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Bericht über den Geschäftsverlauf
Die Firma König Das Produktprogramm der König Maschinen Gesellschaft m. b. H. ist auf Maschinen zur Erzeugung von Brot, überwiegend zur Herstellung von Kleingebäck, ausgerichtet. Entwickelt, produziert und vertrieben werden sowohl Großanlagen für die Backindustrie als auch Anlagen für Klein- und Mittelbetriebe. In der Branche kommt es seit einigen Jahren verstärkt zu Konzentrationen auf der Herstellerseite, kleinere Anbieter können nur noch in Marktnischen erfolgreich tätig sein. Durch eine ähnliche Entwicklung in der Backbranche steigt kundenseitig die Nachfrage nach komplexen Großanlagen („Turnkey-Solution"), der Anteil von einzeln verkauften Maschinen ist hingegen rückläufig. Die Firmengruppe König hat in den letzten Jahren ihre Unternehmensstruktur auf diese Veränderungen angepasst:
Aufgabe der Muttergesellschaft in Osterreich ist neben der zentralen Konzernsteuerung die Entwicklung und die Produktion von (zumeist komplexen) Anlagen, der weltweite Vertrieb sowie die Unterstützung örtlicher Vertriebseinheiten. Weitere Produktionsstätten für Maschinen und Anlagen bestehen bei Tochtergesellschaften in Ungarn, Italien, Deutschland und Finniand.
Einige Großprojekte werden über eine eigene Projektgesellschaft abgewickelt.
Um die eigene Wertschöpfung im Bereich von Großanlagen zu erhöhen, hat man sich vor einigen Jahren an einem Unternehmen in Italien beteiligt, welches sich mit thermotechnischen Anlagen im Backbereich beschäftigt.
Kurz darauf hat man die Anteile an einem strategisch wichtigen Zulieferbetrieb (Metallgießerei) sowie einen Mitbewerber im Bereich der Teigbereitung (Fortuna) mit Standort in Deutschland übernommen.
Mitte des Jahres 2022 wurden sämtliche Anteile eines Unternehmens in Finnland zur Herstellung von Går- und Kühlsystemen erworben.
Eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften bestehen in Deutschland, in den Niederlanden, den USA und der Schweiz.
Umfeld im Geschäftsjahr
2024/25
Während die Weltwirtschaft im Jahr 2024 moderate Zuwächse verzeichnet hat, war die wirtschaftspolitische Unsicherheit in Europa, und hier vor allem in den Ländern Westeuropas, unverändert hoch. Daran konnten auch die wiederholten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank nichts ändern, da sehr viele Probleme nicht nur konjunkturbedingt sind, sondern auch zunehmend strukturelle Schwächen zu Tage treten. Die Produktivitätsentwicklung konnte mit den hohen Lohnabschlüssen der vergangenen Jahre nicht Schritt halten, bisherige Exporte in den asiatischen Raum werden vor Ort verstärkt durch lokale Produktionen substituiert. Wesentliche fiskalpolitische Unterstützung war nach dem Ende der Corona-Pandemie aufgrund der vielfach sehr hohen Staatsverschuldungen kaum zu erwarten.
Osterreichs Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2024 - wie bereits im Vorjahr - erneut geschrumpft, um -1,0 % gegenüber dem Vorjahr. Auch für die Folgejahre wird nur mit einem zaghaften Wachstum gerechnet. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2024 auf 7,0 % gestiegen (Vorjahr 6,4 %), lediglich der Anstieg der Inflation konnte auf rund 3,0 % begrenzt werden (im Jahr 2023 waren es noch 7,8 %). Eine ähnliche Entwicklung war auch im benachbarten Deutschland zu verzeichnen (ebenfalls leichtes Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr). Dynamischer waren die Volkswirtschaften in Osteuropa, aber auch in Frankreich (Olympische Spiele) und in Spanien.
