Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T
der Brantner Österreich GmbH für das Geschäftsjahr 2025
1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1.1 Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Brantner Österreich GmbH ist in den Geschäftsbereichen Entsorgung und kommunale Dienstleistungen tätig. Es werden Industrie, Gewerbe, Privathaushalte und die öffentliche Hand bei Entsorgungsangelegenheiten fachmännisch unterstützt. Die Dienstleistungen umfassen unter anderem die Entsorgung und Verwertung von Abfällen, die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten, Digitalisierungsprojekte, Mulden- und Containerdienst, wie auch Evententsorgung und Fremdreinigung sowie Transportleistungen.
Die Brantner Österreich GmbH agiert bei der Abwicklung von Entsorgungs- und Transportaufträgen umweltschonend und setzt auf effiziente, moderne LKWs, wie auch dem technischen Entwicklungsstand entsprechende Arbeitsmaschinen. Das Ziel ist die CO2- Neutralität des Unternehmens.
Der Umsatz der Brantner Österreich GmbH betrug im Jahr 2025 TEUR 95.312.387,21 (VJ TEUR 95.411). Die Umsatzentwicklung ist auf eine stabile Geschäftsbeziehung im kommunalen und gewerblichen Bereich zurückzuführen, trotz rückgängiger Preise auf den Rezyklatmärkten.
1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)
Das Betriebsergebnis beläuft sich im Jahr 2025 auf TEUR 1.889 (VJ TEUR 3.024). Das Finanzergebnis betrug im Jahr 2025 TEUR -165 (VJ 3.794 TEUR) und führte damit zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.725 (VJ TEUR 6.818).
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 993 (VJ 6.397 TEUR) ausgewiesen. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf TEUR 6.915 (VJ TEUR 11.421).
Die Gesellschaft erreichte eine Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis von Ergebnis vor Steuern excl. FK-Zinsen zum Gesamtkapital) von 3,8% (VJ 11,8%) und eine Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis von Ergebnis vor Steuern excl. FK-Zinsen zum Eigenkapital) von 19,4% (VJ 43,3%).
1.3 Finanzlage (inkl. Kennzahlen)
Aus der betrieblichen Tätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Cash-Flow von TEUR 11.205 (VJ TEUR 3,427) erwirtschaftet. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -13.038 (VJ TEUR -2.241), jener aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.779 (VJ TEUR -1.146). Der Stand der liquiden Mittel hat sich vom 01.01.2025 bis zum Bilanzstichtag um TEUR -54 auf TEUR 138 (VJ 192 TEUR) reduziert.
Das Working Capital stellt den kurzfristigen Vermögenseinsatz zur Geschäftserzielung dar (kurzfristiges Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) und zeigt einen Wert von TEUR -19.186 (VJ TEUR -5.594).
Die Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling wurden bei der Ermittlung des Working Capital zum 31. Dezember 2025 in wirtschaftlicher Betrachtungsweise – wie im Vorjahr – als langfristig angesetzt.
Die Eigenmittelquote gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) beträgt 20% (VJ 27%), die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß URG beträgt 10 Jahre (VJ 7 Jahre).
1.4 Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 450.
Die Bilanzsumme (das Gesamtvermögen) der Gesellschaft belief sich zum 31.12.2025 auf TEUR 69.786 (VJ TEUR 67.003).
1.5
Personal
Die Brantner Österreich GmbH hat im Wirtschaftsjahr 2025 durchschnittlich 134 Angestellte und 329 Arbeiter (VJ durchschnittlich 129 Angestellte und 312 Arbeiter beschäftigt) beschäftigt.
Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern laufend die Möglichkeit, sich fachspezifisch weiterzubilden. Es wurde auch ein Programm zur Gesundheitsvorsorge gestartet, welches von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wurde.
Ein neues Modell ist auch die Job Rotation. Ziele dessen sind Empowerment und Engagement, vor allem jedoch der Einsatz gemäß Interessen und Stärken der MitarbeiterInnen. Besonderer Wert wird im Recruiting Prozess auch auf Soft Facts gelegt, um mehr über die Motivation und die zukünftigen beruflichen Ziele des/der KandidatIn zu erfahren, das erfolgt in einem persönlichen Gespräch auf Augenhöhe.
