Inhaltsverzeichnis
LINZ NETZ GmbH
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Die LINZ NETZ GmbH (LINZ NETZ) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der LINZ AG und ein kosteneffizienter Stromnetz- und Gasnetzbetreiber im jeweiligen Netzgebiet. Die Gesellschaft ist Eigentümerin aller betriebsnotwendigen Leitungen und Anlagen samt Nebeneinrichtungen des Verteilernetzes und für deren nachhaltige Erhaltung und den Ausbau verantwortlich. Sie führt die, für die Erhaltung der Versorgungsqualität und -sicherheit, das Wachstum und die Wirtschaftlichkeit erforderlichen Maßnahmen eigenverantwortlich durch. Dafür vereinnahmt sie die Systemnutzungsentgelte und sorgt für deren ordnungsgemäße Abrechnung an die Netzkunden*innen. Die LINZ NETZ unterliegt im Gasnetzbereich den Bestimmungen des Gaswirtschaftsgesetzes sowie der Gasnetz-Regulierungssystematik für die 4. Regulierungsperiode und im Stromnetzbereich den Bestimmungen des ElWOG sowie des OÖ. ElWOG und der Stromnetz-Regulierungssystematik für die 5. Regulierungsperiode (die 5. Regulierungsperiode hat am 01.01.2024 begonnen). Für die 5. Regulierungsperiode (1.1.2024 bis 31.12.2028) hat die Behörde die Abgeltungssystematik der Kapitalkosten (CAPEX) grundlegend geändert. Grund ist der generelle deutliche Anstieg von Netzinvestitionen, welche nicht bzw. nur zu einem geringen Teil mit Netzzutritts- bzw. Netzbereitstellungsentgelten (Baukostenzuschüssen) abgegolten werden. Dies führt vermehrt zu Liquiditätsengpässen bei Netzbetreibern. Um dem zu erwartenden deutlich höheren Investitionsbedarf der Netzbetreiber Rechnung zu tragen, wurde bei den Kapitalkosten ab 1.1.2024 erstmals auf einen Plan-Ist-Abgleich umgestellt. Kapitalkosten werden also erstmals im Voraus auf Basis von Plan-Investitionen anerkannt und im Nachgang mit Ist-Investitionen aufgerollt.
Seit dem 1. Oktober 2024 war das wirtschaftliche Umfeld in Österreich von einer anfänglich schwachen Konjunktur und einer im Jahresverlauf 2025 einsetzenden Stabilisierung geprägt. Nach rückläufiger Industrieproduktion und verhaltener Baukonjunktur im Winterhalbjahr 2024/25 zeigten sich ab Mitte 2025 erste Erholungstendenzen, insbesondere im Dienstleistungssektor; im Verarbeitenden Gewerbe blieb die Dynamik bis in den Sommer gedämpft. Der Wohnbau entwickelte sich schwach, während öffentliche und infrastrukturelle Investitionen stützend wirkten.
Die Teuerung ging im Vergleich zu den Vorjahren spürbar zurück und verbesserte damit die realen verfügbaren Einkommen und die Konsumdynamik moderat. Mit der nachlassenden Inflation lockerten sich die Finanzierungskonditionen im Jahresverlauf 2025; die Investitionstätigkeit erholte sich hiervon ausgehend schrittweise, jedoch von niedrigem Ausgangsniveau. Der Arbeitsmarkt blieb insgesamt robust, bei leicht steigender Arbeitslosigkeit in industrienahen Bereichen und im Bau.
Die Exportentwicklung war durch die schwache Auslandsnachfrage, insbesondere aus Deutschland, gedämpft. Im Verlauf des Jahres 2025 zeigten Auftragseingänge erste Zeichen einer Bodenbildung, mit deutlichen Unterschieden zwischen Branchen. Auf den Energie- und
Rohstoffmärkten normalisierten sich die Großhandelspreise gegenüber den Spitzen der Jahre 2022/23 weiter, blieben jedoch historisch erhöht; die Volatilität nahm ab und die Versorgungslage, insbesondere bei Gas, war stabil.
