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Lagebericht 2025

Althea gemeinnützige Pflegebetriebs GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

der Althea gemeinnützige Pflegebetriebs GmbH zum 31.12.2025

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens 1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Althea gemeinnützige Pflegebetriebs GmbH ist im Bereich des Betriebs von Pflegeeinrichtungen tätig.

Das Geschäftsjahr 2025 war wesentlich durch organisatorische und strukturelle Veränderungen geprägt. Im Zuge von Umgründungs- und Verschmelzungsvorgängen wurden mehrere operative Gesellschaften in die Althea gemeinnützige Pflegebetriebs GmbH integriert. Dadurch werden die Tätigkeiten der einzelnen Standorte nunmehr erstmals innerhalb einer Gesellschaft dargestellt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt gegeben.

Das wirtschaftliche Umfeld im Pflegebereich blieb weiterhin durch steigende Personalund Sachkosten, zunehmende regulatorische Anforderungen sowie den anhaltenden Fachkräftemangel geprägt. Gleichzeitig war das Geschäftsjahr durch einen erhöhten organisatorischen Aufwand im Zusammenhang mit der Zusammenführung der Gesellschaften bzw. Standorte und der Vereinheitlichung interner Prozesse gekennzeichnet.

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des operativen Tätigkeitsbereiches wurden bereits im Geschäftsjahr 2025 Vorbereitungs- und Anlaufmaßnahmen für den im März 2026 eröffneten Standort St. Marein im Mürztal umgesetzt.

1.2 Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten sich im Geschäftsjahr 2025 infolge der durchgeführten Verschmelzungen sowie der erstmaligen gemeinsamen Darstellung sämtlicher operativer Standorte deutlich auf EUR 54,73 Mio. nach EUR 16,36 Mio. im Vorjahr.

Das Geschäftsjahr 2025 war wesentlich durch organisatorische und strukturelle Integrationsmaßnahmen geprägt. Neben der Zusammenführung mehrerer operativer Einheiten wurden bestehende Prozesse vereinheitlicht sowie zentrale Verwaltungs- und Steuerungsstrukturen weiter ausgebaut. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist aufgrund der im Geschäftsjahr vorgenommenen Umgründungsvorgänge daher nur eingeschränkt gegeben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf EUR 1,41 Mio. nach EUR 0,35 Mio. im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

infolge der ausgeweiteten Betrachtung der operativen Tätigkeit auf EUR 8,32 Mio. nach EUR 2,09 Mio. im Vorjahr.

Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund der erstmals gesamthaften Abbildung sämtlicher Standorte auf EUR 29,20 Mio. nach EUR 10,77 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg betrifft sowohl laufende Gehaltsaufwendungen als auch lohnabhängige Abgaben und Personalrückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere infolge integrationsbedingter Aufwendungen, struktureller Anpassungen sowie des erweiterten operativen Geschäftsumfanges auf EUR 19,94 Mio. nach EUR 4,68 Mio. im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2025 EUR -1.762.436,06 nach EUR - 1.062.113,46 im Vorjahr.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf EUR -238.483,29 nach EUR -141.218,51 im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR -2.000.919,35 nach EUR -1.203.331,97 im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von EUR -1.533.217,58 nach EUR -1.204.331,97 im Vorjahr. Unter Einbeziehung des bilanziellen Verschmelzungsergebnisses ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR - 8.487.690,40 nach EUR -4.454.134,07 im Vorjahr.

Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2025 wurde wesentlich durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit den vorgenommenen Umgründungen, integrationsbedingten Aufwendungen, organisatorischen Anpassungen sowie bilanziellen Bewertungsmaßnahmen beeinflusst. Darüber hinaus wirkten sich Anlaufkosten neuer Standorte sowie erhöhte organisatorische Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung interner Prozesse auf das Jahresergebnis aus.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Finanzielle Leistungsindikatoren20252024
UmsatzerlöseEUR 54,73 Mio.EUR 16,36 Mio.
EBITEUR -1,76 Mio.EUR -1,06 Mio.
Umsatzrentabilität-3,66 %-7,35 %
Gesamtkapitalrentabilität-28,85 %-43,34 %

Die Umsatzrentabilität, berechnet aus dem Verhältnis von Betriebsergebnis zu Umsatzerlösen, verbesserte sich trotz weiterhin negativer Ergebnislage gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtkapitalrentabilität entwickelte sich ebenfalls verbessert, bleibt jedoch weiterhin negativ.

Die Eigenkapitalrentabilität ist aufgrund des in beiden Geschäftsjahren ausgewiesenen negativen Eigenkapitals betriebswirtschaftlich nur eingeschränkt aussagekräftig und daher für Analysezwecke nur bedingt geeignet.

