Inhaltsverzeichnis
zum Jahresabschluss 2025
der
ZMP-Zadruga Market GmbH
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1. Geschäftsverlauf:
1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen:
Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich:1
Nach zwei Jahren Rezession konnte Österreich im Jahr 2025 wieder ein geringfügiges Wachstum verzeichnen. Dieses wird von einer leichten Ausweitung des Konsums und der Investitionen geprägt. Das Wachstum fällt dennoch verhaltener aus als in früheren Erholungsphasen.
Wachsende geopolitische Risiken, eine Investitionsflaute in wichtigen Absatzmärkten, zunehmende Konkurrenz aus China, die Schwäche der deutschen Industrie sowie die Zollpolitik der US- Administration machten 2025 zu einem herausfordernden Jahr für die heimischen Exportbetriebe.
Osterreichs Unternehmen waren auch 2025 Garant für Beschäftigung und Wohlstand. 2025 sorgte die gewerbliche Wirtschaft für insgesamt 2,79 Millionen unselbstständig Beschäftigte. Rund zwei Drittel davon haben ihren Arbeitsplatz in einem kleinen oder mittleren Unternehmen. Mit 178,9 Milliarden Euro zahlten die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Jahr 2025 um 2,0 % mehr an Löhnen und Gehältern aus als noch 2024.
Investitionen sind ein wesentlicher Hebel für Wachstum und Wohlstand. 2025 investierten die Unternehmen insgesamt 61,8 Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Osterreich. In Forschung und Entwicklung (F&E) investierten die österreichischen Unternehmen rund 10,3 Milliarden Euro (2024: 9,9 Milliarden Euro). Die österreichische F&E-Quote lag 2025 bei 3,39 % des BIP. Investitionen in F&E sind Grundvoraussetzung für Innovationskraft und Zukunft des Standorts.1
1 Quelle:
Geschäftsbericht 2025 — WKO
1.2. Die wirtschaftliche Situation in der Region und das Konkurrenzumfeld für das Unternehmen:
Die Entwicklung im Kärntner Handel war im Jahr 2025 trotz einer negativen Prognose leicht positiv. Im Einzelhandel konnte mit 2,2 % realem Zuwachs eine deutliche Zuwachsrate verzeichnet werden, der Großhandel hatte dagegen einen Rückgang von realen 0,8 % zu verzeichnen.
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen in Kärnten um 4,6 % auf 2.637 Personen, während die Zahl der offenen Stellen um 10,85 % zurückging. Im Bereich des Einzelhandels legte die Zahl der Beschäftigten im Lebensmittelhandel zu.
1.3 Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft:
Das negative Ergebnis des Geschäftsjahres 2025 in Höhe von EUR -141.794,90 ist im Wesentlichen auf die angespannte Ertragslage in den Bereichen Baustoffe, Baumarkt und Energie sowie auf die vergleichsweise geringen Margen im Handelsgeschäft zurückzuführen. Die positive Entwicklung im Lebensmittelhandel konnten diese Belastungen nur teilweise ausgleichen. Zusätzlich wirkte sich die bestehende Zinsbelastung negativ auf das Ergebnis aus. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Jahresfehlbetrag jedoch deutlich von EUR -141.794,90 auf EUR -466.877,74 reduziert werden.
2. Geschäftsentwicklung:
2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes:
Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in TEUR):
Geschäftsjahr 2025 Geschäftsjahr 2024 Veränderung
Gesamtumsatz inkl.
| sonstige betriebliche Erträge | 24.816 | 24.875 | -0,24% |
|---|
Mit der Entwicklung des Gesamtumsatzes konnte das intern gesetzte Unternehmensziel erreicht werden.
