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Lagebericht 2025

RICO - Elastomere Projecting GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

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JAHRESABSCHLUSS 2025

per

31. Dezember 2025

Firma

RICO

RICO - Elastomere Projecting GmbH

Am Thalbach 8

4609 Thalheim bei Wels

RICO - Elastomere Projecting GmbH | Jahresabschluss 2025

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft gliedert sich in zwei Profitcenter – den Werkzeugbau und die Teileproduktion.

Werkzeugbau

Der Werkzeugbau entwickelt und automatisiert Spritzguss-Werkzeuge für die Herstellung von Produkten aus Silikon in der Ein- und Mehrkomponenten-Technologie. Der Schwerpunkt liegt auf dem Werkzeugbau für die Verarbeitung von Flüssig- Silikon (LSR) sowie Feststoff-Silikon (HTV). Zudem besteht eine ausgewiesene Expertise in der Mehrkomponenten-Spritzguss- Technologie.

Teileproduktion

In der Teileproduktion werden Silikon-Spritzgussteile in Ein- und Mehrkomponenten-Technologie gefertigt. Die Produktion erfolgt auf eigenen Spritzgussmaschinen mit automatisierter Materialversorgung, modernen Temperöfen, einer maschinennahen und zentralen Qualitätssicherung sowie in einer sauberen Hallenatmosphäre. Jährlich werden mehrere Milliarden Teile für unterschiedliche Branchen hergestellt.

Qualität, Sicherheit und Umweltbewusstsein durch geprüfte Standards

RICO Elastomere verfügt über ein zertifiziertes integriertes Managementsystem, welches die weltweit führende Umweltnorm ISO 14001, den internationalen Qualitätsstandard ISO 9001, den weltweit führenden Qualitätsstandard in der Automobilindustrie IATF 16949, sowie den internationalen Standard in der Medizinprodukteindustrie ISO 13485 enthält. Die Aufrechterhaltung der Standards wird durch interne Audits, sowie durch kontinuierliche Überwachung von akkreditierten neutralen Dritten, sichergestellt.

Strategische Ausrichtung und Organisation

Im Geschäftsjahr 2025 lag der Fokus auf der Entwicklung einer klaren und nachhaltigen Strategie sowohl für RICO Elastomere als auch der RICO Group gesamt. Begleitend wurden Maßnahmen zur Senkung der Kosten für das Geschäftsjahr 2025 definiert und umgesetzt. Teile dieser Maßnahmen entfalten ihre Wirkung erst im Geschäftsjahr 2026. Die Schwerpunkte lagen auf Effizienzsteigerung, Personalkostenanpassungen und der Stärkung des Vertriebs. Parallel wurde die Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen weiter vorangetrieben.

Markt- und Umfeldbedingungen

Das Geschäftsjahr 2025 war herausfordernd mit einem schwachen ersten Jahresdrittel im Werkzeugbau und einem guten ersten halben Geschäftsjahr in der Teileproduktion. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hat sich dieses Bild gedreht, der Werkzeugbau erreicht sehr hohe Auslastung, die Teileproduktion weist reduzierte Umsätze und Abrufe auf. Der Markt blieb in Summe weiter schwach aufgrund der Gesamtkonjunktur, der globalen Krisen und der verhaltenen Nachfrage bei den Endkunden.

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen und setzt derzeit keine Finanzinstrumente ein.

Geschäftsverlauf

Wirtschaftlich war das Geschäftsjahr 2025 für die Gesellschaft sehr herausfordernd. Die schwache Gesamtkonjunktur, stark gestiegene Kosten infolge der hohen Inflation sowie deutlich erhöhte Personalkosten führten insgesamt zu einem belasteten Geschäftsjahr. Nach dem überdurchschnittlichen Wachstum im Geschäftsjahr 2024 zeigte sich im Geschäftsjahr 2025 eine Marktberuhigung, wodurch sich die Umsätze auf einem stabilisierten Niveau einpendelten.

