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Lagebericht 2024/25

Tiroler Backhaus GmbH

Original-PDF

Stichtag 28. Feb. 2025 · Eingereicht am 25. Nov. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2024 / 25 hat sich die Lage im Rohstoff- und Energiemarkt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabilisiert. Die teils extremen Preissteigerungen der Vorjahre haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Engpässe in der Versorgung traten keine auf, was auf die weiterhin stabilen und verlässlichen Lieferantenbeziehungen innerhalb der Ruetz-Gruppe zurückzuführen ist.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 / 25 hat sich der Rohertrag um EUR 3.187.395,20 auf EUR 22.361.169,92 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben von EUR 544.698,93 im Vorjahr auf EUR 157.275,75 im Berichtsjahr abgenommen. Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1.211.126,71 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 393.277,67 erhöht, während die Abschreibungen um EUR 12.111,82 zurückgegangen sind. Das Betriebsergebnis weist einen Betrag von EUR 3.133.472,82 auf. Der Finanzerfolg hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 59.623,01 verbessert. Das Jahresergebnis beträgt somit EUR 2.471.036,81.

Im Berichtsjahr hat das Anlagevermögen um EUR 842.435,53 abgenommen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um EUR 2.059.066,81 und der Posten Aktive Rechnungsabgrenzung und Aktive latente Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 17.999,32 erhöht. Das Gesamtvermögen hat sich daher um EUR 1.234.630,60 auf EUR 26.095.217,64 erhöht. Das Eigenkapital einschließlich der Subventionen und Zuschüsse erhöhte sich um EUR 1.567.689,66 gegenüber dem Vorjahr und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 20.396.544,12. Das Fremdkapital konnte um EUR 332.796,38 abgebaut werden.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Tiroler Backhaus GmbH verfügt über keine Zweigniederlassung im eigentlichen Sinn. Mit Ausnahme der Versuchsbäckerei die in Kematen, Bahnhofstraße 5, ihren Standort hat, befindet sich die Produktion, die Expedition u. die Verwaltung im Betriebsgebäude in Kematen, Sportplatzweg 2.

1.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber verfolgen wir konsequent das Ziel, langfristig qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unser Unternehmen zu binden. Ein zentrales personalpolitisches Instrument stellt dabei die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer hochwertigen Lehrlingsausbildung in den Berufsbildern Bäcker und Konditor dar. Damit schaffen wir die Grundlage, um auch künftig unseren Personalbedarf nachhaltig decken zu können.

Darüber hinaus investiert die Tiroler Backhaus GmbH fortlaufend in Maßnahmen zur Nachhaltigkeit. So werden die Produktionsprozesse gezielt ressourcenschonend gestaltet. Parallel dazu erfolgt eine sukzessive Modernisierung des Fuhrparks: Neben der Umstellung auf moderne, emissionsarme Euroklasse-VI-Fahrzeuge kommen zunehmend auch Elektro-LKWs zum Einsatz.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

1.4.1. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapitalquote

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Anlagenintensität2024 / 252023 / 24
Anlagevermögen20.328.49621.170.932
Gesamtkapital26.095.21824.860.587
Anlagenintensität77,90 %85,16 %
Lagerintensität2024 / 252023 / 24
Vorräte1.299.7831.206.101
Gesamtkapital26.095.21824.860.587
Lagerintensität4,98%4,85%
Eigenkapitalquote2024 / 252023 / 24
Eigenkapital19.745.70718.274.670
Gesamtkapital26.095.21824.860.587
Eigenkapitalanteil75,67%73,51 %
Fremdkapitalanteil2024 / 252023 / 24
Fremdkapital5.698.6746.031.733
Gesamtkapital26.095.21824.860.587
Fremdkapitalanteil21,84%24,26 %
Working Capital
Working Capital2024 / 252023 / 24
kurzfristiges Umlaufvermögen5.731.0193.642.288
- kurzfristige Verbindlichkeiten4.416.5444.644.786
Working Capital1.314.475-1.002.499
2024 / 252023 / 24
Working Capital Ratio kurzfristiges Umlaufvermögen
kurzfristiges Fremdkapital1,300,78
Nettoverschuldung
Nettoverschuldung (Net Debt)2024 / 252023 / 24
verzinsliches Fremdkapital1.282.0541.911.965
- Liquide Mittel-1.697.724-3.160
= Nettoverschuldung-415.6701.908.805
Verschuldungsgrad, Gearing
Verschuldungsgrad2024 / 252023 / 24
Nettoverschuldung-415.6701.908.805
Eigenkapital20.396.54418.828.854
Verschuldungsgrad, Gearing-2,04%10,14%

