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SGB - Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025
Die SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH wurde mit Errichtungserklärung vom 24.10.2018 als Tochtergesellschaft im 100%igen Eigentum der GPS Gemeinnütziges Personalservice Kärnten GmbH gegründet.
Mit Einbringungsvertrag vom 13.12.2018 hat die Alleingesellschafterin den Teilbetrieb
Personalüberlassung NICHT-arbeitsmarktferner Personen rückwirkend vom 31.03.2018 in die SGB eingebracht.
Der operative Geschäftsbetrieb wurde mit 1.1.2019 aufgenommen und die betroffenen Mitarbeiter:innen durch Neuverträge von der GPS Muttergesellschaft in diese Gesellschaft übernommen.
1 Wirtschaftliche Lage und Entwicklung
Die SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH hat ihre operativen Geschäfte als gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser mit 01.01.2019 aufgenommen und ist Rechtsnachfolger für alle durch Verträge der Muttergesellschaft betroffenen Beschäftigerbetriebe.
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich seit ihrer Gründung durch folgende Faktoren deutlich verändert.
Durch die von den Betriebsräten bei unserem Hauptkunden verhandelte Reduktionen der Quoten an beschäftigten Leiharbeitskräften wurde eine kontinuierliche Senkung der Anzahl an durch unsere Gesellschaft überlassenen Arbeitskräften eingeleitet und kaufmännischen Effekten begleitet. von den daraus resultierenden
Durch den verstärkten Fachkräftemangel ist bei weiteren Kunden der verstärkte Trend zur Übernahme von Leiharbeitskräften zur Bindung von Arbeitskräften entstanden.
Durch den generellen Facharbeitermangel wird mangels Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte die Besetzung nachgefragter Leiharbeitskräfte erschwert.
Durch den weltweiten Rückgang der Nachfrage an spezifischen elektronischen Bauteilen und Microchips werden Produktionskapazitäten in unserem Hauptmarkt nicht ausgelastet oder zurückgefahren. Deshalb kam es seit dem Sommer 2024 zu einem Personalabbau aus dem Arbeiterbereich, welcher uns von Infineon zurückgestellt wurden.
Die anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage belastet zusätzlich die Auftragslage in der Arbeitskräfteüberlastung in den verschiedensten Branchen.
Die Gesellschaft SGB hat auf diese Entwicklungen durch vielfältige Maßnahmen nachhaltig reagiert und für das Berichtsjahr den wirtschaftlich positiven Abschluss sichergestellt.
Mit den eingeführten und stätig verbesserten Planungs-, Überwachs-/Steuerung-, sowie Berichts- und Vorschauinstrumenten, ist die Gesellschaft SGB für das Erkennen und die Reaktion auf künftige Herausforderungen besser vorbereitet worden.
Im Mai 2024 konnte der Rahmenvertrag mit unserem größten Kunden um weitere zwei Jahre verlängert werden.
2 Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2025
2.1 Beschäftigung
Zu Jahresbeginn waren 420 Mitarbeiter:innen bei der SGB beschäftigt. Im Jahresverlauf senkte sich diese Zahl bis zum 31.12.2025 auf 335 Dienstnehmer:innen. Durchschnittlich waren 376 Voll- und Teilzeitbeschäftigte angestellt.
Im Berichtsjahr ergab dies maximal 423 (Jänner 2025) und umgerechnet im Durchschnitt 363 vollzeitäquivalente Arbeitsverhältnisse.
Über das gesamte Geschäftsjahr hatten exakt 504 Mitarbeiter:innen ein Dienstverhältnis bei SGB.
Mitarbeiterlnnenentwicklung SGB 2019 - 2025
| 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|
2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren
Die gesetzlich erforderliche finanzielle Einbringungsvertrag geregelt.
Ausstattung und Vermögenssituation ist durch den
Durch die Rechtsnachfolge der von der Muttergesellschaft übernommen Leiharbeitskräfte ist der wesentliche Kundenstock erhalten geblieben und die Auftragskontinuität bei unserem Hauptkunden zwar abgeschwächt, aber weiterhin gewährleistet.
