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Lagebericht 2025

MSD Animal Health Danube Biotech GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 10. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

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MSD Animal Health Danube Biotech GmbH, Krems an der Donau Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

MSD Animal Health Danube Biotech GmbH, Krems an der Donau, wurde 2017 gegründet und ist Teil des Konzerns von Merck & Co. Inc., Rahway, NJ, USA. Dieser firmiert in den USA und Kanada als „Merck“ und außerhalb von Nordamerika als „MSD“. Im August 2017 hat das Unternehmen eine bebaute Liegenschaft in Krems an der Donau im Wert von EUR 25,4 Mio. erworben und errichtete in mehreren Phasen eine Produktionsstätte für Veterinärimpfstoffe. Bis Ende 2025 wurden weitere EUR 355 Mio. in den Standort investiert. Ziel ist es, das Unternehmen in den nächsten Jahren zu einem bedeutenden Produzenten von Antigenen und Vakzinen für die Tiermedizin zu entwickeln.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde erstmals eine gute Auslastung der Produktion erreicht ohne Berücksichtigung von Leerkosten. Die Antigenproduktion war auf kommerzielle Produktion fokussiert. Das hergestellte Antigen wurde überwiegend im Werk selbst zu Impfstoff verarbeitet und abgefüllt, und nur ein geringerer Anteil im Konzern weiterverkauft. In der Formulierung von Impfstoffen und der Abfüllung wurden parallel zur kommerziellen Produktion weiterhin mehrere Chargen für die Registrierung der künftigen Produkte hergestellt. Mit Blick auf die künftigen Ziele konnte außerdem die Organisation durch Einstellungen weiter aufgebaut werden.

2. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2025 anhand finanzieller und nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Messung der wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens wird folgender Leistungsindikator herangezogen:

• Betriebsleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderung)

2.1.1. Vermögens- und Finanzlage

Die MSD Animal Health Danube Biotech GmbH, Krems an der Donau, wurde als Produktionsstätte aufgebaut. Der Anstieg der Sachanlagen ist hauptsächlich durch den im Geschäftsjahr fortgeführten Ausbau von Produktionsanlagen bedingt und wurde im Wesentlichen durch einen im Vorjahr geleisteten Kapitalzuschuss der Muttergesellschaft finanziert. Der Anstieg der Vorräte um EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 22,5 Mio.) spiegelt einerseits die erfolgreiche kommerzielle Produktion wider, zeigt andererseits aber auch die großen Aktivitäten zur Herstellung von Validierungschargen für die Registrierung von neuen Produkten für den Standort.

Die Konzernforderungen bestehen hauptsächlich aus Refundierungen von Kosten durch den Konzern.

Die Verringerung der sonstigen Forderungen betrifft im Wesentlichen niedrigere Forderungen gegenüber dem Finanzamt.

Die sonstigen Rückstellungen sanken im Wesentlichen durch geringere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR -0,5 Mio.) sowie geringere Rückstellungen für Mitarbeiterprämien und noch nicht verbrauchte Urlaube (EUR -0,3 Mio.).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbezogen. Der Anstieg der Konzernverbindlichkeiten betrifft höhere Verbindlichkeiten aus sonstigen Verrechnungen.

Cashflow 2025:

1. Cashflow aus operativer Tätigkeit: 2. Cashflow aus Investitionstätigkeit: 3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: EUR EUR EUR 13,3 Mio. -13,6 Mio. 0,3 Mio.

Cashflow 2024:

1. Cashflow aus operativer Tätigkeit: 2. Cashflow aus Investitionstätigkeit: 3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: EUR EUR EUR -8,4 Mio. -5,2 Mio. 12,6 Mio.

Für die Unternehmensgruppe unter der Leitung von Merck & Co., Inc. wurde im Jahre 2023 die Inhouse Bank gegründet, um als internationale Treasury-Gesellschaft zu fungieren. Die interne Bank und das verbundene Unternehmen haben eine physische Pooling-Vereinbarung umgesetzt, die auf Konten bei Finanzinstituten mit Sitz im Vereinigten Königreich und/oder einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) betrieben wird. Infolgedessen werden im Bericht die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Banken als Verbindlichkeiten im Konzern gezeigt.