Werkzeugbau

Im Werkzeugbau war das erste Jahresdrittel im Geschäftsjahr 2025 noch von den Folgen des schwachen Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2024 geprägt, was zu einer Unterauslastung führte. Im weiteren Jahresverlauf konnte jedoch ein deutlicher Anstieg im Auftragseingang erzielt werden. Dies resultierte in einer hohen Auslastung und insgesamt positivem Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte.

Teileproduktion

In der Teileproduktion zeigte sich ein gegenläufiges Bild: Nach einem sehr starken Jahresbeginn kam es im zweiten Halbjahr zu einem Rückgang des Teileumsatzes. Hauptgrund dafür war das Auslaufen („End of Life“) mehrerer umsatzstarker Produkte. Entsprechende Ersatz- und Nachfolgeprojekte werden erst im Geschäftsjahr 2026 wirksam und kompensieren den Rückgang

RICO - Elastomere Projecting GmbH | Jahresabschluss 2025

somit zeitverzögert. Die Nachfrageentwicklung in der Teilefertigung blieb branchenübergreifend angespannt; insbesondere der Automotive-Sektor zeigte weiterhin deutliche Schwächen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Eigenmittelquote, berechnet als Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtvermögen, beträgt zum 31. Dezember 2025 40 % (Vorjahr: 41 %). Die Anlagendeckung, definiert als Verhältnis des Eigenkapitals zum Anlagevermögen, liegt bei 94% (Vorjahr: 87%). Die Anlagenintensität, gemessen als Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme, beträgt 43 % (Vorjahr: 47 %).

Die Investitionen in das immaterielle Vermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 91), jene in das Sachanlagevermögen auf TEUR 1.174 (Vorjahr: TEUR 4.935). Die Lagerumschlagsdauer der Vorräte liegt bei 106 Tagen (Vorjahr 106 Tage). Das Trade Working Capital, berechnet aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, beträgt TEUR 17.427 (Vorjahr: TEUR 17.970).

Finanzlage

Der Netto-Geldfluss setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEUR31.12.202531.12.2024
Geldfluss aus dem Ergebnis2.1016.334
Geldfluss aus dem Working Capital1.923–2.714
Geldfluss aus der Betriebstätigkeit4.0243.620
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit–1.129–3.326
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit–3.300–4.194
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands–406–3.900

Der Geldfluss aus dem Ergebnis beträgt TEUR 2.101 (Vorjahr: TEUR 6.334) und liegt damit merklich unter dem Vorjahresniveau. Dies spiegelt im Wesentlichen das geringere operative Ergebnis wider. Der Geldfluss aus dem Working Capital weist mit TEUR 1.923 (Vorjahr: TEUR –2.714) eine deutliche Verbesserung auf. Diese positive Entwicklung resultiert primär aus einem effizienteren Trade-Working-Capital-Management. Insgesamt ergibt sich ein Geldfluss aus der Betriebstätigkeit von TEUR 4.024, der leicht über dem Vorjahreswert von TEUR 3.620 liegt und damit eine solide Innenfinanzierungskraft dokumentiert. Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR –1.129 (Vorjahr: TEUR –3.326). Der deutliche Rückgang des Mittelabflusses ist auf ein niedrigeres Investitionsvolumen zurückzuführen. Während im Vorjahr Erweiterungsinvestitionen getätigt wurden, lag der Schwerpunkt im aktuellen Geschäftsjahr auf gezielten Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen. Der Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR –3.300 und liegt damit unter dem Vorjahreswert von TEUR –4.194. Die Mittelabflüsse resultieren aus Rückführungen finanzieller Verbindlichkeiten.

Die finanzielle Lage von RICO Elastomere ist, trotz Umsatzrückgang unverändert als gesichert zu bezeichnen. Die Auftragslage kann in Anbetracht der schwierigen Marktbedingungen als zufriedenstellend beurteilt werden und auch die getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Struktur und innerbetrieblicher Abläufe werden 2026 weitergeführt und werden auch zukünftig zu einer stabilen Geschäftslage beitragen.

Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TEUR31.12.202531.12.2024
Umsatzerlöse52.54261.861
EBITDA3.4077.170
EBITDA-Marge6,5%11,6%
Betriebserfolg (EBIT)–1.3562.144
EBIT-Marge–2,6%3,5%
Ergebnis vor Steuern–1.9031.124

Die Kennzahlen werden wie folgt berechnet:

 EBITDA: Betriebserfolg zuzüglich Abschreibungen und abzüglich Zuschreibungen zu immaterielle(n) Gegenstände(n) des Anlagevermögens und Sachanlagen

RICO - Elastomere Projecting GmbH | Jahresabschluss 2025

 EBITDA-Marge: EBITDA in Relation zum Umsatz  EBIT: Betriebserfolg laut Gewinn- und Verlustrechnung  EBIT-Marge: EBIT in Relation zum Umsatz

Die Ertragslage des Unternehmens entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 rückläufig. Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 52.542 und lagen damit um rund 15% unter dem Vorjahreswert von TEUR 61.861. Das EBITDA reduzierte sich deutlich von TEUR 7.170 im Vorjahr auf TEUR 3.407. Damit sank auch die EBITDA-Marge von 11,6% auf 6,5%. Der Betriebserfolg (EBIT) fiel im Geschäftsjahr auf TEUR –1.356 (Vorjahr: TEUR 2.144). Die EBIT-Marge verschlechterte sich entsprechend von 3,5% auf –2,6%. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf TEUR –1.903 nach TEUR 1.124 im Vorjahr.

Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten

Im Geschäftsjahr 2025 zeigten sich die Rohstoff- und Energiemärkte weitgehend stabil. Die Preise für LSR bewegten sich auf einem konstanten Niveau bei gleichzeitig guter Verfügbarkeit. Technische Thermoplaste verzeichneten infolge der schwachen Industrienachfrage leicht rückläufige Preise.

Auf den Strommärkten etablierte sich ein „neues Normal“ mit strukturell erhöhten Großhandelspreisen. Trotz einer entspannteren Situation auf den Gasmärkten, bleiben die Stromkosten deutlich über früheren Niveaus. Hauptursachen dafür sind regulatorische Eingriffe, eine hohe CO₂-Bepreisung sowie die volatile Einspeisung erneuerbarer Energien.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt am Standort Thalheim bei Wels ein modern ausgestattetes Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem hochqualifizierte Expertenteams an der Weiterentwicklung von Werkstoffen, Fertigungsverfahren und Produktqualität arbeiten. Zahlreiche Projekte widmen sich der Optimierung bestehender Technologien sowie der Entwicklung innovativer Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neben den internen Aktivitäten wurde die Zusammenarbeit mit externen Partnern weiter intensiviert. Dazu zählen Universitäten, spezialisierte Forschungsdienstleister sowie Partnerunternehmen. Durch diese Vernetzung können technologische Innovationen gezielt vorangetrieben werden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit lagen im Geschäftsjahr 2025 in der Weiterentwicklung der Prozess- und Werkzeugtechnologie, die eine zentrale Kernkompetenz des Unternehmens darstellt, sowie in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 894).

Geschäftsrisiken

Die Risikostrategie der RICO Elastomere entspricht dem Bestreben, Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten und den Unternehmenswert nicht nur zu erhalten, sondern langfristig zu steigern. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Erfordernisse von Governance und Compliance relevanter, arbeitssicherheitstechnischer, gesundheits- und umweltbezogener Themen, soll auch das Risikobewusstsein gesteigert werden und die Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, sollen in die operative Arbeit und strategische Unternehmensentwicklung einfließen. Wie auch die Semperit-Gruppe im Allgemeinen steuert die RICO Elastomere im Speziellen angemessene Risiken und versucht, unangemessene Risiken zu vermeiden oder zu reduzieren. Das konzernweite Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategien, wobei die Risikostrategie durch den Vorstand der Semperit AG Holding („SAG“) vorgegeben ist. Entsprechend der Organisation und Verantwortungshierarchien ist die RICOElastomere dazu verpflichtet, dem vorgegebenen Risikomanagementprozess zu folgen und diesen umzusetzen

Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken hinsichtlich Verfügbarkeit und Kosten bei Rohstoffen, Energie und Waren begegnet RICO Elastomere durch Rahmenvereinbarungen. Aufgrund sehr guter Lieferantenbeziehungen sowie verlässlicher, unternehmensinterner Qualitäts- und Produktionsprozesse kam es zu keinen Lieferausfällen und somit konnten alle Kunden zufriedenstellend beliefert werden. Das Geschäftsjahr 2025 war beschaffungsmarktseitig wie erwartet stabil, was auch im Geschäftsjahr 2026 so bleiben sollte.

