Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T
CANCOM Converged Services GmbH, Wien
zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2025
1.)Allgemeine wirtschaftliche Lage
Weltwirtschaft.
Die Weltkonjunktur war bis zum Herbst 2025 aufwärtsgerichtet. Die globale Industrieproduktion expandierte und der weltweite Warenhandel tendierte trotz der Zollpolitik der USA nach oben. Letztere scheint bislang vor allem Handelsumlenkungen zu bewirken. So nahmen zwar die Importe der USA aus China im Vorjahresvergleich spürbar ab, insgesamt legten die Exporte Chinas aber kräftig zu. Ein dämpfender Effekt der Zollanhebungen der USA auf die Weltwirtschaft hat sich bislang nicht manifestiert, auch weil sie gegenüber allen relevanten Handelspartnern geringer ausgefallen sind als ursprünglich angedroht. Die Auswirkungen der Zölle werden jedoch in den kommenden Monaten spürbar werden. Das WIFO geht in seiner Prognose davon aus, dass die derzeit geltenden Zollsätze bestehen bleiben.
In den USA wird die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung derzeit durch eine eingeschränkte Datenlage erschwert. Aufgrund des "Shutdown" der Bundesverwaltung infolge der Uneinigkeit der politischen Parteien in Bezug auf den Bundeshaushalt wurde die Erstellung amtlicher Statistiken größtenteils ausgesetzt. Die erste BIP- Schätzung für das IIl. Quartal ist für den 23. Dezember angekündigt. Die bislang vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass die Konsumausgaben der privaten Haushalte im III. Quartal weiter zugelegt haben und die Wirtschaftsleistung der USA merklich expandiert hat. Die Investitionen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz stiegen im Jahresverlauf 2025 ebenfalls stark. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich allerdings etwas eingetrübt. Die Verbraucherpreisinflation stieg seit dem Frühjahr 2025 um etwa ½ Prozentpunkt auf 3% im September. Dieser - angesichts der hohen Zollsteigerungen – schwache Anstieg dürfte zum Teil daran liegen, dass ausländische Unternehmen ihre Exportpreise zunächst gesenkt hatten, um ihren Absatz aufrechtzuerhalten. Auch die Gewinnmargen von Importeuren dürften einen Teil des Preisdrucks der Zollanhebungen abgefangen haben. Zumal die Inflation daher geringer ausfiel als befürchtet, reagierte die Zentralbank der USA im September auf die gestiegene Arbeitslosigkeit und senkte erstmals im Jahr 2025 ihren Leitzinssatz. Im Oktober und Dezember erfolgten weitere Senkungen.
Ein Teil der höheren Zölle dürfte im Prognosezeitraum nach und nach auf die Verbraucherpreise überwälzt werden, wodurch sich die Preiseffekte entlang der Wertschöpfungsketten fortpflanzen. Das Aussetzen von Zollerhöhungen auf zahlreiche Lebensmittel wird jedoch dazu beitragen, dass sich die Inflation nicht weiter beschleunigt. Der Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz wird wohl noch länger anhalten. Auch die Geldund Finanzpolitik werden die Konjunktur der USA im Prognosezeitraum stützen. Die Zentralbank dürfte ihren Zinssenkungskurs 2026 fortsetzen. Der im Juli vom Kongress verabschiedete "One Big Beautiful Bill Act" enthält neben Steuersenkungen, die über-
wiegend Unternehmen und vermögenden Haushalten zugutekommen werden, eine Erhöhung der Ausgaben für Militär und Grenzüberwachung. Dem stehen allerdings Kürzungen, u. a. im Gesundheitsbereich, gegenüber. Der "Shutdown" der Bundesverwaltung dämpfte im IV. Quartal 2025 die Konjunktur, wird sie aufgrund der Wiedereinstellung von Bediensteten und der nachträglichen Auszahlung von Löhnen aber nicht nachhaltig schwächen. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung der USA 2025 um 2% zugenommen haben. 2026 und 2027 wird sie weiter um 2,2% bzw. 2,4% expandieren.
Auch in China wuchs die Wirtschaft im Jahresverlauf 2025 kräftig. Neben der robusten Exportdynamik dürfte dies auch auf einen hohen Lageraufbau zurückzuführen sein. Die Binnennachfrage blieb hingegen schwach. Die privaten Haushalte sparten vermehrt, da ihre Vermögensbestände, die sie vor allem für die Altersvorsorge benötigen, angesichts des anhaltenden Immobilienpreisrückgangs schmelzen. Der Mangel an Binnennachfrage drückt die Preise im Inland und in der Folge die Exportpreise, was die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland und die Ausfuhren begünstigt. Ein immer größerer Teil der chinesischen Fertigung erfolgt zur Gänze im eigenen Land, wogegen der Anteil der Importe an der Wertschöpfung zurückgeht. Insgesamt haben Chinas Nettoexporte stark zugenommen. Die chinesische Industrie trägt bereits seit einigen Jahren den überwiegenden Teil zum Wachstum der weltweiten Industrieproduktion bei. Ein Abbau der außen- und binnenwirtschaftlichen Ungleichgewichte zeichnet sich bislang nicht ab. Trotz der Anstrengungen der öffentlichen Hand, Preissenkungen infolge des lebhaften Wettbewerbs in der Industrie zu unterbinden, wird die Immobilienkrise noch länger auf der Volkswirtschaft lasten und den privaten Konsum sowie die Bauinvestitionen dämpfen. Chinas Regierung wird daher weiterhin alles daransetzen, die Ausfuhren auf breiter Front zu stützen und neue Märkte zu erschließen. Chinas Wirtschaftsleistung dürfte 2026 und 2027 um jeweils 4½% expandieren (2025 +4,8%).
