Inhaltsverzeichnis
der
Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis eGen Albrechtser Straße 3, 3950 Gmünd
1. Darstellung des Geschäftsverlaufes
1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
1.1.1. Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich1
Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, schwankendem Wachstum, hartnäckiger Inflation und steigender Staatsverschuldung in vielen Regionen. Keines dieser Probleme hat sich mit dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, bleibe aber anfällig, heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Man erwartet, dass sich das weltweite Wachstum von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 leicht abschwächen wird.
Im Euro-Raum verhält sich die Konjunktur mit einer erwarteten Expansion von 1,4 % im Jahr 2025 robust und zeigt sich in den Folgejahren moderat steigend. Die europäische Exportwirtschaft gerät aber zunehmend durch den Wettbewerb mit China unter Druck, deren Regierung auf die Förderung von Hochtechnologie setzt. China exportiert vermehrt Produkte mit höherem Technologiegehalt und drängt damit in klassische Marktsegmente etablierter Volkswirtschaften. Dies setzt auch österreichischen Unternehmen, direkt oder indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, zu. Ferner belasten die US-Zollpolitik sowie der starke Euro die positive Entwicklung. Im Euro-Raum erwies sich der Arbeitsmarkt als robust und verlangsamte sich die Inflation im Jahresverlauf 2025, anders als in Osterreich, deutlich auf rund 2 %. Es wird für den Euro-Raum eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) erwartet. Das Konjunkturwachstum bei Osterreichs wichtigstem Wirtschaftspartner Deutschland dürfte sich aufgrund des Fiskalpakets ebenfalls auf 1% (2026) bzw. 1,4% (2027) beschleunigen. Die Industrieschwäche in Deutschland hält jedoch an.
Der öffentliche Haushalt Österreichs steht unter großem Konsolidierungszwang. Das gesamtstaatliche Defizit laut Maastricht-Definition liegt im Jahr 2025 bei 4,6 % des BIP. Durch die nötigen (sub-)nationalen Budgetmaßnahmen soll sich der Finanzierungssaldo bis zum Jahr 2027 auf rund 4 % verringern; die BIP-Schuldenquote wird daher weiter steigen und 2027 eine Höhe von 84,9 % erreichen.
¹ Quellen:
IFO: Konjunkturprognose 4/2025 (12/2025) WIFO: Monatsberichte 12/2025 IHS: Winter-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2025-2027 OeNB Report 2025/23 – Wirtschaftsprognose 2025-2028 (Dezember 2025) AMS Übersicht Dezember 2025 (Jänner 2026) https://www.boerse-live.at/de/kurse-und-maerkte/zinsen/leitzinsen/zinsschritte-usa.html. Stand: 05.01.2026 DW: Weltwirtschaft: Welche Herausforderungen warten 2026?, 02.01.2026 Europäische Kommission: Pressemitteilung, Herbstprognose 2025: Anhaltendes Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen, 17.11.25 BankAustria/UniCredit: Konjunktureinschātzung 2025/27, 3.12.25 WKO: Konjunkturradar international 4/2025
Die in der zweiten Jahreshälfte 2025 beobachtete Konjunkturaufhellung der österreichischen Wirtschaft verfestigt sich voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027. Für die nächsten Jahre wird nach der längeren Rezession ein moderater Wachstumspfad von 1,2 % (2026) sowie 1,4 % (2027) erwartet. Die Stärke der Erholung wird maßgeblich von der Entwicklung der Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Effekte der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionsbereitschaft wirken, zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem Abflauen der Sparneigung beitragen und dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen.
Der Arbeitsmarkt stagnierte 2025, wird aber ab 2026 wieder stärker wachsen, wodurch die Arbeitslosigkeit sinken sollte. Zurückzuführen ist dieser Trend unter anderem auf die demografische Entwicklung, welche zu einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung führt. Dies wird allerdings durch die steigende Erwerbsbeteiligung ausgeglichen, insbesondere aufgrund der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt 2025 bei 7,4 % (Dezember 2025: 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet) und verringert sich kontinuierlich in den Folgejahren auf 7,3 % (2026) bzw. 7,0 % (2027).