Die Unternehmens- und Konsumentenstimmung verbesserte sich im Zeitablauf, blieb jedoch anfällig. Wesentliche Risiken ergaben sich aus der anhaltend schwachen Auslandsnachfrage, geopolitischen Spannungen, potenziellen Energiepreissprüngen sowie der Schwäche im Wohnbau. Chancen resultierten aus der fortschreitenden Inflationsberuhigung, den verbesserten Finanzierungsbedingungen und den Förderkulissen für Transformation, Energieeffizienz und Infrastrukturinvestitionen. Insgesamt war das wirtschaftliche Umfeld durch eine Bodenbildung mit beginnender, jedoch noch moderater Erholung gekennzeichnet.
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war die Gesellschaft mit einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert und hat sich auf mehrere zentrale Themen in den einzelnen Bereichen konzentriert:
Strombereich
Im Stromnetzbereich verzeichnete die LINZ NETZ eine hohe Anzahl an Anfragen für den Anschluss neuer oder erweiterter Photovoltaik-Anlagen. Zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 30. September 2025 gingen 4.542 Anträge ein und 3.676 neue bzw. erweiterte Photovoltaik- Anlagen wurden an das Stromnetz angeschlossen. Trotz unverändert intensiver Bemühungen, die zahlreichen Anschlüsse auf verschiedenen Netzebenen zu ermöglichen, können die notwendigen Netzausbaumaßnahmen nicht immer vollständig mit der Nachfrage Schritt halten. Um die gewünschte Einspeiseleistung bei gleichbleibend hoher Versorgungszuverlässigkeit zu gewährleisten, sind sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch zukünftig umfangreiche Netzausbaumaßnahmen erforderlich.
Das wirtschaftliche Umfeld im Strombereich war geprägt durch eine Reduktion der transportierten Menge aufgrund von Eigenerzeugung und Einsparungen, eine weiterhin hohe Anzahl an Netzzugangsanträgen für dezentrale Erzeugungsanlagen und einen Preisanstieg bei vielen Betriebsmitteln wie Schaltanlagen, Transformatoren und Energiekabeln. Thematisch lag der Fokus auf der Optimierung der Prozesse, Schnittstellen und Systeme für die Behandlung von Netzzugangsanfragen dezentraler Einspeiser, der Nutzung von Smart Meter Daten zur Netzbeurteilung, der Erweiterung der Umspannwerkskapazitäten speziell im Umland von Linz, der laufenden Umsetzung des Projekts 220 kV Netzabstützung Zentralraum OÖ sowie der Abwicklung des UVP-Verfahrens für die 110 kV Leitung Rainbach-Rohrbach.
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Zählpunkte Verbraucher | 290.788 | 289.396 | 289.667 |
| Zählpunkte Einspeiser | 22.177 | 19.481 | 15.284 |
| Stromaufbringung (inkl. Netzver- | |||
| luste) in GWh | 2.153 | 2.170 | 2.132 |
| Netzlänge in km | |||
| (ohne Signalkabel) | 8.592,0 | 8.528,3 | 8.453,4 |
| Umspannwerke | 28 | 28 | 28 |
Die Anzahl der Zählpunkte für Verbraucher ist von 289.396 im Jahr 2024 auf 290.788 im Jahr 2025 gestiegen. Die Anzahl der Zählpunkte für Einspeiser ist von 19.481 im Jahr 2024 auf 22.177 im Jahr 2025 gestiegen. Dies zeigt eine starke Zunahme der dezentralen Erzeugungsanlagen, insbesondere Photovoltaik-Anlagen, die an das Netz angeschlossen wurden. Diese Entwicklung spiegelt den Trend zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien wider. Die Stromaufbringung, einschließlich Netzverluste, sank von 2.170 GWh im Jahr 2024 auf 2.153 GWh im Jahr 2025. Die Anzahl der Umspannwerke blieb konstant bei 28.