Im Euro-Raum ist die Konjunktur moderat aufwärtsgerichtet. Die europäische Exportwirtschaft leidet darunter, dass die chinesische Regierung zunehmend auf die Förderung von Hochtechnologie setzt, und so der Wettbewerb auf dem Weltmarkt zunimmt, während Erzeugnisse aus dem Euro-Raum in China immer weniger Absatz finden. Darüber hinaus werden Europas Exporte zunehmend von den Zollerhöhungen belastet; die Ausfuhren in die USA gingen im III. Quartal erneut zurück. Die Nachfrageflaute aus dem Ausland dämpft die Produktion im Euro-Raum. Der Schwäche im verarbeitenden Gewerbe stand im III. Quartal jedoch eine robuste Dynamik im Dienstleistungsbereich gegenüber, wodurch das Bruttoinlandsprodukt insgesamt etwas höher war als im Vorquartal. Im Vorjahresvergleich schlägt sich insbesondere der Anstieg des irischen BIP um mehr als 12% nieder; ohne Irland betrug der Zuwachs immerhin noch 1%. Der Arbeitsmarkt erweist sich im Euro-Raum weiterhin als robust. Die Inflation verlangsamte sich im Jahresverlauf 2025 deutlich und liegt seit dem Frühjahr nahe bei 2%. Die EZB senkte ihren Leitzinssatz (Einlagensatz) daher in mehreren Schritten auf 2%. Die Fiskalpolitik im Euro-Raum ist insgesamt in etwa neutral.
Ausblick: Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum wird sich im Prognosezeitraum voraussichtlich nicht weiter beschleunigen. Zwar stützen steigende Realeinkommen den privaten Konsum, und die günstigeren Finanzierungsbedingungen sowie eine sinkende Unsicherheit sollten allmählich die Investitionen beleben. Zudem hat sich der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft zuletzt verbessert und liegt deutlich über der Wachstumsschwelle. Allerdings trüben die Zollpolitik der USA, der verstärkte Wettbewerb mit China und der starke Euro die Aussichten für die Exportwirtschaft. Von der Wirtschaftspolitik sind zudem keine konjunkturstimulierenden Maßnahmen zu erwarten. Im Bereich der Fiskalpolitik stehen in den meisten Ländern Konsolidierungsbemühungen im Vordergrund. Die EZB dürfte die Zinssätze auf absehbare Zeit nicht weiter senken, zumal die Preisstabilität erst kürzlich wieder erreicht wurde und geringfügige Zinssenkungen bei einem ohnehin schon niedrigen Leitzinssatz kaum realwirtschaftliche Effekte haben. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung des Euro-Raumes daher um 1% (2026) bzw. 1,4% (2027) expandieren (2025 +1,4%).
(Quelle: WIFO Konjunkturprognose 4/2025 vom 18.12.2025)
Österreich.
In Osterreich kam die Konjunktur 2025 lange Zeit nicht in Schwung, das BIP war im 1. Halbjahr weitgehend unverändert. Für das III. Quartal wies Statistik Austria zwar einen deutlichen Zuwachs aus, dieser war aber vor allem einem Lageraufbau zuzuschreiben. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte entfalteten neuerlich keine Aufwärtsdynamik und die Bruttoanlageinvestitionen stagnierten. Die Exporte gingen laut Schätzung von Statistik Austria im III. Quartal wieder zurück, nachdem sie im 1. Halbjahr gestiegen waren. Dieses Muster dürfte auf Vorzieheffekte im weltweiten Warenhandel infolge der US- Zollpolitik zurückzuführen sein, die in weiterer Folge wegfielen und so den Konjunkturverlauf verformten. Darauf deutet auch hin, dass die Wertschöpfung in Bereich Herstellung von Waren (ÖNACE 2008, Abschnitt C) zu Jahresbeginn 2025 gestiegen war. In der Bauwirtschaft war hingegen, zumindest gemessen an der Wertschöpfung, bis zum Herbst ein Abwärtstrend zu beobachten. Spiegelbildlich zum privaten Konsum schrumpfte die Wertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie (ONACE 2008, Abschnitte G bis I) auch noch im III. Quartal. Alles in allem war die österreichische Wirtschaftsleistung im Durchschnitt der ersten drei Quartale des Jahres 2025 aber um etwa ½% höher als im Vorjahr.
Im IV. Quartal dürfte das BIP neuerlich zulegt haben. Darauf deutet insbesondere der WIFO-Konjunkturtest hin, der eine kontinuierliche Aufhellung der Unternehmensstimmung im Jahresverlauf 2025 zeigt. Neben der Beurteilung der aktuellen Lage verbesserten sich auch die Erwartungen. In der Sachgütererzeugung zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend, insbesondere in den Bereichen Vorprodukte und dauerhafte Konsumgüter. Er spiegelt sich auch in der Kapazitätsauslastung und der Auftragslage. In der Bauwirtschaft hellte sich die Stimmung ebenfalls auf. Die WIFO-Konjunkturampel für die Gesamtwirtschaft sprang im Oktober wieder auf Grün, was eine Aufwärtsbewegung der Konjunktur anzeigt. Im Einzelhandel und im Dienstleistungsbereich bewegen sich die Indikatoren hingegen tendenziell seitwärts. Auch der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Indikator für das Verbrauchervertrauen ist seit Jahresbeginn 2025 in der Tendenz unverändert. Der private Konsum dürfte demnach auch in der zweiten Jahreshälfte verhalten geb lieben sein.
Schätzungen mit dem WIFO-SDFM (Small dynamic factor model) deuten auf einen weitgehend flachen Konjunkturverlauf bis ins III. Quartal 2025. Für das IV. Quartal weist das Modell hingegen eine Zunahme des BIP gegenüber dem Vorquartal von etwa 4% aus. Das WIFO rechnet in der vorliegenden Prognose damit, dass sich bei der nächsten Veröffentlichung der VGR durch Statistik Austria ein Teil des bisher dem III. Quartal zugerechneten BIP-Wachstums ins IV. Quartal verschieben wird. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Zuwachs von ½% prognostiziert.