1.1.2. Die wirtschaftliche Situation in der Region und das Konkurrenzumfeld für den Die Genossenschaft
Eine große wirtschaftliche Belastung für die Genossenschaft war und sind die stark gestiegenen Kosten und Aufwände, wie z. B. für eigene Bauvorhaben, Personal, Energie und Zinsen. Die Auftragslage im Baunebengewerbe ist, bedingt durch die andauernde Rezession, durchwachsen. Der Fachkräftemangel, u. A. auch durch die demographische Entwicklung, ist nicht nur in der Region, sondern auch österreichweit zu beobachten. Im Waldviertel wird es zusätzlich dadurch verschärft, dass es in der Region kaum schulische Ausbildungsangebote für technische Berufe gibt. Das Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis hat sich diesbezüglich bereits Strategien und Maßnahmen überlegt, um das bestehende Personal im Unternehmen zu halten und neues Fachpersonal zu bekommen. Außerdem haben wir bereits Anreize geschaffen bzw. intensiviert, um Lehrlinge zu rekrutieren, damit wir in Zukunft mit gut ausgebildeten Facharbeiter:innen reüssieren können.
1.1.3. Geschäftsentwicklung
Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in tausend Euro):
| GJ 2025 | GJ 2024 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Warengeschäft | 57.488 | 57.981 | - 0,9 % |
| Werkstätten | 15.608 | 15.297 | +2,0 % |
| Gewerbebetriebe | 24.370 | 22.019 | +10,7 % |
| Gesamtumsatz | 97.466 | 95.298 | + 2,3 % |
Die Genossenschaft konnte trotz herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten einen Umsatzzuwachs von 2,3 % erzielen.
1.1.4. Geschäftsführung und MitarbeiterInnen
Als Geschäftsführer der Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis eGen waren Herr Mag. (FH) Günter Zaiser, MBA und ab 01.03.2025 Herr David Wondra, MSc (WU) bestellt.
Der durchschnittliche Personalstand der Genossenschaft verminderte sich im Jahresabstand auf insgesamt 380 Dienstnehmer:innen. Für 14 Dienstnehmeriinnen, welche im Dezember ausgeschieden sind, gibt es eine Wiedereinstellungszusage.
Das Lagerhaus legt immer besonderen Wert auf die Ausbildung seiner Mitarbeiter:innen. Dies kommt auch durch die Anzahl der Schulungstage und der Tage für Seminarbesuche zum Ausdruck.
1.1.5. Leistungen besonderer Art
Im Jahr 2025 wurden fachliche Informationsveranstaltungen im Agrarbereich kontinuierlich und in gewohnter Weise durchgeführt. Mitglieder und Kunden wurden Ifd. durch „Lagerhaus-News“ via Postwurfsendungen sowie digitalen Newslettern über Neuerungen und das Waren- sowie Dienstleistungsangebot informiert.
1.1.6. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr
Seit dem Frühjahr 2025 wurden intensive und verantwortungsvolle Verhandlungsgespräche, Analysen, Konzeptionen und Vorbereitungen für eine Fusion der Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen/Thaya eGen (als übertragende Genossenschaft) mit der Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd- Vitis eGen (als übernehmende Genossenschaft) im Jahr 2026 durchgeführt.
Mitte des Jahres 2025 wurde der operative Betrieb der internen Abteilung „Baumeisterei“ eingestellt und in eine „Bau- und Planungsberatung“ umstrukturiert. Des Weiteren wurde die Ernteübernahme in den Filialen Heidenreichstein und Weitra eingestellt. Am Standort in Pürbach wurde die Ernteübernahme auf BIO-Getreide umgestellt und der operative Filialbetrieb ab September eingestellt. Darüber hinaus wurden in zahlreichen Filialen und Betrieben umfangreiche Ersatzanschaffungen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie im Fuhrpark getätigt.
1.1.7. Erfüllung des Genossenschaftszweckes
Die Genossenschaft stellt im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ihre Einrichtungen und Leistungen ihren Kunden und Mitgliedern zur Verfügung. Zudem werden für Kunden und Mitglieder umfassende Beratungs-, Betreuungs- und Informationsdienstleistungen erbracht.
1.2. Bericht über Betriebsstätten
Die Genossenschaft führte zum 31.12.2025 neben der Zentrale in Gmünd an 9 Standorten eine Verkaufsstelle und an 4 Standorten eine Werkstätte.