Für das Jahr 2025 wurde zunächst mit einer leichten Erholung gerechnet (leichtes Wachstum des BIP im Vergleich zum Jahr 2024). Als Treiber dieser Entwicklung wurde aufgrund der Reallohnzuwächse der private Konsum erwartet, die Investitionstätigkeit hingegen sollte auch 2025 noch schwach bleiben.
Mittlerweile hat sich diese Erwartungshaltung ziemlich relativiert, durch die von der US-Regierung angekündigten Zölle auf Einfuhren aus beinahe allen Ländern steht der globale Warentransfer bzw. der Welthandel vor einer denkbar schlechten, aber zumindest ungewissen Zukunft.
Unternehmensentwicklung im
Geschäftsjahr 2024/25
Ungeachtet der weltweit schwierigen Lage konnte sich die König Maschinen GmbH auch im Geschäftsjahr 2024/25 sehr positiv entwickeln.
Die Betriebsleistung konnte wiederum gesteigert werden. Maßgeblich für das Ergebnis war aber vor allem die deutliche Steigerung der Erlösqualität (höhere Deckungsbeiträge).
Auch die übrigen Konzerngesellschaften verzeichneten eine weitgehend positive Entwicklung.
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatz
Der Nettoumsatz betrug im Geschäftsjahr 2024/2025 rund EUR 94.537.900. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 4,0 %. Während der Umsatz im Inland einen Zuwachs um rund 51,5 % (auf rund EUR 12,1 Mio.) aufwies, war beim Auslandsumsatz ein Rückgang von rund 0,6 % (auf rund EUR 82,7 Mio., jeweils vor Erlösschmälerungen) zu verzeichnen.
Umsatzentwicklung (vor Erlösschmälerungen)
| (Darstellung in EUR 1.000) | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 |
|---|---|---|---|
| Maschinen und Anlagen | 61.702 | 59.461 | 54.252 |
| Beistellteile Produktion Ungarn* | 8.632 | 8.582 | 10.322 |
| Ersatzteile, Service, Dienstleistungen | 24.492 | 23.185 | 18.277 |
| 94.826 | 91.228 | 82.851 |
* Lieferungen an die Produktionsgesellschaft in Ungarn
Ergebnis
Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die relative Marge (gemessen an der Betriebsleistung) um 7,2 %-Punkte. Das Rohergebnis - in absoluten Werten - lag um rund EUR 7,5 Mio. über dem Vorjahreswert.
Die verbesserte Marge, zurückzuführen auf die Anpassung der Verkaufspreise und gesunkenen Materialkosten, hat das Ergebnis maßgeblich beeinflusst. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit EUR 6.626.700 um rund EUR 4.168.100 über jenem des Vorjahres. Im Finanzergebnis sind wiederum Dividendenerlöse von Tochtergesellschaften enthalten.
Ertragsentwicklung
| 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuen | 8.410.900 | 4.223.500 | 3.109.700 |
| bereinigt um das Finanzergebnis | - 1.784.200 | - 1.764.900 | - 3.009.500 |
| Betriebsergebnis | 6.626.700 | 2.458.600 | 100.200 |
Nach dem Abzug von Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Jahresgewinn von rund EUR 6.979.400 aus.
