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Lagebericht 2025

Loacker Recycling GmbH

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Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Für das Geschäftsjahr 2025

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Loacker Recycling GmbH ist ein traditionsreiches und zukunftsorientiertes Unternehmen, das sich mit dem Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Wertstoffen befasst. Unsere Schwerpunkte liegen bei Schrott (Eisen), Nichteisenmetallen sowie Wertstoffen (Papier, Glas, Kunststoffe, Restmüll, biogene Abfälle und andere). Unsere Unternehmensphilosophie stellt den Kunden in den Mittelpunkt. Daher stehen wir auch als Komplettentsorger zur Verfügung und ergänzen unser Portfolio um Entsorgungsdienstleistungen.

Bereits im Jahr 1876 begann die Gründerin Katharina Loacker mit ihrer inzwischen erworbenen Hausierbewilligung von Haus zu Haus zu ziehen und nach Altwaren zu fragen. Das Unternehmen entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten beständig weiter. Nach zahlreichen Unternehmenskäufen und Beteiligungen ist Loacker heute ein international agierendes Recycling-Unternehmen. Unverändert geblieben ist unser Selbstverständnis als Vorarlberger Familienunternehmen. Seit der Gründung vor mehr als 140 Jahren wird Loacker Recycling von der Familie Loacker geführt.

Die Loacker Recycling GmbH ist an vier Standorten in Vorarlberg tätig: Hauptstandort und Konzernzentrale in Götzis, Niederlassungen in Frastanz, Feldkirch und Lustenau. Die Loacker Gruppe ist mit 42 Betriebsstätten in 7 Ländern tätig. Der Schwerpunkt liegt in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Hinzu kommen Standorte in Ungarn, der Slowakei, Italien und Liechtenstein

II. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2025 war von einer moderaten Erholung nach einer Phase der Stagnation geprägt. Das marginal positive Wachstum wurde vor allem durch den privaten Konsum und den Dienstleistungssektor getrieben. Die Bauindustrie stagnierte auf niedrigem Niveau und auch die Industrieproduktion verzeichnete in der gesamten Berichtsperiode negative Wachstumszahlen. Belastend wirkten Handelskonflikte, höhere Zölle und geopolitische Spannungen, während eine Lockerung der globalen Finanzierungsbedingungen und fiskalische Impulse in mehreren großen Volkswirtschaften die Konjunktur stützten. Nach den aktuellen Prognosen der Europäischen Kommission wird für 2025 ein Wachstum des realen BIP in der EU von etwa 1,5 % erwartet, während für den Euroraum ein Wachstum von 1,4 % prognostiziert wird. Osterreichs Wirtschaftswachstum bleibt jedoch weiterhin hinter dem EU-Durchschnitt zurück.

III. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der europäische Stahlmarkt war im Jahr 2025 weiterhin von hoher Unsicherheit belastet. Die wirtschaftlichen und geopolitische Spannungen, die hohen Energiepreise und eine schwache Industriekonjunktur setzten der Branche zu. Im zweiten Quartal 2025 sank die Produktion in den stahlverarbeitenden Sektoren zum sechsten Mal in Folge, insbesondere aufgrund von Rückgängen im Bau- und Automobilsektor. Für das Gesamtjahr wird ein Minus von 0,5 % erwartet, während erst 2026 mit einer leichten Erholung zu rechnen ist. Die schwache Stahlnachfrage führte zu sinkenden Schrottmengen, rückläufigen Preisen und gedrosselten Produktionsmengen in den Werken.

Die Preisentwicklung für Stahlschrott in Europa im Jahr 2025 war von Volatilität und einem eher moderaten Preisniveau geprägt. Nach einem Anstieg Anfang 2025 fielen die Preise über den Sommer. Zum Ende des Jahres zeichnete sich ein leichter Preisanstieg ab, der auf eine verbesserte Nachfrage und eine leichte Hoffnung auf Aufschwung in der Schrottwirtschaft hindeutet. Laut Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) betrug der Durchschnittspreis für die Leitschrottsorte 2 im Jahr 2025 rund 296 Euro pro

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Tonne und lag damit um 42 Euro oder knapp 13 % unter dem durchschnittlichen Wert des Vorjahresvergleichszeitraums (338 Euro pro Tonne).

