Inhaltsverzeichnis
I. Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf war von einem schwierigen Geschäftsjahr geprägt. Durch die Einräumung von Sonderkonditionen im Verkauf konnten zusätzliche Abschlüsse erzielt werden. Die Preise in der Materialbeschaffung sind zwar noch immer auf einem hohen Niveau, haben sich aber im Vergleich zu den Vorjahren stabilisiert und sind nahezu ident zu den Vorjahreswerten. Die Stabilität konnte, wie schon in den letzten Jahren, durch Nachverhandlungen, langfristige Rahmenverträge bzw. alternative Lieferanten erzielt werden.
II. Lage der Gesellschaft
a. Vermögenslage:
Die Vermögenslage ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt per 31.12.2025 EUR 6 102 213,49 (Vorjahr TEUR 7 104,43), was einer Eigenkapitalquote von 75,2 % (Vorjahr 71,6 %) entspricht.
Die weiteren Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | Referenzwerte | |
|---|---|---|---|
| fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahr | 0,0 | 0,0 | nicht > 15 Jahre |
| Cash flow in % der Betriebsleistung | 9,3% | 11,5% | |
| Gesamtkapitalrentabilität | 60,1% | 53,7% | nicht < FKap-Zinssatz |
| Liquidität (Mobilitätsgrad) | 4,1 | 3,8 | nicht < 1,0 |
| Verschuldungsgrad | 0,3 | 0,4 | nicht > 3,0 |
| Anlagendeckungsgrad | 16,0 | 20,1 | nicht < 1,0 |
Die Berechnung der dargestellten Kennzahlen:
| 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (in EUR) | (in TEUR) | (in EUR) | (in TEUR) | ||
| Eigenkapitalquote | Liquidität (Mobilitätsgrad) | ||||
| Eigenkapital | 6 102 213,49 | 7 104,43 | (Umlaufvermögen - davon langfristig) | 7 608 643,34 0,00 | 9 416,32 -0,50 |
| / Bilanzsumme | 8 118 967,90 | 9 926,29 | |||
| / (Fremdkapital | 2 016 754,41 | 2 821,86 | |||
| = Eigenmittelquote nach URG | 75,2% | 71,6% | - davon langfristig) | -147 397,62 | -319,04 |
| = Liquidität (Mobilitätsgrad) | 4,1 | 3,8 | |||
| fiktive Schuldtilgungsdauer in Jahre | |||||
| Fremdkapital | 2 016 754,41 | 2 821,86 | Verschuldungsgrad | ||
| - Liquide Mittel | 2 360 658,70 | 4 272,34 | Fremdkapital | 2 016 754,41 | 2 821,86 |
| = Fremdkapital effektiv | / Eigenkapital | 6 102 213,49 | 7 104,43 | ||
| / Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit | 3 411 029,97 | 4 200,16 | = Verschuldungsgrad | 0,3 | 0,4 |
| = fiktive Schuldtilgungsdauer | 0,0 | 0,0 | Anlagendeckungsgrad | ||
| Cash flow in % der Betriebsleistung | Eigenkapital + langfristiges FKap / Anlagevermögen | 6 249 611,11 391 030,04 | 7 423,48 369,66 | ||
| Netto-Geldfluss aus betriebl. Tätigkeit | 3 411 029,97 | 4 200,16 | |||
| = Anlagendeckungsgrad | 16,0 | 20,1 | |||
| / Betriebsleistung ohne Anlagenverkäufe | 36 610 481,39 | 36 671,61 | |||
| = Cash flow in % der Betriebsleistung | 9,3% | 11,5% | |||
| Gesamtkapitalrentabilität | |||||
| EBIT (= Betriebsergebnis) | 5 426 587,53 | 5 640,25 | |||
| / Durchschnittliches Kapital | 9 022 629,08 | 10 508,21 | |||
| = Gesamtkapitalrentabilität | 60,1% | 53,7% |
b. Finanzlage
Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich mittels der Geldflussrechnung wie folgt dar:
| Geldflussrechnung gem. AFRAC 36 (Juni 2020) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| (in EUR) | (in TEUR) | |
| Ergebnis vor Steuern | 5 454 382,16 | 5 707,43 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 3 411 029,97 | 4 200,16 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -122 708,54 | 27,11 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -5 200 000,00 | -5 000,00 |
| zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | ||
| und Zahlungsmitteläquivalente | -1 911 678,57 | -772,73 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am | ||
| Beginn der Periode | 4 272 337,27 | 5 045,07 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| am Ende der Periode | 2 360 658,70 | 4 272,34 |
c. Ertragslage:
Die Ertragslage ist aufgrund der gleichgebliebenen Preise in der Materialbeschaffung sowie der geringen Erhöhung des Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwands mit einem EBIT zu den Umsatzerlösen von 14,8 % (Vorjahr 15,4 %) äußerst zufriedenstellend. Die im Vergleich zum Vorjahr gleich gebliebenen Materialkosten, der geringe Anstieg des Personalaufwands sowie der sonstigen betrieblichen Aufwände und die gute Auslastung der Produktion im abgelaufenen Geschäftsjahr haben dieses EBIT ermöglicht.