1.6 Forschung und Entwicklung
Die Unternehmensabteilung Forschung und Entwicklung hat ihre Tätigkeit im Bereich der Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen weiter vorangetrieben. Das Textilrecycling ist ein weiterer Forschungsbereich, um die einzelnen und vor allem unterschiedlichen Fasern aus der Bekleidung trennen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Matratzenrecycling, um die Schaumstoffe in einen erneuerbaren Kreislauf zu bringen. Es wird laufend an neuen Möglichkeiten gearbeitet, um den Herausforderungen, die an eine 100% Kreislaufwirtschaft gestellt werden, zu begegnen. Das ultimative Ziel ist eine 0-Waste Gesellschaft. Derzeit wird an der Energieautarkie, wie auch an der CO2-Neutralität in der Brantner-Gruppe geforscht.
1.7 Umwelt
Die Brantner Österreich GmbH hat sich voll und ganz den Interessen des Umweltschutzes verschrieben. Durch den verantwortungsbewussten Umgang mit Abfällen, besonders auch mit gefährlichen Abfällen, tragen das Unternehmen und seine Mitarbeiter wesentlich dazu bei, die Umwelt vor Schäden und Verunreinigungen zu bewahren.
Um diese Zielerreichung besser abzusichern, ist die Brantner Österreich GmbH auch eine Reihe von Kooperationen mit anderen Unternehmen in diesem Tätigkeitsbereich eingegangen.
1.8 Bestehende Zweigniederlassungen
Zum 31.12.2025 betreibt die Gesellschaft mehrere Standorte im Osten von Österreich: Gneixendorf, Hagenbrunn, Hohenruppersdorf, Hollabrunn, Horn, Krems, Langenlois, Traiskirchen, Wölbling und Wulkaprodersdorf. Die Brantner Österreich GmbH unterhält auch eine Zweigniederlassung in Deutschland.
2. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens)
Die Aussichten für das Jahr 2026 sind, neben weiterhin steigenden Personalaufwendungen durch die volkswirtschaftliche Situation in Österreich im ersten Halbjahr 2026 geprägt.
Die Umsatzerlöse befinden sich im Wirtschaftsjahr 2026 bis Ende April unter Budget, jedoch über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBT liegt aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen, höheren Diesel- und Instandhaltungsaufwendungen sowie höheren Entsorgungskosten hinter den und Budgetwerten, jedoch über dem Vergleichszeitraum des Jahres 2025. Gegenmaßnahmen sind strukturelle Preisanpassungen im Ein- und Verkauf. Die Prognose des EBT für das Jahr 2026 liegt über dem Vorjahresniveau. Konjunkturbedingt ist mit einer nachhaltigen Erholung des Geschäftes erst Ende 2026 zu rechnen.
3. Risikoberichterstattung
3.1 Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
Für den Geschäftsverlauf ist die Konjunkturentwicklung in Österreich von wesentlicher Bedeutung. Die Wirtschaftsleistung der Unternehmen und Haushalte steht in direkter Relation zur Abfallmenge und beeinflusst ebenso die Entwicklung der Rohstoffpreise für Recyclingmaterialien.
Dem Ausfalls- und Kreditrisiko von Forderungen und dem Risiko des Zahlungsverzuges der Vertragspartner wird durch aktives Kreditmanagement entsprochen. Im Ausmaß des maximalen Ausfallsrisikos der Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Im Jahr 2021 wurde auch eine Kreditausfallsversicherung abgeschlossen, um eine entsprechende Risikovorsorge zu treffen und um einen negative Cashflow Einfluss auf das Unternehmen, so gut wie möglich, zu vermeiden.
3.2 Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten
Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen.
Die wesentlichen originären Finanzinstrumente beziehen sich auf Beteiligungen, Ausleihungen, Lieferforderungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstige Forderungen, sowie Bankguthaben. Auf der Passivseite sind als wesentliche originäre Finanzinstrumente Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Cash Pooling Verbindlichkeiten im Konzern und die sonstigen Verbindlichkeiten anzuführen.
Das Ausfallrisiko bei Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie sonstigen Forderungen wird durch laufendes Monitoring entsprechend minimiert. Das Ausfallrisiko bei Bankguthaben wird durch die Veranlagung bei inländischen Instituten hoher Bonität optimiert. Die Höhe der Refinanzierungskosten hinsichtlich der Finanzierungsverbindlichkeiten kann, aufgrund der aktuellen Zinssituation, als nicht unerheblich eingestuft werden. Die Zinssituation bezüglich mittel- und langfristiger Finanzierungen, welche vor dem Jahr 2023 abgeschlossen wurden, ist als sehr positiv zu bewerten.
Krems, am 30. Juli 2026
Brantner Österreich GmbH Geschäftsführung
3
Reinhard Grießler (30. Juli 2026 20:03:37 GMT+2)
Mag. Reinhard Grießler
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Josef Scheidl (30. Juli 2026 21:36:27 GMT+2)
MMag. Josef Scheidl