2.2.1 Finanzlage – Geldflussrechnung
SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| 1. Ergebnis vor Steuern | 837 | 1 249 | 1 019 |
| 2. Überleitung auf den Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | |||
| a. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und | |||
| aktivierte Aufwendungen für das Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes sowie | |||
| auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 45 | 55 | 73 |
| b. Erträge aus Anlagenabgang | 0 | 0 | -1 |
| c. Erträge aus der Auflösung von BWR | -1 | -2 | -4 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 881 | 1 302 | 1 087 |
| b. Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie | |||
| anderer Aktiva | 3 995 | -1 329 | -791 |
| c. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für Ertragsteuem | -96 | 161 | -69 |
| d. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie | |||
| anderer Passiva | -178 | -1136 | -329 |
| 3. Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 4 602 | -1 002 | -102 |
| 4. Zahlungen für Ertragsteuern | |||
| a. Steuen vom Einkommen und vom Ertrag | -218 | -295 | -250 |
| b. Ertragssteuerrückstellung | 69 | -43 | 13 |
| 5. Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4 453 | -1 340 | -339 |
| 6. Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | |||
| a. Einzahlungen aus Anlagenabgang | 0 | 0 | 19 |
| b. Auszahlungen für Anlagenzugang | -8 | -20 | -24 |
| c. Zugang Investitionszuschüsse Zuschüsse | 0 | 0 | 0 |
| 7. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Gewinnausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| 8. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 4 445 | -1 360 | -344 |
| 9. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 4 427 | 5 787 | 6 131 |
| 10. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 8 872 | 4 427 | 5 787 |
| 0 | 0 | 0 |
2.2.2 Finanzierungskennzahlen Berichtszahlen
| SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH | |||
|---|---|---|---|
| 2025 | 2024 | 2023 | |
| Verschuldungsgrad in %: | 83,58% | 93,56% | 123,95% |
| Σ Fremdkapital x 100 | 6 568 * 100 | 6 774 * 100 | 7 793 * 100 |
| Σ Eigenkapital | 7 858 | 7 240 | 6 287 |
| Working Capital (in TEUR): | 7 761 | 7 106 | 6 117 |
| Σ kfr. Aktiva - Σ kfr. Passiva | 14 329 – 6 568 | 13 880 – 6 774 | 13 910 – 7 793 |
2.2.3 Rentabilitätskennzahlen
Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 2,80% | 3,66% | 2,96% |
| Ergebnis vor Steuern x 100 | 837 * 100 | 1 249 * 100 | 1 019 * 100 |
| Umsatz (inkl. BV) | 29 862 | 34 160 | 34 470 |
| Eigenkapitalquote in % | 54,48% | 51,65% | 44,63% |
| Eigenkapital | 7 858 * 100 | 7 236 * 100 | 6 282 * 100 |
| Gesamtkapital | 14 423 | 14 011 | 14 075 |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 11,09% | 18,48% | 17,28% |
| Ergebnis vor Steuern x 100 | 837 * 100 | 1 249 * 100 | 1 019 * 100 |
| Ø Eigenkapital | 7 547 | 6 759 | 5 898 |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 6,42% | 9,81% | 8,37% |
| ((Ergebnis vor Steuern) + FK-Zinsen) x 100 | 913 * 100 | 1 378 * 100 | 1 163 * 100 |
| Ø Gesamtkapital | 14 221 | 14 048 | 13 890 |
2.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH als gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser verfolgt das Ziel, besonders vom Arbeitsmarkt benachteiligte Personengruppen durch die Überlassung an Beschäftigerbetriebe zu unterstützen und am Arbeitsmarkt zu integrieren. Ziel ist die Übernahme dieser Personen durch die Beschäftigerbetriebe in den ersten Arbeitsmarkt.
