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Lagebericht 2025

J. Christof Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 19. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

der J. Christof Gesellschaft m.b.H. zum Jahresabschluss vom 31.12.2025

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die J. Christof Gesellschaft m.b.H. (JCH) ist ein zuverlässiger Partner für Industrieunternehmen, spezialisiert auf Anlagenmontage und hochwertige Industrieservices. Das Leistungsspektrum spannt sich vom Rohrleitungsbau und Industriemontagen, über das Management und die professionelle Umsetzung von Stillständen (Turnarounds) bis hin zu laufenden Instandhaltungsleistungen.

Ein geringer Teil des Umsatzes wird auch im Bereich der AKU (Arbeitskräfteüberlassung) erzielt.

Der Hauptmarkt ist Osterreich. Der Exportanteil beträgt 23,50% (VJ 29,41%), überwiegend realisiert in Deutschland, Benelux und Rumänien, sowie in geringerem Ausmaß für den Kunden Egger in Rumänien, Frankreich und den USA und für Exxon Mobile in UK.

Die Hauptkunden kommen aus den Bereichen OI/Gas (OMV, Exxon, TOTAL, Holborn), Pharma (Sandoz, Novartis, BASF), Papier/Zellstoff (Zellstoff Pöls, Sappi, Norske) und Baustoff (Egger Gruppe, Baumit Gruppe, Mayr Melnhof).

Eine der wesentlichsten Kernkompetenzen der JCH liegt in der hohen Flexibilität. JCH ist in der Lage auf individuelle Wünsche ihrer Kunden sowie auf die speziellen Anforderungen der unterschiedlichen Anlagen einzugehen. Sei es, dass neue Verrohrungen in bestehende Anlagen bei laufendem Betrieb auf engstem Raum integriert, ein komplexes Errichtungsprojekt geplant und abgewickelt oder ein Stillstand innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden soll(en). Dies zu bewältigen, ist nur auf Grund der langjährigen Erfahrung am Markt, der kompetenten Projektleiter, der qualifizierten Facharbeiter und der System-unterstützten, effizienten Prozesse möglich.

Ein weiterer Baustein des Erfolgs der JCH liegt in den guten Beziehungen zu ihren Kunden, die durch den hervorragenden Ruf des Unternehmens am Markt zum Ausdruck kommen. Viele namhafte Industriebetriebe zählen seit vielen Jahren zu den zufriedenen Kunden des Unternehmens. Im Rahmen dieser Partnerschaften

unterstützt die JCH auch immer mehr Unternehmen mit Fachpersonal, das dauerhaft vor Ort für die mechanische Instandhaltung verantwortlich ist und so einen wesentlichen Teil zum reibungslosen Betrieb der Industrieanlage leistet.

Die Vision für die JCH geht jedoch weiter. Derzeit kann die JCH bereits eine sehr hohe Diversifizierung der Branchen, in denen sie Expertise im Anlagenbau und bei Industrieservices mitbringt, vorweisen. Die JCH betreut europaweit Kunden aus den Sparten OI und Gas, Stahl, der Baustoffindustrie, Energie- und Umweltindustrie, Medizin- und Pharmaindustrie sowie der Lebensmittelindustrie. In den nächsten Jahren wird die JCH, ihr Knowhow weiter in diesem Branchenmix ausbauen und neue Märkte innerhalb und außerhalb Europas selbst und mit ihren Tochterunternehmen erschließen.

Ein wesentlicher Meilenstein auf diesem Weg war die Gründung des deutschen Tochterunternehmens J. Christof Anlagenbau GmbH in Hösbach bei Frankfurt im Jahr 2018. Die JCH hält 100% der Anteile an der J. Christof Anlagenbau GmbH. Dieses Unternehmen ist spezialisiert auf die Planung und Abwicklung von Stillständen (TAR's) in Raffinerien und petrochemischen Anlagen. Damit ist JCH einer der wenigen Anbieter, der Rohrbauprojekte mit komplexen Anlagenstillständen kombiniert anbieten kann. Mittlerweile hat sich die JCDA in diesem Bereich zu einem der TOP 3 Anbieter auf dem deutschen und Benelux Markt entwickeln können.

Qualitätssicherung und Sicherheitszertifizierung

In der Qualitätssicherung wurde bereits im Geschäftsjahr 2016 der Einsatz des Datenbanksystems PICODA (Piping-Control-Database), zur umfassenden Arbeitsvorbereitung und zur optimalen Erfüllung der Qualitätssicherungs- und Dokumentationsstandards gemäß Druckgeräterichtlinie und zur Abdeckung der Forderungen aus einschlägigen Regelwerken und Kundenstandards, in Projekten integriert.