1.3 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2025 insbesondere durch die Durchführung der Verschmelzungen, den laufenden operativen Betrieb der Pflegeeinrichtungen, integrationsbedingte Maßnahmen sowie Investitionen in bestehende und neue Standorte geprägt.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Liquiditätsentwicklung wurde laufend überwacht und durch entsprechende Planungsund Steuerungsmaßnahmen sichergestellt. Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität bestehen darüber hinaus abgestimmte Finanzierungsmaßnahmen mit Finanzierungspartnern.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf EUR 307.966,55 nach EUR 116.368,55 im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.521.287,25 nach EUR 1.453.689,69 im Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung (zinstragende Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.213.320,70 nach EUR 1.337.321,14 im Vorjahr.

Das Nettoumlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag EUR -1.196.344,94 nach EUR - 4.293.386,88 im Vorjahr. Die Veränderung resultiert insbesondere aus der erstmaligen Einbeziehung zusätzlicher operativer Standorte, dem damit verbundenen Anstieg kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten sowie stichtagsbezogenen Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb.

Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft ist wesentlich durch kurzfristige operative Verbindlichkeiten geprägt. Gleichzeitig bestehen laufende Liquiditätsplanungen sowie regelmäßige Analysen der Zahlungsströme zur frühzeitigen Erkennung allfälliger Finanzierungsrisiken.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Vermögens- und Kapitalstruktur20252024
Eigenkapitalquote-20,63 %-145,11 %
NettoverschuldungEUR 1,21 Mio.EUR 1,34 Mio.
NettoumlaufvermögenEUR -3,81 Mio.EUR -5,16 Mio.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, bleibt jedoch weiterhin negativ. Ursache hierfür sind insbesondere die in Vorjahren entstandenen Verluste sowie die im Geschäftsjahr angefallenen integrations- und strukturbedingten Aufwendungen.

Der Nettoverschuldungsgrad ist aufgrund des negativen Eigenkapitals in beiden Geschäftsjahren betriebswirtschaftlich nur eingeschränkt aussagekräftig.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Vereinfachte Kapitalflussrechnung20252024
CF aus betrieblicher TätigkeitEUR -268TEUR 493T
CF aus InvestitionstätigkeitEUR -194TEUR -107T
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
CF aus FinanzierungstätigkeitEUR -238TEUR -141T
Veränderung des FinanzmittelbestandesEUR 191TEUR 13T
Finanzmittelbestand zum 31.12.EUR 307TEUR 116T

Die Entwicklung der Zahlungsströme im Geschäftsjahr 2025 war wesentlich durch die im Geschäftsjahr durchgeführten Umgründungs- und Integrationsmaßnahmen beeinflusst. Der operative Cashflow wurde insbesondere durch Veränderungen im Working Capital sowie durch die erstmalige gemeinsame Abbildung sämtlicher Standorte beeinflusst.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Investitionen in Betriebsund Geschäftsausstattung sowie Investitionen in bestehende Standorte.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war insbesondere durch strukturbedingte Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit den Umgründungsvorgängen geprägt.

1.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich infolge der im Geschäftsjahr durchgeführten Verschmelzungen von EUR 3,04 Mio. auf EUR 12,48 Mio.

Das Anlagevermögen erhöhte sich insbesondere durch die Übernahme von Betriebs- und Geschäftsausstattung, Investitionen in fremde Gebäude sowie die erstmalige Einbeziehung zusätzlicher Standorte auf EUR 1,28 Mio. nach EUR 0,72 Mio. im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich infolge der erweiterten operativen Tätigkeit auf EUR 6,17 Mio. nach EUR 1,72 Mio. im Vorjahr. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände auf EUR 4,56 Mio. nach EUR 0,42 Mio. im Vorjahr. Die Entwicklung ist insbesondere auf die erstmalige gemeinsame Darstellung sämtlicher operativer Einheiten zurückzuführen.

Die Rückstellungen erhöhten sich auf EUR 2,61 Mio. nach EUR 0,87 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen Personalrückstellungen für nicht konsumierte Urlaube, Gutstunden und Prämienansprüche sowie Rückstellungen Beratungsaufwendungen. für Rechts- und

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich infolge der erweiterten operativen Tätigkeit sowie der übernommenen Verpflichtungen aus den Verschmelzungen auf EUR 12,36 Mio. nach EUR 6,59 Mio. im Vorjahr.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von EUR - 2.575.649,57 nach EUR -4.414.134,07 im Vorjahr aus.