Die Investitionen im Sachanlagebereich betrug im Geschäftsjahr 2025 (inkl. Anlagen im Bau) insgesamt 1.435.000 Euro. Die Sachanlageninvestitionen betrafen im Wesentlichen die Implementierung neuer ERP-Systeme in den Gewerbebetrieben (OneQrew ERP) sowie von SAP im Lagerhaus, die Errichtung einer neuen Trafostation und einer Entstaubungsanlage bei der Getreideübernahme in der Filiale Vitis, die Errichtung einer neuen Brückenwaage in der Filiale Weitra, den Fuhrpark sowie zahlreiche Ersatzinvestitionen.
1.3. Darstellung der Lage und finanzieller Leistungsindikatoren
1.3.1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2025 um 1.907.900 Euro oder 2,8 %.
Das Anlagevermögen verringerte sich um 1,8% auf 38.320.700 Euro. Das Umlaufvermögen (einschließlich der aktiven Rechnungsabgrenzungen) verringerte sich um 1.210.200 Euro auf 27.335.000 Euro. Davon verringerten sich die Vorräte um 11,7% auf 12.053.100 Euro. Die Forderungen verringerten sich um 4,0 % auf 14.079.600 Euro. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 986.700 Euro auf 1.162.500 Euro.
1.3.1.1. Eigenkapital
Das buchmäßige Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2025 um 461.700 Euro oder 2,0 % auf 23.611.000 Euro. Der Eigenkapitalanteil inkl. Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln (345.800 Euro) beträgt 36,5 % des Gesamtkapitals.
1.3.1.2. Fremdkapital
An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2025 insgesamt 41.698.900 Euro ausgewiesen. Dies entspricht 63,5 % des Gesamtkapitals.
1.3.2. Ertragslage
Die Betriebserträge haben sich im Berichtsjahr per Saldo um 5,1 % auf 30.662.700 Euro erhöht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Erhöhung der Umsatzerlöse sowie die Bestandsveränderungen von nicht abrechenbaren Leistungen zurückzuführen.
Die Betriebsaufwendungen verringerten sich im Berichtsjahr um 2,7 % auf 29.337.700 Euro. Die Verringerung ist vor allem auf den geringeren Personalaufwand (-4,8%) bei geringeren Erhöhungen der Aufwendungen für Abschreibungen (+1,0 %) und von sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+3,1 %) zurückzuführen.
Der Betriebserfolg in Relation zur Betriebsleistung beträgt im Jahr 2025 +1,4 %. Der diesbezügliche Vorjahreswert liegt bei -1,0 %.
Das Finanzergebnis hat sich um 496.900 Euro auf minus 729.200 Euro vermindert.
Das Ergebnis vor Steuern (EVS) 2025 beträgt 595.800 Euro. Gegenüber dem Vorjahr hat sich dieser Wert um 2.784.400 Euro verbessert.
1.3.3. Finanzlage
Auf Basis des Fachgutachtens AFRAC Stellungnahme 36 gestaltet sich die Finanzlage wie folgt (Beträge in tausend Euro):
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | + 2.981 | + 2.201 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | - 1.725 | -2.474 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | - 162 | - 86 |
Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der betrieblichen Tätigkeit war im Wesentlichen auf das wesentliche bessere Ergebnis vor Steuern, auf die Abnahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie der Abnahme von Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zurückzuführen. Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der Investitionstätigkeit begründet sich durch die geringeren Investitionen gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung des Netto-Geldflusses aus der Finanzierungstätigkeit war auf den geringeren Finanzierungsbedarf zurückzuführen.
1.3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Getreideanlieferung an die Genossenschaft stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Getreideanlieferung (in Tonnen) | 22.086 | 19.742 |
In der Getreidelagerung und -logistik sind die HACCP-Prinzipen maßgeblich für die Anforderungen an die technischen Einrichtungen sowie für die Ablaufgestaltung.
Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist festzuhalten, dass der Die Genossenschaft bemüht war, allen ökologischen und sozialen Vorgaben gerecht zu werden.
Während des Geschäftsjahres 2025 wurden Mitarbeiter:innen, besonders in den Dienstleistungsbereichen und in den Bereichen Baustoffe und Pflanzenschutzmitteln laufend zu fachspezifischen Schulungen entsandt bzw. zu Webinaren eingeladen.