Die heimischen Warenausfuhren dürften im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge zurückgegangen sein (real, laut VGR). Infolge der Zollpolitik der USA hat die österreichische Exportwirtschaft eine der wichtigsten Wachstumsstützen der letzten Jahre verloren. Zudem setzt der zunehmende Wettbewerb mit China auf den Weltmärkten auch heimischen Unternehmen zu – oft indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und insbesondere deutscher Hersteller. Diese Trends werden im Prognosezeitraum anhalten und dämpfen die Aussichten für die österreichische Exportwirtschaft. Der Konjunkturtiefpunkt dürfte in diesem Bereich aber durchschritten sein und die Ausfuhren am Jahresende 2025 wieder zugelegt haben. Mit der langsamen Erholung der europäischen Industrie und insbesondere der Investitionsgüternachfrage dürften die Marktanteilsverluste im Jahr 2026 aufgrund des hohen Investitionsgüteranteils innerhalb der österreichischen Exporte geringer ausfallen als im Vorjahr. Zudem wird der Kostendruck, der wegen der Aufwertung des
Euro und den Lohnsteigerungen in den Vorjahren hoch war, 2026 nachlassen. Die Warenausfuhr wird dennoch nur um 0,7% steigen und erst 2027 wieder stärker zulegen. Anhaltende strukturelle Verschiebungen im globalen Warenhandel durch die Zölle der USA und die veränderte Rolle der chinesischen Wirtschaft in der Welt führen allerdings dazu, dass diese Erholung anfällig gegenüber neuerlichen Dämpfern ist.
Anders als die Exporte dürfte die Wertschöpfung in der österreichischen Herstellung von Waren im Jahr 2025 leicht zugelegt haben. Vor allem in den Bereichen Konsumgüter und Vorprodukte stieg die Produktion, wogegen die Investitionsgüterindustrie mit einer anhaltend schwachen Nachfrage kämpfte. Zwar war die Stimmung vieler Unternehmen bis Jahresende gedämpft, hatte sich im Jahresverlauf aber deutlich gebessert. Auch die Auftragslage wurde zuletzt wieder erheblich besser eingeschätzt. Begünstigt durch die Exportkonjunktur dürfte die Herstellung von Waren ihre Wertschöpfung 2026 und 2027 wieder kräftiger um gut 1½% bzw. 1,8% steigern. Allerdings werden die oben beschriebenen strukturellen Verschiebungen die Expansion weiter bremsen. Auch die Industrieproduktion bleibt daher anfällig für neuerliche Rückschläge.
Laut den jüngst von Statistik Austria veröffentlichten, bis zum III. Quartal reichenden VGR- Daten waren die Ausrüstungsinvestitionen 2025 weit höher als im Vorjahr. Dies zieht eine deutliche Aufwärtsrevision der Investitionsprognose für das Jahr 2025 nach sich. Der WIFO-Investitionstest vom Oktober ließe allerdings einen Rückgang der Investitionen in den Jahren 2025 und 2026 erwarten. Auch die Befragung im Rahmen des von der Wirtschaftskammer Osterreich veröffentlichten Wirtschaftsbarometers deutet auf eine rückläufige Investitionstätigkeit. Angesichts gedämpfter Export- und Produktionserwartungen ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen üblicherweise gebremst, auch weil die Gewinnsituation derzeit ungünstig ist. Vor diesem Hintergrund rechnet das WIFO im Prognosezeitraum mit einer mäßigen Investitionskonjunktur.
Die Baukonjunktur dürfte sich im Laufe des Jahres 2025 stabilisiert haben. Während der Wohnbau unterdurchschnittlich blieb, wirkte der Nicht-Wohnbau (Tiefbau, Geschäfts- und Industriebau) stützend. Die Stabilisierung ist auch an der Beschäftigungsentwicklung ablesbar. Positive Signale kommen zudem vom WIFO-Konjunkturtest, der auf eine zaghafte, aber kontinuierliche Aufwärtsbewegung zu Jahresende hindeutet. Im Jahresdurchschnitt 2025 dürften die Bauinvestitionen allerdings neuerlich geschrumpft sein. Auch im Jahr 2026 ist keine starke Dynamik zu erwarten, u. a. deshalb, weil die öffentlichen Haushalte unter Konsolidierungsdruck stehen und daher mit Einsparungen und Verschiebungen von Bauprojekten zu rechnen ist.
Die Beschäftigung stagnierte im Jahr 2025 weitgehend. Während sie in der Industrie und im Handel bis zum Herbst schrumpfte, stieg sie in der öffentlichen Verwaltung i. w. S. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen wird der Personalstand am Jahresende 2025 deutlich höher sein als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote (nationale Definition) ist seit Jahresbeginn 2025 gestiegen und dürfte durchschnittlich 7½% betragen haben. Im Prognosezeitraum wird die Beschäftigung wieder etwas steigen und die Arbeitslosig keit sinken. Zum Abbau der Arbeitslosigkeit trägt auch die demografische Entwicklung bei. Laut der aktuellen Prognose von Statistik Austria schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ab dem Jahr 2025 stetig. Kompensiert wird dies allerdings durch den weiteren Anstieg der Erwerbsbeteiligung, insbesondere wegen der schrittweisen Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026.
Die Verbraucherpreise von Strom und Gas stiegen zu Jahresbeginn 2025 sprunghaft, u. a. weil die 2022 eingeführte Strompreisbremse auslief, Netzentgelte angehoben wurden, und die CO2-Abgabe stieg. Dieser Anstieg erhöhte die Inflation während des gesamten Jahres. Darüber hinaus zogen auch die Nahrungsmittelpreise im Frühjahr 2025 an und
der Anstieg der Wohnungsmieten beschleunigte sich. Im Sommer kletterte die Inflationsrate auf über 4% und dürfte bis zum Jahresende auf diesem Niveau geblieben sein. Im Durchschnitt des Jahres 2025 betrug der Verbraucherpreisauftrieb somit 3½%.
