Inhaltsverzeichnis
Getränke Wagner Vending GmbH Weinstraße 31 4664 Laakirchen
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Geschäftsgegenstand und Geschäftsverlauf
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Waren aller Art, der Vertrieb von Komplettlösungen im Bereich Getränke- und Warenautomaten, Wasserspender, Zahlungs-, Kassen- und Zeiterfassungssysteme, die Betreibung von Betriebs- und Schulkantinen sowie die Kaffeeröstung und der Vertrieb von Kaffeesystemen, Die in den vergangenen Jahren umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Ertrags- und Kostenstruktur der Gesellschaft geführt. Insbesondere die Konsolidierung des Kundenportfolios sowie die Trennung von unprofitablen Geschäftsbereichen haben zu einer Fokussierung auf die ertragsstärkeren Kernbereiche geführt.
Das Geschäftsmodell der Gesellschaft konzentriert sich nunmehr insbesondere auf das Kaffeegeschäft, die Kaffeerösterei sowie den Bereich der Heiß- und Kaltgetränkeautomaten.
Durch die Konzentration auf diese Kernbereiche konnte die operative Ertragskraft weiter verbessert, die Komplexität des Geschäftsmodells reduziert und die Liquiditätssituation nachhaltig gestärkt werden. Die positive Ergebnisentwicklung bestätigt die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage.
1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren
1.2.1. Kennzahlen zur Ertragslage
1.2.1.1. Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(Earnings before Interest and Tax - EBIT) in TEUR
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsenaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 371,1 | -139,6 |
1.2.1.2. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapita lrentabilität | Jahresüberschuss | n.b. *) | n.b. *) |
| Durchschnittliches | |||
| Eigenkapital |
*) Nicht berechenbar, da negatives Eigenkapital
1.2.1.3. Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment - ROI)
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen | |||
| Gesamtkapitalrentabilität | und Steuern | 9,53 % | -3,17 % |
| Durchschnittliches | |||
| Gesamtkapital |
1.2.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
1.2.2.1. Nettoverschuldung in TEUR
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel einschließlich der Wertpapiere des Umlaufvermögens.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung | 2.103,6 | 2.581,8 |
1.2.2.2. Nettoumlaufvermögen (Working Capital) in TEUR
Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Nettoumlaufvermögen | -11,5 | -544,9 |
1.2.2.3. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital Gesamtkapital | -10,39 % | -13,53 % |
1.2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren - Cash-flow Kennzahlen in TEUR
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| +/- Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 797,3 | 822,9 |
| +/- Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -242,2 | -402,9 |
| +/- Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -273,9 | -470,5 |
| = Veränderung des Finanzmittelbestandes | 281,2 | -50,5 |
2. Risiko- und Prognosebericht
2.1. Prognosebericht
Die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 bestätigt aus Sicht der Geschäftsführung grundsätzlich die Tragfähigkeit der Planung für die Jahre 2026 bis 2028. Die Umsätze blieben zwar um rund 3 % hinter dem Halbjahresplan und um knapp 9 % hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Gleichzeitig konnte die Ertragsqualität verbessert werden: Der Deckungsbeitrag lag nur geringfügig unter Plan, die Deckungsbeitragsquote lag über Plan und Vorjahr. Die Gesellschaft konnte damit planmäßig auch bei niedrigerem Umsatzniveau eine stabilere operative Ergebnisbasis erreichen.
Das Betriebsergebnis lag im ersten Halbjahr über dem Vorjahreswert, aber unter der ursprünglichen Planung. Wesentliche Entlastungen ergaben sich im Personal- und Verwaltungskostenbereich, dem standen einzelne Kostensteigerungen gegenüber. Insgesamt konnte die bessere Marge aber nur einen Teil der Umsatz- und Kostenabweichungen kompensieren. Ergebnisseitig verlief das erste Halbjahr 2026 also positiv, jedoch nicht vollständig plangemäß.
Auch die Finanzkennzahlen zeigen eine spürbare Stabilisierung. Der operative Cashflow lag im ersten Halbjahr 2026 rund 11 % über dem Vorjahr. Das Working Capital entwickelte sich deutlich positiv. Bankkontokorrent und
Darlehensverbindlichkeiten konnten gegenüber dem Vorjahr wesentlich zurückgeführt werden. Die Eigenkapitalsituation ist noch angespannt, verbessert sich aber im laufenden Jahr erkennbar und die Geschäftsführung ist zuversichtlich, die geplante Eigenkapitalquote 2027 und 2028 zu erreichen.
Für 2027 erwartet die Geschäftsführung eine weitere Verbesserung der Ergebnis- und Finanzierungsstruktur. Die Mehrjahresplanung sieht bei weitgehend stabiler Umsatzbasis eine stärkere Ertragskraft, rückläufige Finanzierungskosten und eine weitere Entlastung der Verschuldung vor. An dieser Zielrichtung wird aus heutiger Sicht festgehalten. Die bisherigen Ist-Zahlen 2026 stützen diese Einschätzung, auch wenn die Umsatzentwicklung vorsichtiger zu beurteilen ist als ursprünglich geplant.
Die Geschäftsführung beurteilt die weitere Entwicklung daher vorsichtig optimistisch, Die wesentlichen Kennzahlen zeigen eine Verbesserung der operativen Stabilität, der Innenfinanzierungskraft und der finanziellen Flexibilität. Voraussetzung bleibt ein weiterhin konsequentes Kosten- und Margenmanagement sowie eine laufende Uberprüfung der Planungsannahmen. Unter diesen Prämissen wird für 2026 und 2027 eine weitere Festigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
2.2. Risikobericht
2.2.1. Risikofrüherkennung, Risikomanagement
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind, Die Risikopolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung nur Risiken einzugehen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind.
Die Kredit und die Ausfallsrisiken, die durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner entstehen, werden von den Mitarbeitern und Geschäftsführern laufend überwacht und bei erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen und Rückstellungen vorgesorgt.
2.2.2. Beschaffungsrisiko
Eine kontinuierliche Beobachtung des Rohstoff- und Warenmarktes und sorgfältige Auswahl der Lieferanten ist durch innerbetriebliche Strukturen gewährleistet.
Dem Preisrisiko durch starken Anstieg der Rohstoff- und Warenpreise wird durch genaue und laufende Marktbeobachtung entgegengewirkt und die Beschaffungsstrategie wird der jeweiligen Preisentwicklung angepasst.
2.2.3. Liquiditätsrisiken
Die Liquidität der Gesellschaft ist aufgrund bestehender Finanzierungszusagen gesichert, der Gesellschaft stehen somit ausreichend Geldmittel zur Verfügung. Es wird lediglich für langfristige Investitionen größeren Umfanges auf Kredite zurückgegriffen. Auf die Ausführungen zum negativen Eigenkapital im Anhang wird verwiesen.
2.2.4. Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist mit branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
2.2.5. Risiken der IT-Systeme
Potentielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme der Gesellschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen und Erneuerungen begrenzt.
2.2.6. Wesentliche Risiken & Ungewissheiten
Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist insbesondere von der weiteren Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie von der ausreichenden Verfügbarkeit der erforderlichen Finanzierung abhängig. Eine wesentliche Unsicherheit besteht insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und weiterer externer Krisenfaktoren, die sich auf die Nachfrage, die Kostenentwicklung und damit auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken können.
3. Forschungsbericht
Derzeit werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten unterhalten.
4. Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewendeten Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt.
5. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Laakirchen, am, 10. September 2026
DI (FH) Christian Wagner