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Lagebericht 2025

IKK Group GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

IKK Group GmbH • Reininghausstraße 78 • A-8020 Graz

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Trotz eines volatilen Marktumfelds gelang es der IKK Group GmbH, das hohe Umsatzniveau des Vorjahres zu halten. Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Geschäftsjahr 2025 wie im Vorjahr in allen Geschäftsbereichen (Architektur & Hochbau, Tragwerksplanung, Infrastruktur, Tunnel & Geotechnik, Ingenieurbau, Baumanagement, Industrie-Stahlbau, Wasser & Umwelt und BIM) konstant positiv, dies führte zu einem positiven Gesamtergebnis.

Die Kundenstruktur der IKK zeigte sich im Berichtszeitraum stabil. Es gab keine Veränderungen in Bezug auf die Hauptkunden, und das Verhältnis zwischen privaten und öffentlichen Auftraggebern blieb mit etwa 50:50 konstant. Auch die eingesetzten Fremdleister blieben weitestgehend unverändert und stabil.

Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt lag im Bereich Building Information Modeling (BIM) und Digitalisierung. Interne Schulungen wurden konsequent fortgeführt und größtenteils abgeschlossen. Darüber hinaus konnten erstmals erfolgreich externe Schulungsteilnehmer integriert werden, wodurch die IKK ihre Rolle als anerkannter Ausbildungspartner weiter ausbauen konnte. Diese Kompetenz wurde auch seitens der FFG anerkannt, womit die Teilnahme durch den Skills-Scheck für Externe damit förderbar ist. Die verstärkte BIM-Kompetenz führte unter anderem zur Akquisition von Großprojekten im BIM-Management, das als positives Signal für die Marktpositionierung der IKK im BIM- Sektor zu werten ist.

Im Hochbau wurden mehrere Projekte im Bereich des Gewerbebaus, insbesondere im Segment von Logistikzentren, betreut, wodurch wertvolle Referenzen für weitere Projekte in diesen Bereichen gesammelt werden konnten. In der Infrastrukturplanung (Tiefbau) konnten zukunftsweisende Projekte im Bereich Schienen-, Straßen- und Tunnelsanierungsplanung gewonnen und bearbeitet werden. Auch im Fachbereich Baumanagement wurden neue Projekte in den Bereichen Projektsteuerung und Bauüberwachung sowohl im Hoch- als auch Tiefbau begonnen.

Die Projektlandschaft der IKK zeichnet sich durch eine ausgewogene Verteilung zwischen privaten und öffentlichen Auftraggebern sowie durch eine breite fachliche Aufstellung aus. Der Mix aus kleinen, mittleren und großen Projekten sorgt für eine stabile wirtschaftliche Basis und unterstreicht die Vielseitigkeit und Resilienz der IKK Group GmbH.

2025 wurde in die Organisationsentwicklung der IKK investiert: Der Fachbereich Wasser & Umwelt wurde mit April durch eine neue Fachbereichsleitung gestärkt. Am Standort Villach wurde ein Standortverantwortlicher ernannt und für den Standort Wien ist die Ernennung eines/r Standortverantwortlichen mit März 2026 fixiert.

Das zentrale Managementsystem (Unternehmenscockpit) wurde neu etabliert und wird laufend anlassbezogen bzw. in regelmäßigen Abständen gewartet. Anderungen in Abläufen oder Prozessen werden abgebildet und Begleitdokumente aktualisiert, womit ein zentraler Beitrag zum Wissensmanagement und -erhalt im Unternehmen geleistet wird.

Im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement wurden die Angebote für Mitarbeitende weiter ausgebaut. Eine neue Kooperation mit windhund ermöglicht den Zugang zu Gesundheitsimpulsen von anerkannten Expert:innen. Die Einführung des Schulungsangebots von Secova zur verpflichtenden Durchführung von Arbeitssicherheitsschulungen mittels Onlineschulungen trägt zur Einhaltung aller geltenden Arbeitssicherheitsschutzvorschriften bei. Die Hälfte der Firmenfahrzeugnutzer nahmen bereits an einem verpflichtenden Fahrsicherheitstraining des OAMTC teil, die zweite Hälfte folgt im neuen Geschäftsjahr. Das hohe Engagement und vielfältige Angebot für Mitarbeitende wurde durch diese auch in der anonym durchgeführten Mitarbeitendenbefragung bestätigt und resultierte in der international anerkannten Auszeichnung Great Place to Work®.