Auch im EDV-, Controlling- und Buchhaltungsbereich wird auf kontinuierliche Mitarbeiter:innen- Schulungen großen Wert gelegt. Die überwiegend sehr guten Zeugnisse unserer Lehrlinge beweisen auch, dass die duale Ausbildung auf einem hohen Niveau stattfindet. Des Weiteren werden in den Dienstleistungsbereichen teilweise externe Audits durchgeführt, wodurch z. B. die Kundenfreundlichkeit, das Knowhow, die Effizienz, u. A. m. der Mitarbeiter:innen überprüft wird.
Um den aktuellen Wandlungen des Arbeitsmarktes sowie den Anforderungen bestehender Mitarbeiterinnen zukünftig noch wirksamer entsprechen zu können, wurde, in Zusammenarbeit mit der „Österreichischen Gesundheitskasse“ (ÖGK), ein Projekt zur „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ gestartet. Das Projekt konnte nach über zwei intensiven Jahren im Herbst 2025 erfolgreich abgeschlossen und das „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung“ erlangt werden.
Verstärkt zeigen sich die Herausforderungen der derzeitigen Arbeitsmarktsituation auch daran, dass einzelne Stellen nicht zeitnah nachbesetzt werden konnten und können. Dies lässt wiederum auf Auswirkungen auf die Aufnahme sowie Abarbeitung von Kundenaufträgen schließen. Weiters ergibt sich daraus, dass verstärkt Aufwand in Richtung umfassender Personalsuche betrieben werden muss, u. a. werden Ifd. folgende Maßnahmen umgesetzt:
• Stellenausschreibungen werden im neuen, moderneren Corporate Design gestaltet und auf verschiedenen Jobplattformen sowie in Social-Media-Kanälen ausgeschrieben • die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice, den umliegenden Schulen sowie weiteren zentralen Stellen wurden ausgeweitet und intensiviert • Lehrlingsoffensive- Ansprache künftiger und bestehender Lehrlinge
Vor einigen Jahren wurde das Programm „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ ins Leben gerufen und dieses wird kontinuierlich fortgesetzt. Die Maßnahme wurde bislang gut angenommen und zahlreiche Mitarbeiter:innen konnten dadurch rekrutiert werden. Des Weiteren werden attraktive Lehrlingsprämien für besondere schulische Leistungen in den Berufsschulen und anl. der
Lehrabschlussprüfungen ausgelobt. Aktive Mitarbeiter:innen werden Ifd. via Intranet über Richtlinien und Prämienansprüche informiert.
Im Februar 2025 wurde erstmals ein „Welcome-Day“ für neue Mitarbeiter:innen abgehalten. Im August 2025 fand die jährliche Vorstellung der neuen Lehrlinge in der Zentrale durch die Geschäftsführer sowie durch die einzelnen Betriebsleiter:innen statt. Bei beiden Events wurden insbesondere die vielfältigen und unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Genossenschaft sowie die betriebliche Aufbauorganisation vorgestellt.
Im August 2025 wurde auch der zweitägige Lehrlings-Workshop zur Integration und internen Ausbildung neuer Lehrlinge in gewohnter Weise abgehalten. Dadurch wird ein stärkerer Bezug zum Unternehmen beabsichtigt, als auch der Austausch und Zusammenhalt unter den künftigen Fachkräften unterstützt.
Im Rahmen einer speziellen „Ehrungs- und Betriebsfeier“ im November 2025 wurden Berufsausbildungen, Fach- und Weiterbildungen sowie langjährige Betriebszugehörigkeiten unserer Mitarbeiter:innen gewürdigt und die Personen entsprechend ausgezeichnet. Allen Beschäftigten, welche im abgelaufenen Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gewechselt sind, wurde für ihre Leistungen und ihre Loyalität entsprechend gedankt.
Themen, die das Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis bereits im Jahr 2025 begleitet haben und den Die Genossenschaft auch in Zukunft weiter begleiten werden, sind die Arbeit am „Employer Branding“ sowie die stetige Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Betriebsleiter:innen, hinsichtlich der Bedeutung Arbeitnehmer:innen zu halten und die Herausforderungen der Mitarbeiter:innen-Suche und die damit verbundenen Unsicherheiten in der Planung mit einzubeziehen. Dazu wurde im RWA/Lagerhaus-Verbund eine österreichweite Initiative zur Stärkung der „Arbeitgebermarke Lagerhaus“ ins Leben gerufen, an der wir aktiv und engagiert mitarbeiten.