2.2. Entwicklung des Umsatzes nach Warengruppen:
Die einzelnen Sparten entwickelten sich im Jahr 2025 umsatzmäßig unterschiedlich. Während in den Sparten Lebensmittel, Agrar und Freizeit nennenswerte Umsatzzuwächse erreicht werden konnten, wurde in den Sparten Baumarkt, Baustoffe und Energie jeweils ein Umsatzrückgang verzeichnet.
| Umsatz inkl. sonstige | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| betr. Erträge in TEUR | 2024 | 2025 | +/- in Prozent | ||
| Lebensmittel | € | 16.403 | € | 17.086 | 4,16% |
| Baumarkt | € | 3.533 | € | 3.490 | -1,23% |
| Baustoffe | € | 3.086 | € | 2.503 | -18,90% |
| Energiesektor | € | 528 | € | 505 | -4,42% |
| Agrarsektor | € | 421 | € | 472 | 12,27% |
| Freizeitsektor | € | 565 | € | 586 | 4,05% |
| Sonstige Umsatzerlöse | € | 340 | € | 174 | -49,15% |
| Gesamt | € | 24 876 | € | 24 816 | -0,24% |
3. Geschäftsführung und Mitarbeiter:
Herr Mag. Hochfellner Andreas war im Jahr 2025 als Geschäftsführer der ZMP-Zadruga Market GmbH bestellt und somit für das Ergebnis verantwortlich. Seit 16. März 2026 ist Herr Michael Schwerdt als Geschäftsführer der Gesellschaft tätig.
Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresschnitt 2025 rund 107 Mitarbeiter.
4. Bericht über Betriebsstätten:
Die ZMP-Zadruga Market GmbH führte zum 31.12.2025 neben der Zentrale in Bleiburg an den Standorten in Eberndorf, Eisenkappel, Köttmannsdorf, Globasnitz und Gallizien Verkaufsstellen. Weiters ist am Standort Bleiburg das Zentrallager für den Baustoffhandel angesiedelt.
Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt EUR 993.788,62 (Vorjahr: EUR 421.000,00). Die Investitionen im Sachanlagenbereich betrafen im Wesentlichen die Betriebsund Geschäftsausstattung des neuen Standortes in Gallizien, die Fertigstellung des Umbaues in Eberndorf sowie die Anschaffung der elektronischen Preisauszeichnung für 4 Lebensmittelmärkte in Bleiburg, Eisenkappel, Globasnitz und Köttmannsdorf.
5. Darstellung der Lage inkl. finanzieller Leistungsindikatoren:
5.1. Vermögenslage:
Die Bilanzsumme erhöhte sich von EUR 9.478.621,36 im Jahr 2024 auf EUR 10.824.555,26 im Jahr 2025, dies sind wertmäßig in EUR 1.345.933,90 oder in Prozent 14,20 %.
Diese Veränderungen liegen im Wesentlichen in einer Erhöhung des Anlagevermögens in Höhe von EUR 597.048,49 sowie einer Erhöhung des Umlaufvermögens insbesondere der Vorräte und der Forderungen in Höhe von insgesamt EUR 732.358,99 zugrunde.
5.1.1. Eigenkapital:
Das buchmäßige Eigenkapital verminderte sich im Jahr 2025 um EUR 141.794,90 auf EUR 1.294.385,26 (Vorjahr: EUR 1.436.180,16). Die Eigenkapitalquote2 beträgt 13,97 % (Vorjahr: 17,47%) des Gesamtkapitals.
Die Zielvorgabe, den Eigenkapitalanteil zu verbessern, konnte somit nicht erreicht werden.
5.1.2. Fremdkapital:
An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2025 insgesamt EUR 9.312.242,14 (Vorjahr: EUR 7.822.770,48) ausgewiesen. Die Fremdkapitalquote entspricht 86,03 % (Vorjahr: 82,53%) des Gesamtkapitals.
2 ² Die Eigenkapitalquote wird wie folgt ermittelt:
(Eigenkapital + Investitionszuschüsse) / Bilanzsumme 31.12.2025 x 100
5.2. Ertragslage:
Das Betriebsergebnis hat sich im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2024 nominell erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung im Bereich des Lebensmittelhandels zurückzuführen. Das Betriebsergebnis3 in Relation zur Betriebsleistung4 beträgt im Jahr 2025 +0,1 %. Der diesbezügliche Wert im Jahr 2024 liegt bei -1,5 %.