Der Markt für NE-Metalle war im Jahr 2025 insgesamt von Preissteigerungen an den Rohstoffbörsen geprägt. Die Preise für Aluminium, Kupfer und Zink zeigten einen volatilen Aufwärtstrend, angetrieben durch eine hohe Nachfrage aus der Energiewende, Angebotsengpässe und Handelskonflikte. Nach einem schwankenden Start verzeichneten die Preise besonders ab der zweiten Jahreshälfte 2025 eine steigende Tendenz. So erlebte der Kupfermarkt einen signifikanten Preisanstieg von beinahe 30 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für Aluminium bewegten sich bereits im Vorjahr auf sehr hohem Niveau und legten in 2025 nochmals um ca. 4 % zu. Der Nickelmarkt war von einem deutlichen Überangebot geprägt, was einen Preisrückgang von ca. 6 % zur Folge hatte.

Uber den gesamten Jahresverlauf hinweg zeigte sich der Altpapiermarkt sehr volatil. Im Frühjahr war vor allem bei den Massensorten noch ein Preisanstieg zu verzeichnen. Eine geringe Nachfrage und eine schwache Auslastung der Produktionskapazitäten in der Papierindustrie führten in der zweiten Jahreshälfte jedoch zu rückläufigen Preisen. Auch die Nachfrage nach Sekundärkunststoffen war im Jahr 2025 verhalten. Nach einem positiven Jahresauftakt verzeichnete die kunststofferzeugende Industrie ab dem zweiten Quartal 2025 einen deutlichen Nachfrage- und Preisrückgang.

IV. Geschäftsverlauf

Wichtige Themen des Jahres 2025

Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum lag in der Modernisierung der betrieblichen Infrastruktur. Im Jahr 2025 konnten wir den Bau der neuen Mitarbeiterzentrale an unserem Standort in Götzis abschließen. Mit dem Neubau des Sozialgebäudes wurden zeitgemäße Umkleide- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter des Platzbereichs und des Fuhrparks geschaffen.

Durch die Installation der neuen Filteranlage am Shredder kann zukünftig eine Ausweitung der Betriebszeiten realisiert werden. In Kombination mit der optimierten Anlagentechnik führt dies zu einer wesentlichen Erhöhung der Gesamtkapazität und ermöglicht es, die Mengenanforderungen effizient zu bedienen.

Ein wesentlicher Meilenstein zur Absicherung der künftigen Unternehmensentwicklung war die Implementierung eines zukunftsfähigen ERP-Systems für unsere Warenwirtschaft. Mit der Einführung der neuen Software forcieren wir unsere Strategie der Kostenführerschaft. Die neue Systemlandschaft ermöglicht eine effiziente Steuerung komplexer Warenströme und schafft die notwendige Datentransparenz, um auf Marktveränderungen agil reagieren zu können. Die automatisierte Prozessgestaltung bildet die technologische Basis für eine schlanke und kosteneffiziente Organisationsstruktur.

Die im Jahr 2024 erworbene Almeta Recycling AG mit Sitz in Bellach, CH wurde im Jahr 2025 in die Loacker Swiss Recycling AG mit Sitz in Dübendorf, CH fusioniert. Diese strategische Entscheidung wurde getroffen, um unsere Marktstellung in der Region zu stärken und Synergien zu realisieren.

Die Ertragslage des Geschäftsjahres wurde durch zwei signifikante Brandereignisse beeinflusst. Im April kam es zu einem Brand im Hackschnitzellager am Standort Lustenau, welcher auf die stillgelegte Biostromanlage übergriff. Im August folgte ein Großbrand in der Papiersortierhalle am Standort Götzis, welcher die Papiersortieranlage zerstörte und die Halle stark beschädigte.

Lagebericht 2025

Operativer Geschäftsverlauf

Die Loacker Recycling GmbH war im Geschäftsjahr 2025 mit anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Als Reaktion auf die herausfordernden Rahmenbedingungen hat die Gesellschaft strukturelle Anpassungen vorgenommen, um die Effizienz zu steigern und die operativen Kosten an das veränderte Marktumfeld anzupassen. Gleichzeitig wurden Wachstums- und Investitionsprojekte weitergeführt. Die breite Aufstellung nach Marktsegmenten und Regionen stabilisierte das Ergebnis und bestätigte einmal mehr die Robustheit unserer Unternehmensstrategie. Trotz der weiterhin verhaltenen Konjunkturentwicklung und der damit verbundenen geringeren Verfügbarkeit und Nachfrage von Stahlschrotten und Nichteisen-Metallen konnten wir im Berichtsjahr ein Mengenwachstum von 5 % realisieren. Diese Ausweitung des Absatzvolumens unterstreicht die starke Marktposition und führte in Verbindung mit unserer strikten Kostendisziplin zu einem insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis.