Gasbereich
Im Gasbereich war das wirtschaftliche Umfeld durch eine leichte Steigerung der Abgabemengen an Haushalts- und Gewerbekunden sowie an Kraftwerke geprägt. Der Energieträger Gas steht unter zunehmendem Druck, unter anderem durch den Krieg in der Ukraine und die Energiewende. Zusätzliche Hausanschlüsse werden nur noch in Einzelfällen realisiert, und die Anzahl der Zählpunkte sinkt.
Thematisch konzentrierte sich die Gesellschaft auf die Sanierungsstrategie, die sich auf nachhaltig benötigte Transportleitungen fokussiert und die Stilllegung I von nicht mehr benötigten Hausanschlüssen (Gasfreimachung von Gebäuden) umfasst. Ein gemeinsames Projekt mit dem Bereich Wärme zur koordinierten Redimensionierung des Gasnetzes wurde gestartet, und die Planungen für das Wasserstoff-Startnetz im Linzer Raum haben begonnen.
Eine wesentliche Herausforderung im Gasnetzbereich ist die Tendenz, fossiles Erdgas durch Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen oder alternative Heizformen wie Fernwärme zu ersetzen. Dies bringt zusätzliche Herausforderungen in der Netzplanung mit sich. Die LINZ NETZ hat sich daher zum Ziel gesetzt, ihr Netz entsprechend den neuen Rahmenbedingungen zu analysieren und ihre Sanierungsstrategie für das Niederdrucknetz anzupassen. Kern dieser Strategie ist die Vermeidung von Investitionen in die Sanierung von Leitungen, die noch vor Ablauf ihrer Nutzungsdauer nicht mehr für die Gasversorgung erforderlich sind.
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Erdgasaufbringung (inkl. Netzver- | |||
| luste) in GWh | 2.277,4 | 1.967,1 | 2.152,7 |
| davon Kraftwerke in GWh | 792,5 | 531,2 | 629,5 |
| davon Kommunalgas, Gewerbe | |||
| und Netzverluste in GWh | 1.484,9 | 1.435,9 | 1.523,2 |
| Zählpunkte Verbraucher | 41.480 | 43.779 | 46.495 |
Die gesamte Erdgasaufbringung, einschließlich Netzverluste, erhöhte sich von 1.967,1 GWh im Jahr 2024 auf 2.277,4 GWh im Jahr 2025. Die Steigerung war sowohl bei den Kraftwerken wie auch beim Kommunalgas, Gewerbe und Netzverluste spürbar.
Die Anzahl der Zählpunkte für Verbraucher sank von 43.779 im Jahr 2024 auf 41.480 im Jahr 2025. Die Abnahme der Anzahl der angeschlossenen Verbraucher lässt sich auf die Umstellung auf andere Energiequellen bzw. die Schließung von Anschlüssen zurückzuführen.
2. Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz Mio € | 166,164 | 153,943 | 144,325 | 128,552 |
| EBT Mio € | 19,529 | 7,124 | 6,247 | -1,374 |
| Jahresfehlbetrag/überschuss Mio € | 15,371 | 5,669 | 5,173 | -0,592 |
| Bilanzsumme Mio € | 582,939 | 522,340 | 464,282 | 413,686 |
| Eigenmittel Mio €1 | 280,272 | 278,259 | 277,345 | 217,038 |
| Fremdkapital Mio € | 302,667 | 244,081 | 186,937 | 196,648 |
| ROE2 | 7,0% | 2,6% | 2,5% | -0,6% |
| ROS3 | 11,7% | 4,6% | 4,3% | -1,1% |
| Anzahl der Beschäftigtena | 436 | 427 | 411 | 401 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 31,502 | 34,755 | 24,861 | 32,933 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -71,751 | -76,497 | -58,761 | -46,888 |
Die Umsatzerlöse der LINZ NETZ GmbH stiegen gegenüber dem Vorjahr um + 12,2 Mio. € und lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 166,164 Mio. €. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert unter anderem aus Aufrollungen im Zusammenhang mit der Regulierungssystematik. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 5,669 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 auf 15,371 Mio. € im Geschäftsjahr 2025. Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund von umfangreichen Investitionsmaßnahmen von 522,340 Mio. € auf 582,939 Mio. €. Die Eigenmittel verzeichneten einen leichten Anstieg von 278,259 Mio. € auf 280,272 Mio. €.