Eine Prämie an die Mitarbeitenden der IKK Group GmbH wurde in Abhängigkeit von vier Kenngrößen ausgeschüttet und führte auch zu einem erfolgreichen Abbau von Urlaubsrückstellungen.

Das erste Quartal ist überdurchschnittlich positiv verlaufen. Es wurden weniger Fremdleister als geplant beschäftigt und die Leistungen über Eigenproduktivität abgewickelt.

Das zweite und dritte Quartal gestalteten sich herausfordernd, denn es kam bei mehreren Projekten zu Mehr- bzw. Zusatzleistungen, aufgrund geänderter Leistungsumfänge. Diese konnten aber Großteils erfolgreich als Mehrkostenforderung abgehandelt werden.

Das letzte Drittel des Jahres war aufgrund der oben beschriebenen Gegenmaßnahmen wieder sehr erfolgreich.

Wirtschaftliche Lage

Das EBITDA 2025 beläuft sich auf rd EUR +1.775.346 (Vorjahr TEUR +3.072).

Die Eigenkapitalquote gem § 23 URG beträgt im Geschäftsjahr 2025 rd 54,8 % (Vorjahr rd 58,6 %).

Der Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit 2025 beläuft sich auf rd EUR +803.217 (Vorjahr TEUR 2.049).

Der Geldfluss aus der Investitionstätigkeit 2025 beläuft sich auf rd EUR -191.783 (Vorjahr TEUR -467) und der Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 2025 auf EUR -1.947.939 (Vorjahr TEUR -655).

Insgesamt ergibt sich hiermit ein Abgang an liquiden Mitteln iHv EUR 1.336.506 (Vorjahr TEUR 927). Dieser Betrag ergibt die in der Bilanz ersichtliche Veränderung der liquiden Mittel.

Aufgrund des anhaltend starken Fachkräftemangels wurde weiter in Mitarbeiterschulungen investiert. Auch die Digitalisierung des Unternehmens wurde im Hinblick auf die digitale Projektbearbeitung mittels BIM intensiviert.

Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die IKK Group GmbH durchschnittlich 199 Mitarbeitende (2024: 199).

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentliche Forschung und Entwicklung betrieben.

Der Bilanzgewinn beträgt mit 31.12.2025 EUR 5.185.566 (Vorjahr TEUR 5.905).

Forschung und Entwicklung

Die IKK Group GmbH ist als Kooperationspartner an zwei Forschungsprojekten beteiligt. Es handelt sich um die Projekte „Agile Tragwerksplanung für ressourcenverantwortungsvolles Bauen“ sowie „Verlängerung der Lebensdauer von Kranbahnträgern aus Stahl“. Beide Projekte sind Teil des Förderungsprogrammes der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Die von der IKK Group GmbH geleistete Finanzierung beträgt im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 7 TEUR.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat Zweigniederlassungen in Wien, Steinhaus bei Wels und Villach.

Bericht über die zukünftige Entwicklung und Risiken des Unternehmens

Zukünftige Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Geschäftsführung trotz der angespannten Marktsituation mit dem Erreichen der budgetierten Umsatz- und Ergebnisziele.

Die Auftragslage ist stabil; der Auftragsstand betrug mit Jahreswechsel rd. EUR 21,8Mio, womit die Vollauslastung bis über die Jahresmitte 2026 gegeben ist.

Die aktuelle politische Situation in Österreich und der EU und die damit verbundene Stärkung des Infrastrukturausbaus (Straßen- und Eisenbahnplanung, Wasser & Umwelt, Sanierungsprojekte im Bereich der Infrastruktur) erlauben einen optimistischen Ausblick auf die Auftragslage in den kommenden Jahren. Die erfolgreiche Inbetriebnahme der Koralmbahn wird als herausragendes Beispiel zukunftsträchtiger Infrastruktur betrachtet und kann somit als Motor für weitere vergleichbare Projekte in der Schieneninfrastruktur gesehen werden.