Als Partner der Industrie ist JCH nach SCC® / 2011 und ISO 9001 / ISO 14001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen sind für die meisten Kunden unbedingte Voraussetzung, um in Raffinerien und petrochemischen Anlagen tätig werden zu dürfen. Im Geschäftsjahr 2025 wurde im März für ISO 9001 & ISO14001 das Zertifizierungsaudit und für SCCp: VAZ 2021 A das Überwachungsaudit erfolgreich absolviert.

Personal

Eine wesentliche Säule der Aufrechterhaltung eines gleichbleibend hohen Qualitätsniveaus ist die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, dass sich mit dem Unternehmen identifiziert. 2022 wurden die organisatorischen Voraussetzungen für ein professionelles Recruiting und einen effizienten On-Boarding Prozess geschaffen und bis 2025 weiter optimiert, und ermöglichten so seither eine effiziente Personalsuche.

Prozessmanagement

Das 2017 eingeführte Business-Prozess-Management Tool (BPM) AENEIS wurde 2024 durch die IM-Software Qualitypoint ersetzt. Mit diesem Prozessmanagement-Tool sind sämtliche Managementsysteme in der Prozesslandschaft dargestellt. Es handelt sich um ein lebendes System, dass immer den Letztstand der Systeme, Prozesse sowie die Regelwerke und Gesetze widerspiegelt.

Audits und Zertifizierungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folgende externe Audits erfolgreich durchgeführt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
ONORM EN ISO 9001:2015Qualitätsmanagementsysteme und deren Anforderungen
ONORM EN ISO 14001:2015Internationale Umweltmanagementsystemnorm
SCCP: VAZ 2021 ASicherheits-Zertifikat für Kontraktoren der Petrochemie

2. Standorte

Es bestehen weitere Betriebsstätten an folgenden Adressen:

A-2320 Schwechat, Süd-Randstrasse 4 A-8101 Gratkorn, Conceptstraße 1 A-6020 Innsbruck, Etrichgasse 34 (zur Betreuung von örtlichen Baustellen) RO, Prahova, Brazii de Sus, Trandafirilor st. No . 49a, Corp C1-C8 (steuerliche Betriebsstätte) A-6250 Kundl Luna 43

Weitere steuerliche Projektbetriebsstätten im Jahr 2025:

NL-3197 KA Botlek-Rotterdam

II. Geschäftsergebnis und Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der JCH-Gruppe spielt sich seit 2020 in einem von Krisen geprägten Umfeld ab. Die weltweite Pandemie wurde durch eine Geo-politische Krise auf Grund des russischen Uberfalls auf die Ukraine abgelöst.

Die Ukraine-Krise und die damit verbundenen Sanktionen traf dann jedoch die JCH-Gruppe vor allem durch die dadurch ausgelösten, stark gestiegenen Energiepreise und hohe Inflation.

Die Kunden der JCH-Gruppe kommen zum größten Teil aus der Energie intensive Prozess-Industrien (Raffinerien, Kraftwerke, Petrochemie, Pharma, Zellstoff), die stark von der Gas- und Rohölversorgung abhängig sind.

Neben den hohen Personalkosten vor allem in Österreich und Deutschland haben sich mittlerweile die im globalen Vergleich hohen europäischen Energiepreise zum hauptsächlichen Problem für diesen Industriesektor entwickelt. Es kommt vermehrt zu Abwanderungen in der Chemie und Petrochemie-Branche und zu erhöhtem Kostendruck bei Kunden mit energieintensiver Produktion.

Dies wurde noch verstärkt durch eine protektionistische Zollpolitik der US-Regierung im zweiten HJ 2025.

Diese schwierigen Bedingungen sind gerade in den Kernmärkten Osterreich und Deutschland am ausgeprägtesten. Die Folge waren Projektverschiebungen und Budgetkürzungen und eine entsprechende Verschärfung des Wettbewerbs zwischen den Dienstleistern. Dies wurde nur zum Teil kompensiert durch den massiven Investitionsdruck in der OI-/Gas-Branche auf Grund der Vorgaben der EU (Green Deal).

In Anbetracht der Tatsache, dass gerade in einer Krise wie der aktuellen, die Versorgungssicherheit mit Energie, Treibstoff, Pharmaprodukten und Grundstoffen im Gegensatz zur Konsumgüterproduktion Priorität hat, und die JCH-Gruppe bei geraden diesen Branchen wesentlich mit zur Verfügbarkeit beiträgt, kann festgestellt werden, dass die JCH-Gruppe den Umständen entsprechend gut am Markt positioniert ist.