Entwicklung der
Ertragskraft
Über eine Laufzeit von sieben Jahren zeigen Umsatz (Betriebsleistung) und Ertragskraft (EBIT in % der Betriebsleistung) folgendes Bild:
Betriebsleistung und Ertragskraft
10,0%
8,0%
| 6, | 0 |
|---|---|
| 4,0% | |
| 2,0% | |
| 0,0% | |
eistung – Ertragskraft
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität, ausgedrückt als Verhältnis zwischen EBIT und Umsatz, hat sich im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbessert. Die Entwicklung ist der nachstehenden Aufstellung zu entnehmen:
| 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in | % | 7.0 | 2,7 | 0,1 |
Kapitalrentabilität
Die Kapitalrentabilitäten ergeben sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlichen Kapital. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity), bezogen auf das EBT, und die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), bezogen auf das EBT, bereinigt um Zinsaufwendungen (EBIT), haben sich wie folgt entwickelt:
| 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | 28,0 | 15.8 | 12,4 |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 12,9 | 7.4 | 5.6 |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Nettoverschuldung
Der Überschuss des verzinslichen Fremdkapitals über die flüssigen Mittel (Nettoverschuldung) und dessen Verhältnis zu den Eigenmitteln (Nettoverschuldungsgrad) stellen sich wie folgt dar:
| (Darstellung in EUR 1.000) | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 6.144 | 15.662. | 12.206 |
| Eigenmittel | 32.471 | 27.571 | 25.898 |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in % | 18,9 | 56,8 | 47,1 |
Working Capital
Die Entwicklung des Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen, als Saldo zwischen dem kurzfristigen Umlaufvermögen und dem kurzfristigen Fremdkapital, ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt:
| (Darstellung in EUR 1.000) | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig gebundene | |||
| Vermögenswerte | 48.431 | 45.654 | 46.768 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | - 25.947 | - 28.519 | - 29.791 |
| 22.484 | 17.135 | 16.977 |
URG-Kennzahlen
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 Abs. 1 URG entwickelten sich in den letzten drei Jahren folgendermaßen:
| 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 46,5 | 40,7 | 39,6 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | 2,5 | 6.9 | 10,9 |
Cash-Flow-Kennzahlen
Netto-Geldfluss
Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 zur Geldflussrechnung (UGB) berechnet.
| Netto-Geldfluss | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 |
|---|---|---|---|
| aus der betrieblichen Tätigkeit | 12.226.600 | 2.336.100 | - 39.800 |
| aus der Investitionstätigkeit | 173.100 | - 3.239.700 | 65.600 |
| aus der Finanzierungstätigkeit | - 6.850.800 | 1.327.400 | 503.200 |
Entwicklung Investitionen
und Cash-Flow
Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden EUR 1.588.600 in das Anlagevermögen (inkl. geringwertiger Vermögensgegenstände) investiert. Diesen Investitionen steht ein Cash-Flow (ergebnisbezogen) in Höhe von EUR 9.302.400 gegenüber.
Investitionen und Cash-Flow aus dem Ergebnis entwickelten sich in den vergangenen drei Jahren wie folgt:
| Cash-flow (in 1.000 EUR) | 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 |
|---|---|---|---|
| Investitionen | - 1.588 | - 3.279 | - 3.277 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 9.302 | 4.571 | 2.466 |
| Selbstfinanzierungsgrad in % | 585,6 | 139,4 | 75,3 |
Cash-Flow/lnvestitionen
700,0%
600.0%
-500,0%
| 400.0% | ||
|---|---|---|
| 300,0% | ||
| 200,0% | 8 | |
| 100,0% | ||
| 0,0% |
Flow
– Selbstfinanzierungsgrad
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Allgemein Die Leistungsfähigkeit des Unternehmens beruht auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit des Handelns. Mit diesem Ansatz sollte die langfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt werden.
Produkte von König tragen aufgrund ihrer Effizienz dazu bei, Ressourcen, Umwelt und Klima zu schonen.
Als konkrete Maßnahme im Unternehmen ist die Förderung der E-Mobilität anzuführen. Zu diesem Zwecke wurden/werden Elektroautos angekauft, die den Mitarbeitern für die gemeinsame Anreise zum Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich wurden auf dem Firmengelände E-Tankstellen errichtet. Neben Elektroautos werden den Mitarbeitern auch (elektrisch unterstützte) Firmenfahrräder angeboten.
Mitarbeiter
Eine der wesentlichsten Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg sind leistungsfähige Mitarbeiter. Aus diesem Grund wird laufend in die Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsplatzsicherung investiert.
König will sich auch als attraktiver Arbeitgeber weiterentwickeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr (266) um 11 Personen auf 277 aufgestockt werden.