Das Fremdkapital stieg, vor allem infolge investitionsbedingter höherer Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft, von 244,081 Mio. € auf 302,667 Mio. €, was einem Anstieg von 24,0% entspricht. Der ROE verbesserte sich von 2,6% auf 7,0% und der ROS stieg von 4,6% auf 11,7%.
Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich von 427 auf 436. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit sank leicht von 34,755 Mio. € auf 31,502 Mio. €, während sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -76,497 Mio. € auf -71,751 Mio. € verbesserte.
¹ Eigenmittel = Eigenkapital + BKB + Sonderposten für Investitionszuschüsse
² Return on Equity: EBT in Relation zu durchschnittlichen Eigenmittel
3 Return on Sales: EBT in Relation zu Umsätzen (einschließlich Bestandsveränderung)
4 Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt
4. Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren
Personelle Leistungsindikatoren
Die LINZ NETZ GmbH hat auch 2025 ein umfangreiches und vielseitiges Schulungsprogramm angeboten, das die kontinuierliche Weiterentwicklung der fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter*innen gezielt fördert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Führungskräfte-, Team- und Persönlichkeitsentwicklung sowie auf Arbeitstechnik und -organisation. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Weiterentwicklung digitaler Lernformate.
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement wurde ebenfalls weiter ausgebaut und umfasst neben klassischen Angeboten das Betriebliche Eingliederungsmanagement sowie die Betriebliche Suchtprävention als zentrale Säulen zur Unterstützung unserer Mitarbeiter*innen.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Im Jahr 2025 hat die LINZ NETZ mehrere Initiativen umgesetzt, die speziell der Umwelt und Nachhaltigkeit zugutekommen. Dazu gehört der Beginn der Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektromobilität, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Zudem beteiligt sich die LINZ NETZ aktiv an der Entwicklung des Wasserstoff- Startnetzes für den Linzer Raum. Mittlerweile wurde der langfristige Infrastrukturplan der AGGM, welcher auch die Planungen der LINZ NETZ zum H2-Startnetz enthält, per Bescheid von der zuständigen Regulierungsbehörde genehmigt. Schließlich wurde ein neuer Rahmenvertrag für Mittelspannungsschaltanlagen ohne das klimaschädliche Isolationsmedium SF6 abgeschlossen.
5. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung
Die Geschäftsführung erwartet auch für das GJ 2026 eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld. Es wird eine weiterhin starke Zunahme von dezentralen Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger sowie Ladestationen für Elektromobilität erwartet. Neben dem herkömmlichen Netzausbau werden auch umfangreiche Investitionen zur Herstellung der Ansteuerbarkeit von Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen erforderlich sein. Dieser Ausbau und die Verstärkung auf allen Netzebenen des Stromnetzes, getrieben durch die Energiewende, erfordern einen hohen Liquiditätsund Finanzierungsbedarf.
Der intensive Wettbewerb mit anderen Energieträgern und die sinkende Akzeptanz des Energieträgers Erdgas führen zu einer Reduzierung der Zählpunkte im Gasnetz.
Ein strenges Kostenmanagement bleibt von zentraler Bedeutung, um die langfristige Reduktion von Personal- und Infrastrukturkosten zu erreichen und die Vorgaben der Regulierungsbehörde mittelfristig zu erfüllen. Der Abbau von Zeit- und Urlaubsguthaben wird wie in den vergangenen Jahren fortgeführt.