1.4.2. Cash-Flow

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
2024 / 252023 / 24
EUREUR
Ergebnis vor Steuern3.172.3571.905.054
+Abschreibungen des Anlagevermögens2.613.7302.625.842
-Auflösung von Investitionszuschüssen-83.981-67.383
+Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen691931
-Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen-12.908-107.800
-/+ sonstige Zinserträge/sonstige Zinsaufwendungen-38.88420.739
Cash-Flow aus dem Ergebnis5.651.0064.377.384
-Auflösung / + Dotierung Abfertigungsrückstellung-104.554234.577
+/- Veränderung Nettoumlaufvermögen94.984-1.341.831
-Zahlungen für Ertragsteuern-701.320-383.151
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit4.940.1162.886.980
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit-1.759.079-2.021.008
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit-1.486.472-863.128
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1.694.5652.843

1.4.3. Kennzahlen zur Ertragslage

Gesamtkapitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Gesamtkapitalrentabilität2024 / 252023 / 24
Ergebnis vor Steuern3.172.3571.905.054
+ Zinsen6.50225.402
Ergebnis vor Zinsen und Steuern3.178.8581.930.457
Gesamtkapital (Durchschnitt)25.477.90225.004.677
Gesamtkapitalrentabilität12,48%7,72%
Eigenka pitalrentabilität
Eigenkapitalrentabilität2024 / 252023 / 24
Ergebnis vor Steuern3.172.3571.905.054
Eigenkapital (Durchschnitt)19.010.18817.513.718
Eigenkapitalrentabilität16,69%10,88 %

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwarten wir eine ähnliche Umsatz- und Ertragsentwicklung wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Da das Unternehmen über ausreichend Liquidität und eine solide Eigenkapitalausstattung verfügt, bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Für die Tiroler Backhaus GmbH besteht kein Währungsrisiko, weil ausschließlich inländische Umsätze erzielt werden und keinerlei Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen.

Substanz- /Ertragsgefährdungen decken wir über umfassenden Versicherungsschutz ab. So haben wir u. a. eine All-Risk-Versicherung mit Betriebsunterbrechungsversicherung und eine entsprechend hoch dotierte Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Das HACCP-Kontrollsystem wird durchgängig umgesetzt.

Sämtliche Abrechnungen und Steuerungen in der Produktion werden EDV-unterstützt abgewickelt. Für die Betriebssicherheit der EDV-Anlagen ist ein ausgereiftes Datensicherungskonzept implementiert, welches die Sicherheit und Verfügbarkeit aller Daten zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Bezüglich Mitarbeiterstamm verfügen wir über eine stabile Mannschaft langjähriger Mitarbeiter mit entsprechend großer Fach- und Marktkenntnis, sodass wir in der Mitarbeiterfluktuation kein erhebliches Risiko für das Unternehmen sehen.

Die Sicherstellung der Lieferung hochwertiger Bäckereiwaren an unsere Kunden war im Jahr 2024/25 eine bedeutende Herausforderung für die Tiroler Backhaus GmbH.

Die Versorgungslage bleibt angespannt, aber beherrschbar. Auch wenn sich die globalen Beschaffungsmärkte tendenziell beruhigt haben, sind geopolitische Unsicherheiten - insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt - weiterhin ein Risikofaktor.

Kurzfristig ist nicht mit einer deutlichen Entspannung der Energie- und Rohstoffpreise zu rechnen. Jedoch sorgen interne Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie langfristige Lieferverträge für eine stabile Ausgangslage der Tiroler Backhaus GmbH.

Darüber hinaus sind keine außerordentlichen Risiken und Ungewissheiten bekannt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist laufend bestrebt das Produktangebot zu verbessern, in diesem Sinne arbeiten wir weiterhin aktiv an einem Getreide-Anbau-Projekt in Tirol mit. Das Tiroler Getreide wird von Vertragsbauern angebaut, in der Rauchmühle Innsbruck vermahlen und in der Backstube der Tiroler Backhaus GmbH verarbeitet. Seit Herbst 2014 wird auf der ca. 7 ha großen gepachteten Burghoffläche Tiroler Weizen angebaut. Auch dieses selbst angebaute Getreide wird im Rahmen des Tiroler Brotprojektes verarbeitet.

Kematen, am 20. Oktober 2025

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