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Lagebericht 2025

KBB - Kultur-Betriebe Burgenland GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 21. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH („KBB“) wurde am 13. Oktober 2016 als gemeinnützige GmbH iSd §§ 34ff BAO errichtet und am 26. Oktober 2016 in das Firmenbuch eingetragen.

Gegenstand und Zweck des Unternehmens sind:

• die Förderung der Allgemeinheit auf kulturellem Gebiet sowie die Förderung und Verbesserung des kulturellen bzw. touristischen Angebotes und der wirtschaftlichen Infrastruktur; • Kultur-/ Bildungszentren sowie Museen und Galerien im Burgenland zu erhalten und verwalten, für den Betrieb derselben Vorsorge zu treffen und alle diesen Zielen dienenden Tätigkeiten zu fördern, zu unterstützen und auszuführen; • Konzert-, Theater- und sonstige Kunst- und Kulturveranstaltungen im Burgenland zu organisieren, zu erhalten und verwalten, für den Betrieb derselben Vorsorge zu treffen und alle diesen Zielen dienenden Tätigkeiten zu fördern, zu unterstützen und auszuführen; • Die gemeinnützige Organisation und Sicherstellung sowie Durchführung, Weiterentwicklung des Kultur- und Eventbetriebes - insbesondere des Ausstellungs-/ des Shop-/ des Veranstaltungs- und des Vermietungsbetriebes wie auch des Kartenvertriebes von Kulturstätten und Festivals; • Informations-/Service- bzw. operative Dienstleistungen für kulturelle Institutionen, um im Interesse des Landes Burgenland das kulturelle und touristische Angebot zu fördern und zu verbessern; • Planung, Organisation, Abwicklung und Vermarktung von spezifischen überregionalen Kulturschwerpunkten im Interesse des Landes Burgenland. • Bewirtschaftung von Kunstsammlungen und Exponaten.

Im Jahre 2017 wurde der Verein Kulturzentren Burgenland als Sacheinlage in die KBB eingebracht, woraus sich der oben genannte Betrieb der Kulturzentren ergibt.

Weiteres wurde als Sacheinlage aus der Kultur-Service-Burgenland GmbH (KSB) der Betrieb der Museen und Galerien des Landes Burgenland am 4. Mai 2017 in die KBB eingelegt, woraus sich der oben genannte Betrieb der musealen Einrichtungen ergibt.

Am 29. November 2018 wurde der Festspielbetrieb der Schlossspiele Kobersdorf und das Franz Liszt Festival (ehemals FBB Festspiel-Betriebe Burgenland GmbH) in die KBB verschmolzen.

Mittels Sacheinlagevertrag vom 19. März 2019 erfolgt die Ubertragung sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden im Wege der Einzelrechtsnachfolge vom Verein Seefestspiele Mörbisch auf die KBB –Kultur-Betriebe Burgenland GmbH.

Am 23.12.2019 wurde vom Verein Jopera der Spielbetrieb, das Markenrecht und ein Teil des Anlagevermögens mittels Kaufvertrag erworben.

Am 07.10.2020 wurde von der Kultursommer Güssing GmbH der Spielbetrieb, das Markenrecht und das Anlagevermögen mittels Kaufvertrags erworben.

Am 01.05.2024 wurde vom Verein Zukunft Schlaining der Spielbetrieb des Klangfestivals Schlainings und das Markenrecht mittels Kaufvertrags erworben.

1.2. Lage des Unternehmens

Im Jahre 2025 konnte in der KBB mit dem bereits vorhandenen vielfältigen Kulturangebot ein Umsatz von € 13.425.275,56 realisiert werden.

Die Kulturzentren Burgenland konnten im Jahr 2025 insgesamt 1.308 Veranstaltungen durchführen mit insgesamt 155.066 Besuchern. Es fanden 178 Eigenveranstaltungen im Bereich Theater, Kabarett, Konzert und Kindertheater, Kindergartentheater und Ausstellungen mit insgesamt 59.766 Gästen statt. Bei 1.130 Fremdveranstaltungen konnten insgesamt 95.300 Besucher begrüßt werden.

