Inhaltsverzeichnis
Alu Austria GmbH Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025
I. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1. Geschäftsverlauf und Branche
Im Jahr 2025 wurden in der Alu Austria GmbH EUR 20.766.296 (Vorjahr: EUR 27.787.924) Nettoerlöse realisiert. Das entspricht einem Umsatzrückgang von ‑25,00 % gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei EUR 1.803.540 (Vorjahr: EUR 1.462.418) und das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt EUR 1.691.605 (Vorjahr: EUR 1.199.373). Die Entwicklung des EBIT ist darauf zurückzuführen, dass in 2025 konzerninter Anlagen mit dazugehörigem Business mit einem Mehrerlös in der Höhe von EUR 3.032.438 verkauft wurden
Das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens erhöhte sich von EUR 1.880.769 im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 3.410.013 zum 31.12.2025. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 43,00 % nach 12,00 % im Jahr 2024.
2. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren:
| 2025 | 2024 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | in % | |
| Umsatzerlöse | 20.766.296 | 27.787.924 | -25% |
| EBIT | 1.803.540 | 1.462.418 | 23% |
| Ergebnis vor Steuern | 1.691.605 | 1.199.373 | 41% |
| Eigenkapitalquote | 43,04% | 12,27% | 251% |
II. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung Unternehmens
und die Risiken des
1. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Das kontinuierliche Ziel ist es, die Auswirkungen der Wechselkursschwankungen auf den Aluminiumpreis zu minimieren. Alle risikorelevanten Vertriebs- und Einkaufsbelege werden in SAP erfasst. Dies passiert durch eine maßgeschneiderte it.metals Lösung in SAP. Die Absicherung erfolgt direkt (Natural Hedge), indem Verkaufsaufträge mit gegenläufigen Grundgeschäften (Einkaufskontrakten) gesichert werden. Nach Abschluss sämtlicher Transaktionen sollte grundsätzlich kein Preisrisiko verbleiben. Ein verbleibendes Restrisiko könnte sich aus nicht vorhersehbaren zeitlichen oder mengenmäßigen Abweichungen von der ursprünglichen Planung bzw. geänderten
Kundenaufträgen ergeben. Die Verantwortung liegt beim konzernübergreifenden Riskmanagement, welches für eine möglichst hohe Sicherheit im kontinuierlichen Austausch mit allen Unternehmen der Gruppe steht. Die Festlegung der Sicherungsstrategie erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Einkauf und Risk Management.
Das generelle Risikomanagement sowie die Steuerung der Gesellschaft werden vom Management Team in periodischen Sitzungen (Management Team Meetings) wahrgenommen. Hier werden alle wesentlichen Risiken besprochen sowie die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen festgelegt.
Als Beteiligung im Konzernverbund der SAG Gruppe werden darüber hinaus folgende Risiken durch den Konzern zentral abgesichert:
Kreditrisikoversicherung zur Verminderung des Ausfallsrisikos Betriebshaftpflichtversicherung zur Abwendung von Haftungen Betriebsunterbrechungsversicherung zur Absicherung von Lieferausfällen Versicherungen zum Schutz der Vermögenswerte
Das Preisänderungsrisiko bzw. damit verbundene Ausfallsrisiken von Kunden sind größtenteils durch mehrjährige Abnahmeverträge gemindert. Ein in der Nutzfahrzeugindustrie beziehungsweise Automobilindustrie übliches Rationalisierungspotenzial, welches oft jährlich zu gewähren ist, ist darin ebenfalls abgebildet.
Die Alu Austria GmbH finanziert sich über klassische Finanzinstrumente. Es wurden Lieferantenkredite im Rahmen der gewöhnlichen Kreditverbindlichkeiten in Anspruch genommen. Darüber hinaus bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften. Die laufende Finanzierung ist größtenteils über Factoring sichergestellt.
Es fallen keine Währungsrisiken auf der Verkaufsseite an, da alle Preise in Euro vereinbart sind. Auch auf der Einkaufsseite wird bis auf wenige Ausnahmen das Rohmaterial in Euro eingekauft.
Finanzverbindlichkeiten unterliegen den marktbedingten Schwankungen der Zinssätze, diese werden derzeit nicht abgesichert. Es resultieren daraus nach Einschätzung des Managements keine signifikanten Risiken.
2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im aktuellen Budget wird für das Wirtschaftsjahr 2026 mit einem Umsatz von TEUR 1.806 sowie mit einem positiven Betriebsergebnis (EBIT) von ca. TEUR 773 gerechnet.
Da geplant ist, das Unternehmen spätestens Ende 2026 in die alleinige Gesellschafterin Alu Motion GmbH zu verschmelzen und die Geschäftstätigkeit der Alu Austria GmbH einzustellen, wurde ein Konzept erstellt, das die werthaltigen Aktivitäten der Alu Austria GmbH identifiziert und den Verkauf dieser Teile an andere Konzerngesellschaften vorschlägt. Die restlichen Geschäftsaktivitäten sollen bis dahin beendet und geordnet abgeschlossen werden. Falls dafür Mittel notwendig werden, die nicht aus dem Eigenkapital bedient werden können, wird die Käuferin diese Mittel vorfinanzieren.
Der oben angeführte, geplante Umsatz für 2026 ergibt sich aus der Fortführung der bestehenden Kundenaufträge bis zur Übergabe an eine andere Konzerngesellschaft bzw. bis zum Abschluss solcher Aufträge. Eine Akquisition neuer Aufträge ist nicht geplant.
III. Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung (F&E) der Alu Austria GmbH ist in der Schwesterngesellschaft SAG New Technologies GmbH am Standort Lend integriert und steuert die konzernweite Umsetzung der Innovationsstrategie.
Die Innovationsstrategie wird von einem Kernteam auf Basis globaler Recherchen und Interviews mit Stakeholdern unterschiedlicher Branchen kontinuierlich nachgeschärft und dient damit als zentrales Instrument der Steuerung aller SAG Innovationsaktivitäten.
Lend, am 12. Juni 2026
Alu Austria GmbH
Saimana odinar
Maximilian Enrico Sirek
Dulijana Licinar, MBA Geschäftsführung