Nachhaltigkeit und Umwelt
Die erstmalige Erstellung der freiwilligen Klimabilanz für den GPS-Konzern liefert einen umfassenden Überblick über die klimarelevanten Unternehmensaktivitäten und bildet die Grundlage für eventuelle, zukünftige Nachhaltigkeits- und Berichtspflichten. Die Analyse umfasst Energieverbrauch, Mobilität, Gebäude, Büro- und Werkstattbetrieb, externe Dienstleistungen sowie anteilige Herstellungsaufwände.
Der Gesamt-Carbon Footprint beträgt 1.184 Tonnen CO2e.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Klimawirkung des Unternehmens maßgeblich durch Mobilität geprägt wird – insbesondere durch die An- und Abfahrten der Mitarbeiter:innen sowie die Mobilität überlassener Arbeitskräfte. Energieverbrauch (Wärme und Strom), externe Dienstleistungen und Gebäude tragen ebenfalls relevant zum Gesamtergebnis bei, jedoch in deutlich geringerem Umfang. Die Emissionen verteilen sich sehr unterschiedlich auf die Standorte. Besonders hervorzuheben ist der Standort SGB-AKÜ Villach, dessen Emissionen zu über 99 % aus der Mobilität überlassener Arbeitskräfte resultieren. GPS-ABZ Villach weist aufgrund von Wärme, Strom und Werkstattausrüstung ebenfalls einen hohen Fußabdruck auf. Die Zentrale Klagenfurt wird vor allem durch die Mitarbeiter:innen-Mobilität beeinflusst. Kleinere Standorte verursachen geringe Emissionen.
Die vorgelagerten Lieferketten („upstream“) zeigen, dass ihr Anteil am Gesamtergebnis derzeit gering ist (ca. 3–4 %).
Aus der Analyse ergeben sich klare Handlungsfelder. Die größten Reduktionspotenziale liegen im Bereich der Mobilität – sowohl bei Mitarbeiter:innen als auch bei überlassenen Arbeitskräften. Ergänzend bieten Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden, nachhaltige Beschaffung sowie die Optimierung externer Dienstleistungen weitere Ansatzpunkte.
Die Klimabilanz stellt einen wichtigen Meilenstein für den GPS-Konzern dar. Sie schafft Transparenz über die wesentlichen Emissionsquellen, stärkt die Grundlage für zukünftige EU-Berichtspflichten und zeigt konkrete Wege zur ökologischen Weiterentwicklung des Unternehmens auf.
Soziales (Social)
Der GPS-Konzern beschäftigt rund 500 Mitarbeitende und ist stark arbeitsmarkt- und sozialpolitisch ausgerichtet. Soziale Verantwortung ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Klare Zielsetzungen, messbare Kennzahlen und strukturierte Datenerhebung schaffen Transparenz und erhöhen die Steuerungsfähigkeit.
Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird die nachhaltige Unternehmensentwicklung systematisch abgesichert und strategisch weiter ausgebaut.
3 Filialen bzw. Zweigniederlassungen
Mit 15.03.2021 wurde eine Zweigniederlassung/Betriebsstätte am Standort 9524 Villach, Europastraße 9, errichtet.
4 Forschung und Entwicklung
Um auf die künftigen Herausforderungen der Fachkräftequalifikation durch den von IKT- und KI- Wandel im Produktionsbereich für unser Dienstleistungssegment vorbereitet zu sein, wurden durch SGB notwendige Entwicklungsschritte gesetzt. Der KI-Einsatz findet dabei auch künftig in unseren administrativen Prozessen und Arbeitsleistungen kontinuierliche Einbindung. Adaptierte Bildungskonzepte sollten dabei helfen, in der angespannten Fachkräftesituation bei unseren Hauptkundensegmenten eigenständig für Abhilfe zu sorgen.
Im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel werden in unserem eigenen GPS-Ausbildungszentrum Villach unserer Muttergesellschaft strategische Aus- und Weiterbildungskonzepte für rückgestellte Zeitarbeitskräfte entwickelt. Konkrete Branchen- und Technologieschwerpunkte stehen dabei im Vordergrund.