Der Umsatz der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis 31.12.2025 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.285 bzw. 9,84% auf MEUR 85 geschrumpft. Die Betriebsleistung ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.503 auf TEUR 89.007 gesunken. Dementsprechend ist auch das Betriebsergebnis im GJ 2025 von TEUR 1.266 TEUR um 490 TEUR auf TEUR 776 abgesunken. Diese Ergebnisentwicklung ist dadurch begründet, dass vor allem der Hauptkunde OMV in den Rahmenverträgen und im Turnaround überdurchschnittlich Leistung abgerufen hat und der Projekt-Bereich, verursacht durch verhaltene Investitionstätigkeit bei den Hauptkunden und Projektverschiebungen, gegenüber 2024 in einem Maß zurückgegangen ist, das nicht komplett durch den Rahmenvertrags-Bereich kompensiert werden konnte.

III. Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage

Die weiter positive Ergebnisentwicklung der Gesellschaft auch im Jahr 2025 führte zu einer Erhöhung der Eigenkapitaldecke auf nun TEUR 12.718 (VJ TEUR 12.386).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Eigenkapital-Quote:20252024
Eigenkapital Gesamtkapital12.718.288,18 43.239.277,89 43.780.283,27
Eigenkapital-Quote:29,41%28,29%
20252024
Eigenkapital x 100 Gesamtkapital29,41%28,29%

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2025 29,41% gegenüber dem Vorjahreswert von 28,29%.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Eigenkapitalrentabiliät (Return on Equity - ROE)20252024
Betriebsergebnis775.745,301.265.683,37
Ø Eigenkapital12.552.174,35 11.671.627,33
ROE mit Ø-EK6,18%10,84%
20252024
Betriebsergebnis x 100 Eigenkapital inkl. VZ6,18%10,84%

Bedingt durch den Ergebnisrückgang im Jahr 2025 ist der Return on Equity (ROE) im Verhältnis mit dem zunehmenden durchschnittlich ermittelten Eigenkapital für 2025 von 10,84% auf 6,18% gesunken.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Gesamtkapitalrentabiliät (Return on Investment - ROI)20252024
Betriebsergebnis775.745,301.265.683,37
Ø Gesamtkapital43.509.780,58 42.878.731,02
ROI mit Ø-Gesamtkapital1,78%2,95%
20252024
Betriebsergebnis x 100
Gesamtkapital1,78%2,95%

Die Gesamtkapital-Rentabilität (Return on Investment – ROI) ist im Vergleich zum Vorjahr von 2,95% auf 1,78% gesunken.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)20252024
Umlaufvermögen29.504.724,91 29.839.788,20
- langfristiges Umlaufvermögen-24.142,66-23.097,28
= kurzfristiges Umlaufvermögen29.480.582,25 29.816.690,92
-kurzfristiges Fremdkapital-23.913.154,74 -23.834.071,42
= Nettoumlaufvermögen5.567.427,515.982.619,50

Im GJ 2025 wurde das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) um TEUR 415 abgebaut und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.567 (VJ: TEUR 5.983).

Das Working Capital berechnet sich mit dem kurzfristigen Umlaufvermögen abzüglich des kurzfristigen Fremdkapitals. Im kurzfristigen Fremdkapital werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die kurzfristigen Rückstellungen berücksichtigt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Nettoverschuldung (Net Debt)20252024
verzinsliches Fremdkapital10.607.834,97 14.786.729,07
- flüssige Mittel-1.681.317,69-764.237,93
= Nettoverschuldung8.926.517,28 14.022.491,14

Im verzinslichen

Fremdkapital sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 4.000 (VJ:

TEUR 7.227), Rückstellungen für Abfertigungen TEUR 5.336 (VJ: TEUR 6.130) sowie Rückstellungen für Jubiläumsgelder TEUR 1.272 (VJ: TEUR 1.430) enthalten.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)20252024
Nettoverschuldung8.926.517,28 14.022.491,14
Eigenkapital12.718.288,18 12.386.060,52
Nettoverschuldung / Eigenkapital0,701,13

Der Nettoverschuldungsgrad (Gearing) von 0,70 ist in Folge des gestiegenen Eigenkapitals und der ebenfalls geringeren Nettoverschuldung iHv TEUR 8.927 (VJ TEUR 14.022) – niedriger als im Vorjahr (1,13).