RICO - Elastomere Projecting GmbH | Jahresabschluss 2025

Personalrisiken

Die RICO Elastomere ist auf fortlaufend hochqualifizierte Mitarbeiter:innen angewiesen. Angesichts des verschärften Wettbewerbs um Fach- und Führungskräfte ist die Sicherstellung der personellen Ressourcen von zentraler strategischer Bedeutung. Für die weitere positive Entwicklung der RICO Elastomere wird ein besonderer Fokus auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter:innen gelegt, ebenso auf die Rekrutierung, Integration, Weiterentwicklung und Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Zur Minimierung des Risikos von personellen Engpässen wurden umfangreiche Maßnahmen implementiert. Dazu zählt als zentrales Kernelement auch die eigene Lehrwerkstatt, in der derzeit 47 Lehrlinge ausgebildet werden. Die Mitarbeiter:innenbindung wird durch ein vielfältiges Angebot an Benefits unterstützt, insbesondere durch ein eigenes Betriebsrestaurant. Darüber hinaus tragen flexible Arbeitszeitmodelle sowie – in Abstimmung – die Möglichkeit zur Telearbeit dazu bei, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern und die Personalverfügbarkeit nachhaltig zu sichern.

Fremdwährungsrisiken

RICO Elastomere ist nur in unwesentlichem Ausmaß Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Euro fakturiert. Der überwiegende Teil der Beschaffungsvorgänge wird ebenso in Euro abgewickelt. Etwaige Transaktionen in Fremdwährungen sind mengen- und wertmäßig gering und haben daher keine nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Entsprechend ergeben sich keine wesentlichen Währungsrisiken im Unternehmen.

Ausfallsrisiken von Kunden

Auf Kundenseite waren im Geschäftsjahr 2025 keine Zahlungsausfälle zu beklagen.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Nachhaltigkeit

Neben dem Fokus auf Reduktion von Energie, Abfall und CO2-Emissionen war der Fokus der RICO Elastomere im Geschäftsjahr 2025 verstärkt auf Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit gerichtet, um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der SAG im Bereich Environment („E“), Soziales („S“) und Governance („G“) weiter zu unterstützen. Die Ziele in diesen Bereichen folgen den Konzernvorgaben, welche detailliert auch im Sustainability Report der SAG ersichtlich sind.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde der Bereich Arbeitssicherheit deutlich gestärkt. Es wurden umfassende Maßnahmen initiiert, um Arbeitssicherheit und Unfallprävention nachhaltig weiterzuentwickeln. Ein zentraler Schritt war die Ablösung der externen Sicherheitsfachkraft und die Einführung einer internen Vollzeit-Sicherheitsfachkraft, wodurch wichtige Ressourcen gebündelt und die Reaktionsfähigkeit erhöht wurden. Im Zuge dessen wurden zahlreiche Arbeitsplatzevaluierungen aktualisiert, Sicherheitsanweisungen überarbeitet und ein breites Schulungsprogramm durchgeführt. Ein überarbeitetes Hallenleitsystem mit Farbcodes und Hallenbodenmarkierungen verbessert seither die Orientierung und Sicherheit in den Produktionsbereichen. Ergänzend wurde eine neue Besuchermanagementsoftware implementiert, die externe Besucher bereits vor Betreten der Räume über alle relevanten Sicherheitsvorschriften informiert. Diese Maßnahmen führten zu einer deutlichen Professionalisierung des Arbeitssicherheitsmanagements und legen die Basis für weitere kontinuierliche Verbesserungen.