2.1.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse von EUR 119,8 Mio. umfassen primär Verkäufe der hergestellten Waren sowie zum kleineren Teil Refundierungen des Konzerns. Die Verkäufe betrugen in 2025 EUR 91,6 Mio., wovon EUR 91,5 Mio. auf kommerzielle Chargen und EUR 0,2 Mio. auf Weiterverkäufe von Produktionsmaterial (Rohstoffe) innerhalb des Konzerns entfielen. Der Umsatzwert stieg somit um EUR 43,9 Mio. gegenüber 2024, wobei EUR 38,0 Mio. der

Steigerung auf die kommerzielle Produktion entfielen bei leichtem Rückgang im Verkauf von Produktionsmaterial.

Der Anstieg der Materialbestände steht zum einen im Zusammenhang mit der angestiegenen kommerziellen Produktionsaktivität. Zum anderen werden Registrierungschargen bis zur Zulassung der Produkte im Schnitt 15 Monate eingelagert und reduzieren damit die durchschnittliche Lagerumschlagshäufigkeit erheblich.

Die Erhöhung des Personalaufwands spiegelt neben allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhungen den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiter von 285 auf 322 wider.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist durch die Erweiterung der Geschäftstätigkeit begründet.

Das Ergebnis vor Steuern ist durch die oben erläuterten Einflüsse im Vergleich zum Vorjahr von EUR 3,1 Mio. auf EUR 9,0 Mio. gestiegen.

2.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2025 betrug die Mitarbeiteranzahl durchschnittlich 322 Personen (2024: 285), wobei die Steigerung mit dem Aufbau der Organisation an der Produktionsstätte zusammenhängt. Die Mitarbeiterzahl ist 2025 weiter gestiegen, da die Neuzugänge die Abgänge überwogen haben.

Umweltbelange

Bei all unseren Aktivitäten sind wir bestrebt, den Aspekten des Umweltschutzes Rechnung zu tragen und zusätzlich eine schonende Nutzung von Ressourcen in alle Prozesse einzubinden.

Liefertreue

Die MSD Animal Health Danube Biotech GmbH, Krems an der Donau, nimmt seit 2022 im Konzernverbund die Funktion eines Auftragsfertigers (Contract Manufacturer) ein und wird andere Konzernstandorte mit Vorprodukten beliefern. Die Liefertreue und Kundenzufriedenheit sind klares Konzernziel und werden durch Leistungsindikatoren entsprechend gemessen.

3. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit

An den Standort Krems werden bestehende Produkte von anderen Konzerngesellschaften transferiert. Mit Ausnahme der Anpassung der übernommenen Produktionsprozesse an die lokalen Produktionsanlagen wird keine Forschungs- und Entwicklungsarbeit durch die MSD Animal Health Danube Biotech GmbH, Krems an der Donau, betrieben.

4. Zweigniederlassung

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)

Der Aufbau des Standortes in Krems und die Fertigstellung der Produktionsanlagen im Werk ist in 2 Investitionsphasen erfolgt. In Phase 1 wurden Produktionslinien für die Herstellung bakterieller Antigene installiert. Die Inbetriebnahme erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2021. Die kommerzielle Antigenproduktion startete 2022. Die Investitionsphase 2 umfasste den Aufbau von Anlagen für die Herstellung von Veterinärimpfstoffen sowie deren Abfüllung. Nach Abschluss der Validierungsaktivitäten begann der kommerzielle Produktionsstart Ende 2023. Im Jahr 2024 vollzog die MSD Animal Health Danube Biotech GmbH den Übergang zur kommerziellen Produktion. Wie im Jahr 2024 werden auch in 2025 noch weitere Registrierungschargen für neue Produkte hergestellt, aber Schwerpunkt der Produktion liegt künftig in der erfolgreichen Herstellung von Veterinärimpfstoffen in großen Volumina.

