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Lagebericht 2025

PIZ - patho im zentrum GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

histologie & zytologie mikrobiologie molekularpathologie

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

Die PIZ – patho im zentrum GmbH – kurz das PIZ – hat sich seit der Firmengründung im Jahr 2017 zu einer der führenden Einrichtungen im Bereich der klinischen Pathologie in Österreich entwickelt.

Das PIZ bietet im Rahmen der krankenanstaltenrechtlichen Bewilligung Leistungen im Bereich der Histologie, der Zytologie, der Mikrobiologie und der Molekularpathologie an. Als medizinisches Labor verarbeitet das PIZ Gewebeproben, Abstriche und Körperflüssigkeiten für niedergelassene Arzte, aber auch für Krankenanstalten und Universitätskliniken. Das PIZ verfügt für die Laborleistungen über Abrechnungsmöglichkeiten mit den österreichischen Sozialversicherungen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden zudem die Grundlagen für eine strategische Kooperation zur Weiterentwicklung und Ausweitung des Pathologiegeschäfts in Wien geschaffen.

Mitarbeiterentwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 waren mit Stand 31.12. 96 Mitarbeiter im PIZ beschäftigt (Vorjahr: 93), davon 94 vollversichert und 2 geringfügig (Vorjahr: 92 vollversichert, 1 geringfügig). 3 Mitarbeiter waren freie Dienstnehmer (Vorjahr: 3).

Standort und Leistungserbringung

Der Hauptstandort von PIZ ist in St. Pölten, wo sich auch das Labor befindet. Beim PIZ beschäftigte Pathologen führen in Krankenanstalten in Wien, Niederösterreich und Burgenland Obduktionen und intraoperative Gefrierschnitte durch und nehmen als Fachexperten an Tumorboards teil.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Probeneingänge

Das Probenaufkommen ist stabil. Die Entwicklung der Probennummern stellt für das PIZ ein zentrales Instrument zur Messung der Geschäftsentwicklung dar.

Geschäftsergebnis

Das PIZ erzielte im Geschäftsjahr 2025 bei Umsatzerlösen von TEUR 29.458 (Vorjahr TEUR 27.358) einen Jahresüberschuss von TEUR 2.066 (Vorjahr TEUR 2.657). Der Anstieg der Umsatzerlöse wurde insbesondere durch höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen überkompensiert. Diese Entwicklung

ist unter anderem auf den gestiegenen Einsatz externer medizinischer Leistungen zurückzuführen. Daneben erhöhten sich die Personal- und Abschreibungsaufwendungen. Das Betriebsergebnis verringerte sich dadurch von TEUR 3.615 auf TEUR 2.921.

Die Eigenmittelquote gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) beträgt zum 31.12.2025 40,61 % (Vorjahr 33,5 %).

Die Schuldentilgungsdauer gemäß URG beträgt zum 31.12.2025 2,4 Jahre (Vorjahr 2,5 Jahre).

Die Working Capital Ratio beträgt zum 31.12.2025 144,92 % (Vorjahr 135,99 %). Diese berechnet sich aus dem Verhältnis der kurzfristigen Aktiva und der kurzfristigen Passiva.

Der Anlagendeckungsgrad II beträgt zum 31.12.2025 139,71 % (Vorjahr 130,93 %). Dieser berechnet sich aus dem Verhältnis des langfristigen Kapitals und des Anlagevermögens und ist eine Maßgröße für die fristenkongruente Finanzierung.

Die dargestellten Finanzierungs- und Liquiditätskennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt verbessert.

Voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Aufgrund des weiter zunehmenden Pathologenmangels in Krankenanstalten und des Versorgungsauftrags erwartet das PIZ für das Jahr 2026 eine steigende Nachfrage nach den angebotenen Leistungen und damit höhere Umsatzerlöse. Voraussetzung für die Realisierung des daraus resultierenden Wachstumspotenzials ist insbesondere die Verfügbarkeit entsprechend qualifizierten Fachpersonals.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Der anhaltende erhebliche Mangel an qualifizierten Labormitarbeitern bzw. der anhaltend hohe Mangel an Pathologen birgt das Risiko, dass bei ungeplanten Abgängen von Mitarbeitern die Aufträge nicht zeitgerecht abgearbeitet werden könnten bzw. auch ein mögliches Wachstumspotential nicht ausgeschöpft werden kann.

Das Forderungsausfallsrisiko wird als gering eingeschätzt, da der weit überwiegende Teil der Leistungen an den öffentlichen Sektor erbracht wird (Sozialversicherungsträger und Krankenanstalten).

Die Preise für Gerätschaften, Betriebsmittel und Verbrauchsgüter unterliegen aufgrund der Entwicklung auf den internationalen Beschaffungsmärkten einem entsprechenden Preisänderungsrisiko.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet im Wesentlichen die für das operative Geschäft erforderlichen Finanzinstrumente, insbesondere Bankguthaben und Bankdarlehen. Die Bankdarlehen sind zur Gänze variabel verzinst und unterliegen daher einem Zinsänderungs- und damit verbundenen Cashflow-Risiko. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Weitere wesentliche Risiken aus Finanzinstrumenten bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 Abs. 3 Z 2 UGB. Im Bereich der digitalen Pathologie wirkt das PIZ jedoch an der Weiterentwicklung digitaler Arbeitsabläufe mit.

Nachtragsbericht

Im März 2026 wurde im Rahmen der im Geschäftsjahr 2025 vereinbarten strategischen Kooperation eine Kapitalerhöhung bei der Patho Diagnostics GmbH umgesetzt. Dadurch verringerte sich die Beteiligungsquote der PIZ patho im zentrum GmbH von 100 % auf 74,8984 %. Die Kooperation dient der Weiterentwicklung des Pathologiegeschäfts und der Erschließung zusätzlicher Leistungspotenziale.

St. Pölten, am 29. September 2026

Dr. Afschin Soleiman Geschäftsführer

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