Trotz des bilanziell negativen Eigenkapitals liegt nach Einschätzung der Geschäftsführung keine insolvenzrechtliche Überschuldung vor. Grundlage hierfür sind insbesondere die positive Fortbestehensprognose, die laufende operative Entwicklung der Gesellschaft, bestehende Finanzierungsvereinbarungen sowie die langfristige wirtschaftliche Perspektive der betriebenen Standorte.

Die Gesellschaft verfügt über eine tragfähige Finanz- und Vermögensstruktur. Die im Geschäftsjahr umgesetzten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen bilden aus

Sicht der Geschäftsführung die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung der Gesellschaft in den Folgejahren.

1.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag wurde im März 2026 planmäßig der Standort St. Marein im Mürztal eröffnet.

Mit der Inbetriebnahme des Standortes wurde die operative Tätigkeit der Gesellschaft erweitert. Im Zusammenhang mit der Eröffnung fielen insbesondere Anlauf- und Organisationskosten an. Für die Folgejahre wird von einer schrittweisen Auslastungssteigerung des Standortes ausgegangen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer wesentlichen Änderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft geführt hätten.

2. Risikoberichterstattung

2.1 Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit allgemeinen wirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen insbesondere Entwicklungen im Bereich der Personalverfügbarkeit, steigende Personal- und Sachkosten, regulatorische Veränderungen im Gesundheits- und Pflegebereich sowie Auslastungsschwankungen einzelner Standorte.

Das Geschäftsjahr 2025 war zusätzlich durch erhöhte organisatorische Anforderungen infolge der Zusammenführung mehrerer operativer Einheiten sowie der Vereinheitlichung interner Prozesse und Organisationsstrukturen geprägt.

Die Geschäftsführung begegnet diesen Risiken durch laufendes Controlling, standardisierte Planungsund Reportingprozesse, regelmäßige Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung organisatorischer Abläufe und interner Kontrollmechanismen.

2.2 Personalrisiken

Der Pflege- und Gesundheitsbereich ist weiterhin von einem angespannten Arbeitsmarkt sowie einem zunehmenden Fachkräftemangel geprägt. Risiken bestehen insbesondere in der Verfügbarkeit von qualifiziertem Pflegepersonal, steigenden Personalkosten sowie erhöhten Anforderungen im Bereich Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung.

Zusätzlich bestehen Risiken im Zusammenhang mit krankheitsbedingten Ausfällen, steigenden Anforderungen an die Personalbesetzung sowie kollektivvertraglichen und gesetzlichen Änderungen.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch laufende Maßnahmen im Bereich Recruiting, Aus- und Weiterbildung, strukturierte Personalentwicklungsmaßnahmen sowie durch organisatorische Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung. Darüber hinaus wird durch laufende Personalbedarfs- und Einsatzplanung eine möglichst effiziente Steuerung der verfügbaren personellen Ressourcen angestrebt.

2.3 Operative Risiken

Operative Risiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherstellung eines durchgängigen Pflege- und Betreuungsbetriebes, der Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben sowie der laufenden Anpassung interner Prozesse und Organisationsstrukturen.

Weitere Risiken ergeben sich aus möglichen Betriebsunterbrechungen, technischen Ausfällen, IT-Risiken sowie allgemeinen Kostensteigerungen im laufenden Betrieb. Im Geschäftsjahr 2025 bestanden darüber hinaus erhöhte organisatorische Anforderungen infolge der Zusammenführung mehrerer operativer Einheiten und der Integration zusätzlicher Standorte.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch standardisierte Prozesse, laufendes Qualitätsmanagement, regelmäßige interne Abstimmungen, organisatorische Kontrollmaßnahmen sowie laufende Investitionen in die Weiterentwicklung interner Organisations- und Verwaltungsstrukturen.

2.4 Geschäftsrisiken

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft hängt wesentlich von der Auslastung der betriebenen Standorte, der Entwicklung öffentlicher Tagsätze und Förderungen sowie der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheits- und Pflegebereich ab.

Insbesondere Kostensteigerungen im Bereich Personal, Energie, Lebensmittel und sonstiger Sachaufwendungen für beispielsweise medizinisches Verbrauchsmaterial können die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen. Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit gesetzlichen und regulatorischen Änderungen im Bereich der Pflegefinanzierung und der betrieblichen Rahmenbedingungen.

Aufgrund der demographischen Entwicklung sowie des weiterhin steigenden Bedarfs an stationären Pflege- und Betreuungsleistungen geht die Geschäftsführung mittel- bis langfristig jedoch weiterhin von stabilen Nachfrageverhältnissen im Bereich stationärer Pflegeleistungen aus.