Zu Jahresbeginn 2026 entfällt der Basiseffekt des Energiepreisanstiegs vom Jänner 2025, was für sich genommen den Preisauftrieb um bis zu 1 Prozentpunkt reduzieren wird. Die insgesamt höhere Preisdynamik in der zweiten Jahreshälfte 2025 wird sich aber auch ins Folgejahr fortsetzen, sodass die Inflation nur langsam abklingen und im Jahresdurchschnitt 2026 bei 2,6% liegen dürfte. 2027 sinkt sie weiter bis auf 2,4%.
Der Anstieg der Inflation dämpfte die Entwicklung der Haushaltseinkommen. Preisbereinigt dürften die verfügbaren Einkommen im Jahr 2025 um fast 1% gesunken sein. Nach einem kräftigen Anstieg im Vorjahr stagnierten die Nettoreallöhne in etwa. 2026 bleiben die Lohnzuwächse unter der Inflationsrate. Somit werden die Reallöhne und -gehälter zurückgehen. Da die Beschäftigung wieder etwas stärker steigt als im Vorjahr, dürften die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2026 stagnieren und erst 2027 wieder steigen.
Die schwache Einkommensentwicklung dämpft die privaten Konsumausgaben. Im Jahresdurchschnitt 2025 dürften sie gegenüber dem Vorjahr nur um etwa 4% zugenommen haben. Die Ausgaben für dauerhafte Konsumgüter stiegen – nach Rückgängen in den drei Jahren davor – kräftig, jene für nichtdauerhafte Güter und Dienstleistungen hingegen kaum. Finanziert wurde der Anstieg des Konsums bei gleichzeitig sinkenden Einkommen aus einem deutlichen Rückgang der Sparquote.
Im Prognosezeitraum wird der private Konsum wegen der verhaltenen Einkommensentwicklung kaum Dynamik entfalten und 2026 ähnlich schwach zulegen wie im Vorjahr. Die Sparquote dürfte 2026 neuerlich merklich sinken. 2027 wird der Konsum um rund 1% steigen.
Die öffentlichen Haushalte stehen im Prognosezeitraum unter erheblichem Konsolidierungsdruck. Im Jahr 2025 dürfte die Staatsausgabenquote leicht gestiegen sein. Zuzuschreiben ist dieser Anstieg nicht zuletzt dem weiterhin kräftigen Wachstum der Ausgaben der subnationalen Gebietskörperschaften. Neben den Verpflichtungen der Länder und Gemeinden im Rahmen des Zukunftsfonds treiben die demografischen Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Elementarbildung die Ausgabendynamik. Dies spiegelt sich auch in der Beschäftigung im öffentlichen Bereich sowie im öffentlichen Konsum. Letzterer trug 2025 mit einem nominellen Zuwachs von knapp 6% wesentlich zum gesamtstaatlichen Ausgabenwachstum bei. Mit dem Inkrafttreten des neuen innerösterreichischen Stabilitätspaktes ist jedoch ab 2026 mit verstärkten Konsolidierungsanstrengungen auf subnationaler Ebene zu rechnen, da ansonsten die Budgetziele nicht erreicht werden können. Dies und die zunehmende Wirksamkeit der Sparmaßnahmen auf Bundesebene dürften die Ausgabenquote bis 2027 dämpfen.
Auch die öffentlichen Einnahmen sind in den Jahren 2025 und 2026 von den Konsolidierungsmaßnahmen geprägt. So stützen die temporäre Erhöhung der Stabilitätsabgabe die Produktions- und Importabgaben, und Sonderdividenden die Vermögenseinkommen. Gleichzeitig schlägt sich die schwache Konjunktur in Form von niedrigeren Einnahmen aus der Körperschaftsteuer nieder. Die verhaltene Entwicklung des privaten Konsums dämpft das Mehrwertsteueraufkommen. Die Aussetzung der Abgeltung des letzten Drittels der kalten Progression sowie der starke Anstieg der Höchstbemessungsgrundlage sorgen hingegen für ein robustes Wachstum von lohnbezogenen Abgaben. Alles in allem steigt die gesamtstaatliche Einnahmenquote 2025 und sinkt bis 2027 wieder geringfügig. Der Finanzierungssaldo verbessert sich bis 2027 auf -4% des BIP. Die Staatsverschuldung dürfte damit von knapp 80% der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 auf knapp 85% im Jahr 2027 zunehmen.
(Quelle: WIFO Konjunkturprognose 4/2025 vom 18.12.2025)
2.)Wirtschaftliche Lage der IKT Industrie
Während viele Branchen mit schwacher Nachfrage ringen, zeigt sich die Digitalwirtschaft robust. Der Markt für IT und Telekommunikation (ITK) wächst 2026 voraussichtlich um 4,4 Prozent auf 245,1 Milliarden Euro – getragen vor allem von Software und digitalen Infrastrukturen. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 3,9 Prozent auf rund 235 Milliarden Euro zugelegt. Gleichzeitig legt auch die Beschäftigung in der Branche auf bereits hohem Niveau leicht zu: Die Zahl der Erwerbstätigen im ITK-Sektor soll im Jahr 2026 um rund 11.000 auf 1,36 Millionen steigen. Ende 2025 lag die Zahl der Stellen bei 1,349 Millionen. Die Digitalbranche baut damit ihre Rolle als größter industrieller Arbeitgeber vor dem Maschinenbau, der Elektro- und der Automobilindustrie weiter aus. „In Zeiten anhaltender Konjunkturschwäche, hoher Kosten und geopolitischer Spannungen zeigt sich die Digitalwirtschaft widerstandsfähig. Das aktuelle Wachstum in Markt und Beschäftigung ließe sich verdoppeln, würden die Rahmenbedingungen stimmen. 2026 muss zum Jahr des Durchbruchs in der Digitalpolitik werden“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wir müssen weg von Überregulierung und Bürokratie, hin zu schnellen Genehmigungen, praxistauglichen Regeln und einer echten digitalen Verwaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen dient, statt ihnen Nerven und Ressourcen zu rauben. Wer Digitalisierung will, muss sie möglich machen – bei Netzen und Rechenzentren ebenso wie bei Plattformen, Künstlicher Intelligenz oder in der Datenwirtschaft."
