBITDA: | |
|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |
| + | Jahresabschreibungen vom Anlagevermögen |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | |
| EBIT: | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | |
| + | Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | |
| Eigenkapitalrentabilität (ROE): | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | |
| Eigenkapital (Durchschnitt) | |
| Eigenkapitalrentabilität | |
| Gesamtkapitalrentabilität (ROI): | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |
| : | Gesamtkapital (Durchschnitt) |
| Gesamtkapitalrentabilität | |
| Betriebsrentabilität (ROCE): | |
| Zwischensumme gem. § 231 Abs. 2 Z 9 bzw. Abs. 3 Z 8 UGB (Betriebserfolg) | |
| : | Capital Employed |
| Betriebsrentabilität | |
| Nettoverschuldung (Net Debt): | |
| Festverzinsliches Fremdkapital | |
| - | liquide Mittel |
| Nettoverschuldung | |
| Eingesetztes Kapital (Capital Employed): | |
| Eigenkapital | |
| + | verzinsliches Fremdkapital |
| + | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| + | Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläen |
| + | Rückstellungen für Drohverluste |
| - | verzinsliches Vermögen |
| Eingesetztes Kapital | |
| Eigenkapitalquote (Equity Ratio): | |
| Eigenkapital | |
| Gesamtkapital | |
| Eigenkapitalquote | |
| Verschuldungsgrad (Gearing): | |
| Nettoverschuldung | |
| : | Eigenkapital |
| Verschuldungsgrad | |
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital): | |
| Umlaufvermögen | |
| - | langfristiges Umlaufvermögen |
| - | kurzfristiges Fremdkapital (Verbindlichkeiten + kurzfristige RSt) |
| + | ARA |
| Nettoumlaufvermögen | |
5. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde für das Jahr 2025 nach den Vorgaben der AFRAC- Stellungnahme 36 über die Geldflussrechnung (UGB) erstellt.
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Ergebnis vor Steuern | -2.777.292,04 | -827.217,71 |
| 2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | 1.173.871,31 | 6.900,93 | |
| 3. -+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | -5.575,00 | 0,00 | |
| -/+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| 4. Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und | -330.047,46 | -426.491,56 | |
| 5. | Geldfluss aus dem Ergebnis | -1.939.043,19 | -1.246.808,34 |
| -+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | |||
| 6. | Leistungen sowie anderer Aktiva | 2.060.383,71 | 778.672,89 |
| 7. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | 99.682,97 | 251.120,86 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | |||
| 8. | Leistungen sowie anderer Passiva | 138.207,54 | -657.520,62 |
| 9. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 359.231,03 | -874.535,21 | |
| 10. - Ertragsteuern | 0,00 | 189.458,10 | |
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 359.231,03 | -685.077,11 | |
| 12. + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 0,00 | 0,00 | |
| 43 | * Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen | 27.500,00 | 0,00 |
| 14. - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | 0,00 | -419,26 | |
| 1g- Auszaniungen tur Finanzanlagenzugang und sonstige | 0,00 | 0,00 | |
| 16. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 4.858,42 | 361,11 | |
| 17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 32.358,42 | -58,15 | |
| 18. - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -717.079,97 | 0,00 | |
| 19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 0,00 | 255.021,16 | |
| 20. - Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 325.189,04 | 426.130,45 | |
| 21. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -391.890,93 | 681.151,61 | |
| 22. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -301,48 | -3.983,65 | |
| 23. + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 706,13 | 4.689,78 | |
| 24. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 404,65 | 706,13 | |
IIl. Forschung und Entwicklung
Die JCB TracTechnik GmbH ist ein reines Handelsunternehmen. Forschung und Entwicklung wurde nicht betrieben.
Forschung und Entwicklung erfolgen in professioneller Weise von der Zentrale der Marke JCB (Großbritannien). Das Ergebnis sind stetige Produktverbesserungen, um den Anforderungen und Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden.
IV. Ausblick 2026 und Folgejahre
Das Geschäftsjahr 2025 verlief für die Gesellschaft insgesamt unter den ursprünglichen Erwartungen. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere eine weiterhin zurückhaltende Investitionsbereitschaft in einzelnen Kundensegmenten sowie ein intensiver Wettbewerb im Marktumfeld.
Im Jahr 2025 blieb die erhöhte Inflation ein prägender Faktor für das wirtschaftliche Umfeld in Osterreich, während das allgemeine Zinsniveau im Jahresverlauf infolge mehrerer Zinssenkungen spürbar zurückging. Im landwirtschaftlichen Sektor entwickelte sich die Einkommenssituation im Jahr 2025 positiv. Das inflationsbereinigte landwirtschaftliche Faktoreinkommen je Jahresarbeitseinheit stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,2 %. Vor diesem Hintergrund wird für das Jahr 2026 im AGRI-Bereich insgesamt von einer soliden bis moderaten Marktentwicklung ausgegangen.