Bereich Schrott

Insgesamt steht der europäische Stahl- und Schrottmarkt 2025 damit unter erheblichem Druck – geprägt von schwacher Nachfrage, rückläufigen Mengen und angespannten Margen. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds konnten wir die Mengen im FE-Bereich um 4% steigern. Die Umsatzentwicklung war aufgrund der gesunkenen Durchschnittspreise jedoch rückläufig.

Bereich Metall

Das Marktumfeld für NE-Metalle war im Berichtsjahr von einer anhaltend hohen Volatilität der Preise an der London Metal Exchange (LME) geprägt. Während die Nachfrage aus dem Bausektor konjunkturell bedingt rückläufig war, wirkte der fortschreitende Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität stabilisierend auf den Absatz von Kupfer und Aluminium. So konnten wir die Mengen im NE-Bereich im Vergleich zu Vorjahr um 3 % steigern. Das Umsatzwachstum von 5 % resultiert aus einer positiven Kombination von Mengen- und Preiseffekten im Berichtsjahr.

Bereich Wertstoffe

Die Mengenentwicklung im sonstigen Wertstoffbereich war 2025 mit knapp +6 % gegenüber 2024 leicht ansteigend. Die Mengen waren über das gesamte Jahr gesehen recht stabil. Aufgrund der schwachen Konjunkturentwicklung war weniger Material am Markt verfügbar, dennoch konnten mithilfe von Zugewinnen speziell in der zweiten Jahreshälfte neue Mengen lukriert werden.

Ergebnisentwicklung

Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2025 TEUR 599.960 (VJ TEUR 583.821), davon entfielen 20 % (VJ 22 %) auf den Bereich Schrott, 66 % (VJ 65 %) auf Metalle und die restlichen 14 % (VJ 13 %) auf den Wertstoffbereich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt der Rohertrag TEUR 102.376 (VJ TEUR 98.813). Die Marge des Rohertrags lag bei 17 % (VJ 17 %).

Es konnte ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 22.661 (VJ TEUR 26.876) erzielt werden.

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V. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kennzahlen

Ertragslage

Die Umsatzrentabilität II (EBIT/Umsatz) beträgt 6,2 % (VJ 8,6 %).

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern beträgt 16,8 % (VJ 23,9 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern beträgt 9,0 % (VJ 13,2 %).

Vermögens- und Finanzlage

Das Working Capital beträgt TEUR -5.219 (VJ TEUR -21.110).

Die Nettoverschuldung beträgt TEUR 123.987 (VJ TEUR 118.469).

Die Eigenkapitalquote beträgt 50 % (VJ 52 %).

Der Verschuldungsgrad beträgt 99 % (VJ 94 %).

Cash-Flow-Kennzahlen

Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit = TEUR 13.318 (VJ TEUR 22.428) Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit = TEUR -10.053 (VJ TEUR -18.650)

Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit = TEUR -3.890 (VJ -3.479)

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Personalentwicklung / Talentmanagement

Im Jahr 2025 hat sich die gegen Ende 2024 beobachtete Entspannung des Arbeitsmarkts aus Sicht der Arbeitgeber, insbesondere im Bereich der Arbeiter, fortgesetzt. Die Kehrseite der schwächeren Auftragslage bzw. der Verlagerungen in der Industrie führte zu deutlich mehr Bewerbungen. Davon profitieren wir, da wieder mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte verfügbar sind: Die Besetzung offener Positionen erfolgt selektiver, die Einarbeitung zielgerichteter, und Qualität sowie Produktivität in den operativen Bereichen konnten gesteigert werden.

Wir führen einmal im Jahr Umfragen durch, um ein direktes Feedback von der Belegschaft zu erhalten und kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen. Gerade die Arbeiter* innen versuchen wir möglichst niederschwellig zu erreichen. Daher promoten wir mehrmals jährlich den Link/QR-Code, mit dem ein Feedback-Formular ausgefüllt werden kann. Zudem finden kontinuierlich Befragungen zur Arbeitsplatzbelastung in Kleingruppen statt. Die Ergebnisse werden analysiert, mit den Verantwortlichen thematisiert und nach Möglichkeit umgesetzt. Dies ist für uns ein wichtiges Instrument, das zur Mitarbeiterzufriedenheit und zur Effizienzsteigerung beitragen kann. Die hohen Engagement-Werte zeigen, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbunden fühlen und täglich ihr Bestes geben.