Das Wachstum der Digitalwirtschaft wird weiterhin von der Informationstechnik getragen – allen voran von Software. Für 2026 rechnet Bitkom in Deutschland mit einem IT-Umsatz von 170 Milliarden Euro, ein Plus von 5,8 Prozent. Besonders dynamisch entwickelt sich erneut das Software-Geschäft, das um 10,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro wächst. Ein wesentlicher Teil entfällt dabei auf Software für den Betrieb öffentlicher Clouds. Allein mit dieser Cloud-Software werden 2026 voraussichtlich 38,3 Milliarden Euro umgesetzt, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 16,4 Prozent. Künstliche Intelligenz gewinnt ebenfalls stark an Dynamik – wenngleich der KI-Markt bislang ein sehr viel kleineres Volumen hat: Die Umsätze mit KI-Plattformen steigen 2026 nach Bitkom-Berechnungen um 61 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, nachdem sie 2025 bereits um 62 Prozent gewachsen waren. Auch IT-Dienstleistungen legen zu (Umsatz: 54,3 Mrd. Euro, +3,5 Prozent); cloudbasierte Services machen hier mit 35,7 Milliarden Euro inzwischen rund zwei Drittel der Umsätze aus. „Cloud und KI verändern die Software- und Service-Märkte grundlegend und werden immer mehr zum Standard für Unternehmen aller Branchen“, sagt Bitkom-Präsident Wintergerst.
Auch der Markt für IT-Hardware entwickelt sich 2026 insgesamt positiv. Bitkom rechnet mit einem Umsatzwachstum von 3,9 Prozent auf 57,4 Milliarden Euro, getragen vor allem durch Investitionen in digitale Infrastrukturen. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt Infrastructure-as-a-Service – also gemietete Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Dieser Bereich soll 2026 um 21,0 Prozent zulegen und damit erneut deutlich stärker wachsen als andere Segmente. Zuwächse verzeichnen zudem Workstations (plus 5,1 Prozent), Mobile PCs (plus 4,5 Prozent) sowie Server (plus 4,3 Prozent). Leicht rückläufig bleiben dagegen weiterhin Consumer Electronics (minus 3,2 Prozent) sowie Tablets (minus 3,5 Prozent). „Der Hardware-Markt profitiert vom Wandel hin zu Cloud- und KI-basierten Architekturen“, erläutert Wintergerst. „Besonders gefragt sind vor allem leistungsfähige Infrastrukturen und weniger einzelne Endgeräte."
Für den Teilmarkt Telekommunikation prognostiziert Bitkom für 2026 ein Umsatzwachstum von 1,2 Prozent auf 75,1 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran haben weiterhin die Telekommunikationsdienste, deren Umsätze um 1,3 Prozent auf 54,1 Milliarden Euro steigen. Das Geschäft mit Endgeräten geht dagegen leicht zurück (minus 1,2 Prozent auf
12,5 Milliarden Euro), da Smartphones zunehmend länger genutzt werden. Deutlich dynamischer entwickeln sich die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur, die um 4,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zulegen. „Die Telekommunikationsnetze sind das Rückgrat der digitalen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung. Nahezu alle Haushalte verfügen heute über 5G, und der Glasfaserausbau kommt mit großen Schritten voran“, so Wintergerst. „Um das aktuelle Ausbautempo halten zu können, brauchen die Netzbetreiber investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und schnellere Genehmigungsverfahren. Hier warten wir insbesondere auf die anstehende Novelle des Telekommunikationsgesetzes und hoffen, dass sie spürbare Erleichterungen bringt."
Auch die Investitionen der ITK-Unternehmen in ihre eigene Ausstattung bleiben 2026 auf einem hohen Niveau. 22 Prozent der Unternehmen planen höhere Investitionen als im Vorjahr, 58 Prozent wollen ihre Ausgaben konstant halten. Damit sichert eine klare Mehrheit ihr Investitionsniveau des Vorjahrs. Die Mittel fließen vor allem in Software sowie in Forschung und Entwicklung, daneben auch in Ausrüstung und Gebäude.
Trotz insgesamt positiver Umsatzentwicklung ist die Geschäftslage der einzelnen Unternehmen sehr uneinheitlich – das macht der Bitkom-ifo-Digitalindex deutlich, der sich aus der aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der Unternehmen berechnet. Zum Jahresende 2025 lag der Index mit minus 4,0 Punkten weiterhin unter der Nullinie. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage noch leicht positiv bewerten (+1,7 Punkte), fallen die Geschäftserwartungen mit minus 9,4 Punkten deutlich verhaltener aus. Viele Unternehmen stehen damit weiter unter erheblichem Druck. Gleichzeitig zeigt sich die Branche widerstandsfähiger als die Gesamtwirtschaft: Der Bitkom-ifo-Digitalindex liegt weiterhin klar über dem ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland, der zuletzt bei minus 8,5 Punkten notierte.
