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Lagebericht 2025

AVI Alpenländische Veredelungs- Industrie Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 10. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf und Lage

Trotz der weiterhin angespannten Baukonjunktur konnten die Absatzmengen in nahezu allen Produktgruppen im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise leicht gesteigert werden. Die anhaltende Schwäche der Konjunktur, insbesondere im Hochbau, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass trotz Zinssenkungen seitens der Banken sowohl die Investitionsbereitschaft privater Bauherren als auch die Erwartungen der Bauunternehmen hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung gedämpft blieben.

Trotz des im Jahresverlauf anhaltenden Preisdrucks durch den starken Mitbewerb konnten die Deckungsbeiträge bei den meisten Produktgruppen das ganze Jahr hindurch gehalten werden.

Erfreulicherweise war die Produktion mit dem nahezu unveränderten Stammpersonal das ganze Jahr hindurch ausreichend ausgelastet.

Daher konnte der Umsatz um rund 6 % auf 28,7 Millionen Euro und die Betriebsleistung in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro um 7 % gesteigert werden.

Schlussendlich ergab sich nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 326 Tausend Euro im Vorjahr 2025 ein Jahresüberschuss in Höhe von 446 Tausend Euro. Der Personalaufwand stieg gegenüber 2024 geringfügig auf 7,4 Millionen Euro.

Der absolute Materialaufwand stieg - auch wegen des gestiegenen Umsatzes - gegenüber 2024 um 6 % auf 14,5 Millionen Euro.

Die Materialquote blieb 2025 gegenüber dem Vorjahr mit 52,8 % nahezu unverändert. Grund dafür waren das ganze Jahr über anhaltend stabile niedrige Preise bei den Vormaterialien.

Die Eigenmittelquote hat sich von 73,5 % auf 74,1 % erhöht.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Finanzielle Leistungsindikatoren202520242023
Umsatzerlöse (in T€)28.68227.05033.890
Betriebsleistung (in Te)28.54226.64332.783
Materialquote52,8 %52,6 %59,9 %
Ergebnis vor Steuern (in Te)41930115
Anteil an der Betriebsleistung1,5 %1,1 %0,0 %
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
202520242023
Jahresüberschuss/-fehlbetrag (in TE)446326-142
Anteil an der Betriebsleistung1,6 %1,2 %-0,4 %
ergebniswirksamer Cashflow (in T€)
gemäß § 24 (2) URG1.7561.8361.490
Anteil an der Betriebsleistung6,2 %6,9 %4,5 %
Eigenmittelquote74,1 %73,5 %71,1 %

Personal, Umwelt und Sicherheit

2025 erfolgte die Erweiterung einer Produktionshalle um ein weiteres Hallenschiff mit einer Grundfläche von 2.250 m² und die Errichtung einer zugehörigen Trafostation mit Niederspannungsverteiler.

Außerdem wurde mit der Erweiterung der PV Anlage am Dach dieser Halle begonnen, die im Endausbau 2026 eine Leistung von 1.000 kWp erreichen wird.

Auch konnte die Erneuerung der 20kV Schaltanlagen zum Abschluss gebracht werden. Weiters erfolgten die Belagssanierung größerer Bereiche der Fahrwege und Lagerflächen, die Reinigung sämtlicher Entwässerungskanäle und Sickerschächte, die Machbarkeitsstudie für den weiteren Ausbau der PV Kapazitäten auf Hallendächern am Standort und die Anschaffung eines E-Pkw für den Außendienst.

Für Leistungen im Umweltbereich wurde das Unternehmen auch 2025 mit dem ÖKOPROFIT Zertifikat der Stadt Graz ausgezeichnet.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurden laufend Schulungen bedarfsorientiert durchgeführt und Produktions- und Auftragsspitzen mit Leiharbeitern abgedeckt.

Voraussichtliche Entwicklung

Aus heutiger Sicht wird es im Jahr 2026 zwar zu einer leichten, jedoch nicht nachhaltigen Erholung der Baukonjunktur insbesondere im Hochbau in Osterreich kommen. Daher wurde ein gegenüber dem Jahr 2025 leicht erhöhter Umsatz mit ausreichenden Deckungsbeiträgen budgetiert. Begründet einerseits mit Preiserhöhungen, die bereits zu Jahresanfang durchgesetzt werden konnten, andererseits mit Umsätzen bei neuen Produkten. Verstärkte Aktivitäten, insbesondere in Exportmärkten, die nicht von der derzeitigen Rezession betroffen sind wie z.B. Polen, Kroatien, Tschechien und Slowakei, sollten ebenfalls dazu beitragen, dass aus derzeitiger Sicht 2026 ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden kann.

Insgesamt sollte auch die Produktion im Jahresverlauf 2026 ausreichend ausgelastet sein.

Wesentliche Risiken

Die nach wie vor anhaltende negative Situation im Bausektor führte zu einer Zunahme an Insolvenzen bei Baufirmen bzw. dem Bau nahestehenden Unternehmungen und damit zu einer Erhöhung des Ausfallrisikos von Kundenforderungen. Dieses Risiko wird durch einen sehr hohen Anteil an Kundenversicherungen, die regelmäßig angepasst werden, und Sicherheiten (Garantien) begrenzt.

Das Ausfallrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird durch regelmäßiges Monitoring der Kunden gemanagt.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die regelmäßig angepasst wird.

Das Liquiditätsrisiko ist durch entsprechende Kreditlinien als gering einzustufen.

Forschung und Entwicklung

Neben diversen Projekten in Zusammenarbeit mit inländischen Universitäten und technischen Forschungseinrichtungen werden laufend Weiter- bzw. Neuentwicklungen durchgeführt.

Wie auch schon in den Vorjahren legen österreichweite systematisch stattfindende Informations- und Diskussionsveranstaltungen (für Statiker) den Grundstein für innovative Produkte.

Raaba-Grambach, 20. April 2026

(Dipl. Ing. Martin Ritter)

(Dr. Markus Ritter)

(Dipl. Ing. Klausfreniuk MBA)

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