Zur Abdeckung von Auslastungsspitzen und Auftragsschwankungen wurde für Teile der Belegschaft ein flexibles Arbeitszeitmodell etabliert.
Umwelt Der Energiebedarf wird am freien Markt gedeckt, das Unternehmen verfügt über keine eigenen Energieerzeugungsanlagen. Hauptenergieträger ist der elektrische Strom, für Heizzwecke wird zusätzlich auf Erdgas zurückgegriffen.
Möglichkeiten zur Einsparung des Energiebedarfes werden konsequent umgesetzt. In Summe ist der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr aber leicht gestiegen.
| 2024/25 | 2023/24 | 2022/23 | |
|---|---|---|---|
| Strom, verbrauchte KWh | 1.385.801 | 1.305.425 | 1.265.488 |
| Gas, verbrauchte KWh | 978.640 | 918.593 | 951.333 |
Nachhaltigkeitsberichterstattung Im Geschäftsjahr 2024/25 wurde das Projekt „THG-Bilanzierung" (Bilanzierung von Treibhausgasemissionen) gestartet.
Ziel des Projektes war es, einen effektiven und praxisorientierten Ansatz zu erarbeiten, der zum einen die Grundlage und Vergleichsbasis für die THG-Bilanzierung in Folgejahren bietet, zum anderen aber auch konkrete Ansätze für eine Reduktion von Treibhausgasemissionen bietet.
Hierfür wurde das Projekt in drei Arbeitspakete aufgeteilt: I. Erstellung einer THG-Bilanz für Scope-Bereiche 1-3 II. Ermitlung und Aufzeigen energetischer Verbesserungspotentiale III. Ableitung und Definition konkreter Maßnahmen für die geforderte CO2-Reduktion.
Die Datenerhebung, Berechnung und THG-Bilanzierung erfolgte unter den Vorgaben der aktuell gültigen ESRS (European Sustainability Reporting Standards).
Der Prozess der Umsetzung der aufgezeigten Verbesserungspotentiale in die betrieblichen Abläufe wurde noch im Berichtsjahr gestartet. Auch wenn das Unternehmen aufgrund der aktuellen „Omnibusverordnung" der EU von der verpflichtenden Erstellung eines Nachhaltigkeitsreports entbunden ist, werden insbesondere die inhaltlichen (materiellen) Zielsetzungen dieses Projektes auch in Zukunft konsequent weiterverfolgt.
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Die konsequente Weiterentwicklung des Produktportfolios ist ein wesentliches Element künftiger Unternehmenserfolge. Entsprechend planmäßig erfolgt die Umsetzung neuer Entwicklungsprojekte.
Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen in der Automatisierung von Anlagen und in neuen Antriebskonzepten.
Der gesamte Aufwand für Forschung und Entwicklung betrug im Geschäftsjahr 2024/25 EUR 2.089.500 und wurde dieser zur Gänze als laufender Aufwand abgeschrieben.
Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Die König Maschinen GmbH unterhält in Moskau an der Adresse 1a Shchipkovsky per. 20, office 701, 115093 Moskau eine Zweigniederlassung (Repräsentanz). Sämtliche Vertriebsaktivitäten sind seit dem Wrtschaftsjahr 2024 ruhend gestellt und der laufende Betrieb auf das Notwendigste beschränkt.
