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Bericht über den Geschäftsverlauf
Wirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2025 insgesamt verhalten. Nach der robusteren Entwicklung in den Vorjahren verlangsamte sich das globale Wirtschaftswachstum aufgrund anhaltender geopolitischer Spannungen, zunehmender Handelskonflikte sowie einer weiterhin hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheit. Gleichzeitig ging die Inflation in vielen Volkswirtschaften zwar zurück, lag jedoch vielfach noch über den Zielwerten der Zentralbanken. In zahlreichen Ländern wurden daher die Leitzinsen zunächst auf einem erhöhten Niveau belassen, bevor vereinzelt erste Zinssenkungen erfolgten.
Der Euroraum verzeichnete lediglich ein moderates Wirtschaftswachstum. Während sich der Dienstleistungssektor vergleichsweise stabil entwickelte, blieb die Industrieproduktion in vielen Mitgliedstaaten unter Druck.
Österreich befand sich 2025 weiterhin in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Nach einer mehrjährigen konjunkturellen Schwäche blieb die Wirtschaftsleistung insgesamt rückläufig bzw. stagnierte weitgehend. Belastend wirkten insbesondere die schwache Exportnachfrage, die anhaltend hohen Arbeits- und Energiekosten sowie die zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Gleichzeitig sorgten sinkende Zinsen und eine rückläufige Inflation für erste Anzeichen einer Stabilisierung.
Die österreichische Bauwirtschaft war auch im Jahr 2025 von einer schwierigen Marktlage geprägt. Besonders der Wohnbau litt unter den Auswirkungen der hohen Baukosten, der gestiegenen Finanzierungskosten der Vorjahre sowie der weiterhin zurückhaltenden Nachfrage nach Neubauprojekten. Viele private Bauvorhaben wurden verschoben oder storniert, wodurch insbesondere der Neubausektor unterdurchschnittlich ausgelastet war.
Im Verlauf des Jahres zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die sinkenden Kapitalmarktzinsen verbesserten die Finanzierungsmöglichkeiten, wodurch sich die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen langsam erholte. Gleichzeitig stiegen die Baubewilligungen gegenüber dem Vorjahr wieder leicht an, wenngleich sie weiterhin deutlich unter dem Niveau der Jahre vor 2022 lagen. Insgesamt blieb die Bauwirtschaft 2025 jedoch deutlich unter ihrem langfristigen Wachstumspfad.
Der österreichische Markt für Fertigteilhäuser verzeichnete 2025 ein ro-
bustes Wachstum mit einem Absatzplus von rund 10%. Getragen
wurde diese Erholung von steigenden Baubewilligungen, einer gestie-
genen Fertigteilquote sowie einem anhaltenden Trend zu kompakteren,
| kosteneffizienteren Holz- und Riegelbauten. | |
|---|---|
| Die Fertigteilhausbranche profitierte weiterhin von langfristigen Trends | |
| wie energieeffizientem Bauen, nachhaltigen Holzbauweisen und einer | |
| hohen Vorfertigung. Insbesondere Häuser mit hoher Energieeffizienz, | |
| Photovoltaikvorbereitung und nachhaltigen Baustoffen standen im Fo- | |
| kus der Nachfrage. | |
| Das Unternehmen | Die GENBÖCK HAUS Genböck & Möseneder GmbH erzeugt und ver- |
| treibt Fertigteilhäuser. | |
| Zweigniederlassungen | Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen. |
| Geschäftsverlauf | Die Gesellschaft verzeichnete 2025 gegenüber dem Vorjahr einen An- |
| stieg der Betriebsleistung um 13,7% sowie einen Jahresfehlbetrag von | |
| TEUR -421 (2024 TEUR -927). Der Auftragseingang hat sich gegen- | |
| über dem Vorjahr um 41,1% erhöht. |
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatz
Die Firma GENBÖCK HAUS Genböck & Möseneder GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzanstieg von 14,7 %.
Ergebnis
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie daraus abgeleitet das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich in den vergangenen Jahren folgendermaßen:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | - 425.300 | - 924.100 | - 319.400 |
| Bereinigt um Finanzergebnis | 106.000 | 60.200 | 10.200 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | - 319.300 | - 863.900 | - 309.200 |
Nach dem Abzug der Steuern und nach Rücklagenbewegungen weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresverlust von EUR - 421.400,00 aus.