Geldflussrechnung It. AFRAC 36 (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20252024
1.Ergebnis vor Steuern3872.466
Überleitung auf den Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor
2.
Steuern
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen des5753
Bereichs Investitionstätigkeit
-+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wert-papieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige1471.200
Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögens-
gegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit981627
3.Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis1.4571.839
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva1.2643.458
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für
Ertragsteuern1.4531.217
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva3.877960
4.Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern5.1453.796
- Zahlungen für Ertragssteuern1061.057
5.Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit5.0394.852
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)5853
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen
154
Finanzinvestitionen
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)796817
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige
11
Finanzinvestitionen
+ Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und
Wertpapiererträgen3023.045
6.Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit4472.435
- Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen4491.721
- Auszahlung für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten3.227
7.Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit3.6761.721
zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und
8.Za hlungsmittelä quivalente917697
+ Anfangsbestand der Fondsmittel7641.461
9.Endbestand der Fondsmittel1.681764

IV. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2025

Zum oben angeführten Absatz wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Geschäftsverlauf 2025

Zum oben angeführten Absatz wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Aktuelle Geschäftslage / Fortführung 2026ff

Zum oben angeführten Absatz wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Zusammenfassung

Zum oben angeführten Absatz wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Bedeutsame Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum oben angeführten Absatz wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Risikoberichterstattung (Risikobericht)

Die Instrumente zur Begrenzung der Unternehmensrisiken umfassen sowohl organisatorische Einschränkungen als auch rein operative Maßnahmen.

Zu Ersteren gehören die Geschäftsordnungen, Unterschriften- und Freigaberegelungen, Berechtigungen, Trennung der Berichtslinien für technische und kaufmännische Projektführung, etc. Zu Letzterem gehören das regelmäßige Berichtswesen und der Projekt-Screening-Prozess. Des Weiteren werden Angebote je nach Größenordnung und Komplexität einer technischen, kaufmännischen und rechtlichen Prüfung unterzogen und gemäß Unterschriftenregelung freigegeben.

Grundsätzlich stellt das für das Projekt-Geschäft typische Risiko von Kostenabweichungen und Abweichungen von vereinbarten Zahlungszielen aus einzelnen Projekten eine Unsicherheit mit potenziell deutlich negativem Einfluss auf die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft dar. Trotz der entsprechenden Sorgfalt können solche Unsicherheiten im Projektgeschäft nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die Beteiligungsansätze werden mittels Impairmentests plausibilisiert und somit die Werthaltigkeit nachgewiesen.

Personal- und Fluktuationsrisiko

Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken JCH mittels offener Kommunikation auf allen Ebenen und regelmäßiger Information über Intranet und Firmenveranstaltungen entgegen. Zudem legt JCH großen Wert auf umfangreiche Personalentwicklungsmaßnahmen, die es uns ermöglichen, in vielen Fällen personelle Nachbesetzungen aus den eigenen Reihen zu rekrutieren.

So hat die Gesellschaft auch 2025 die 2020 geschaffenen personellen und organisatorischen Voraussetzungen für ein professionelles Recruiting und einen effizienten On-Boarding Prozess intensiv genutzt. Allerdings wurden ausschließlich hochqualifiziertes Fachpersonal nachbesetzt, in Summe jedoch der Personalstand um 16 Mitarbeiter reduziert.

Mit dem wieder Hochfahrens der Wirtschaft nach abebben der Corona Pandemie hat sich der anhaltende Fachkräftemangel wieder bemerkbar gemacht und auch für die Gesellschaft das Finden von Personal herausfordernd gestaltet. Definitiv kann die nicht ausreichende Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal nach wie vor als der Wachstumshemmer in den kommenden Jahren gesehen werden. In Folge der einsparungsbedingten Ausdünnung der Personaldecke in den vergangenen Jahren in einzelnen Bereichen, können Fluktuationen zu kurzfristigen Engpässen führen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diese Herausforderungen mit den o.a. Maßnahmen erfolgreich bewältigt werden können.

IT-Risiken

Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen JCH moderne Hardware und aktuelle Software ein. Um gegenüber Angreifern von außen gesichert zu sein, wird ein Firewall-Cluster verwendet, ebenso wie diverse Virenscanner, Spam- und Trojaner Walls.

Oberstes Ziel ist die Einhaltung einer Verfügbarkeit von 99,9 % für die Zentralrechner, dies gelingt durch möglichst redundante Auslegung sämtlicher Komponenten, speziell abgesicherte Rechenzentren, einem Clusterbetrieb sowie einer möglichst autarken Stromversorgung und redundante Datenhaltung. Bei den dezentralen Geräten wird eine hohe Verfügbarkeit durch eine Standardisierung der Geräte in Verbindung mit einer effizienten Logistik (teilweise Reservegeräte vor Ort) erreicht. Absolute Datensicherheit stellen JCH einerseits durch ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept durch regelmäßige Datensicherung in kurzen Zeitabständen von der Zentrale und allen Außenstellen sicher. Die Lagerung der erzeugten Datenstände erfolgt in einem brandgeschützten Tresor, regelmäßige Rücksicherungstests stellen die Wiederherstellbarkeit der Daten sicher.