Im Rahmen eines internen Onboarding-Projektes wurden mit Unterstützung durch das Arbeitsmarkt-Service (AMS) die Bereiche Personal-Bedarfsplanung, -Suche, -Auswahl, - Einstellung und -Integration bearbeitet und ein Konzept für einen möglichst standardisierten Prozess erarbeitet.
Im Unternehmen ist eine Sicherheitsfachkraft etabliert, welche sich gemeinsam mit dem Arbeitsmediziner, sowie der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und den Sicherheitsvertrauenspersonen in den einzelnen Betrieben um die Angelegenheiten des Arbeitnehmer:innen-Schutzes kümmert.
In regelmäßigen Abständen werden von den Präventivkräften (Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmediziner) Betriebsbegehungen durchgeführt und gemeinsam mit den Dienstnehmeriinnen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zum Schutz vor Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten erarbeitet, welche dann der Geschäftsführung berichtet werden und durch deren Anweisung auf Basis der gesetzlichen Grundlagen umgesetzt werden.
Betreffend „Futtermittelhygiene und Lebensmittelsicherheit“ arbeitet unser Unternehmen auf Basis eines RWA-weit gültigen Qualitätsmanagementhandbuches, welches die Grundlage für sämtliche Abläufe betreffend Ankauf, Lagerung, Manipulation, Gesunderhaltung und Verkauf von Futtermittel bildet. Sämtliche Standorte, in denen Getreide übernommen und gelagert wird, sind seit 2015 GMP+ zertifiziert und werden jährlich durch externe Auditoren überprüft. Die beiden Bio- Lagerstellen werden durch die Kontrollstelle CABG und durch die BGA laut Pflichtenheft kontrolliert. Unsere Dienstnehmer:innen werden in regelmäßigen Abständen dazu geschult und laufend über Veränderungen informiert.
Für den Bereich Lebensmittel werden mit Unterstützung der Wirtschaftskammer ebenfalls regelmäßig Schulungen durchgeführt und es wird der Ordner „Leitlinie für eine gute Hygienepraxis und die Anwendung der HACCP-Grundsätze“ als Grundlage für die Durchführung und Dokumentation verwendet.
Ein besonderes Anliegen sind uns auch die Bereiche Umweltschutz und Abfallentsorgung. Dafür ist ein eigener Abfallbeauftragter bestimmt, welcher für jede Kostenstelle ein Abfallwirtschaftskonzept erstellt und überwacht.
Zur Energiegewinnung nutzen wir an einigen Standorten Photovoltaikanlagen und erzeugen dadurch umweltfreundlichen Strom, welchen wir zur Gänze für den Eigenbedarf verwenden. Unser Die Genossenschaft ist darüber hinaus 2024 der Energiegemeinschaft „Energiekooperative eGen“ im Lagerhausverbund Niederösterreich beigetreten.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung
Die Prognosefähigkeit der betrieblichen Entwicklung der Genossenschaft ist aufgrund schwer einschätzbarer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen als Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und des bereits seit über vier Jahren dauernden Russland- Ukraine-Kriegs wesentlich beeinträchtigt.
Die geschäftspolitischen Schwerpunkte für die nächste Zukunft liegen in einem konservativen jedoch kontinuierlichen Wachstum in allen Geschäftsbereichen, insbesondere jedoch in den Gewerbe- und Werkstätten-Dienstleistungen. Außerdem wird weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Konsolidierung wirtschaftsschwacher Geschäftsbereiche und der Reduktion betrieblicher Aufwendungen gelegt.
Des Weiteren sind wir dem Impuls-Qualifizierungsverbund Waldviertel (IQV Wald4tel) beigetreten, um in einem Netzwerk mehrerer regionaler Unternehmen, gemeinsam maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen für unser Arbeitskräfte zu planen und durchführen.