Die Aufgabe der MSD Animal Health Danube Biotech GmbH besteht in den nächsten Jahren darin, die installierten Produktionsanlagen für eine effiziente Routineproduktion in Betrieb zu nehmen, um die konzerninterne Supply Chain zuverlässig und in hoher Qualität zu versorgen. Hierbei stehen Effizienzsteigerungen zur Verbesserung der Produktionskosten im Fokus neben dem notwendigen Ausbau der Kapazitäten für künftige Produktionsvolumen. Im Bereich Formulierung wird hierfür ein Investitionsprojekt umgesetzt, um weitere Volumen aus Schwesterstandorten zu übernehmen. Das Werk bietet mit seinen modernen Produktionsanlagen die Voraussetzungen, weitere Produkttransfers erfolgreich umzusetzen und den Standort in Zukunft auszubauen.

6. Finanzinstrumente und Risikomanagement

6.1. Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen eingesetzten originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.

Derivative Finanzinstrumente wurden weder im Geschäftsjahr 2025 noch in den vorangegangenen Geschäftsjahren zur Sicherung von Risiken eingesetzt.

6.2. Risikomanagement

Im Rahmen unserer internationalen Tätigkeit sind wir einer Vielfalt von finanziellen Risiken ausgesetzt. Insbesondere sind dies Fremdwährungsrisiken auf Grund von Wechselkursschwankungen, Kreditrisiken, Preisänderungsrisiken und Liquiditätsrisiken.

Das vom Unternehmen eingesetzte Risikofrüherkennungs- und Risikomanagementsystem verbindet das Bestreben der Treasury-Abteilungen des Konzerns als auch des Unternehmens, die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Verlusten und negativen Einflüssen auf die finanzielle Situation des Unternehmens zu vermindern. Die Treasury-Abteilungen beachten bei der Ausübung ihrer Funktion die vom Vorstand der Alleingesellschafterin herausgegebenen und approbierten Konzernrichtlinien.

Das Unternehmen bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung offener Fremdwährungspositionen, da das Wechselkursrisiko von untergeordneter Bedeutung für uns ist.

Da unsere Kunden ausschließlich Gesellschaften im Risikoverbund sind und das Konzernclearing monatlich erfolgt, erachten wir das Kredit- und Ausfallrisiko als venachlässigbar. Derzeit hat die Geschäftsführung keine Umstände identifiziert, die auf Kredit- oder Ausfallrisiken hindeuten, für welche noch nicht im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 Vorsorge getroffen worden wäre.

Angebotsseitige Preisänderungen sind in der Regel für uns von untergeordneter Bedeutung, da der Löwenanteil der Wertschöpfung auf den Produktionsprozess und nicht die dafür verwendeten Rohstoffe entfällt. In der aktuellen geopolitischen Lage (Iran-Konflikt) werden zwar Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Transportkosten erwartet, deren Höhe und Dauer ist aber noch nicht absehbar und wird im Konzern evaluiert. Nachfrageseitige Preisänderungen spielen für uns keine Rolle, da wir fixe Preise für die von uns als Auftragsfertiger produzierten Antigene und Impfstoffe von unseren Konzernkunden erhalten.

Die Gesellschaft wird hauptsächlich durch das Konzern-Cashpooling (über die Bankverbindlichkeiten) finanziert. Folglich ist das Unternehmen derzeit keinen wesentlichen Liquiditätsoder Zinsschwankungsrisiken ausgesetzt.

Zusammenfassend erachtet die Geschäftsführung des Unternehmens das vorstehend erläuterte Risikomanagementsystem im Lichte der Geschäftstätigkeit des Unternehmens als effizient und adäquat.

Krems an der Donau, den 28. Mai 2026

Die Geschäftsführung:

Dr. Christine Simone Neudert

Michael Schmidt

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