Das Schloss Tabor als Kulturzentrum für den Bezirk Jennersdorf konnte bei der Aufführung „Die Rache der Fledermaus" des Uhudler Landestheaters bei 8 Vorstellungen insgesamt 1.384 Besucher verzeichnen.

Beim Theatersommer Parndorf stand die Produktion „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ am Spielplan. Es wurden insgesamt 5.351 Besucher verzeichnet, was einer Auslastung von 99,00% entspricht.

Die Produktion „Saturday Night Fever“ wurde bei den Seefestspielen Mörbisch insgesamt 25- mal aufgeführt. Dabei wurden 156.049 Besucher verzeichnet, was einer Auslastung von 99,30% entspricht.

Bei den Schloss-Spielen Kobersdorf stand das Volksstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Odön von Horváth am Spielplan. Es wurden insgesamt 10.952 Besucher verzeichnet, was einer Auslastung von 77,40 Prozent entspricht.

Das Liszt Festival Raiding begrüßte 2025 insgesamt 7.809 Gäste bei 19 Konzerten, was einer Auslastung von 74,70% entspricht.

Beim Klangfestival Schlaining konnten 8.298 Besucher verzeichnet werden.

Am Programm des Kultursommer Güssings 2025 standen 12 Kabarettabende unter dem Motto „Wien küsst Güssing" auf der Burg Güssing, welche von insgesamt 5.263 Besuchern besucht wurden.

Die von Jopera aufgeführte Festival-Produktion „Die ganze Welt ist Himmelbau – Die große Robert Stolz Revue““ konnte bei insgesamt 10 Vorstellungen 6.755 Besucher verzeichnen.

Das Landesmuseum wurde im Jahr 2025 wegen einer Generalsanierung geschlossen.

Das Haydn-Haus besuchten insgesamt 8.334 Besucher. Neben der Dauerausstellung gab es Serenaden Konzerte und ein vielfältiges Vermittlungsprogramm.

Das Liszt-Haus Raiding wurde nach seinem Umbau am 15.05.2025 wiedereröffnet und konnte mit seiner neuen Dauerausstellung „Le Concert c’est moi – Das Konzert bin ich“ insgesamt 4.099 Besucher verzeichnen.

In der Synagoge Kobersdorf konnten bei 89 Veranstaltungen 3.927 Besucher verzeichnet werden.

In der Landesgalerie Burgenland fanden insgesamt vier Ausstellungen (Hannah & Lea Neckel – floating through reality, Saša Makarová | Malerin, Eva Schlegel | Reflexionen, Ralo Mayer [47 Stoffe) statt, die von 4.447 Personen besucht wurden.

Die Friedensburg Schlaining konnte mit der Ausstellung „Von der Wehrburg zur Friedensburg“ im Jahr 2025 18.885 Besucher verzeichnen.

1.3. Zweigniederlassungen

Der Sitz der Gesellschaft ist Eisenstadt.

Betriebsstätten der KBB befinden sich derzeit in Eisenstadt, Mattersburg, Raiding, Oberschützen, Güssing, Kobersdorf, Mörbisch, Schlaining und Neuhaus am Klausenbach.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Umsatz13.425.275,5612.819.808,78
Jahresfehlbetrag-21.896.505,44-25.461.636,93
Anlagevermögen5.726.593,305.119.920,82
Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten3.971.236,523.552.181,10
Bilanzsumme18.056.245,3716.216.927,59
Fremdkapital7.612.594,4510.029.054,11
Eigenkapital Zuschüsseinkl.I-10.443.650,926.187.873,48
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Eigenkapitalquote It. URG57,72%37,89 %
Anlagendeckungsgrad in %181,49%119,49 %

Wichtige Kennzahlen

Cash – Flow Rechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
TEURTEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit-23.737,00-22.515,00
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit-2.016,00-3.175,00
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit26.172,0020.000,00
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes419,00-5.690,00

2. Bericht über zukünftige Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Im Dezember 2023 hat die KBB das Kulturzentrum Güssing für eine Generalsanierung und Modernisierung geschlossen. Der Umbau wird Anfang Mai 2026 abgeschlossen sein und ab dann wieder in Betrieb genommen werden. In dieser Umbauphase ist in Güssing ein Büro für den Kartenverkauf angemietet und im Stadtsaal in Güssing werden kleinere Veranstaltungen organisiert.