Nichtsdestotrotz ist mit Veränderungen des Marktumfeldes zu rechnen, weshalb eine kontinuierliche Beobachtung der Marktentwicklung sowie eine flexible Anpassung der Ressourcen unerlässlich sind.

Zusätzlich gewinnen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Die IKK reagiert darauf mit einer gezielten Schwerpunktsetzung, etwa durch den weiteren Ausbau von Kompetenzen im Bereich Building Information Modeling (BIM), Digitalisierung und nachhaltigem Bauen.

Die im letzten Jahr gestartete Elektrifizierung des Fuhrparks trägt wesentlich zur Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens bei und beträgt aktuell ca. 41 % (Vgl. Vorjahr: 39 %)

Auf struktureller Ebene ergeben sich Risiken durch demografische Veränderungen und die Qualifikationsstruktur der Mitarbeitenden. Eine anhaltend stabile Fluktuation innerhalb der Belegschaft erfordert ständige Maßnahmen zur Wissenssicherung, darunter die Identifikation von Schlüsselpersonen sowie den Aufbau von Nachfolgelösungen. Ziel ist die Stabilisierung des Teams durch gezielte Employer-Branding-Maßnahmen. Die jährlichen Mitarbeitendengespräche, welche verpflichtend durchzuführen sind, tragen dazu bei, mögliche Veränderungsbereitschaft und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und die Retention durch gesetzte Maßnahmen positiv zu beeinflussen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 08.01.2026 wurde die TBH Ingenieur GmbH als übertragende Gesellschaft mit der IKK Group GmbH als übernehmende Gesellschaft zum Stichtag 31.12.2025 verschmolzen. Der Auftritt der IKK Group GmbH als Generalplaner wird durch die Übernahme der TBH Ingenieur GmbH, die bereits vor der Verschmelzung Teil des BKW Engineering Konzerns war, weiter gestärkt. Die Zusammenführung ermöglicht es, durch kombinierte Ressourcen Effizienzsteigerungen, Kostenvorteile und zusätzliche Synergien in der Projektbearbeitung zu realisieren.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Gefährdungspotenziale für die Unternehmensgruppe werden aktuell als beherrschbar eingeschätzt.

Im Hinblick auf den Kriegskonflikt in der Ukraine sowie der unklaren Zollsituation mit den USA und deren Folgen erwartet sich die Geschäftsführung folgende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

• Keine wesentlichen Umsatz- und Marktrückgänge im für die Auftragsbearbeitung entscheidenden D-A-CH-Raum. Das Unternehmen ist marktseitig nicht in den vom Krieg betroffenen und sanktionierten Ländern Ukraine, Russland und Weißrussland aktiv tätig. • Preissteigerungen bei den laufenden betrieblichen Aufwendungen. • Die inflationäre Preisentwicklung kann zu einem überwiegenden Teil an die Kunden weitergegeben werden. Bestehende Dienstleistungs- und Rahmenverträge werden überwiegend unterjährig an die vorherrschende Situation angepasst.

Eine langfristige Abschätzung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage über das Geschäftsjahr 2026 hinaus ist aufgrund der Volatilität der Situation aktuell schwierig.

Obwohl die politische Ausrichtung in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaneutralität viele Chancen für neue Projekte bedeutet, besteht das Risiko, dass Großprojekte im öffentlichen Sektor, aber auch in der Privatwirtschaft verschoben, gekürzt oder abgesagt werden (aufgrund politischer Budgetvorgaben). Weiters ist aufgrund des Marktumfeldes mit „unterpreisigen“ Angeboten unter den Mitbewerbern zu rechnen.

Mögliche sonstige Risiken bzw. damit in Zusammenhang stehende Risiken werden laufend evaluiert und entsprechende Maßnahmen vorbereitet.

Finanzielle Risiken

Es wird derzeit für das Geschäftsjahr 2026 von keinem wesentlichen Rückgang der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses ausgegangen. Ebenso verfügt das Unternehmen über ausreichende Liquidität.

Eventuelle Forderungsausfälle von Kunden werden mit Konzernversicherungen der Muttergesellschaft abgesichert.

Weitere finanzielle Risiken liegen derzeit keine vor.

Graz, am 24.03.2026

Die Geschäftsführer:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4

DI Franz-Christian Kraschl

DI Andgeas Perchinig

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