Cross selling in Verbindung mit den beiden Kundengruppen unserer Muttergesellschaft und der Gesellschaft ermöglichen einen verbesserten Marktzugang und wird in Abstimmung mit unserer Muttergesellschaft definiert und aufgebaut.
Die Gesellschaft beschäftigt sich mit neuen Modellen der Arbeitskräfteüberlassung im Zusammenspiel von Potentialerhebung, Clearing, Qualifikation und Überlassung. Erste Maßnahme daraus werden im Geschäftsjahr 2026 konkretisierte und ausgerollt werden.
5 Risikobericht
Die SGB Soziale Gemeinwohl Beschäftigung GmbH führt als Rechtsnachfolger der GPS Gemeinnütziges Personalservice Kärnten GmbH die vertraglich übernommenen Verträge stabil fort.
Für die Gesellschaft besteht das branchenübliche Risiko der gewerblichen Arbeitskräfteüberlassung nach dem AÜG.
Wirtschaftliche Coronafolgen, die sich u.a. auf Produktion und Handel auswirken, globale Unruheherde und weltpolitische Veränderungen sowie die weiterhin anhaltende Fachkräfteproblematik beeinflussen die Personaldienstleistungsmärkte nach wie vor sehr stark. Zur größten Herausforderung werden dabei immer mehr der in unserer Branche kontinuierliche Rückgang von Zeitarbeitskräften und die Stellenbesetzungen mit qualifiziertem Fachpersonal in den verschiedensten Branchen.
Die Automatisierungsinvestitionen bei unserem Hauptkunden schlagen sich weiter auf unser Geschäft durch und werden unsere Geschäftstätigkeit in den kommenden Jahren wesentlich beeinflussen. Die von den Betriebsräten bei unserem Hauptkunden verhandelte Reduktionen der Quoten an beschäftigten Leiharbeitskräften sind weiterhin aufrecht und beeinflussen die Anzahl an durch unsere Gesellschaft überlassenen Arbeitskräften und den daraus resultierenden kaufmännischen Effekten weiterhin.
Durch den verstärkten Fachkräftemangel ist bei weiteren Kunden zur Bindung von Arbeitskräften der verstärkte Trend zur Übernahme von Leiharbeitskräften entstanden.
Der Rückgang weltweiter Absatzmärkte im Bereich elektronischer Bauelemente und Chips wirkt sich auch auf Industrielieferanten in unserem Heimmarkt aus und wird deren künftige Strategie für Zeitarbeitskräfte weiter beeinflussen.
6 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Gesellschaft hat auf die Entwicklungen des Arbeitskräfteüberlassungsmarktes und die neuen Auftragsrahmen unseres Hauptkunden durch vielfältige Maßnahmen nachhaltig reagiert. Mit neuen und verbesserten Planungs-, Überwachs-/Steuerung-, sowie Berichts- und Vorschauinstrumenten, ist die Gesellschaft für das Erkennen und die Steuerung künftiger Herausforderungen gut vorbereitet und zukunftsorientiert ausgelegt worden.
Ein geänderter Marktzugang wird in Abstimmung mit unserer Muttergesellschaft definiert und weiterverfolgt.
Die Auswirkungen der verschiedensten, globalen Wirtschaftsfaktoren (USA-Politik, Krisen, Rohstoffe, Automatisierung) sind weiterhin auf dem durch uns bedienten Arbeitsmarkt spürbar und diese haben neben dem Strukturwandel im Kärntner Arbeitsmarkt unmittelbaren Einfluss auf unsere operative Tätigkeit mit allen damit verbundenen finanzielle Auswirkungen, denen es weiterhin gegenzusteuern gilt.
Der durch vorwiegend Personalübernahme unseres Hauptkunden verursachte Personalabbau von Zeitarbeitskräften wurde wirtschaftlich bewältigt.
Klagenfurt am Wörthersee, 28.05.2026
صما|
Dr. Bernhard Sapetschnig
Geschäftsführer
Ing. Alfred Schuh
Geschäftsführer