Das Landesmuseum Burgenland wurde im Dezember 2024 für eine Generalsanierung und Modernisierung geschlossen. Der Umbau sollte im September 2027 abgeschlossen sein und ab dann wieder in Betrieb genommen werden.

Der Kartenvorverkauf 2026 entwickelt sich bei den Festspielen zufriedenstellend. Am Programm stehen „Ein Käfig voller Narren" bei den Seefestspielen Mörbisch, „Der nackte Wahnsinn“ bei den Schlossspielen Kobersdorf, „Wiener Blut" bei Jopera, die Eröffnungsgala „Echte Menschen“ beim Kultur Sommer Güssing, „Der Geizige“ beim Theatersommer Parndorf und ein vielseitiges Programm beim Liszt Festival Raiding und Klangfestival Schlaining.

Seit 2018 arbeitet die KBB laufend im Rahmen eines von der Landesholding Burgenland gesteuerten Due Diligence-Prozesses in Abstimmung mit der LIB daran, weitere Standorte und Betriebe in die KBB einzubringen bzw. mit diesen Betrieben allenfalls Kooperationsvereinbarungen zu schließen, um Synergiemöglichkeiten im Bereich des Ticketing, des Marketings, des Vertriebs, der Buchhaltung etc. zu nutzen, dadurch Kosten zu sparen und die Effizienz dieser Maßnahmen zu steigern. Die LIB prüft im Rahmen dieses Prozesses den möglichen Ankauf und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen der jeweiligen Objekte, die KBB die Möglichkeiten einer Einbringung/Verschmelzung der jeweiligen Betriebe bzw. einer Zusammenarbeit.

Sollte es im Rahmen des oben geschilderten Due Diligence Prozesses dazu kommen, dass seitens der LIB weitere Standorte erworben werden, werden diese Objekte nach den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen von der KBB zum weiteren Betrieb angemietet werden.

Da eine kostendeckende Bewirtschaftung auf Grund der Eigenheiten eines kulturellen Betriebes nicht zu erwarten ist, wird das Land Burgenland seine bisherigen Gesellschaftszuschüsse an die KBB entsprechend anpassen. Damit ist auch mittelfristig ein Weiterbestand der KBB gesichert.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird laufend überprüft, dabei werden auch die Kosten und Organisationstrukturen laufend beobachtet und hinterfragt.

Die Risiken werden sowohl in strategischen als auch in operativen Planungsrechnungen konservativ beurteilt.

Risiken in Bezug auf die Rentabilität ergeben sich vor allem durch schwankende Besucherzahlen. Die KBB ist – wie bei Kulturbetrieben allgemein üblich – im Bereich der Finanzierung auf Gesellschafterzuschüsse seitens des Landes sowie Subventionen seitens des Bundes angewiesen. Dieser zusätzliche Finanzmittelbedarf wird jährlich aufgrund der Planungsrechnung ermittelt.

Abgesehen von den Zuschüssen durch die öffentliche Hand und den Einnahmen aus dem Kartenverkauf bei den diversen Veranstaltungen und Aktivitäten ist die KBB stets bemüht, bestehende Sponsor Verträge zu erhalten und neue Sponsoren zu gewinnen.

Aufgrund des zugesagten Gesellschafterzuschusses durch das Land Burgenland, welcher nicht rückzahlbar ist, ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die KBB führt keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch.

4. Finanzinstrumente:

Es werden seitens der KBB keinerlei Finanzinstrumente verwendet.

DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Signiert von: Claudia Priber Datum: 05.03.2026 14:49:39 st digit

TRUST

Mag.a Claudia Priber

Eisenstadt, am 05.03.2026

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