Risiken des Unternehmens
Die LINZ NETZ GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die ihre Geschäftstätigkeit und Stabilität beeinflussen können. Änderungen im Regulierungsmodell haben das Potenzial, die finanziellen Rahmenbedingungen des Unternehmens erheblich zu verändern. Strengere Kostenprüfungsverfahren könnten zu einer Reduzierung der genehmigten Kosten führen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Anpassungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen zusätzliche Anforderungen und Kosten verursachen, die die Rentabilität beeinträchtigen.
Der Trend zur Nutzung alternativer Energieträger kann zu einem Rückgang der Nachfrage nach Erdgas führen, was die Umsätze und die Rentabilität des Gasnetzes beeinträchtigen könnten. Neue gesetzliche Vorgaben sowie die verstärkte Nutzung von Substitutionsenergien führen dazu, dass Kunden vermehrt auf alternative Energieträger umsteigen und potenzielle Neukunden nicht mehr an das Gasnetz angeschlossen werden. Eine Gaskrise infolge geopolitischer Spannungen könnte zudem die Versorgungssicherheit gefährden und erhebliche Preisschwankungen auslösen.
Internationale Abhängigkeiten und globale Krisen können bei steigendem Bedarf an Netzbetriebsmitteln oder Netzkomponenten zu verlängerten Beschaffungszeiten führen und Versorgungsausfälle verursachen. Extreme Wetterereignisse wie Stürme, Überschwemmungen oder Erdbeben können die Infrastruktur erheblich beschädigen und hohe Reparaturkosten sowie Versorgungsunterbrechungen nach sich ziehen.
Die Erneuerung älterer Anlagen ist notwendig, um Gebrechen und damit verbundene Sachund Personenschäden zu vermeiden. Werden diese Investitionen nicht rechtzeitig geplant und budgetiert, entstehen erhebliche finanzielle Belastungen.
Die zunehmende Abhängigkeit von IT-Systemen macht die LINZ NETZ anfälliger für Cyberangriffe, die Datenverlust, Betriebsstörungen und Sicherheitsverletzungen zur Folge haben können. Ein großflächiger Strom-Blackout würde gravierende Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, die Infrastruktur und gesellschaftliche Abläufe haben.
Darüber hinaus stellt der Verlust von erfahrenen Mitarbeitern oder Fachwissen ein wesentliches Risiko dar. Dies kann die Effizienz des Unternehmens und die Fähigkeit zur Entwicklung innovativer Lösungen beeinträchtigen und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Um dem entgegenzuwirken, muss die LINZ NETZ GmbH innovative Recruiting-Strategien verfolgen und ihre Arbeitgebermarke stärken. Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen sind erforderlich, um die Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern.
Für die LINZ Netz GmbH wurden für 2025 keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert.
6. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft hat sich aktiv an mehreren Forschungsprojekten beteiligt, die darauf abzielen, innovative Lösungen für die Herausforderungen im Energiesektor zu entwickeln. Dazu gehört die Weiterentwicklung der Infrastruktur zur dezentralen Datenübertragung durch das Projekt LoraWAN. Ein weiteres Projekt, INNONet, untersucht, ob und in welchem Umfang netzdienliches Verhalten von Kunden durch lastabhängige Tarife gefördert werden kann. Schließlich wurde das Forschungsprojekt POWERCAST fortgeführt, dass die Optimierung der Netzlastprognosen angesichts der zunehmenden volatilen PV-Einspeisung zum Ziel hat. Diese Projekte unterstreichen das Engagement der Gesellschaft für Forschung und Innovation im Bereich der Energieversorgung.
Linz, am 12. Jänner 2026
DI Jgkannes Zimerberger, MBA Geschätsführer la Wörg Mittendorfe MBA Geschäftsführer