Um künftige Risiken zu erkennen und zu vermeiden, wurde ein Risikomanagement-System eingeführt, dass zusätzlich durch regelmäßige externe Sicherheitschecks und Schulungen sowie Informationsmaterial für die Benutzerinnen und Benutzer zur Reduktion von Fehlbedienungen und Steigerung der Security-Awareness abgerundet wird.

Die IT-Serviceleistung wird nach wie vor von Christof Holding AG zugekauft.

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

In der Position Kassa und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Abschlussstichtag Fremdwährungsvaluten EUR 82.020,79 (VJ: TEUR 130) enthalten. Schecks in fremder Währung sind keine enthalten. Fremdwährungskredite sind derzeit keine aushaftend.

Ausfallsrisiken für den Bankguthabenbestand werden hintangehalten. Unsere Mittel sind nur bei namhaften Banken veranlagt und unser Zahlungsverkehr wird nur über solche Banken abgewickelt.

V. Forschung und Entwicklung

Es wird permanent in die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Vorfertigung und Montage sowie Orbital-Schweiß-Technologie und in die Ausbildung von Spezial-Schweißern im hausinternen Ausbildungszentrum investiert. Auf weitreichende Personalentwicklungsmaßnahmen, welche sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der heutigen schnelllebigen Wirtschaftsumgebung wissenstechnisch immer auf dem neuesten Stand sind, wird großen Wert gelegt. Das jährlich erarbeitete Schulungsprogramm beinhaltet eine Vielzahl an internen und externen Seminaren und Trainingseinheiten in unterschiedlichen Fachbereichen (z.B. Contract Management, Projektmanagement, Baustellenorganisation, Sicherheit, Personalverrechnung). Zudem wurde eine modulare Führungskräfteausbildung entwickelt, die auf mehrere Wirtschaftsjahre ausgelegt ist und worin auch intensiv Synergien im Sinne eines Wissenstransfers mit den Tochterunternehmen der Christof Group genutzt werden. Diese Maßnahmen sind seit 2020 organisatorisch in der „Christof Academy" gebündelt.

VI. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Umweltbelange

In dem Unternehmen kommt es zu keinen unzulässigen Emissionen in die Luft oder Wasser. Auf die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen, insbesondere von Gefahrstoffen wird ein besonderer Wert gelegt. Die Entsorgung von Abfällen ist bereits seit 2017 Teil der SCC-Ausbildung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden im Umweltcontrolling (zB. Abfall, Strom, Gas, Treibstoff, CO2, Hilfs- und Betriebsstoffe) für alle Standorte geführt.

Erstmalig wurde in 2023 für das Jahr 2022 eine vollständige Öko-Bilanz der JCH gemäß den Vorgaben der ISO 14064 erstellt, die im abgelaufenen Geschäftsjahr für 2025 wiederum neu erstellt wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiters mit dem Aufbau der Voraussetzungen für ein Nachhaltigkeits- Berichtswesen nach CSRD begonnen, der nahezu abgeschlossen ist.

2. Arbeitnehmerbelange

Die JCH ist langfristig nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitern erfolgreich. In der Personalentwicklung wurden die geplanten Schwerpunkte in den Bereichen

• Befahren von/ Einsteigen in/Arbeiten in engen Räumen und Behältern-Mannlochwache • Auf LKW aufgebaute Ladekrane bis 30 t, Lauf- Bock und Portalkran über 300 kNm • Betriebstechnik Mechanik • Flanschschulungen gem. EN 1591-4 (Modul 8.2.1 und 8.2.3/4) Wärmetauscher • IPAF 3a+3b • Lastanschläger und Einweiser

• Sicherheitsvertrauensperson • Staplerkurs • Schweißen von Thermoplasten • Zerstörungsfreie Prüfung • Rohrschlosser Grundlehrgang • Erste Hilfe Auffrischungskurse • Updates Bilanzierung, RAG, Personalverrechnung, Arbeitsrecht, grenzüberschreitenden Dienstleistung • SCC A16 und A 17 (Safety Certificate Contractors – internationale Standards für Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagement für technische Betriebe) • Compliance, Code of Conduct, Datenschutz • Projektmanagement Basis und Aufbau, MS Project • Qualitätsmanagement

durchgeführt.

Graz, am 31.März 2026

Unterschrift der Geschäftsführer

me DI Wolfgang Amerer Ing. Peter Schidler DI Martin Sommeregger

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