Weltweit wachsen die Umsätze mit IT und Telekommunikation 2026 der Prognose zufolge um 6,4 Prozent auf 5,7 Billionen Euro. Das stärkste Wachstum verzeichnen die USA mit einem Plus von 9,2 Prozent, gefolgt von China (+5,5 Prozent), der EU ohne Deutschland (+5,1 Prozent), Indien (+4,9 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+4,7 Prozent). Deutschland liegt mit einem Wachstum von 4,4 Prozent zwei Punkte unter dem globalen Durchschnitt, während Japan mit 1,1 Prozent abgeschlagen ist. 41 Prozent der weltweiten Ausgaben für ITK entfallen auf die USA, die ihre dominante Stellung damit auch gegenüber China weiter ausbauen. Mit deutlichem Abstand folgen China (11 Prozent) und Japan (4,4 Prozent). Deutschland erreicht einen Weltmarktanteil von 3,9 Prozent, das Vereinigte Königreich kommt auf 3,8 Prozent, Indien auf 2,4 Prozent. Auf die EU ohne Deutschland entfallen 11 Prozent des globalen ITK-Markts. Wintergerst: „Die Dynamik der Weltmärkte macht deutlich, dass Wachstum vor allem dort entsteht, wo Investitionen in digitale Infrastrukturen und neue Technologien erleichtert werden. Für Deutschland und Europa heißt das, die Investitionsbedingungen hier am Standort verbessern.“
Aus Bitkom-Sicht muss 2026 das Jahr des digitalen Durchbruchs werden. Die Digitalisierung biete die Chance, Wachstum zu schaffen, die staatliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen und den Standort Deutschland resilient und krisenfest zu machen. Voraussetzung dafür seien weniger Bürokratie, Smart Regulation statt Überregulierung und eine zügige Umsetzung bereits beschlossener Vorhaben. Dazu zählt für Bitkom insbesondere die Einführung der Eudi-Wallet als digitale Brieftasche in einem Jahr. „Die Eudi-Wallet ist die Grundvoraussetzung für den flächendeckenden Einsatz digitaler Identitäten, sichere digitale Geschäftsprozesse und Verwaltungsleistungen - und ist damit ein Schlüsselprojekt für Europa", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Wichtig sei außerdem, die Veröffentlichung der von der Koalition geplanten Rechenzentrumsstrategie inklusive Energiepreis- Entlastung für die energieintensive Digitalwirtschaft. Ebenso zentral seien der weitere schnelle Ausbau digitaler Infrastrukturen sowie die Entwicklung der Cloud- und KI-
Infrastruktur. „Digitale Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität entscheiden darüber, ob Deutschland auch künftig wirtschaftlich erfolgreich und politisch handlungsfähig ist", so Wintergerst.
(Quelle: Digitalwirtschaft bleibt Stabilitätsanker: 245 Milliarden Euro Umsatz in 2026; Bitkom)
Mit ihrem breiten Produkt- und Lösungsportfolio sowie unterschiedlichen Finanzierungsund ICT-Betriebsmodellen kann die CANCOM Austria Gruppe ideal auf unterschiedliche Anforderungen bei den Kunden eingehen.
3.) Wirtschaftliche Lage der CANCOM Austria Gruppe
AUSGANGSLAGE und NEUIGKEITEN
Die CANCOM Austria Gruppe erzielte mit 1.612 Mitarbeitern:innen (VJ: 1.644) im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 520,8 Mio. EUR (VJ: 497,1 Mio. EUR).
CANCOM Austria Gruppe setzte die im vorigen Wirtschaftsjahr gestartete Strategie in der DACH Region erfolgreich fort, sowohl in Osterreich als auch in Deutschland und der Schweiz konnte der Umsatz gesteigert werden.
Die CANCOM Austria Gruppe erreichte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr das beste Ergebnis seit ihrem Bestehen. Die vom Management eingeschlagene Strategie im Zusammenspiel mit entsprechenden Akquisitionen erweist sich als richtig und wird auch in den folgenden Wirtschaftsjahren weiter verfolgt.
Geschäftsfelder und Strategie
Als führender Digital Business Provider begleitet die CANCOM Austria Gruppe mit seinen 1.612 Mitarbeitern:innen (Vorjahr 1.644) Organisationen und den öffentlichen Sektor in die digitale Zukunft. Das Leistungs- und Lösungsspektrum umfasst sowohl klassische Systemhaus-IT-Lösungen als auch daten-basierte Digital Solutions, Managed Services sowie Cloud Dienste. Mit Leidenschaft und Technologie begleitet das Unternehmen die Digitale Evolution seiner Kund:innen und unterstützt sie dabei, die Komplexität ihrer IT zu reduzieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dafür bietet CANCOM zertifiziertes Knowhow und ein ganzheitliches Portfolio für alle IT- und Business-Anforderungen. Zusätzlich werden eigene Softwarelösungen und Plattformen auch für neue Geschäftsmodelle und Enterprise Applications entwickelt. Als Digital Maker denkt CANCOM dabei immer end-toend.
Das Angebot der CANCOM Gruppe umfasst innovative Lösungen in den Bereichen Artificial Intelligence, Security & Network, Datacenter & Cloud, loT-Solutions sowie Modern Workplace und enthält Dienste für den gesamten IT-Lifecycle – von der Bereitstellung von IT- Infrastrukturen, über die Planung und Integration, bis hin zu Support-, Managed Services und XaaS. Kunden profi-tieren dabei von der umfangreichen Expertise, mit der ihre vielfältigen Anforderungen in konkrete branchenspezifische IT-Lösungen übersetzt werden, um ihren Geschäftserfolg maßgeblich zu fördern.
Unabhängig von Herstellern, aber gemeinsam mit anerkannten Technologiepartnern wie Cisco, HPE, Microsoft und ServiceNOW und vielen anderen agiert CANCOM Austria AG als Berater, Systemlieferant und Dienstleistungsanbieter.
Mit sieben Niederlassungen in Osterreich und Tochtergesellschaften in Tschechien, Rumänien und in der Schweiz ist CANCOM Austria Gruppe regional perfekt aufgestellt und begleitet zahlreiche Kunden auch bei ihren Expansionsschritten.
AUSGANGSLAGE und NEUIGKEITEN
Die CANCOM Converged Services GmbH ist ein Unternehmen der CANCOM Austria Gruppe. 335 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 331) erzielten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einen Umsatz von rund 45,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,9 Mio. EUR).