Im Zuge des Strategiereviews und der Ausrichtung auf die Strategie 2028 haben wir im Bereich des Personalmanagements – neben den bekannten Themen “Reduktion der ungewollten Fluktuation + der Vermeidung von Krankenständen” - als wichtigen Baustein die Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter* innen mit aufgenommen. Im Jahresdurchschnitt waren 416 (VJ 415) Mitarbeiter bei der Loacker Gruppe beschäftigt.

Umwelt und Nachhaltigkeit

In der Loacker Recycling GmbH hat seit jeher das ökologische Sammeln und Behandeln von Wertstoffen oberste Priorität. In den letzten Jahren gewann zudem die Reduzierung des CO2-Ausstoßes immer mehr an Bedeutung. Im Jahr 2025 wurden vor allem Lagerbereiche optimiert und die Genehmigungen zur Lagerung diverser Abfallfraktionen ausgedehnt. Dies zum einen um dem stetigen Wandel der EU Vorschriften gerecht zu werden, aber auch um hier die Verwertung der Fraktionen zu verbessern. Weiters wurden viele kleinere Investitionen zur Verbesserung bzw. zur Umsetzung des Stands der Technik umgesetzt.

Das Projekt zur Erweiterung der bestehenden Deponie in Lustenau befindet sich in der finalen Phase . Es ist geplant, die Deponie zu erweitern, um künftig auch weiterhin Reststoffe und Baurestmassen ablagern zu können.

Auch das Thema Sicherheit und Brandschutz hat im Betrieb höchste Priorität. So wurden in diversen Bereichen die Brandmeldesysteme erweitert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Das digitale Unterweisungsmanagement wurde weiter ausgebaut.

Den Grundstein für ein nachhaltiges Auftreten hat die Loacker Recycling GmbH bereits 1997 mit der Einführung eines Managementsystems nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) am Stammsitz in Götzis gelegt, welches 1998 zertifiziert wurde. In weiterer Folge wurde die OHSAS 18001 (Managementsystem für Arbeitssicherheit) eingeführt, welche 2020 in die neue ISO 45001 übergeführt wurde.

Ein weiterer Meilenstein, hin zu einer ressourcenschonenden Entwicklung im Konzernverbund, war die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 im Jahr 2015. Laufend werden Projekte zur Erhöhung der Energieeffizienz umgesetzt.

Die Vielzahl an Innovationen und Weiterentwicklungen im Bereich Umwelt, Nachhaltigkeit, Energie und Sicherheit werden somit kontinuierlich weiterverfolgt. Auch die zuletzt durchgeführten Investitionen berücksichtigen die Anliegen der Anwohner, der Umwelt und der Mitarbeiter in erheblichem Maße.

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VI. Wesentliche Risiken und Unsicherheiten

Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Bei der Aufbereitung von Abfällen zu Sekundärrohstoffen bedarf es großer Anlagen. Diese Anlagen verursachen Emissionen wie Abluft, Abwasser und Lärm. Durch die Verwendung modernster Abluftreinigungsanlagen und innovativer Abwasserreinigungseinrichtungen sowie durch hohe Aufwendungen für Lärmschutz können alle gesetzlichen Richtwerte unterschritten werden. Dies führt, zusammen mit einem intensiven Informationsaustausch vor Ort, zu einem guten Verhältnis zwischen Unternehmen und Anwohnern an allen Standorten.

Der Explosions- und Brandgefahr bei Produktionsvorgängen wird durch gut ausgebildetes Personal und laufende Aktualisierungen der Brandschutzpläne samt dazugehörigen Übungen, auch unter Einbeziehung der lokalen Feuerwehr, entgegengewirkt. Die durch den zunehmenden LKW-Verkehr verbundenen Restriktionen werden durch die Nutzung eigener Gleisanlagen und die Verwendung eines hochmodernen Fuhrparks bewältigt.

Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten, Risikomanagementzielen und -methoden

Grundsätzlich ist es das Ziel des Loacker Konzerns, jedes wesentliche Risiko zu quantifizieren und durch geeignete Maßnahmen nach kaufmännischen Grundsätzen zu beschränken. Es besteht in der Gruppe ein Risikofrühwarnsystem, in dem die wesentlichen Risiken laufend bewertet werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch ein striktes Debitorenmanagement (Mahnwesen, Kreditlimit und Kreditinformationen) und eine Warenkreditversicherung begrenzt.

Das Währungsrisiko besteht in Schweizer Franken und US-Dollar und ist durch die Bewertung im Abschluss ausreichend berücksichtigt. Das Währungsrisiko resultiert aus Wareneinkäufen bzw. -lieferungen, die durch Devisentermingeschäfte komplett abgesichert werden. Das indirekte Währungsrisiko aus der Umrechnung der in Schweizer Franken geführten Vermögensgegenstände der Schweizer Konzernunternehmen wird teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Die Finanzierungen erfolgen fristenkonform und es bestehen bei den Bankverbindlichkeiten Vereinbarungen mit Zinsanpassungen an den Euribor. Das Finanzierungsportfolio besteht aus einem ausgewogenen Mix aus fixen und variablen Krediten, wobei vor allem die Finanzierung des langfristigen Anlagevermögens mit Fixzinssätzen erfolgt. Das Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht und wenn notwendig durch Zinsabsicherungsgeschäfte begrenzt.

Neben den vorhandenen liquiden Mitteln kann das Unternehmen auf ausreichend freie Kreditlinien zurückgreifen. Das Liquiditätsrisiko der Loacker Recycling GmbH ist folglich gering.

Das Preisänderungsrisiko der gehandelten NE-Metalle wird durch den Abschluss von Financial Forwards begrenzt. Diese Geschäfte sind nicht auf eine physische Lieferung, sondern auf einen Barausgleich ausgerichtet. Die dafür erforderlichen Linien für das Hedging sind, gemessen am zu sichernden Volumen, ausreichend.

VII. Forschung und Entwicklung

Unser Bestreben ist es alles was wir tun an den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten. Dazu bedienen wir uns modernster Recyclingtechnologien. Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind hierfür in den Bereichen Digitalisierung und technisches Projektmanagement zusammengefasst.

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VIII. Ausblick

Für 2026 wird ein moderates Wachstum von 1,4 % in der EU und 1,2 % im Euro-Währungsgebiet erwartet, gefolgt von weiteren Zuwächsen im Jahr 2027. Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage für das Jahr 2026 ist vor dem Hintergrund geo- und handelspolitischer Unsicherheiten, höherer Zölle und struktureller Faktoren wie einer verringerten Wettbewerbsfähigkeit, demografisch bedingten Fachkräfteengpässen sowie erhöhten Energie- und Bürokratiekosten weiterhin herausfordernd.

Angesichts anhaltender struktureller Probleme, schwacher Nachfrage in Schlüsselindustrien sowie möglicher Auswirkungen durch Handelskonflikte, gehen wir von einer eher gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung aus.

Das Inkrafttreten des europäischen CBAM-Systems (Carbon Border Adjustment Measures) zum 1. Jänner 2026 stellt grundsätzlich eine positive Entwicklung für die europäische Stahlindustrie dar. Dieses System soll eine Gleichstellung auf dem europäischen Markt hinsichtlich CO2-Kosten zwischen importiertem Stahl und in Europa produziertem Stahl bewirken. Infolgedessen hat sich die Stimmung zu Ende der Berichtsperiode verbessert, obwohl die reale Nachfrage aufgrund der weiterhin schwachen Gesamtwirtschaft in Europa kaum verändert niedrig blieb. Wir gehen davon aus, dass der Schrottmarkt im Jahr 2026 von einer stabilen, aber weiterhin eher moderaten Nachfrage angetrieben wird.

Im Metallbereich werden die Entwicklungen im Wesentlichen unverändert bleiben. Für 2026 überwiegt bei den NE-Metallpreisen die Erwartung eines moderaten Anstiegs, vor allem bei Aluminium und Kupfer, während nickelund zinkbasierte Preise eher stabil bis leicht rückläufig eingeschätzt werden.

Im Wertstoffbereich ist die Nachfrage bei Papier und Kunststoff weiterhin überschaubar und die Produktionskosten für Fabriken immer noch hoch.

Das Management erwartet für 2026 einen Jahresgewinn, der auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Götzis, 15. April 2026

Christian Loacker

Geschäftsführer

Loacker Recycling GmbH

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