Kapitalrentabilität Die Kapitalrentabilitäten ergeben sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlichen Kapital. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity), bezogen auf das EBT, und die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), bezogen auf das EBT bereinigt um Zinsaufwendungen, haben sich wie folgt entwickelt:
| 2025 | 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | - 179,1 | - 104,2 | - 21,1 | |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | -- | 6,2 | - 15,1 | - 4,4 |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Nettoverschuldung
Der Überschuss des verzinslichen Fremdkapitals über die flüssigen Mittel (Nettoverschuldung) und dessen Verhältnis zu den Eigenmitteln (Nettoverschuldungsgrad) haben sich wie folgt entwickelt:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 2.101.700 | 2.107.000 | 827.400 |
| Eigenmittel | 51.800 | 433.500 | 1.361.000 |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in % | 4.057,3 | 486,1 | 60,8 |
*) Überschuss der flüssigen Mittel
Working Capital
Die Entwicklung des Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen, als Saldo zwischen dem kurzfristigen Umlaufvermögen und dem kurzfristigen Fremdkapital, ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 766.800 | 416.100 | 872.500 |
| Bilanzsumme | 5.245.600 | 5.114.500 | 5.889.000 |
| Anteil Working Capital an Bilanzsumme in % | 14,6 | 8,1 | 14,8 |
URG-Kennzahlen
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 Abs. 1 URG entwickelten sich in den letzten drei Jahren folgendermaßen:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 1,0 | 8,3 | 23,0 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | k.A. (negativer | k.A. (negativer | 20,1 |
| Mittelüberschuss) | Mittelüberschuss) |
Cash-Flow Kennzahlen
Netto-Geldfluss
Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 zur Geldflussrechnung (UGB) berechnet.
| Netto-Geldfluss | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|
| aus der betrieblichen Tätigkeit | - 234.200 | - 804.700 | - 868.700 |
| aus der Investitionstätigkeit | 287.500 | - 402.500 | - 342.100 |
| aus der Finanzierungstätigkeit | - 49.100 | 1.188.600 | 8.800 |
Entwicklung Investitionen
und Netto-Geldfluss
Im Geschäftsjahr 2025 wurden EUR 86.800,00 in das Anlagevermögen (inkl. geringwertiger Vermögensgegenstände) investiert. Diesen Investitionen steht ein Netto-Geldfluss (ergebnisbezogen) in Höhe von EUR - 253.300,00 gegenüber.
Investitionen und Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis bewegten sich in den vergangenen drei Jahren wie folgt:
Selbstfinanzierung der Investitionen durch den Netto-Geldfluss
| 2025 | 2024 | 2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 86.800 | 439.300 | 385.000 | ||
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis | - 253.300 | - 455.000 | 240.800 | ||
| Selbstfinanzierungsgrad in % | - | 291,8 | - | 103,6 | 62,5 |
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Das bestehende Produktprogramm wird in allen Geschäftsbereichen laufend weiterentwickelt und um neue Produkte erweitert. Die Firma GENBÖCK HAUS Genböck & Möseneder GmbH tätigt erhebliche Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Das Erreichen und Halten technologischer Spitzenstellungen in ihrem Geschäftsbereich wird als Unternehmensziel von elementarer Bedeutung gesehen.
Risiken des Unternehmens
| Finanzielle Risiken | Preisänderungs- und Beschaffungsrisiko |
|---|---|
| Bestehende Preisänderungen können weitgehend auf die Verkaufser- | |
| löse umgelegt werden. | |
| Im Beschaffungsbereich ist vor allem die laufende Versorgung mit für | |
| die Produktion relevanten Vorprodukten als wesentliches Risiko zu | |
| nennen. In diesem Bereich wird fortlaufend vorgesorgt. | |
| Liquiditätsrisiko | |
| Es sind Kreditrahmen mit Banken vereinbart. | |
| Forderungsausfall | |
| Ausfallsrisiken werden durch Vorkehrungen wie Neukundenbewertung, | |
| Bankgarantien, Kundenanzahlungen, dem Mahnwesen sowie durch | |
| Vorsorgen für Wertberichtigungen getroffen. |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für das kommende Jahr geht die Geschäftsführung von einer spürbaren wirtschaftlichen Erholung aus. Das Unternehmen erwartet aus heutiger Sicht eine Umsatzsteigerung in Höhe von rund 15%. Um die URG- Kennzahlen zu erfüllen, wurden bereits gezielte Gegenmaßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet. Hierzu zählen insbesondere die Erhöhung des Rohertrages, ein Kostensenkungsprogramm im Verwaltungs- und Vertriebsbereich. In der Folge wird mit einer Verkürzung der fiktiven Schuldentilgungsdauer auf unter 15 Jahre und einer schrittweisen Anhebung der Eigenmittelquote auf über 8% gerechnet.
Haag am Hausruck, am 22. September 2026
Helmut Möseneder, MAS e.h. Geschäftsführer