Die Ertragslage der nächsten Wirtschaftsjahre wird weiterhin positiv gesehen, da die Maßnahmen im Beschaffungsbereich greifen und die aktuelle Auslastung der Produktion gegeben ist.
III. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Aufgrund der derzeitigen Auftragslage wird für die folgenden zwei Geschäftsjahre mit einem ähnlich hohen Umsatz gerechnet. Der Hauptfaktor für eine positive Entwicklung bleibt weiterhin das Kostenmanagement. Auch die derzeitigen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und die daraus resultierende geringe Nachfrage wird den Preiskampf im Verkauf weiterhin hochhalten. Wahrscheinlich muss auch weiterhin vermehrt mit Sonderkonditionen gearbeitet werden.
IV. Der Bereich Forschung und Entwicklung
Derzeit werden keine Forschungs- oder Entwicklungstätigkeiten unterhalten.
V. Risikoberichterstattung
Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
a. Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und frühzeitig erkannt werden. Als Risikoindikatoren gelten insbesondere wesentliche Abweichungen zu den definierten Unternehmenszielen.
b. Beschaffungsrisiko
Die Beschaffungsrisiken wurden im Geschäftsjahr durch gute Lagerstände von EUR 4 515 929,59 (Vorjahr TEUR 4 706,02) entsprechend minimiert.
In Folge wird man durch eine kontinuierliche Beobachtung und sorgfältige Auswahl der Lieferanten sowie langfristig ausgerichtete Rahmenvereinbarungen versuchen, weiterhin das Beschaffungsrisiko möglichst gering zu halten.
c. Operative Risiken
Die Gesellschaft erstellt Anlagen hoher organisatorischer und technischer Komplexität. Um daraus entstehende Risiken zu begegnen, hat die Gesellschaft Grundsatz- und Verfahrensvorgaben zu Projekt- und Qualitätsmanagement, Produkt- und Arbeitssicherheit festgelegt.
d. Lieferantenrisiken
Die Gesellschaft versucht, lieferantenbezogene Risiken durch gründliche Prüfung von Lieferqualität sowie durch langfristige Lieferverträge zu begegnen, um vorteilhafte Belieferung und Preise sowie die Zulieferung von Material und das Ausführen von Dienstleistungen sicherzustellen. Dazu tragen auch jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen bei.
e. Kreditrisiken/Ausfallrisiken
Der Gesellschaft ist es durch konsequentes Debitorenmanagement (Auswahl der Kunden, Bonitätsprüfungen, Überprüfen der vereinbarten Zahlungseingänge, Verzicht auf riskante Geschäfte) gelungen, die Kredit- und Ausfallrisiken praktisch auf null zu reduzieren.
f. Liquiditätsrisiken
Trotz Finanzierung der weiterhin hohen Lagerbestände mit Barmitteln, ist die Liquidität gesichert und es ist nicht erforderlich, auf Kredite zurückzugreifen.
g. Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsieistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
h. Risiken der IT-Systeme
Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT- Systeme der Gesellschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.
VI. Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
VII, Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.
Elsbethen, am 15. Juli 2026
Ing. Georg Steindl Mlaftin Steindl, MSc.