Risiken des Unternehmens
| Allgemeines Risiko | Das Unternehmen ist als aktiver Marktteilnehmer der aktuellen wirt- |
|---|---|
| schaftlichen Entwicklung ausgesetzt. | |
| Durch ein alle betrieblichen Abläufe dokumentierendes ERP-System | |
| und der eingehenden Auswertung dieser Daten wird ein frühzeitiges | |
| Erkennen von Fehlentwicklungen gewährleistet. | |
| Dieses System wird durch eine Jahresplanung, die den aktuellen Er- | |
| kenntnissen angepasst wird, ergänzt. Anhand einer monatlichen detail- | |
| lierten Berichterstattung wird die Einhaltung der gesteckten Ziele über- | |
| wacht. | |
| Marktrisiko | Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der damit ver- |
| bundenen restriktiven Kreditvergabe besteht das Risiko, dass von Kun- | |
| den geplante Investitionen hinausgezögert werden bzw. unterbleiben. | |
| Insbesondere die Zollpolitik der USA könnte sich negativ auf die Auf- | |
| tragseingänge auswirken. | |
| Preisrisiko | Aufgrund der oftmals langfristigen Fertigungszeiten besteht das Risiko, |
| dass zwischenzeitliche Preisänderungen im Material- und Energiekos- | |
| tenbereich zu einer Schmälerung von Deckungsbeiträgen führen. So- | |
| weit das Unternehmen diese Preissteigerungen nicht ohnehin aufgrund | |
| entsprechender Vertragsklauseln übertragen kann, wird diesem Risiko | |
| durch vorzeitige Materialbeschaffung bzw. Lagerbewirtschaftung ent- | |
| gegengetreten. | |
| Finanzielle Risiken | Die Eigenkapitalausstattung mit einem Anteil von 46,5 % am Gesamt- |
| vermögen gewährleistet eine stabile Finanzierungstruktur des Unter- | |
| nehmens, Zudem werden laufend ausreichend ungenutzte Kreditlinien | |
| vorgehalten, die zur Aufbringung zusätzlicher liquider Mittel verwendet | |
| werden können. Dadurch sollte auch die Möglichkeit gegeben sein, zu | |
| jeder Zeit eingegangene Verbindlichkeiten zeitgerecht zu begleichen. | |
| Zinsänderungsrisiko | Der möglichen kurzfristigen Zinsänderungen ausgesetzte Anteil an |
| Bankkrediten liegt bei 8,3 % der Bilanzsumme. Zinserhöhungen sollten | |
| damit keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben. | |
| Währungsrisiko | Alle wesentlichen Ein- und Verkäufe erfolgen in EURO. |
Kreditrisiko Für mögliche Forderungsausfälle wurde durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss ausreichend vorgesorgt. Größere Forderungsausfälle werden durch Anzahlungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien und Akkreditive) verhindert.
Finanzinstrumente Die Gesellschaft arbeitet derzeit mit keinen derivativen Finanzinstrumenten.
Konflikt
Russland/Ukraine
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der König Maschinen GmbH. In der Region waren einige größere Projekte geplant, deren Umsetzung sich nun zumindest verzögert. Als problematisch erweisen sich derzeit insbesondere die eingeschränkten Reisemöglichkeiten, welche für Service und Inbetriebnahme erforderlich sind.
Die im Zusammenhang mit den betroffenen Regionen stehenden Bilanzpositionen (z.B. Forderungen) wurden besonders kritisch betrachtet und gegebenenfalls abgewertet.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Die Entwicklung des Unternehmens wird über ein zeitnah geführtes Rechnungswesen laufend verfolgt und mit den wirtschaftlichen und finanziellen Plänen des Unternehmens abgeglichen. Die Organisation des Unternehmens ist den Betriebsabläufen angepasst, die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ausreichend klar definiert.
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Indikatoren weisen nach wie vor auf ein schwieriges konjunkturelles Umfeld hin.
Durch die internationale Präsenz des Unternehmens und der eher konjunkturunabhängigen Nachfrage nach Brot und Gebäck erwartet das Unternehmen auch für das Geschäftsjahr 2025/26 eine gute Entwicklung, vergleichbar mit jener des Wirtschaftsjahres 2024/25.
Diese positive Vorausschau kann allerdings durch die unkalkulierbare Entwicklung der Zollpolitik der USA beeinträchtigt werden. Im amerikanischen Markt wird in den nächsten Jahren grundsätzlich ein hohes Umsatzpotential gesehey.
Graz, 29. Juli 2025
| Ing | Steizer |
|---|---|
| Gescfäftsführer |