2.5 Bestandsgefährdende Risiken

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von EUR - 2.575.649,57 aus.

Die Geschäftsführung hat daher die Fortführungsannahme unter besonderer Berücksichtigung der künftigen Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung beurteilt. Grundlage dieser Beurteilung bilden insbesondere Planungsrechnungen, laufende Liquiditätsanalysen, bestehende Finanzierungsvereinbarungen sowie die erwartete operative Entwicklung der Gesellschaft.

Die im Geschäftsjahr 2025 umgesetzten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen sowie die fortschreitende Integration der übernommenen Standorte sollen in den Folgejahren zu einer weiteren wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen.

Auf Basis der vorliegenden Planungsrechnungen und der erwarteten operativen Entwicklung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Fortführung der Gesellschaft gesichert ist und keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

2.6 Finanzinstrumente sowie Risiko- und Liquiditätsmanagement

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risiko- und Liquiditätsmanagements der Gesellschaft.

Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden berücksichtigt. Forderungsausfallsrisiken wird durch laufendes Debitorenmanagement sowie regelmäßige Überwachung offener Forderungen begegnet.

Liquiditätsrisiken werden durch laufende Liquiditätsplanung, regelmäßige Überwachung der Zahlungsströme sowie abgestimmte Finanzierungsmaßnahmen begrenzt.

Zinsänderungsrisiken bestehen im Zusammenhang mit variabel verzinsten Finanzierungen, sind derzeit jedoch von untergeordneter Bedeutung.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft legt großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Betreuung und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Sicherstellung hoher Pflege- und Betreuungsstandards stellt einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensführung dar.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die laufende Weiterentwicklung organisatorischer Abläufe, die Sicherstellung gesetzlicher und qualitativer Anforderungen sowie die kontinuierliche Verbesserung interner Prozesse und Strukturen.

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Die Gesellschaft investiert laufend in Aus- und

Weiterbildungsmaßnahmen, interne Schulungen sowie die Weiterentwicklung organisatorischer und personeller Rahmenbedingungen.

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 198 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vorjahr. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der erstmaligen gemeinsamen Darstellung sämtlicher im Geschäftsjahr übernommenen Standorte.

Die Gesellschaft verfolgt darüber hinaus das Ziel, durch standardisierte Prozesse und zentrale Organisationsstrukturen eine möglichst effiziente und wirtschaftliche Betriebsführung sicherzustellen.

Im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wird auf einen verantwortungsvollen und wirtschaftlichen Einsatz von Energie, Materialien und Betriebsmitteln geachtet. Investitionen erfolgen unter Berücksichtigung qualitativer, wirtschaftlicher und nachhaltigkeitsbezogener Aspekte.

4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für die kommenden Geschäftsjahre wird von einer weiteren Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen. Nach Abschluss der im Geschäftsjahr 2025 umgesetzten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen liegt der Schwerpunkt künftig auf der weiteren Optimierung interner Abläufe, der Vereinheitlichung von Prozessen sowie der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Standorte. Mit der im März 2026 erfolgten Eröffnung des Standortes St. Marein im Mürztal wurde die operative Tätigkeit der Gesellschaft weiter ausgebaut. Für die Folgejahre wird von einer schrittweisen Auslastungssteigerung dieses Standortes ausgegangen.

Darüber hinaus erwartet die Geschäftsführung weitere positive Effekte aus der Zusammenführung der Standorte, insbesondere im Bereich zentralisierter Verwaltungsprozesse, standardisierter organisatorischer Abläufe sowie optimierter Ressourcensteuerung.

Die im Geschäftsjahr 2025 angefallenen integrations- und strukturbedingten Einmaleffekte werden sich in den Folgejahren voraussichtlich nicht in vergleichbarer Form wiederholen. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft mit fortschreitender Integration der übernommenen Standorte sowie zunehmender operativer Stabilisierung nachhaltig verbessern wird.

Die Gesellschaft geht weiterhin von einem steigenden Bedarf an stationären Pflege- und Betreuungsleistungen aus. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wird

mittel- bis langfristig weiterhin von stabilen Nachfrageverhältnissen im Bereich stationärer Pflegeleistungen ausgegangen.

Die Geschäftsführung erwartet daher, dass die im Geschäftsjahr 2025 geschaffenen organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen eine stabile und nachhaltige Weiterentwicklung der Gesellschaft ermöglichen werden.

Dobl-Zwaring, any1}. August 2026

Mag. (FH) Thomas Gogg

E. ere he

Evelyn Eckl-Harg

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