Das im Jahr 2025 erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern in der Höhe von EUR -218.586,12 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund € 403.448,74 liegt trotz der positiven Veränderung unter der Zielvorgabe. Mit dem erzielten Jahresfehlbetrag konnte leider keine nominelle Eigenkapitalstärkung erreicht werden.
5.3. Besondere Vorgänge nach dem Geschäftsjahresabschluss:
Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2025 waren geprägt von einem zurückhaltenden Kaufinteresse im Bereich der Baustoffe, Baumarkt sowie im Energiebereich und einem Anhalten der hohen Nachfrage im Lebensmittelbereich.
6. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens:
6.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung:
In einem von globalen Krisen geprägten Umfeld liegt die Zielsetzung in der Absicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung der ZMP- Zadruga Market GmbH ist das Vertrauen der finanzierenden Banken gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld gesichert ist.
3 ³ Betriebsergebnis lt. GuV 9
4 ⁴ Betriebsleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen
Hinsichtlich der Ertragslage liegt die mittelfristige Zielvorgabe in der Absicherung der Rohertragsspanne und in einer weiteren Verbesserung des Betriebskostensatzes. Damit soll die Ertragslage sukzessive verbessert werden.
Gestützt auf den bisherigen Geschäftsverlauf und die aktuelle Aufwandsentwicklung erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 ein insgesamt ausgeglichenes Ergebnis. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 wird eine Umsatzsteigerung von rund 20 % erwartet.
Nach der derzeitigen Liquiditätsplanung verfügt die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel und Finanzierungsmöglichkeiten, um die laufenden Kosten sowie die erforderlichen Tilgungen zu erfüllen. Größere Investitionen sind für 2026 derzeit nicht geplant. Die Prognose setzt voraus, dass sich die Nachfrage planmäßig entwickelt und keine wesentlichen zusätzlichen Kostenbelastungen eintreten.
6.2. Wesentliche Risken und Ungewissheiten:
Die Gesellschaft ist wesentlich von der Entwicklung des privaten Konsums und der Nachfrage der Haushalte abhängig. Eine Zurückhaltung der Konsumenten kann insbesondere in den Bereichen Baustoffe, Baumarkt, Energie und Freizeit zu rückläufigen Umsätzen führen. Im Lebensmittelhandel ist die Nachfrage zwar grundsätzlich stabiler, jedoch besteht eine hohe Preissensibilität der Kunden und ein intensiver Wettbewerb.
Aufgrund der vergleichsweisen geringen Margen im Einzelhandel können bereits moderate Veränderungen der Einkaufs- und Verkaufspreise sowie der Personal-, Energie- und sonstigen Betriebskosten die Rohertragsspanne und das Ergebnis wesentlich beeinflussen.
Im Lebensmittelhandel besteht zusätzlich ein erhöhtes Risiko aus der kurzen Haltbarkeit und Verderblichkeit bestimmter Waren. Absatzschwankungen, Überbestände oder Unterbrechungen der Kühlkette können zu Preisreduzierungen, Warenabschriften und Entsorgungskosten führen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch eine laufende Überwachung der Umsätze, Margen und Warenbestände, eine bedarfsgerechte Bestellsteuerung, sowie durch regelmäßige Kontrollen der Haltbarkeitsdaten.
Branchen- und Geschäftsrisiko (Qualität der Produkte, Kundenbindung, Vertrieb) IT-Risiko (Risiko im Hinblick auf die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des IT-Systems)
• Umweltrisiko (Umweltschutzmaßnahmen des Unternehmens) • Personalrisiko (Weiterbildungsmaßnahmen, Fluktuation und Krankheiten)
7. Bericht über die Forschung und Entwicklung:
Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.
8. Derivative Finanzinstrumente:
Es werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Bleiburg, am
Schwerdt Michgél
Geschäftsführer