Als Teil der CANCOM Gruppe umfasst das Portfolio der CANCOM Converged Services GmbH ein breites Spektrum an hochspezialisierten IT und Telekommunikationsleistungen. Dazu zählen unter anderem moderne OSS Solutions, Carrier Grade ISP Services, Data Collection und Big Data Lösungen, Monitoring- und Service-Assurance-Systeme, Converged Security Systems and Services, sowie Privacy- und Compliance Services. Ergänzend bietet das Unternehmen umfassende loT Service Design und Delivery Leistungen, unterstützt Demand Management und IT Solution Architecture Prozesse, entwickelt Mobile Architekturen, realisiert entsprechende Lösungsbetriebe und stellt darüber hinaus Contact Center Solutions für unterschiedlichste Einsatzbereiche bereit. Damit deckt die Gesellschaft in technischer Breite und Tiefe sämtliche für moderne Carrier und Service Provider Infrastrukturen relevanten Kompetenzfelder ab.
GESCHÄFTSFELDER und STRATEGIE
Die CANCOM Converged Services GmbH erbringt als etabliertes und technologiestarkes Unternehmen IT- und Telekommunikations-Dienstleistungen im Carrier- und Service-Provider-Umfeld. Im Mittelpunkt stehen die Planung, Entwicklung, Implementierung und der Betrieb hochverfügbarer und netzkritischer Infrastrukturen, die wesentliche Voraussetzungen für den stabilen Betrieb moderner Kommunikationsnetze darstellen.
Dabei nimmt die CANCOM Converged Services GmbH mehrere Rollen gleichzeitig ein: Sie agiert als strategischer Berater, als Systemlieferant für komplexe Infrastrukturkomponenten sowie als Dienstleistungsanbieter für den Betrieb und die Weiterentwicklung kundenindividueller Lösungen. Das Unternehmen verfügt über langjährige, tief verankerte Expertise im Umgang mit netznahen Technologiesystemen und konnte durch zahlreiche erfolgreich realisierte Transformationsprojekte für konvergente Providernetze seine Position als einer der bevorzugten Partner führender Telekommunikationsanbieter weiter festigen. Für viele nationale wie internationale Carrier gilt die Gesellschaft als primäre Anlaufstelle für anspruchsvolle Projekte in den Bereichen Netzmodernisierung, Servicequalität und Digitalisierung.
Das breit gefächerte Lösungs- und Serviceportfolio erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette netzkritischer IT-, Security- und Netzwerkarchitekturen. Von der ersten Analyse und technischen Konzeption über die Design- und Implementierungsphase bis hin zum stabilen Betrieb im Rahmen von Managed-Service-Modellen wird der gesamte Lebenszyklus abgedeckt. Dadurch erhalten Kunden ein ganzheitliches Leistungspaket aus einer Hand, das sowohl operative Effizienz als auch langfristige Planungssicherheit gewährleistet.
Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Vielzahl erfüllungsrelevanter Dienstleistungen wie Consulting, Projektmanagement, Installation, Training, operative Betriebsleistungen sowie
qualitätsgesicherte Serviceprozesse. Diese Zusatzleistungen ermöglichen eine vollständige Integration der bereitgestellten Technologien in bestehende Kundenumgebungen und sichern den nachhaltigen Betrieb komplexer Infrastrukturen.
Besonders hervorzuheben sind die starke fachliche Expertise der Mitarbeitenden, die konsequente Herstellerunabhängigkeit sowie strategisch ausgerichtete Produkt- und Technologiepartnerschaften. Dadurch bleibt die CANCOM Converged Services GmbH sowohl technologisch flexibel als auch zukunftsorientiert und kann maßgeschneiderte, innovationsgetriebene Lösungen anbieten, die optimal auf die Bedürfnisse moderner Carrier- und Service-Provider zugeschnitten sind.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
(a) Ertragslage
Die Umsatzerlöse betrafen nahezu ausschließlich Erbringung von Dienstleistungen und betrugen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 45.638.828,68 (Vorjahr: TEUR 35.851), davon wurden EUR 42.039.969,61 (Vorjahr: TEUR 30.023) im Inland erzielt. EUR 3.598.859,07 (Vorjahr TEUR 5.828) konnten im Ausland (vornehmlich in den Ländern Niederlande und Schweiz) erzielt werden.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen im Wirtschaftsjahr in Höhe von EUR 3.342.167,95 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.136), einerseits aufgrund des höheren Umsatzes und andererseits aufgrund höherer bezogener Leistungen überproportional gestiegen. Der Personalaufwand beträgt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr TEUR 34.409 und liegt aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl über dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 26.155).
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr TEUR 67 (Vorjahr TEUR 28).
Das operative Betriebsergebnis beträgt rund TEUR 1.651 (Vorjahr: TEUR 3.340). Das Finanzergebnis beträgt TEUR 1 (Aufwand) (Vorjahr: TEUR 6, Ertrag). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf rund TEUR 1.649 (Vorjahr: TEUR 3.346).
(b) Vermögenslage
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen reduzierte sich zum Vorjahr in Summe um TEUR 100 (Vorjahr: Anstieg TEUR 188).
Das Umlaufvermögen reduzierte sich von TEUR 14.052 um TEUR 1.005 auf TEUR 13.047, überwiegend bedingt durch den wesentlichen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Rückstellungen im Personalbereich wurden auf Grund aktueller Gutachten eines Versicherungsmathematikers angepasst.
(c) Finanzlage
Die Eigenkapitalquote beträgt 23,0 % (Vorjahr: 22,8 %). Die finanzielle Situation der Gesellschaft kann als stabil beurteilt werden.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit TEUR 1.523 positiv (Vorjahr: TEUR -287). Der Gesamt-Cashflow lag bei TEUR -100 (Vorjahr: TEUR -3.166). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -118, (Vorjahr: TEUR -379). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit TEUR -1.505 negativ (Vorjahr: TEUR -2.500).