Im BAU-Bereich zeigte sich die Bauwirtschaft trotz des herausfordernden Umfelds im Vergangenen Jahr insgesamt stabil, wobei sich die einzelnen Teilbereiche unterschiedlich entwickelten. Im Jahr 2025 stabilisierte sich die Baukonjunktur mit einem leichten Wachstum von rund 0,4 % im Hoch- und Tiefbau. Für das Jahr 2026 wird derzeit ein moderates Wachstum von etwa 1,6 % erwartet. Der Kommunalbereich war bereits im Jahr 2025 deutlich von budgetären Konsolidierungsmaßnahmen der öffentlichen Hand geprägt. Der daraus resultierende Spardruck auf Ebene der Länder und Gemeinden wirkt sich auf die Investitionsfähigkeit öffentlicher Auftraggeber aus und kann auch in den kommenden Jahren Einfluss auf die Nachfrageentwicklung haben.
Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung auch für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld aus. Neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung stellt insbesondere die eingeschränkte Investitionsfähigkeit im kommunalen Bereich einen wesentlichen Einflussfaktor für die Nachfrage nach Bau- und Umschlagmaschinen dar.
Strategisch setzt die Gesellschaft weiterhin einen Schwerpunkt auf die Stärkung des After- Sales-Geschäfts, insbesondere im Bereich Ersatzteile und Serviceleistungen, um die Ergebnisstabilität nachhaltig zu unterstützen. Dazu wird die bestehende Kompetenz im Ersatzteil- und Servicegeschäft weiter ausgebaut.
Darüber hinaus liegt ein Fokus im Jahr 2026 auf der Weiterentwicklung der Händlerstruktur im AGRI-Segment sowie auf einer gezielten Fokussierung des Produktportfolios.
Auf Basis der aktuellen Markt- und Rahmenbedingungen geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 von einem gegenüber den Vorjahren geringeren Umsatzniveau sowie von einem weiterhin bestehenden Margendruck aus. Die in 2025 eingeleiteten Maßnahmen zur
Steigerung der Kosteneffizienz bilden jedoch eine wichtige Grundlage, um auch unter herausfordernden Marktbedingungen die wirtschaftliche Entwicklung zu stabilisieren.
V. Risikoberichterstattung
1. Allgemeines
Risiken und Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements erhoben und analysiert. Verantwortlich hierfür ist die Geschäftsleitung. Zentrale Stelle des Berichtswesens ist der Bereich Controlling, dem die Durchführung der operativen Planung unterliegt.
2. Marktrisiken
Risiken entstehen grundsätzlich aus der konjunkturellen Entwicklung der für das Unternehmen relevanten Absatzmärkte. Durch die Streuung in verschiedene Absatzmärkte und durch die Aufnahme neuer Produkte versucht man dem allgemeinen Marktrisiko entgegenzutreten. Das vom Ukraine-Krieg ausgehende Marktrisiko wird laufend im Rahmen von verschiedenen Szenarien evaluiert. Die instabilen weltweiten Lieferketten stehen hier besonders im Fokus.
3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Derivative Finanzinstrumente werden in der JCB TracTechnik GmbH nicht eingesetzt.
Die Werthaltigkeit der Forderungen wird im Rahmen der laufenden Überwachung durch das Controlling überprüft. Für Neukunden wird eine KSV-Auskunft eingeholt. Zur Überwachung der bestehenden Kunden wird unterstützend das Monitoring durch den KSV herangezogen. Seit 2004 gibt es eine Zusammenarbeit mit einer Factoring-Gesellschaft (Raiffeisen Factor Bank), Welche das Factoring für die JCB TracTechnik GmbH abwickelt. Dieses Bankinstitut überprüft ebenfalls laufend die Bonität der Kunden und informiert zusätzlich bei negativen Entwicklungen.
Generell ist festzuhalten, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Kosteneffizienz allfälligen Umsatzreduktionen entgegensteuern sollen. Sollten jedoch deutlich stärkere als im Budget angenommene Umsatzreduktionen eintreten und auch die gesetzten Maßnahmen insbesondere im Personal- und Verwaltungsbereich nicht ausreichen, könnte dies zu einer wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung führen.
Kundenaufträge wurden ausnahmslos in Euro angenommen. Ein Währungsrisiko in dieser Hinsicht besteht somit nicht. Liquiditätsengpässe treten normalerweise verstärkt in den ersten sechs Monaten und im Herbst des Jahres auf. In diesen Zeiträumen (Hauptauslieferungszeit für Maschinen bzw. Frühbezugszahlungen für die kommende Saison) müssen viele Maschinen vorfinanziert werden. Kurzfristige Bankkredite werden daher naturgemäß in Anspruch genommen. Die Rückführung dieser Bankkredite erfolgt nach Eingang der Kundenzahlungen. Es besteht somit nur ein geringes Zinsänderungsrisiko.
Wien, am 7.5.2026
Mag Adelheid Adelwöhrer