Zusätzlich zu den vielen Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitsplatzsicherheit wurden regelmäßig Safety-Walks auf Abteilungsleiterebene durchgeführt und entsprechende Maßnahmen abgeleitet und im Konzerninternen Safety-Tool TRACK dokumentiert. Die Kommunikation zum Thema Arbeitssicherheit erfolgt nach konzerninternen Vorgaben über die Heinrich- Pyramide und dem Green-Cross.

Im Bereich Umweltschutz bestehen klare Verantwortlichkeiten, insbesondere durch den Abfall- und Umweltbeauftragten sowie die Instandhaltung, die gemeinsam mit den zuständigen Behörden eine rechtskonforme Umsetzung aller Anforderungen sicherstellen. Sämtliche behördlichen Vorgaben werden zentral im integrierten Managementsystem verwaltet. Ein wesentlicher Fortschritt wurde 2025 durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Klimaund Umweltschutz erzielt: Ein neuer Bescheid ermöglicht es, bestimmte Wertstoffe nicht mehr als Abfall einzustufen, sondern über entsprechende Nachweise wieder als Rohstoffe in den Kreislauf zurückzuführen. Dadurch konnte die Abfallmenge im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 um 31,6% reduziert werden. Diese Entwicklungen unterstreichen den erfolgreichen Ausbau des Ressourcen- und Umweltmanagements und stärken den nachhaltigen Unternehmensansatz. Es konnten einige wesentliche Projekte zur Energieeinsparung finalisiert werden, die dem Standort eine Energieeinsparung von etwa 3,4% bringen.

RICO - Elastomere Projecting GmbH | Jahresabschluss 2025

Im Bereich Soziales sowie Diversität & Inklusion kann die Gesellschaft auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Am Standort wurde ein D&I Council etabliert. Ebenso wurde erstmalig in der Firmengeschichte ein Betriebsrat gewählt. Es wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen stärken – darunter ein neues Schichtmodell für Karenzrückkehrer:innen, Gesundheitsveranstaltungen, ein Selbstverteidigungskurs für Frauen, eine stark nachgefragte Ferienbetreuung für die Kinder der Mitarbeiter:innen sowie Initiativen zur Gewaltprävention. Ergänzend wurde ein Inhouse-Englischkurs angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Lehrlingsausbildung, in der der Frauenanteil bereits 30 % erreicht. Auch das kulinarische Angebot für Mitarbeiter:innen wurde weiter gestärkt: Das hauseigene Restaurant „Kulinarico“ sorgt für ein hochwertiges, abwechslungsreiches Speiseangebot. Die erfolgreichen Initiativen in den Bereichen Soziales sowie Diversität & Inklusion werden 2026 konsequent fortgeführt und weiter ausgebaut.

Prognose

Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer leichten Umsatzsteigerung gerechnet. Deren tatsächliche Höhe hängt vor allem von den Stückzahlentwicklungen der bestehenden Teileproduktionen ab. Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm wird auch im Geschäftsjahr 2026 strikt fortgeführt. Der Schwerpunkt liegt dabei neben einer kontinuierlichen Optimierung der Fixkosten insbesondere auf Maßnahmen zur Verbesserung der „Operational Excellence“ sowie auf einem verstärkten Fokus auf „Sales Excellence”.

Generell wird kontinuierlich an der Optimierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gearbeitet, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Diese Aktivitäten werden durch die Implementierung der strategischen Initiativen zur Umsetzung der RICO Elastomere-Strategie begleitet. Durch dieses Bündel an Maßnahmen erwarten wir eine deutliche Verbesserung des Betriebsergebnisses.

Die aktuelle Geschäftslage ist weiterhin als stabil einzuschätzen, mit dem klaren Ziel, eine Verbesserung in 2026 zu erreichen. Fortbestehende geopolitische Unsicherheiten werden weiterhin aufmerksam beobachtet, da sie das Marktumfeld für RICO Elastomere potenziell beeinflussen können. Damit soll es unter den gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelingen, eine nachhaltig positive und wettbewerbsfähige Entwicklung zu sichern.

Thalheim bei Wels, 23. Februar 2026

Die Geschäftsführung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Nanopthe
Thomas Aichberger

Dr. Thomas Pfatschhacher

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