Die Mehrjahresplanung zeigt eine positive Cashflow-Entwicklung, womit bei derzeit vorhandenen Kreditlinien auch die Finanzierung und die Liquidität sichergestellt sind.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
(a) Arbeitnehmerbelange
Die Mitarbeiterzahl der CANCOM Converged Services GmbH erhöhte sich zwischen den beiden letzten Bilanzstichtagen von 331 auf 335.
Ausgewählte Mitarbeiter:innen werden im Rahmen gramms auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet. des Nachwuchsführungskräftepro-
Die Dienstverträge von Führungskräften und Vertriebsmitarbeitern enthalten variable Gehaltsbestandteile.
Weiters bietet die CANCOM Converged Services GmbH ab einer Betriebszugehörigkeit von 3 Jahren eine Pensionskasse an.
(b) Umweltbelange
Die CANCOM Austria Gruppe verfügt über einen definierten Abfallbeseitigungsprozess im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Altlasten sind keine vorhanden.
SOZIALE UND KULTURELLE VERANTWORTUNG
Die CANCOM Austria Gruppe nimmt ihre gesellschaftspolitische Verantwortung aktiv wahr und fördert im DACH-Raum ausgewählte kulturelle und soziale Projekte und Institutionen.
Dabei ist CANCOM Austria AG die Bedeutung der Nachhaltigkeit und Langfristigkeit dieser Unterstützung wohl bewusst. Seit über 15 Jahren veranstaltet CANCOM Austria AG jährliche Kabarettveranstaltungen in allen Bundesländern und fördert so auch regional die Österreichische Kleinkunst.
Die jährliche Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen“ zeigt, dass es CANCOM wichtig ist, Beruf, Familie und Privatleben gut miteinander zu verbinden. In dem es unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle ohne starre Kernzeiten mit Homeoffice, individuellen Teilzeitmodellen und Sabbaticals anbietet.
Sehr ausgeprägt ist auch das gemeinsame soziale Verantwortungsbewusstsein der CANCOM Austria AG, das sich in der Unterstützung zahlreicher Einrichtungen und Projekte widerspiegelt. Regelmäßig gibt es Sach-, Geld-Spenden und Team-Aktivitäten der Mitarbeiter:innen zu Gunsten diverser Einrichtungen.
Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Mitarbeiter:innen werden vom Unternehmen unterstützt.
RISIKOBERICHTERSTATTUNG
Die Risikoberichterstattung erfolgt analog zur CANCOM Austria AG und kann auch für die CANCOM Converged Services GmbH übernommen werden.
Das Risiko- & Chancenmanagement Prozess ist im Dokument PD-1-600 definiert und unterliegt einer laufenden Überprüfung und Optimierung. Als Führungsinstrument dient der Prozess als Frühwarnsystem, das die Chancen für die rechtzeitige Erkennung und Abwendung von Fehlentwicklungen erhöht.
Die CANCOM Austria AG ist nach der ISO 9001:2015 und ISO 27001:2013 zertifiziert.
Durch Einsatz eines Risikomanagementsystems wurde nach der Corporate Risk and IT- Security Application Method (CRISAM) eine Verbesserung des Managementsystems für Informationssicherheit erreicht.
CANCOM Austria AG setzt dabei nicht nur auf eine noch höhere IT-Sicherheit, sondern betrachtet diesen wichtigen Bereich ganzheitlich: So wurde bei CANCOM Austria AG auch die Gebäude- und Infrastruktursicherheit erhöht, sowie die Mitarbeiter-Awareness für Sicherheitsbelange gesteigert.
Bei der Projektabwicklung sind folgende Standards zur Risikominimierung anzuwenden:
Bereits in der Angebotsphase findet im Rahmen der Opportunity-Qualifikation eine umfassende Risikobewertung nach definierten Standards statt. Die Projektabwicklung erfolgt durch Projektmanager, welche nach IPMA-Standards zertifiziert sind.
Im Zuge des Auftragsgewinnungsprozesses ist es verpflichtend, die Bonität eines Kunden zu überprüfen. Bei Kunden mit Bonitätsrisiko werden zusätzliche Sicherheiten verlangt.
Das Forderungsausfallrisiko wird durch eine Kreditversicherung bei einem internationalen Anbieter minimiert.
Forschung & Entwicklung
CANCOM Converged Services GmbH betreibt keine Forschung & Entwicklung, dieses erfolgt auf der Ebene der Muttergesellschaft.
Zweigniederlassungen
CANCOM Converged Services GmbH hat keine Zweigniederlassungen.
AUSBLICK
Im April 2024 wurde der Bereich Managed Services mit rund 250 Mitarbeitern von der CANCOM Austria AG in die CANCOM Converged Services GmbH überführt. Ziel dieser Maßnahme war es, die Managed Services an einem Standort zu bündeln und dadurch Synergieeffekte zu realisieren. Die Kundenverträge verblieben weiterhin in der CANCOM Austria AG.
Parallel dazu verlagert Liberty Global – wie geplant und bereits kommuniziert – weitere Services von der CANCOM Converged Services GmbH nach Indien. Das dadurch rückläufige Geschäft soll durch Neukundengewinne im Bereich Managed Services sowohl in der CANCOM Austria AG als auch in der CANCOM Converged Services GmbH kompensiert werden.
Intern liegt der Fokus weiterhin stark auf der Steigerung der Servicequalität, Effizienz und Auslastung. Hierzu wurden unter anderem Maßnahmen im Bereich des Managed Services Operations Center umgesetzt und weiterentwickelt.
Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Vertrieb der CANCOM Austria AG sowie mit CANCOM Deutschland, um das Managed Services Geschäft gezielt auszubauen und langfristig zu stärken.
Wien, den 21. Mai 2026
Die Geschäftsführung:
Martin Ellesch Mag. Christof Leithner Signiert von: Martin Ellesch Signiert von: Christof Josef Leithner Datum: 21.05.2026 16:41:29 Datum; 21,05.2026 17:19:46
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