Im Jahr 2026 sind Investitionen in der Höhe von rd. 1,6 Mio. Euro sowie Instandhaltungen von rd. 1,4 Mio. Euro geplant. Dieses Budget von rd. 3,0 Mio. Euro dient im Wesentlichen der Erweiterung, Modernisierung und dem Erhalt der betrieblichen Infrastrukturen.
Bezüglich Eigenkapital besteht das mittelfristige Unternehmensziel darin, den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme zu verbessern.
Falls sich durch die o. g. geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nichts Wesentliches ändert, die Inflation sowie die Zinsen weiter sinken bzw. zumindest stabil bleiben und das Wirtschaftswachstum in Osterreich wieder steigt, gehen wir davon aus, dass wir mittelfristig stabile und angemessene positive Ergebnisse erwirtschaften können.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Der bereits erwähnte Krieg im Nahen Osten führte innerhalb kürzester Zeit insbesondere zu deutlichen Preissteigerungen bei Energie und Düngemitteln. Es besteht das Risiko, dass die
gestiegenen Kosten über längere Zeit hinweg erhalten bleiben und zu nicht unwesentlichen, negativen Effekten auf die Ergebnisentwicklung führen könnten.
In einem von globalen und multiplen Krisen geprägten Umfeld liegt die Zielsetzung in der Absicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung, der breit aufgestellten Geschäftsbereiche und der Leistungsfähigkeit unserer Lagerhausgenossenschaft, ist das Vertrauen der finanzierenden Banken jedoch gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld gesichert ist.
Ein entsprechendes internes Kontrollsystem ist eingerichtet. Die Risikolage des Unternehmens wird laufend evaluiert und durch abgeleitete Gegenmaßnahmen in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen gehalten. Die Einhaltung der Vorgaben durch die Verantwortlichen wird überwacht.
Da wir die, durch uns angekauften landwirtschaftlichen Erzeugnisse fast ausschließlich über die RWA (Raiffeisen Ware Austria AG) vermarkten, wird hier das Risiko von Forderungsausfällen geringgehalten.
Durch die laufende Schulung unseres „Zukunftspersonals“ und das Aufzeigen von Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Betrieb wird versucht, das Fluktuationsrisiko möglichst gering zu halten. Zudem werden wir weiterhin verstärkt in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen investieren.
Aufgrund des Einsatzes eines einheitlichen und modernen EDV-Systems (SAP- Lagerhausplattform) für Lagerhausgenossenschaften in ganz Niederösterreich ist eine ständige Weiterentwicklung gewährleistet. Existenzbedrohende Risiken wie z. B. Umweltrisiko, Feuer, Unwetter, Cyberangriffe usw. sind durch Versicherungen gedeckt.
Nach heutigem Wissenstand bestehen trotz der kriegerischen Konflikte in der Ukraine, im Gazastreifen und im Nahmen Osten sowie der andauernden Rezession in Österreich keine, den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.
Gmünd, 20.05.2026
David Wondra, MSc (WU) Geschäftsführer
Dir. Mág/(FH) Günter Zaiser, MBA Geschäftsführer
Dieser Lagebericht 2025 wurde am 20.05.2026 erstellt und in der Vorstands- und Aufsichtsratssitzung am 20.05.2026 behandelt und genehmigt.
| LAUTER Hermann | Rank | KLEIN Andreas | ا - — | ||
|---|---|---|---|---|---|
| STEINER Thomas | San Gi | KOPPENSTEINER Nico | Unl | ||
| HERZOG Alfred | KOPPENSTEINER Reinhard | ||||
| BIEDERMANN Gerald DI ERHART Christoph | Guilt tiet | KOWAR Otmar MAYERHOFER Roman | Mail Mon | ے | |
| FLOH Martin | Mathis th | MÜLLNER Herbert | |||
| FRABERGER Stefan | NEUTEUFEL Erwin | Labell A - | |||
| FRIEDRICH Martin | Ah | SCHUSTER Hermann | Selise len enn | ||
| GINDLER Harald | find t | SEIDL Thomas | Sept Hener | ||
| GÖTH Andreas | SÜSS Johann | ||||
| HAIDER Günter | Hon. | TRADENREI Enoch | |||
| HUBER Michael | War | a | ZEILINGER Manfred | fu | seill |
| KALTENBÖCK Günther | ZLABINGER Gerhard | ||||